Es gibt Dienstleister, die auf Spiegeldisplays Folien aufkleben, und das
unter verhältnismäßigen Reinraumbedingungen (so daß kein Staub zwischen
Folie und Display kommt).
Darüber hat vor etlichen Jahren mal die c't berichtet, kann mich im
Moment aber nicht daran erinnern, in welcher Ausgabe.
Ein Problem bei üblichen Mattierungsverfahren (aufgerauhter
Frontpolarisator bzw. aufgerauhte Folie darauf) ist die systembedingte
leichte Unschärfe, die sich bei hochauflösenden Panels negativer
auswirken dürfte als bei "normal"auflösenden.
Manche Hersteller versuchen daher andere Entspiegelungsverfahren; das
"Retina"-Display der aktuellen MacBook-Pro-Modelle ist wohl mit einer
Lambda-Viertel-Beschichtung versehen und im direkten Vergleich auch
nicht so spiegelnd wie die hinter einer Glasplatte angebrachten Displays
der Vorgängermodelle.
Sobald aber Touch ins Spiel kommt (und das ist bei Windows-Notebooks
"dank" Windows 8 wohl kaum noch auszuschließen), scheidet eine solche
Beschichtung aus, und da wird aus Stabilitätsgründen eine zusätzliche
Glasplatte vor das Panel montiert. Die Polfilterfolien auf normalen
Displays sind für den Touchbetrieb zu weich, und leiden vor allem unter
Reinigungsversuchen.
Matte Touchdisplays gab es zwar auch mal (bei denen wurde eine resistive
Folie verwendet), aber darunter litt die Bildqualität ganz erheblich, so
daß der Unterschied zwischen "normal"- und hochauflösenden Displays
komplett im Matsch verschwindet.
Das Augenmerk ist also darauf zu richten, ein Gerät ohne
Touch-Unterstützung zu bekommen.