Hallo zusammen,
ersteinmal Entschuldigung falls das Forum hier das falsche sein sollte.
Ich habe eine elektrische Heizung aus Widerstandsdraht gebaut, die ich
mit einer Spannung von maximal 12V betreibe. Die Heizleistung möchte ich
nun regeln.
Eine Möglichkeit wäre ja die Verwendung eines Schaltreglers wie der
P3596 mit variabler Ausgangsspannung (Poti). Nun habe ich bei ebay
günstige PWM Module gefunden und würde gern wissen ob ich die auch für
diesen Zweck nutzen kann.
http://www.ebay.de/itm/10A-PWM-Spannungsregler-Controller-Speed-DC-Motor-Drehzahlregler-DC-9V-55V-/300948048452
Macht das Sinn? Wäre das evt. sogar effizienter als die
Spannungsregelung? Kann man sagen, dass 10%-100% PWM-Tastverhältnis
10%-100% der Leistung bei 12V entsprechen?
Danke.
MfG
Allzuviel technische Daten stehen bei "ibä" dazu nicht drin.
10%-100% PWM-Tastverhältnis ensprechen nicht 10%-100% Leistung,
sondern 10%-100% von 12 Volt. Also 1% bis 100% der Leistung an
einem konstanten (!) Heizwiderstand..
Was in dem Bauteil an Verlust-Leistung bleibt, steht nicht
in der Beschreibung.
Reichen die 10 A?
Wenn dich 4,29 EU nicht arm machen: Ausprobieren.
Erwin schrieb:> 10%-100% PWM-Tastverhältnis ensprechen nicht 10%-100% Leistung,> sondern 10%-100% von 12 Volt.
Eigentlich umgekehrt, 10% bedeutet wenn meine Grundfrequenz bei 100ms
liegt, dann ist die Spannung 10ms 12V und 90ms 0V. Und weil die
Leistung=U*I ist,
hast du 10ms Vollleistung und 90ms keine Leistung.
ge-nka schrieb:> Erwin schrieb:>> 10%-100% PWM-Tastverhältnis ensprechen nicht 10%-100% Leistung,>> sondern 10%-100% von 12 Volt.>> Eigentlich umgekehrt, 10% bedeutet wenn meine *Grundfrequenz bei 100ms*
AUTSCH!
> liegt, dann ist die Spannung 10ms 12V und 90ms 0V. Und weil die> Leistung=U*I ist,> hast du 10ms Vollleistung und 90ms keine Leistung.
Unsinn. Die Leistung verhält sich zu Strom respektive Spannung
quadratisch, deswegen ist die Aussage völlig richtig.
Bei einem Tastverhältnis von 1/10 fliesst 1/10 des maximalen Stroms.
Ergibt dann mit I²R 1% der Maximalleistung.
Über die Spannung mit U²/R kommt das selbe raus.
Leistung ist deswegen NICHT pauschal U*I, sondern bei ohmscher (!) Last
das Produkt der arithmetischen Mittelwerte. U*I gilt nur für zeitlich
konstante Größen, sonst muss man mit zeitlich bereinigten Größen, also
Ua, bzw. Ueff bei induktiver Last rechnen.
Bastler456 schrieb:> günstige PWM Module gefunden und würde gern wissen ob ich die auch für> diesen Zweck nutzen kann.
Blöderweise ist die dortigen Angabe ziemlich widersprüchlich. Ist das
nun ein PWM-Modul, oder ein Spannungsregler? Der sichtbare Inhalt sieht
nach einem PWM-Modul aus, nicht nach einer geregelten Ausgangsspannung.
Erwin schrieb:> 10%-100% PWM-Tastverhältnis ensprechen nicht 10%-100% Leistung,> sondern 10%-100% von 12 Volt. Also 1% bis 100% der Leistung an> einem konstanten (!) Heizwiderstand..
Das gilt nur, wenn das Modul eine regelbare konstante Spannung liefert.
Hier sieht es aber eher nach einem Modul aus, das aus der Potistellung
einen PWM-Wert ableitet und damit den Heizwiderstand mit den angegebenen
13kHz schaltet. Dann ist die Momentanleistung im Heizwiderstand entweder
0 oder die Betriebsspannung, folglich ist der Zusammenhang zwischen
(linearem) Poti und Heizleistung linear 10-100%, nicht quadratisch
1-100%.
A. K. schrieb:> Das gilt nur, wenn das Modul eine regelbare konstante Spannung liefert.> Hier sieht es aber eher nach einem Modul aus, das aus der Potistellung> einen PWM-Wert ableitet und damit den Heizwiderstand mit den angegebenen> 13kHz schaltet. Dann ist die Momentanleistung im Heizwiderstand entweder> 0, oder leitet sich aus der Betriebsspannung ab, folglich ist der> Zusammenhang zwischen (linearem) Poti und Heizleistung linear, nicht> quadratisch.
Sehe ich ganz genau so.
Und ein besseren Ohmschen Widerstand als einen Heizdraht wird der TO
kaum finden.
PWM ist hier also das Mittel der Wahl.
@TO:
"regeln" würde bedeuten, daß du einen Regelkreis hast, also die
Temperatur musst und entsprechend einer Sollwertvorgabe die Heizung
regelst.
Du meinst "steuern".
A. K. schrieb:> Das gilt nur, wenn das Modul eine regelbare konstante Spannung liefert.> Hier sieht es aber eher nach einem Modul aus, das aus der Potistellung> einen PWM-Wert ableitet und damit den Heizwiderstand mit den angegebenen> 13kHz schaltet. Dann ist die Momentanleistung im Heizwiderstand entweder> 0, oder leitet sich aus der Betriebsspannung ab, folglich ist der> Zusammenhang zwischen (linearem) Poti und Heizleistung linear, nicht> quadratisch.
Bitte nochmal drüber nachdenken.
Die Leistung wird mit zeitbereinigten Größen berechnet. Also ist
entweder eine echte Gleichspannung, oder der arithmetische Mittelwert
bei ohmscher Last, oder der Effektivwert bei induktiver Last zu
verwenden.
Und auch dann gilt immernoch P=U²/R bzw. P=I²R.
Du darfst nicht vergessen, dass der Strom, genauso wie die Spannung hier
Zeitfunktionen sind. Insofern würde utner Berücksichtigung des
Tastverhältnisses gelten:
P=Us*t/T * Is*t/T
Ergo P=Us*Is *(t/T)²
Womit wir bei einer quadratischen Abhängigkeit vom Tastverhältnis wären.
Da das Poti das Tastverhältnis regelt...
Frank Bär schrieb:> Bitte nochmal drüber nachdenken.> Die Leistung wird mit zeitbereinigten Größen berechnet. Also ist> entweder eine echte Gleichspannung, oder der arithmetische Mittelwert> bei ohmscher Last, oder der Effektivwert bei induktiver Last zu> verwenden.> Und auch dann gilt immernoch P=U²/R bzw. P=I²R.> Du darfst nicht vergessen, dass der Strom, genauso wie die Spannung hier> Zeitfunktionen sind. Insofern würde utner Berücksichtigung des> Tastverhältnisses gelten:
Bitte selber noch mal nachdenken:
PWM heisst Rechteckspannung.
Wenn du eine Sekunde die Heizung anmachst und eine Sekunde aus. Wie groß
ist dann die mittlere Heizleistung?
Genau die Hälfte von 2s an.
Deein Fehler ist daß du nicht bedenkst das man nicht einfach ein
arithmetischen Mittelwert von U berechnen darf mit dem weiter rechnet
eben weil gilt
P(t) = U(t)²R.
Frank Bär schrieb:> Du darfst nicht vergessen, dass der Strom, genauso wie die Spannung hier> Zeitfunktionen sind.
Wenn ich also eine mit DC betriebene elektrische Heizung für eine halbe
Stunde ein und dann wieder eine halbe Stunde ausschalte, dann habe ich
nur ein Viertel der Leistung? Interessante These.
Ich gehe bei dieser Betrachtung vereinfachend davon aus, dass die
genannte Betriebsspannung von 12V DC ziemlich konstant und der
Spannungsverlust in den Schalttransistoren vernachlässigbar ist.
Ich gehe ebenfalls davon aus, dass der induktive Anteil des
Heizwiderstands bei den 13kHz noch vernachlässigbar ist. Er wird ihn
hoffentlich nicht auf einen Trafo gewickelt haben.
Die betrachteten Zeitfunktionen sind dann ziemlich simpel und es ist für
die Prinziprechnung nicht relevant, ob mit 13 kHz geschaltet wird, oder
mit 1/3600 Hz.
Wenn es dir mathematisch lieber ist: Die effektive Leistung ist das
Integral über die Momentanleistung. Vulgo die Fläche unter der Kurve.
Bei Rechteck sollte diese Betrachtung in Abhängigkeit des PWM-Faktors
nicht allzu schwierig sein.
Also wenn die quadratische Abhängigkeit stimmen sollte, würde das z.B.
bedeuten:
Heizlüfter mit 1kW eine Stunde im Betrieb = 1kWh
Heizlüfter mit 1kW 1/4 Stunde an 1/4 Stunde aus 1/4 Stund an 1/4 Stunde
aus
= 50% Tastverhältnis = 1/4 der Leistung = 0,25kWh ???
Ich baue meine Heizung sofort auf PWM um....
Leider ist der Stromzähler anderer Meinung.
Des Rätsels Lösung sind die Effektivwerte und nur die zählen für die
Leistung.
und da ist Ieff=Wurzel aus I*Tastverhältnis.
siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Effektivwert
Zitat:
Der Effektivwert gibt denjenigen Wert einer Gleichgröße (Gleichstrom,
Gleichspannung) an, die an einem ohmschen Verbraucher in einer
repräsentativen Zeit dieselbe elektrische Energie, also auch im
zeitlichen Mittel dieselbe elektrische Leistung, umsetzt.
Demnach ist die Leistung proportional zum Tastverhältnis. Ein Spannung
von 10V Recheck mit einem Tastverhältnis von 50% hat einen Effektivwert
von 7,07V.