Sama Z. schrieb:
> Bsp.:
>
> Ein Artikel kostet 99 Euro im Einkauf. Wieviel Prozent muss ich
> aufrechnen, dass ich nach Abzug von 25% wieder exakt auf 99 Euro komme.
Ein heisser Tip.
Fang einfach mal damit an, dir zu überlegen was denn eigentlich
unbekannt ist.
Und dieses unbekannte nennst du der Einfachheit halber mal x, damit das
Ding einen Namen hat.
1 | Prozente aufschlagen
|
2 | Ausgangspreis 99 ---------------------> x
|
3 | |
|
4 | v
|
5 | Endpreis 99 <---------------------- x
|
6 | 25% von x abziehen
|
Da gibt es also einen Preis x. Von dem wissen wir, dass er höher als 99€
sein muss. denn nach Abzug von 25% von diesem x sollen ja wieder die 99€
rauskommen. Ich kümmere mich also erst mal um den zweiten Teil der
Aufgabenstellung, denn in der ersten 'Zeile' hab ich 2 Dinge, die ich
nicht weiß: Ich weiss nicht wieviele Prozent da aufgeschlagen werden
müssen und ich weiss nicht, welche Zahl da rechts stehen muss.
Aber in der 2.ten Zeile kenne ich 2 Dinge. Ich weiss das 99 rauskommen
muss und ich weiss dass da 25% von dieser unbekannten Zahl x im Spiel
sind. Damit ist da eigentlich nur dieses x unbekannt. Und daher fange
ich mit dieser Zeile an.
d.h. in "Mathe-Schreibweise" lautet diese Forderung
wenn 25% von diesem x abgezogen wurden, dann müssen die 99 aber 75% von
x sein. Denn in Summe müssen ja 100% rauskommen.
Wenn 99 aber 75% von einem x sind, wie gross ist denn dann dieses x?
1 | 75% von x ........ 99
|
2 | 100% ........ x
|
das rechnest du dir mal aus.
Damit weißt du, welchen Preis du erhalten musst, wenn du auf die
ursprünglichen 99€ etwas draufschlagen musst, damit du die 2.te
Forderung erfüllen kannst.
Jetzt hast du deine ursprünglichen 99€ und du weißt auch, auf welchen
Preis du kommen musst. Damit kannst du aber ausrechnen um wieviel
Prozent dieser höhere Preis größer ist als die ursprünglichen 99Euro,
die ja in dieser Rechnung deine 100% dargestellt haben.
Und wieder kommt der 3-Satz zum Einsatz um das auszurechnen. Die Frage
lautet: wenn 99€ gleich 100% sind, wieviele Prozent sind dann dieser
höhere Preis. Ja, da kommt dann eine Prozentzahl heraus, die größer als
100 ist. Die Differenz zu 100 ist dann die Antwort auf die Frage.
Also nicht: In Mathe bin ich schlecht
Sondern: systematisch vorgehen. den Dingen Namen geben und sich
überlegen, wie und in welcher Reihenfolge was berechnet werden muss.
Welche Werte kenne ich, welche Zusammenhänge gibt es, wie kann ich Dinge
ausrechnen.
Mach dir eine Skizze, in der du den Rechengang aufskizzierst und in der
du dir eintragen kannst, welche Werte du kennst und wie die
Zusammenhänge sind!
Manchmal ist es einfacher das Pferd von hinten aufzuzäumen. Nach dem
Muster: was muss zum Ende rauskommen, wie müssen daher die Ausgangswerte
für diese letzte Berechnung sein, damit dann auch genau das rauskommt.
Das ist eine reine Übungssache, das man anhand der Aufgabenstellung
erkennt, in welcher Reihenfolge man am einfachsten welche andere Werte
berechnet. Manchmal ist es einfacher von 'vorne' nach 'hinten' zu
rechnen; manchmal ist es einfacher von 'hinten' nach 'vorne' zu rechnen.
Und wenn alles nichts hilft, dann hat es noch immer geholfen, sich erst
mal eine Skizze zu machen, in der man alles was man weiß übersichtlich
zusammenträgt. Unterschätze das nicht! So eine Skizze kann sehr
hilfreich sein, seine Gedankengänge zu ordenen und zu strukturieren.
Also leg dein Handy weg und nimm Papier und Bleistift zur Hand.