Kennt sich hier jemand genauer mit den Abläufen von Bitcoin aus? Es gibt ja da diverse Varianten, wie man dies jetzt möglichst schnell berechnet. Sei es jetzt via CPU, GPU, FPGA oder ASIC. Diese berechnen möglichst schnell und effizient SHA256(SHA256(Header)). Viele veraltet und nicht mehr benutzbar, möchte ich jetzt gar nicht darüber diskutieren. Dann gibt es noch den Genesis-Block. Aber wo kommen welche Information her, die dann für die Berechnung gebraucht werden? Und wie oft holen sich die Client diese Info und sind diese nach ein paar Sekunden bereits wieder veraltet? Arbeiten alle Miner auf der gleichen Info und wer halt dann als erster fertig ist, der hat gewonnen? Oder sucht man sich eine zufällige Zahl aus einen bestimmten großen Bereich aus und wenn der Hash dann passt, dann hat man gewonnen? Ist ein gefundener Input-Wert (wenn man der erste und schnellste ist), der dann den gesuchten Hash-Wert liefert, gleichzustellen mit einen Bitcoin? Wenn man dann den Hash-Wert gefunden hat, was macht man damit? Einfach aufheben? Oder muss man den zur Überprüfung und Speicherung einsenden? Fragen über Fragen, ihr seht schon, viele Bitcoin-Anfängerfragen... Gibt es vielleicht eine Webseite, Dokument oder gar Buch, welches dies gut verständlich erklärt? Wikipedia liefert viel Detail-Info Gibt es Beispieldaten, wo man diesen ganzen Ablauf mal durchspielen kann? Ich hab folgende URL gefunden: http://blockexplorer.com/q/latesthash Gestern konnte man dort folgende Daten sehen: (jeweils 1 Zeile pro Abfrage, '//' sind von mir ergänzt) // 00000000000000050069B090DBB839D1551260C8665E49244624A49111680C26 // 0000000000000004B416C4C3093EB2BA8429F61CB841EFF1354CE27E9550BB14 // 0000000000000002E5EF07A20C9A2B25C518AB549C77092DF41D67ABCCB092E8 Heute folgende Ausgabe: // 0000000000000000AFF765DAA5AD2BD7148158D546FB66DCF018BDEA2D45B461 Ist dies der Hash, der aktuell für Berechnungen verwendet werden muss? Die Hashes hat vorne immer mehr Nullen, hinten wird die Zahl dadurch immer kleiner. Ist das der Punkt, dass der Hash immer kleiner wird? Es heißt immer, es wird immer schwerer. Wird es deswegen schwerer, weil die anderen viel schneller die Input-Werte finden (durch immer bessere Methoden und Hardware), oder hat dies einen anderen Grund?
In einer(wenn nicht sogar in der letzten) der letzten c't wurde das bischen erklärt....ich merke aber auch gerade das ich es noch nicht 100% verstanden habe, da ich es nicht komplett erklären kann. Was ich noch weiss: Prinzipiell ist das Protokoll so eingestellt, das ca. alle 10min eine gültiger Hash erechnet wird. Über diesen latesthash Wert mit den führenden Nullen wird die Schwierigkeit eingestellt, einen neuen gültigen Hash zu finden.(Der Startwert war 2^32) Der Datenblock zu dem der Hash berechnet werden soll, wird mit einem "lease" bzw. "nonce" erweitert(das ist eigentlich nur ein Zähler der hochgezählt wird) und dann der Hash berechnet. Dieser berechnete Hash muss nun kleiner sein, als der latesthash Wert. Indem der latesthash verkleinert wird, verringert sich die Anzahl der möglichen Hashes die kleiner sind. Circa alle zwei Wochen wird geschaut, ob die Rate mit den 10min noch eingehalten wird, und ansonsten der latesthash Wert verkleinert, was die Schwierigkeit erhöht, einen kleineren Hashwert zu finden. Momentan bekommt man pro erzeugtem Hash 25 Bitcoins gutgeschrieben. Dieser Wert wird aber auch nach unten korrigiert so das die Zahl der zu erzeugenden Bitcoins beschränkt ist(ich glaub auf 21 Millionen)
achso...das ganze basiert halt auch darauf, das der Hash-Algorithmus für eine geringfügige Änderung(1bit) ein komplett anderes Ergebnis ausspuckt, welches nicht vorhergesagt werden kann. Von daher muss wirklich per Brute Force für jeden Block inkl. lease Wert der Hash berechnet & verglichen werden.
Es gibt Foren, die für Fragen dieser Art viel besser geeignet sind, weil dort die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass jemand antwortet der mehr gelesen hat als die c't ;-) https://bitcointalk.org/ WBC schrieb: > Es heißt immer, es wird immer schwerer. > Wird es deswegen schwerer, weil die anderen viel schneller > die Input-Werte finden (durch immer bessere Methoden und Hardware), > oder hat dies einen anderen Grund? Ja es wird immer schwerer weil die Gesamtrechenleistung steigt. Wenn diese wieder sinkt weil vielleicht weniger Leute Interesse an BTC und am Mining haben, dann sinkt die Schwierigkeit wieder. Die Schwierigkeit wird so justiert, dass im Mittel immer gleichviele Blöcke pro Zeit berechnet werden.
Wobei ich immer noch nicht weiß, was ich von diesen Bitcoin halten soll. Der Wert eines Bitcoin ist innerhalb eines Monats (vom 6.11 bis zum 6.12) von €200 auf €760 gestiegen (war auch schon mal über 800). Das ist mir ehrlich gesagt dann schon eine enorme Variabilität, von der ich mir nicht sicher bin, ob das nicht eigentlich hauptsächlich eine Spekulationssache ist (wenn man die Kursschwankung wieder zu Geld machen kann). Ja, man kann ein paar reale Dinge mit Bitcoins einkaufen, aber so recht warm scheint die Industrie damit noch nicht geworden zu sein. Eines ist mir aber nach dem Studium diverser Web-Seiten allerdings klar geworden. Selber zu minen macht wenig Sinn. Ohne Spezialhardware hat man da so gut wie keine Chance mehr.
Karl Heinz schrieb: > Eines ist mir aber nach dem Studium diverser Web-Seiten allerdings klar > geworden. Selber zu minen macht wenig Sinn. Ohne Spezialhardware hat man > da so gut wie keine Chance mehr. Wäre ein gutes Projekt für einen fortgeschrittenen Elektronik- & FPGA-Bastler ;)
bei Pyramidenspielen wirds üblicherweise am Ende immer schwerer, Dumme zu finden, die noch einsteigen wollen.
Reinhard S. schrieb: > Wäre ein gutes Projekt für einen fortgeschrittenen Elektronik- & > FPGA-Bastler ;) Nein. Profitabel mined man heute mit ASICs, nicht mit FPGAs. Und auch dort ist die neue Generation schon in den Startlöchern, die 65nm-Chips werden sehr bald ihre Stromkosten nicht mehr reinholen. 28nm ist der nun angesagt Prozeß.
Wie das funktioniert? Das System ist der Zwischenschritt zur komplett Bargeldlosen Welt. Irgendwann wird es nur noch virtuelles Geld geben. Genau das ist der Sinn weshalb es nicht verboten wurde und deshalb kaufe ich das nicht. Wer da mitmacht unterstützt diejenigen die das Bargeld abschaffen wollen. Eines der letzten Freiheiten die wir überhaupt noch haben. Daher ist der technische Hintergrund unwichtig.
Ich kann zu dem Bitcoin Hype nur noch hinzufügen: Energieverschwendung. Hat jemals jemand schon mal ausgerechnet, wieviel Rechenleistung diese x Terahash/s verbraten? Hat das jemals jemand nachgerechnet, was das an GW Stromleistung verbratet? Ich schätze, daß schon jetzt ein ganzes AKW nur für diesen Mist heizt. Ich bin dafür, daß bitcoin System zu boykottieren. Da haben schon so manche ein Vermögen damit gemacht, und Spekulation ist anscheinend der einzige Daseinsgrund dieses Pyramidenspiels. Leider habe ich vor 2 Jahren nicht daran geglaubt, und haufenweise Bitcoins gekauft, weil es meinen PC lahmgelegt hatte, alleine nur das runterladen der Transaktionskette. Damit wäre jetzt mein Haus bezahlt. Naja. Später ist man immer schlauer. Wie verhält sich es jetzt? Ist es immer noch so grausig langsam?
Markus Müller schrieb: > Wer da mitmacht unterstützt diejenigen die das Bargeld abschaffen > wollen. Eines der letzten Freiheiten die wir überhaupt noch haben. Was ist das denn für ein komischer Spruch? Was hat Bargeld mit "Freiheit" zu tun?
Werde ASIC Hersteller und versprich den Leuten gegen sofortige Vorkasse neue Superchips für das Mining. Geliefert wird wahrscheinlich, aber ohne Garantie, am Ende nächsten Jahres. Damit kannst du noch "echtes" Geld verdienen.
Boris B. schrieb: > Was ist das denn für ein komischer Spruch? Was hat Bargeld mit > "Freiheit" zu tun? Mit Bargeld kannst du anonym kaufen. LG, Sebastian
Sebastian Wangnick schrieb: > Mit Bargeld kannst du anonym kaufen. Glaubst du. Die kleine Kamera hinter der Theke, die per Gesichtserkennung alle deine persönlichen Daten von Facebook und Google abruft, sieht das anders ;-)
In Bitcoin steckt eine wahnsinns Idee, die vielen Anhängern der aktuellen FInanzwirtschaft noch schwer im Magen liegen wird. Das Minen ist nur ein (vorübergehend) interessanter Effekt während der Einführung, manche glauben gar das sei der ganze Zweck von Bitcoin. Auch hat es überhaupt Nichts mit einem Pyramiden- oder Schneeball-System zu tun. Unser heutiges "richtiges" Geld wird von einer Staatsbank herausgegeben, Politiker legen Wechselkurse und Werte mit einem Fingerschnippen nach Gutsherren-Art fest. Wenn ein Pleitestaat Geld braucht, lässt er welches drucken (siehe USA). Die dadurch ausgelöste Inflation enteignet alle die, die nur Geld und keine Sachwerte besitzen. DAS ALLES ist (bzw. wäre) mit Bitcoin passé. Die Geldmenge ist definitiv begrenzt, also nie mehr Inflation. Der Wert eines Bitcoin wird sich nach einer Spekulationsphase/Blase während der Einführung auf den wahren Wert der damit gehandelten Güter und Leistungen einstellen - also der wahre, ursprüngliche Zweck von Geld. Nix mehr mit Wertschöpfung aus dem Nichts. Und das ist der Stoff, der unsere Bankster schweissgebaded des Nachts aus Alpträumen erwachen lässt. Die sind heute noch interessiert, weil gerade die Spekulationsphase läuft. Wenn sich das Bitcoin-System stabilisieren sollte, wird es nicht lange dauern, bis nach Verboten gerufen wird, jede Wette ... lesen: http://bitcoin.org/de/
Frank Esselbach schrieb: > Das Minen ist nur ein (vorübergehend) interessanter Effekt während der > Einführung, manche glauben gar das sei der ganze Zweck von Bitcoin. Auch > hat es überhaupt Nichts mit einem Pyramiden- oder Schneeball-System zu > tun. Ohne Minen funktioniert Bitcoin nicht. Gar nicht. Auch, wenn man fürs Minen im Jahr 23xx keinen einzigen Satoshi mehr bekommt (die Transaction-Fees bekommt man natürlcih), ist die Bitcoinwelt darauf angewiesen, daß noch immer geminet wird. > DAS ALLES ist (bzw. wäre) mit Bitcoin passé. Die Geldmenge ist definitiv > begrenzt, also nie mehr Inflation. Dafür gnadenlose Deflation, was eine echte Katastrophe ist, wie nicht nur die Wirtschaftswissenschaften, sondern auch die realen Erfahrungen uns sagen.
Ich kenne das System nicht soo genau. Aber so wie ich das verstehe begrenzt ja immer die aktuell verfügbare Rechenleistung die Menge an Bitcoins, bzw macht der Stromverbrauch der nötigen Anlagen das weitere Mining unrentabel. Allerdings, traust du dich vorhersagen wie sich die Rechenleistung in den nächsten 10, 20 Jahren entwickelt? Ok, zugegeben, momentan stagnieren wir mehr oder weniger. Aber gerade zu Ende des letzten Jahrtausends gabs ja gewaltige Fortschritte, im Bereich von mehreren Zehnerpotenzen. Unsere Smartphones in 10 Jahren werden wahrscheinlich aktuelle Spiele-PCs lächerlich wirken lassen. Und ich rede hier von Konsumerelektronik. Eine Regierung könnte wohl eine hochgezüchtete, speziell ausgelegte Anlage hinstellen die auch weiterhin Bitcoins minen kann, und damit im Prinzip "Geld drucken".
le x. schrieb: > Ich kenne das System nicht soo genau. Aber so wie ich das verstehe Du verstehst das falsch. > begrenzt ja immer die aktuell verfügbare Rechenleistung die Menge an > Bitcoins, bzw macht der Stromverbrauch der nötigen Anlagen das weitere > Mining unrentabel. Nein. Der Algorithmus stellt sicher, daß im Zeitraum X genau Y Bitcoins (derzeit 25, früher 50) geschöpft werden (wobei X etwas variieren kann, das ist nur im Schnitt so). Alle paar Jahre halbiert sich Y, bis schließlich Y kleiner als ein Satoshi und damit nicht mehr darstellbar ist. Und damit weiß man exakt, in welchem Jahr der letzte neue Bitcoin entsteht. Alles danach ist nur noch Umverteilung. Nicht, daß ich glaube, daß Bitcoin auch nur ein Zehntel so lange existieren wird...
Stefan Rand schrieb: > Dafür gnadenlose Deflation, was eine echte Katastrophe ist, wie nicht > nur die Wirtschaftswissenschaften, sondern auch die realen Erfahrungen > uns sagen. Welche Wirtschafts-"Wissenschaften"? Das kann sich doch nur auf eine Wirtschaft beziehen, bei der nicht der Bedarf, sondern das Kaufen ansich im Vordergrund steht - darauf kann man m.E. ganz gut verzichten. Die Dinge, die WIRKLICH gebraucht werden, werden natürlich trotzdem gekauft, oder würdest du aufhören zu Essen, nur weil das Brötchen evtl. nächste Woche billiger ist? Von welchen "realen Erfahrungen" sprichst du? In einem Umfeld, was primär an Kaufen und Gewinn ausgerichtet ist, wird das nat. auf Widersruch stossen, mit Vernunft hat das aber Nichts zu tun.
@ Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat) >Das kann sich doch nur auf eine Wirtschaft beziehen, bei der nicht der >Bedarf, sondern das Kaufen ansich im Vordergrund steht - darauf kann man >m.E. ganz gut verzichten. Wenn gleich es am aktuellen Finanz- und Wirtschaftsystem vieles zu kritisieren gibt, so gibt es am Bitcoin genausoviel. >Die Dinge, die WIRKLICH gebraucht werden, werden natürlich trotzdem >gekauft, oder würdest du aufhören zu Essen, nur weil das Brötchen evtl. >nächste Woche billiger ist? Schön, und damit erkärst du, dass bitcoin funktioniert? >Von welchen "realen Erfahrungen" sprichst du? In einem Umfeld, was >primär an Kaufen und Gewinn ausgerichtet ist, wird das nat. auf >Widersruch stossen, mit Vernunft hat das aber Nichts zu tun. Eine von vorn herein festgelegte Geldmenge ist schlicht Unsinn! Das ist noch engstirniger als kommunistische Planwirtschaft! Dass die heiße Luft der Finanzmärke auch schlecht ist, ist eine andere Frage! Bitcoin ist fast noch schwachsinniger als Gold. Duch Kryptographie und Firepower soll die böse Geldmengenvermehrung eingeschränkt werden. Also ob man das nicht auch DEUTLICH einfacher könnte! Und sicher. Wenn man es denn will!!!
Frank Esselbach schrieb: > Nix mehr mit Wertschöpfung aus dem Nichts. Und das ist der Stoff, der > unsere Bankster schweissgebaded des Nachts aus Alpträumen erwachen > lässt. Die sind heute noch interessiert, weil gerade die > Spekulationsphase läuft. Wenn sich das Bitcoin-System stabilisieren > sollte, wird es nicht lange dauern, bis nach Verboten gerufen wird, jede > Wette ... Nö, ein Verbot wird es nicht brauchen. Oder glaubst du, der Goldstandard wurde deshalb nicht wieder eingeführt, weil er verboten wurde? :-P Wobei der Goldstandard sogar etwas weniger restriktiv wäre, weil durch Schürfen (Mining) neues Gold dem Kreislauf hinzugefügt werden kann... Wenn wirklich Bedarf für einen solchen Standard wäre, hätte man wirklich nicht auf Bitcoin o.ä. Schnapsidee warden müssen.
Frank Esselbach schrieb: > In Bitcoin steckt eine wahnsinns Idee, die vielen Anhängern der > aktuellen FInanzwirtschaft noch schwer im Magen liegen wird. Das stimmt. > > Das Minen ist nur ein (vorübergehend) interessanter Effekt während der > Einführung, manche glauben gar das sei der ganze Zweck von Bitcoin. Auch > hat es überhaupt Nichts mit einem Pyramiden- oder Schneeball-System zu > tun. naja. Doch! Hat es. Vergleiche: 1. Wer verdient am meisten von einem Schneeballsystem? Der, der ganz am Anfang dabei war, und sich das meiste angehäuft hat, (in diesem Fall, wer sich noch damals mit CPU Power tausende BTC hergestellt oder einfach gekauft hat, ist jetzt Millionär, wenn er es zur richtigen Zeit verkauft) 2. Schneeballsysteme fallen irgendwann zusammen, da die letzten total ausgenommen werden. (In diesem Fall: Die, die als letzte ein paar BTC für Zigtausende Euro kaufen, und Mining HW kaufen, sind die Deppen, wenn die Blase platzt, durch Angriff oder Entdeckungen, wie : "...NSA hat SHA Algorithmus gehackt...", oder "...eine ungarische Physikergruppe hat den ersten echten brauchbaren Quantum Computer hergestellt..." Das mit der NSA ist gar nicht so abwegig: http://en.wikipedia.org/wiki/Secure_Hash_Algorithm
naja, ich muss bei bitcoin aber nicht minen um am system teilnehmen zu können.
Martin G. schrieb: > naja. Doch! Hat es. Vergleiche: > 1. Wer verdient am meisten von einem Schneeballsystem? Der, der ganz am > Anfang dabei war, und sich das meiste angehäuft hat, (in diesem Fall, > wer sich noch damals mit CPU Power tausende BTC hergestellt oder einfach > gekauft hat, ist jetzt Millionär, wenn er es zur richtigen Zeit > verkauft) Genau so seh ich das auch. Hinter dem Bitcoin System steht nichts reales, wodurch sich keine Wert beziffern lässt. Das man im Grunde Strom zu Geld umwandelt, ist für mich kein Argument. Bitcoins gibt es seit 2009 und führten ein Schattendasein. Im Bild die Entwicklung des Wertes im letzten Jahr. Das ist doch Irrsinn. Aus welchem Grund sind denn im Oktober/November die Kurse so angestiegen? Da steckt doch kein realer Grund dahinter. Das war doch eine reine Spekulationsblase, so wie 2003 als die IT-Blase immer größer geworden ist. Die Blase wird platzen, einige sind reich geworden, viele arm, und dann werden Bitcoins wieder in der Versekungen verschwinden. Für mich ist das eine Abart eines Schneeball-Systems. Einige haben über die Jahre etwas angehäuft und es dann irgendwie geschafft, anderen einzureden, dass sie das unbedingt brauchen würden, wodurch sich ein Selbstläufer ergeben hat, der bei einer kritischen Masse an Haben-wollenden durchgestartet ist. Irgendwann werden die drauf kommen, dass sie da etwas haben, mit dem sie nichts anfangen können, ausser einen Dummen finden dem sie es verkaufen können.
Karl Heinz schrieb: > Hinter dem Bitcoin System steht nichts reales, wodurch sich keine Wert > beziffern lässt. btw.. hat hier irgendjemand schom mal mit Bitcoins etwas eingekauft/bezahlt?? Die Pülverchen auf der Seidenstraße ausgenommen.
Karl Heinz schrieb: > Hinter dem Bitcoin System steht nichts reales, wodurch sich keine Wert > beziffern lässt. Das ist aber beim Euro, Franken, Dollar etcetc nicht anders. Nur ein winziger Bruchteil des sich im Umlauf befindenden Geldes ist "real" insofern, dass es durch ein Stück Metall oder Papier repräsentiert wird. Wenn ich Dir so ein Stück Papier, auf dem "1000€" steht, gebe, gibst Du mir dafür mit Freuden Deine Stereoanlage. Obwohl der Wert des Papiers an sich minim ist und Du damit - mal abgesehen von irgendwelche Körperteile abwischen - nichts anfangen kannst. Du gibst mir die Stereoanlage doch nur deshalb dafür, weil Du genau weisst, dass der Kurt nebenan glücklich sein wird, Dir einen Esstisch zu geben, wenn Du ihm dieses Stück Papier dafür gibst. Beim Bitcoin ist man sich halt (noch?) nicht so ganz sicher, wieviel denn der Kurt nebenan bereit sein wird, dafür herzugeben. Und das weiss er nicht, weil er sich nicht so sicher ist, wieviel der Holger gegenüber denn bereit sein wird, dafür zu geben... Einen wirklich fundamentalen Unterschied zum Bitcoin erkenne ich da nicht.
@Karl Heinz Vorsicht! Simon will dir einen 1000€ Schein für die Stereoanlage geben. Es gibt aber (scheinbar) gar keine gültigen 1000€ Scheine... :-)
Karl Heinz schrieb: > Hinter dem Bitcoin System steht nichts reales, wodurch sich keine Wert > beziffern lässt. Hinter dem Euro (und fast allen anderen Währungen auch) auch nicht. Das sind gigantische Zahlen auf Papier/ in der EDV und ein paar bunte Papierzettel/ Münzen (deren Wert auch nicht annähernd dem Materialwert entspricht). Das System funktioniert auch nur so lange genügend Teilnehmer daran glauben, dass sie für ihre Euros wieder etwas reales bekommen können. Das Thema ist jetzt bei einer breiten Öffentlichkeit angekommen und die EUSSR sowie China merken auch dass hier etwas im Entstehen ist was sie nicht mehr kontrollieren und manipulieren können: http://www.wsj.de/article/SB10001424052702303932504579254882401915434.html Die Geschicke der EBA bestimmen im übrigen wesentlich die Leiter der zuständigen Behörden der Mitgliedsstaaten: https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Bankenaufsichtsbeh%C3%B6rde
Simon Huwyler schrieb: > Beim Bitcoin ist man sich halt (noch?) nicht so ganz sicher, wieviel > denn der Kurt nebenan bereit sein wird, dafür herzugeben. Und das weiss > er nicht, weil er sich nicht so sicher ist, wieviel der Holger gegenüber > denn bereit sein wird, dafür zu geben... Genau das ist das Problem. Nach 4 Jahren sollte sich aber schon abzeichnen, wieviel das sein wird und es auch eine gewisse Stabilität dafür geben, dass ich abends für meine Bitcoins im wesentlichen noch dasselbe kaufen kann, wie am morgen eines Tages. Mir ist schon klar, dass das ein Teufelskreis ist. Solange sich der Wert nicht stabilisiert, haben die Firmen kein bzw. kaum Interesse daran, ihn als Tauschmittel zu akzeptieren. (Ich versteh sowieso nicht, wie die paar jetzigen Firmen das machen - passen die den verlangten BitCoin Preis im Minutentakt an?) Solange niemand den BitCoin als Tauschmittel akzeptiert, wird sich aber der Wert nicht stabilisieren, weil keiner Interesse daran hat sondern nur den Wert in die Höhe treiben will. Das einzige Gut, welches man mit einem BitCoin kaufen kann, ist mehr oder weniger der BitCoin selber. Und da der virtuell ist (ja ich weiss, es soll auch physische Münzen geben), kann man das noch nicht mal mit Gold vergleichen. Gold ist ja im Prinzip auch zu nichts nütze (oder war es zumindest mal nicht), trotzdem hatte es einen Wert. Gold kann ich einschmelzen und mir damit Schmuck oder Kunstgegenstände herstellen, die mein Auge erfreuen, wenn mir das gefällt. Insofern hab ich da zumindest was vom eingekauften Gold, welches für mich einen Wert repräsentiert. BitCoin sind momentan wie die Aktien einer Briefkasten-Firma, deren Betätigungszweck darin besteht, ihre eigene Aktien zu verkaufen. Es gibt keine einigermassen reale Grundlage auf der man den Wert einer Aktie beziffern könnte. Hinter anderen Aktien steht immerhin der Wert einer Firma, ihre Grundstücke, Gebäude, technische Anlagen, Zustand derselben, erzielter Gewinn durch Produktverkauf. All das gibt es bei der "wir verkaufen nur unsere eigenen Aktien" Firma nicht.
Kauf dir halt für deine Bitcoins (solang die noch was Wert sind) Amazon-Einkaufsgutscheine. Das ist dann auch ein Stück Papier, da steht 1000€ und Amazon und etwas Buchstabensalat drauf. Trotzdem evtl. werthaltiger als die Bitcoins ;) http://www.zeit.de/news/2013-12/13/banken-bankenaufsicht-warnt-vor-digitalen-waehrungen-wie-bitcoin-13100406
Martin Maurer schrieb: > @Karl Heinz > Vorsicht! Simon will dir einen 1000€ Schein für die Stereoanlage geben. > Es gibt aber (scheinbar) gar keine gültigen 1000€ Scheine... :-) Ups, hast ja recht. :-) Ok, ich meinte eigentlich CHF1000
Karl Heinz schrieb: > (Ich versteh > sowieso nicht, wie die paar jetzigen Firmen das machen - passen die den > verlangten BitCoin Preis im Minutentakt an?) Ja, z.B. http://www.shop4coins.de/
> Eine von vorn herein festgelegte Geldmenge ist schlicht Unsinn! Das ist > noch engstirniger als kommunistische Planwirtschaft! Wieso? Bisher ist das nichts Anderes als eine unbewiesene Behauptung - erläutere das bitte, wenn du Lust hast. Bitcoin ist erstmnal einfach nur eine andere Form von Geld, mit allen Vor- und nur einem Teil der Nachteile. Die wegfallenden Nachteile sind: - Bitcoin kann man nicht einfach "drucken" (wie es Staatsbanken tun) - Der Wert kann nicht von irgend jemandem festgelegt werden (wie es Staatsbanken tun) - Bitcoin-Vermögen können nicht eingefrohren oder konfisziert werden - Bitcoin können nicht für ungültig erklärt werden - Bitcoin kann nicht gefälscht werden (bisher jedenfalls) - Bitcoin kann OHNE BANK direkt transferiert werden, weltweit - Bitcoin kann nicht mehrfach in Umlauf gebracht werden (wie es Banken mit Krediten tun) - man kann nur mit Bitcoin bezahlen oder sie verleihen, die man wirklich hat Also ich sehe da NUR Vorteile. Allerdings soll man nicht die Frösche fragen, wenn man einen Sumpf trocken legen will - die sehen das ganz anders. klar.
> - kann man nicht einfach drucken Eine Staatsbank wird sich hüten, einfach nach Belieben Geld in Umlauf zu bringen. Denn das dieses die Inflation anheizt, ist bekannt. Das wiederrum ist nicht gut für die Wirtschaft eines Landes > - Wert festlegen Der Wert wird nicht willkürlich einseitig festgelegt, denn da hängen die Wechselkurse in andere Währungen drann. Und dein Währungspartner wird mit Strafzöllen darauf reagieren, wenn der Wert willkürlich verändert wird ohne realen wirtschftlichen Hintergrund. > - kann nicht gefälscht werden Doch. Ist bereits geschehen. > - kann transferiert werden OK. Ist ein Argument. Dazu brauch ich aber keine Bitcoin. Das kann man mit anderen Mitteln auch erreichen Die restlichen beiden Punkte: Prinzipiell gibt es keinen Grund, warum die Dinge die du anführst nicht gehen sollten. Die hängen ja nicht von der Repräsentierung eines bestimmten Wertes ab. Ob das jetzt ein Geldschein ist oder ein Bitcoin ist so gesehen wurscht. Ich kann meinem Geschäftspartner immer sagen: sorry, ich kann dich im Moment nicht bezahlen, ich werde das später tun - dafür geb ich dir ein bischen mehr. Das hängt in keinster Weise davon ab, ob man mit Geldscheinen oder mit BitCoins zahlt. Versteh mich nicht falsch. Ich bin auch nicht besonders gut auf Banken zu sprechen. Aber diese Argumente überzeugen mich nicht wirklich. Unser Bankenproblem hat andere Ursachen. Ich sehe nicht, in wie fern BitCoin das 'Problem' des 'Zockens mit fremden Geld' unterbinden würden. Denn das es auch für BitCoins letzten Endes so etwas wie Verwahrstellen geben wird (gibt es ja jetzt schon) ist absehbar. Edit: Im Moment sind Bitcoins wieder 'im freien Fall'. Der Kurs liegt bei 534€ D.h. pro Bitcoin den ich letzte Woche gekauft hätte und jetzt verkaufe, hätte ich in dieser einen Woche rund 200€ Miese gemacht. Denn genau das ist die Kehrseite der Medaille: Eben weil es keine Korrekturinstanz gibt, schwanken die Kurse erheblich.
Mich würde mal interessieren, wie lange braucht es, um eine Transaktion abzuschließen und wieviel PCs werden dazu benötigt. Und dann rechnen wir mal hoch, wenn man alle anderen Währungen abschaffen würde, ob das überhaupt mit realistischem Hardware- und Energieaufwand möglich wäre. Ich schätze mal, Billiarden Transaktionen je Sekunde müßten weltweit garantiert werden können.
Frank Esselbach schrieb: > - Bitcoin kann man nicht einfach "drucken" (wie es Staatsbanken tun) Nachteil. > - Bitcoin-Vermögen können nicht eingefrohren oder konfisziert werden Nachteil. > - Bitcoin kann nicht mehrfach in Umlauf gebracht werden (wie es Banken > mit Krediten tun) Lall. > - man kann nur mit Bitcoin bezahlen oder sie verleihen, die man wirklich > hat Lall. Derivate kann man da ganz genauso basteln, Optionen, Futures, alles möglich.
@ Frank Esselbach (Firma: Q3) (qualidat) >> Eine von vorn herein festgelegte Geldmenge ist schlicht Unsinn! Das ist >> noch engstirniger als kommunistische Planwirtschaft! >Wieso? Bisher ist das nichts Anderes als eine unbewiesene Behauptung - >erläutere das bitte, wenn du Lust hast. Klar. Beweise das Universum vollständig in 10 Sätzen ;-) >- Bitcoin kann man nicht einfach "drucken" (wie es Staatsbanken tun) >- Der Wert kann nicht von irgend jemandem festgelegt werden (wie es >Staatsbanken tun) Er schwankt genauso bzw. im Moment noch mehr als normale Währungen, weil es im Moment in 1. Linie ein hype und Spekulationsobjekt ist. >- Bitcoin-Vermögen können nicht eingefrohren oder konfisziert werden Warum? Es sind nur Zahlen im Computer! >- Bitcoin können nicht für ungültig erklärt werden Warum? Bitcoin ist genauso eine Definition wie normales Giralgeld. Es ist ein Zahl im Computer. Ob da nunr eine Mordskrytographie dahinter steckt oder nicht ist egal. >- Bitcoin kann nicht gefälscht werden (bisher jedenfalls) >- Bitcoin kann OHNE BANK direkt transferiert werden, weltweit Geht im Großmasstab irgendwann eher nicht mehr. >- Bitcoin kann nicht mehrfach in Umlauf gebracht werden (wie es Banken >mit Krediten tun) Warte nur ab. >- man kann nur mit Bitcoin bezahlen oder sie verleihen, die man wirklich >hat >Also ich sehe da NUR Vorteile. Weil du eine selektive Wahrnehmung hast.
Ist ja eine ganz nette Diskussion, ich bin aber skeptisch / evtl. auch zu unwissend: Wenn es zu weite Kreise zieht - kann und wird es doch wie z.B. Schwarzarbeit verboten werden, oder? Das Finanzamt wird sich auch für diese Transaktionen interessieren.. Könnte nicht eine Gruppe von Leuten eine Alternative "BitMoney" entwickeln, die genauso funktioniert?
Falk Brunner schrieb: >>- Bitcoin-Vermögen können nicht eingefrohren oder konfisziert werden > > Warum? Es sind nur Zahlen im Computer! > >>- Bitcoin können nicht für ungültig erklärt werden > > Warum? > > Bitcoin ist genauso eine Definition wie normales Giralgeld. Es ist ein > Zahl im Computer. Ob da nunr eine Mordskrytographie dahinter steckt oder > nicht ist egal. Ich glaube du hast das Prinzip Bitcoin noch nicht so ganz verstanden. Wie willst du ein Bitcoin-Vermögen einfrieren oder für ungültig erklären? Das ist wie eine Datei aus einem P2P Netzwerk zu löschen. Oder das Internet auszudrucken ;-)
Peter Dannegger schrieb: > Mich würde mal interessieren, wie lange braucht es, um eine Transaktion > abzuschließen und wieviel PCs werden dazu benötigt. > > Und dann rechnen wir mal hoch, wenn man alle anderen Währungen > abschaffen würde, ob das überhaupt mit realistischem Hardware- und > Energieaufwand möglich wäre. > Ich schätze mal, Billiarden Transaktionen je Sekunde müßten weltweit > garantiert werden können. https://de.bitcoin.it/wiki/FAQ#Wenn_jede_Transaktion_.C3.BCber_das_Netzwerk_.C3.BCbertragen_wird:_skaliert_Bitcoin.3F Um eien Zahlung wirklich bestätigt zu haben, muss man aber circa 10min warten, da diese erst dann verifiziert ist. https://de.bitcoin.it/wiki/FAQ#Warum_muss_ich_zehn_Minuten_warten.2C_bevor_ich_Geld_ausgeben_kann.2C_das_ich_bekommen_habe.3F http://bitcoin.org/bitcoin.pdf ist noch ganz informativ
Rainer Unsinn schrieb: > Könnte nicht eine Gruppe von Leuten eine Alternative "BitMoney" > entwickeln, die genauso funktioniert? Natürlich. BitCoin ist nicht die einzige virtuelle Währung. Da gibt es auch noch andere. Im Prinzip kannst du selber auch etwas neues erfinden. Du musst nur Leute finden, die deine Erfindung handeln wollen.
Boris B. schrieb: > Wie willst du ein Bitcoin-Vermögen einfrieren oder für ungültig > erklären? Das ist eher schwierig, denn der Arm des Gesetzes müsste zuerst Kenntnis von dem betreffenden Vermögen haben. Bei klassischen Vermögen ist das einfach, dem Kampf gegen den Terrorismus sei Dank. Aber im Zweifelsfall wird hierzulande dann wie in China auch der Markt ausgetrocknet indem man den Umgang damit verbietet. Damit ist die Bezahlung eines legalen gewerblichen Angebotes nicht mehr möglich. Karl Heinz schrieb: >> - kann man nicht einfach drucken > Eine Staatsbank wird sich hüten, einfach nach Belieben Geld in Umlauf zu > bringen. Denn das dieses die Inflation anheizt, ist bekannt. Das > wiederrum ist nicht gut für die Wirtschaft eines Landes Genau dies ist aber nach der Wirtschaftskrise (eigentlich eine Bankenkrise) 2009 im großen Stil passiert. Banken konnten sich in fast unbegrenztem Umfang zu lächerlichen Zinsen Geld von EZB, Fed und Consorten virtuelles Geld leihen. Irgendwann musste dann die Schweizer Nationalbank auch Geld in den Markt pumpen, um den Franken nicht in gefährliche Höhen steigen zu lassen.
Georg W. schrieb: > Karl Heinz schrieb: >>> - kann man nicht einfach drucken >> Eine Staatsbank wird sich hüten, einfach nach Belieben Geld in Umlauf zu >> bringen. Denn das dieses die Inflation anheizt, ist bekannt. Das >> wiederrum ist nicht gut für die Wirtschaft eines Landes > Genau dies ist aber nach der Wirtschaftskrise (eigentlich eine > Bankenkrise) 2009 im großen Stil passiert. Banken konnten sich in fast > unbegrenztem Umfang zu lächerlichen Zinsen Geld von EZB, Fed und > Consorten virtuelles Geld leihen. Irgendwann musste dann die Schweizer > Nationalbank auch Geld in den Markt pumpen, um den Franken nicht in > gefährliche Höhen steigen zu lassen. Und es passiert heute noch immer. Allen voran die USA bzw deren FED.
@ vn nn (wefwef_s) >>> Eine Staatsbank wird sich hüten, einfach nach Belieben Geld in Umlauf zu >>> bringen. Denn das dieses die Inflation anheizt, ist bekannt. Das >Und es passiert heute noch immer. Allen voran die USA bzw deren FED. Die FED ist aber alles andere als eine STAATSBANK! Die ist privater als pivat. Und der dummer Steuerzahler lässt sich verarschen, weltweit! Denn die ganze Welt kommt für die Dollarschulden bzw. die heiße Luft namens Dollar auf!
Frank Esselbach schrieb: >> Eine von vorn herein festgelegte Geldmenge ist schlicht Unsinn! Das ist >> noch engstirniger als kommunistische Planwirtschaft! > Wieso? Bisher ist das nichts Anderes als eine unbewiesene Behauptung Da stimme ich Dir zu (auch wenn denke, daß es sinnvoll wäre, eine konstante Geldmenge mit Hinblick auf die Theorie Gesells mit einer Umlaufsicherung auszustatten)... > Bitcoin ist erstmnal einfach nur eine andere Form von Geld, mit allen > Vor- und nur einem Teil der Nachteile. ...aber bereits hier schon nicht mehr. >Die wegfallenden Nachteile sind: > - Bitcoin kann man nicht einfach "drucken" (wie es Staatsbanken tun) Stimmt. > - Der Wert kann nicht von irgend jemandem festgelegt werden (wie es > Staatsbanken tun) Der Wert einer bestimmten Währung gegenüber einer Anderen ergibt sich nur aus Angebot und Nachfrage. Ohne Frage, beim U$D und auch beim Euro herrschen Inflation (auch wenn Draghi & Co. derzeit eher wegen deflationärer Tendenzen besorgt sind - die ich persönlich eher nicht sehe). Daher ist es nachvollziehbar, wenn der Kurs BTC/EUR steigt. Ich sehe aber nicht ein, weswegen eine Verzehnfachung des BTC-Kurses gegenüber dem Euro in einem halben Jahr gerechtfertigt sein sollte. Die Kaufkraft des Euros im Binnenmarkt hat sich in diesem Zeitraum nämlich sicher nicht auf ein Zehntel vermindert und auch der Wechselkurs des Euros zu den liquiden Währungen hat sich nicht in einem Maße verändert, der diesen Anstieg des BTC rechtfertigen würde. Rohstoffe - wie der Inflationsschutz par excellence Gold - sind sogar billiger geworden. Insofern kann es nur eine mögliche Erklärung für das dermaßen überproportionale Erstarken von BTC geben: Blasenbildung. > - Bitcoin-Vermögen können nicht eingefrohren oder konfisziert werden Da wäre ich mir mal gar nicht so sicher, auch wenn ich mich mit BTC nicht "in-depth" auseinandergesetzt habe. > - Bitcoin können nicht für ungültig erklärt werden Das mag vielleicht pro forma stimmen, aber es kann sehr schnell der Fall eintreten, daß die Nachfrageseite für BTC zusammenbricht. Dann wäre der Betrag an Bitcoins auf dem Bitcoin-Konto zwar technisch gesehen nicht ungültig, nichtsdestotrotz aber wertlos. Der Effekt ist der selbe. > - Bitcoin kann nicht gefälscht werden (bisher jedenfalls) Das stimmt wohl. > - Bitcoin kann OHNE BANK direkt transferiert werden, weltweit Das ist bei den üblichen Sorten genau so möglich, nicht umsonst ist der Devisenmarkt dermaßen liquide und umsatzstark. Scherz am Rande: "Echtes" Geld kann ich sogar mit der Post verschicken, da brauch' ich auch keine Bank dafür ;-) > - Bitcoin kann nicht mehrfach in Umlauf gebracht werden (wie es Banken > mit Krediten tun) Das mag vielleicht stimmen (ich kann es nicht sicher beurteilen). > - man kann nur mit Bitcoin bezahlen oder sie verleihen, die man wirklich > hat Ich glaube, in dieser Sache muß man eher Stefan Recht geben: Über ein Derivat (sei es ein unbedingtes wie ein Future oder ein bedingtes wie eine Option) kann man das theoretisch sehr wohl machen (auch wenn ich mich davor ob des engen Marktes sehr hüten würde und die Prämie für eine Option wohl jenseits von gut und böse wäre, falls wirklich einer versuchen würde, sowas zusammenzubasteln). Das Einzige was wohl prinzipbedingt nicht geht wäre ein ungedeckter Leerverkauf. > Also ich sehe da NUR Vorteile. Für mich überwiegen eher die Nachteile: Enger Markt bzw. mangelnde Liquidität, extrem hohe Volatilität, beschränkte Akzeptanz, etc. Damit erfüllt Bitcoin auch die klassischen Geldfunktionen (Bewertungs-, Wertaufbewahrungs- und Zahlungsmittelfunktion) nur sehr unzureichend. > Allerdings soll man nicht die Frösche fragen, wenn man einen Sumpf > trocken legen will - die sehen das ganz anders. "Sie kaufen Dinge, die sie nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die sie nicht mögen, mit Geld, das sie nicht haben." - Richard David Precht, in: 'Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?', Goldmann (2007), Seite 350. LG, N0R Mal gucken, ob es Bernanke morgen (heute) tapern lässt. Ich denke: Nein.
Eigentlich ein Witz, wie schnell der Wert in die Knie gegangen ist, nachdem die EBA und Co ihre "Warnung" ausgesprochen und in alle Medien verbreitet hat. Grade mal 5 Tage????
Martin G. schrieb: > Eigentlich ein Witz, wie schnell der Wert in die Knie gegangen ist, > nachdem die EBA und Co ihre "Warnung" ausgesprochen und in alle Medien > verbreitet hat. Grade mal 5 Tage???? Häh?
Martin G. schrieb: > Eigentlich ein Witz, wie schnell der Wert in die Knie gegangen ist, > nachdem die EBA und Co ihre "Warnung" ausgesprochen und in alle Medien > verbreitet hat. Grade mal 5 Tage???? Dann kommt eine Meldung wie http://heise.de/-2075616 hinterher, und der Kurs steigt wieder kräftig. Eigentlich passend. Virtuelle Farmville-Schafe für virtuelle Bitcoins...
Es gab vor einiger Zeit schon mal einen Thread hier bei µc zum Thema. Dort waren dieselben Unkenrufe und Denial zu vernehmen wie hier. Hätten einige stattdessen lieber 10 BTC für etwa 300 Euro gekauft... BTC wird weiter seinen Siegeszug fortsetzen weil es eines der wenigen SICHEREN Assets ist die derzeit zu haben sind. Crypto pwnz.
Peter Flage schrieb: > Es gab vor einiger Zeit schon mal einen Thread hier bei µc zum Thema. > Dort waren dieselben Unkenrufe und Denial zu vernehmen wie hier. Hätten > einige stattdessen lieber 10 BTC für etwa 300 Euro gekauft... Streich 'ne Null. Der Thread, an den ich mich erinnere, war irgendwann Anfang 2013. Da kostete 1 Bitcoin noch unter 30 Euro. Heute sind sind es ca. 700 Euro.
Peter Flage schrieb: > Es gab vor einiger Zeit schon mal einen Thread hier bei µc zum Thema. > Dort waren dieselben Unkenrufe und Denial zu vernehmen wie hier. Hätten > einige stattdessen lieber 10 BTC für etwa 300 Euro gekauft... Wenn Du damals[tm] als BTC noch guenstig waren welche gekauft haettest, dann wuerdest Du wohl nicht rumjammern :) > BTC wird weiter seinen Siegeszug fortsetzen Ich sehe da keinen Siegeszug. Der Markt ist eng und die Akzeptanz begrenzt, dagegen sond ja Indium, Ruthenium, Iridium und Rhodium noch äusserst liquide. Sogar eine Arcandor-Zombie-Aktie ist dagegen ein solides Investment, denn die kann wenigstens nicht mehr weit fallen. > weil es eines der wenigen SICHEREN Assets ist die derzeit zu haben sind. Sicher vor allem für die, die das ganze aufegzogen haben und sich am Anfang für einen Farthling Unmengen davon unter den Nagel haben reissen können. Die verkaufen das jetzt an die dumme Masse und lachen sich eins. Erinnert mich irgendwie an den "European Kings Club". > Crypto pwnz. b17c01n 5uck5
gähn @Norbert M. Ich werde dich Ende 2014 genüsslich nochmal zitieren.
Peter Flage schrieb: > gähn @Norbert M. Ich werde dich Ende 2014 genüsslich nochmal zitieren. Gerne. Fuer's Protokoll: Wir stehen jetzt (je nach Anbierter) irgendwo bei ungefähr 900 US-Dollar je Bitcoin. On das Günstig oder teuer ist muss sowiso jeder selbst entscheiden.
Ich kann mir immer nicht vorstellen wie Oma Trudi reagiert, wenn an einem Tag ihr Brot 0,01 BTC kostet und am nächsten Tag wegen schwankendem Kurs nun 2 BTC kostet. Viele die BTC als Zahlungsmittel akzeptieren, verwenden das ja nur für die grad aktuelle äquivalente Menge an USD. Genau so gut kann man ja auch in Aktien bezahlen. Heute ists ein Auto wert und Morgen nur noch einen Apfel und übermorgen wieder ein Einfamilienhaus. Für den Durchschnittsbürger ist das sicherlich viel zu verwirrend und ungewiss.
Peter Flage schrieb: > Es gab vor einiger Zeit schon mal einen Thread hier bei µc zum Thema. > Dort waren dieselben Unkenrufe und Denial zu vernehmen wie hier. Hätten > einige stattdessen lieber 10 BTC für etwa 300 Euro gekauft... > > BTC wird weiter seinen Siegeszug fortsetzen weil es eines der wenigen > SICHEREN Assets ist die derzeit zu haben sind. Crypto pwnz. Eine deartige Kursaufblähung, ohne realen Hintergrund, ist sicher kein Siegeszug sondern eine Blase. Das ist wie bei der Dotcom Schwämme. Da wurden am Ende auch nurnoch Powerpoint Folien verkauft. Und wenn man nur ein wenig Ahnung von Markt und Handel hat, weiß man eine hohe Volatilität, wie sie der Bitcoin hat, spricht nicht für Sicherheit. Außerdem ist eine begrenzte Währung Irrsinn. Das führt zur Deflation und die ist noch schlimmer als Inflation. In einer Deflation profitieren die Reichen noch stärker und die Armen sind noch mehr am Arsch als jetzt. Klar wird immernoch Brot gekauft werden, aber kauf dir mal ein Haus in der Deflation, wenn die festgelegte Summe mit festgeschriebenen Zinsen immer mehr an Wert gewinnt. In einer Deflation ist es extrem nachteilig Schuldner zu sein. -> Es kommt nicht mehr zu Firmengründungen, keine Investitionen mehr. Der Tot der Innovation. Staaten sind darauf angewiesen Schulden aufzunehmen um das Schul- / Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten. Nagut kann man auch privatisieren. Ach wie schön ist es doch in Amerika wo eine Krebsbehandlung ca 800.000$ kostet. Und falls aber nur falls du eine GUTE Versicherung hast, zahlt diese 90% -> Du sitzt immernoch auf 80.000$. Und das ist kein Witz.
Arsch Gwaf schrieb: > Außerdem ist eine begrenzte Währung Irrsinn. Ich würde Bitcoin nicht als Währung sehen sondern als digitales Gold.
Peter Flage schrieb: > Arsch Gwaf schrieb: >> Außerdem ist eine begrenzte Währung Irrsinn. > > Ich würde Bitcoin nicht als Währung sehen sondern als digitales Gold. Auch dann ist es ausgemachter Blödsinn. Die Menge an Gold auf der Erde ist zwar begrenzt, aber wenn das Gold tatsächlich am Ende ist und es zu einem gewaltigen Preisanstieg kommt, wird Gold damit nicht sicherer, im Gegenteil. Im Gegensatz zu Bitcoin stagniert die Förderung und damit Erzeugung von Gold nicht, im Gegenteil, sie steigt an. http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Goldfoerderung.png DAS ist der Grund warum es als Deckung der Währung verwendet wurde. Mit wachsender Industrie steigt die Fördermenge ebenso an wie der Geldbedarf. Denn eine wachse Industrie benötigt ein wachsendes Finanzvolumen, schon allein weil immer mehr für den wachsenden Handel zur Verfügung stehen muss. Leider musste man festellen, dass das Wachstum der Goldreserven nicht mit mit dem Wachstum der Welthandels mithalten konnte und daher nicht genügend verfügbare Mittel vorhanden waren. Es kam zu einem sich selbst verstärkenden Rückgang der Wirtschaft, was schließlich in die Weltwirtschaftkrise mündete. Das Finanzsystem ist nicht perfekt, aber es gibt gute Gründe warum es so ist wie es ist. Und jetzt kämpfen Bitcoin Anhänger dafür die alten Fehler zu wiederholen? In diesem Sinne: „Die Geschichte lehrt die Menschen, daß die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“
Dave B. schrieb: > Genau so gut kann man ja auch in Aktien bezahlen. Heute ists ein Auto > wert und Morgen nur noch einen Apfel und übermorgen wieder ein > Einfamilienhaus. Kaum. Fuchs Petrolub SE (einfach mal blind herausgegriffen) Volumen 13k Stück a 62 EUR, Bitcoins 380 Stück a 964$. Auf gut deutsch: Ein beliebiges MDAX-Papier hat das doppelte Ordervolumen als ganz Mt.Gox. Stark schwankende Kurse sind da vorprogrammiert. Der Rest ist Psychologie. Arsch Gwaf schrieb: > Mit > wachsender Industrie steigt die Fördermenge ebenso an wie der > Geldbedarf. Nein, die Fördermenge richtet sich nach dem Goldpreis. Bei steigendem Preis werden grenzwertige Vorkommen abbauwürdig, es werden neue Minen eröffnet und auch bereits stillgelegte wieder eröffnet. Umgekehrt wird in Zeiten sinkender Preise die Förderung gedrosselt.
Nun ja, ich würde das heutige Geld- und Wirtschaftssystem trotzdem mal an einigen Punkten in Frage stellen, schließlich befinden wir uns gerade in einer Krise die durch die von dir dargestellten Mechanismen ohne jeglichen fundamentalen Lösungsansatz weiterhin in Form einer eingefrorenen Katastrophe um den Orbit schwebt. Schuld daran ist die unkontrollierte Geldschöpfung durch private Banken (Fractional Reserve Banking) und eine Gesellschaft die sich hilflos angeblichen ökonomischen Sachzwängen unterordnet und, noch kurioser, versucht die durch die Wirtschaft erzeugten Probleme (Klimawandel, weniger Arbeitsplätze wegen Automatisierung) durch wirtschaftltiche Methoden (Förderung von Ökotechnologie, mehr Wachstum) zu lösen. Zusätzlich eine Beschleunigung in allen Lebensbereichen die es nicht mehr erlaubt strategisch /planerisch mit Problemen umzugehen sondern nur noch reaktionäre Kurzschlussreaktionen erlaubt die die Planlosigkeit und den Stillstand weiter zementieren.
Georg W. schrieb: > Nein, die Fördermenge richtet sich nach dem Goldpreis. Bei steigendem > Preis werden grenzwertige Vorkommen abbauwürdig, es werden neue Minen > eröffnet und auch bereits stillgelegte wieder eröffnet. Umgekehrt wird > in Zeiten sinkender Preise die Förderung gedrosselt. In der Zeit des Goldstandards, von der ich gesprochen habe war der Goldpreis festgelegt. Aber ja, heutzutage is das so.
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