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Forum: Offtopic Unterlagen zu Krenz TDSO 3040-30 Oszilloskop


Autor: Mike L. (loug)
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Hallo zusammen!

Habe mir vor ein paar Tagen spaßeshalber obiges Oszi geschossen.

Nun finde ich dazu leider nirgends Dokumente oder gar Informationen.

Auf dem Gerät selber steht auch nichts hilfreiches...nichtmal die 
Signalfrequenz.


Hat jemand irgendwelche Infos/Links dazu?...Von der Herstellerfirma 
heißt es nur zu alt, nichtsmehr vorhanden. Das Internet gibt da auch 
sogut wie nicht raus.

Einen schönen Übergang euch allen!

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Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Nun, das Ding ist über 20 Jahre alt (was man an der vierstelligen 
Postleitzahl auf dem Typenschild erkennt), und offensichtlich 
PC-basierend.

Tja, Try and Error halt. Sofern Du den verbauten PC wiederbelebt 
bekommst (dessen "CMOS"-Batterie nach 20 Jahren auch mal leer sein 
darf), wirst Du rumexperimentieren müssen.

Mit den knapp 50 EUR, die Du dafür ausgegeben hast, wirst Du leben 
müssen.

Viel Glück.

Autor: Mike L. (loug)
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PS. Ich würde jetzt mal von der Bezeichnung 3040 ableiten, dass das 
Gerät 30MHz und 4 Channel hat. Die 4 Channel kann ich zumindest 
bestätigen.

Autor: Mike L. (loug)
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Also, ein kleiner Zwischenbericht.

Technisch scheint das Gerät zu funktionieren, BIOS Batterie wurde 
getauscht, leider kommt nach dem Start nur "Kein System vorhanden".
Im BIOS wird die Platte mit 46 Partitionen erkannt, auch verschiedene 
Booteinstellungen brachten nichts.

Meine Vermutung ist jetzt, dass ie Platte über DOS Formattiert wurde. Es 
steht leider nur "Typ 12 DOS 5.0" auf der Platte geschrieben.
Über einen IDE->USB Adapter wird die Platte unter Windows garnicht 
erkannt...ein Fall für Spezialsoftware.

Ich werde mich nochmal mit dem Hersteller in Verbindung 
setzen...villeicht ist ja noch an die Software ranzukommen.

Andererseits werde ich versuchen die Platte wieder herzustellen, bzw mit 
den wiederhergestellten Daten zu clonen.

Für alle die Interesse dran haben, noch ein paar Bilder vom wirklich 
schicken Aufbau!

: Bearbeitet durch User
Autor: Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)
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Andreas Z. schrieb:
> Für alle die Interesse dran haben, noch ein paar Bilder vom wirklich
> schicken Aufbau!

und mit 10 MB für die Bilder mein Bandbreiten-Limit ordentlich 
angeknabbert!

Autor: Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
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Rufus Τ. Firefly schrieb:
> Mit den knapp 50 EUR, die Du dafür ausgegeben hast, wirst Du leben
> müssen.
Eher wohl "Ohne die ..."  ;-)

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Andreas Z. schrieb:
> Im BIOS wird die Platte mit 46 Partitionen erkannt, auch verschiedene
> Booteinstellungen brachten nichts.

Das BIOS weiß nichts von Partitionen. Wo sollte es die auch anzeigen?

Da auf der Festplatte selbst "Typ 12" draufsteht - hast Du den auch im 
BIOS-Setup eingetragen? Damals(tm), in der Computersteinzeit, wurden 
Festplatten noch nicht automatisch erkannt, sondern mussten mit ihren 
Parametern im BIOS-Setup eingetragen werden. Und in der Vorsteinzeit, 
als die Steine selbst noch grün hinter den Ohren waren, da gab es nur 
eine Tabelle von einigen wenigen Laufwerksparametersätzen, aus denen 
ausgewählt werden konnte - IBM hatte, wenn ich mich recht erinnere, in 
ew'ger Weitsicht immerhin 15 verschiedene Festplattentypen erahnt.

Das wurde dann recht schnell von "kompatiblen" BIOSen auf etwas über 40 
Typen und schließlich um einen weiteren zum selbst-zusammenstricken der 
CHS-Werte (Zylinder, Köpfe, Sektoren) erweitert.

Immerhin, die Festplatte selber scheint von Quantum zu sein, und schon 
eine IDE-Platte (die also nur mit einem Flachbandkabel angeschlossen 
wird). Laut den Datecodes auf den ICs darauf ist die Festplatte von 1991 
-- und damit vermutlich das neueste am Aufbau.

Viel Spaß beim Basteln.

Autor: Mike L. (loug)
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Vielen Dank Rufus für den Tipp!

Für mich waren das Partitionen und nicht Typen, da zu jedem ein 
Speicherbereich angegeben wurde.

Als ich das Ding zum ersten mal gestartet habe, war im BIOS Typ 2 
eingestellt und es lief nicht.

Nun mit Typ 12 läuft alles!


Mir ist schon besusst, dass das Scope ein bisschen älter ist, aber ich 
mag diese Technik mehr, als die einplatinen-Lösungen von Heute, auch 
wenn diese mehr Funktionalität bringen...

: Bearbeitet durch User
Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Andreas Z. schrieb:
> Nun mit Typ 12 läuft alles!

Schick!

Freut mich, etwas geholfen zu haben. Manchmal sind die Erinnerungen an 
obsoleten Krempel noch zu etwas zu gebrauchen.

Du solltest allerdings versuchen, irgendwie zu einer Datensicherung zu 
kommen, wer weiß, wie lange eine 23jährige Festplatte noch 
betriebsbereit bleibt.

Autor: Werner M. (wernickel)
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Hallo,
ist der uralte Beitrag noch aktuell?

Ich war vor 25 Jahren Softwareentwickler beim Hersteller bis kurz vor 
seinem Konkurs.

Entwicklungsunterlagen habe ich keine, und mein Gedächtnis reicht für 
Einzelheiten nicht mehr.
Das Teil lief unter MS-DOS, ich glaube 5.0.
Windows gab es damals schon, ich glaube 3.11, das Gerät lief aber unter 
DOS.
Dabei war eine proprietäre Systemsoftware installiert, ohne die das 
Gerät sowieso nicht betrieben werden kann, also als Transientenrecorder.
Der Rechnerteil ist ein normaler PC unter DOS, halt aus den Anfang der 
90er Jahre.

Die Software war unter Turbo Pascal 3.0 und später 4.0 entwickelt, die 
Grafik lief unter Assembler (nur mit einem bestimmten Grafikkartentyp).

Da die Ansteuerung auf Registerebene erfolgt, also man schreibt an eine 
bestimmte Adresse des Speichers einen bestimmten Wert, dann wird eine 
bestimmte Funktion ausgelöst, ist eine Dokumentation der 
Recorderhardware und deren Ansteuerung zwingend erforderlich, sonst 
kriegt niemand das Ding ans Laufen, wenn die Hardware noch 
funktioniert...

Wie gesagt, ganz grobe Auskünfte kann ich vielleicht geben, Einzelheiten 
weiß ich nicht mehr, Unterlagen habe ich keine.

Ich habe  mich für diesen Post extra angemeldet, werde also 
normalerweise nicht mehr rein schauen. Wenn ich irgendwie helfen kann, 
dann sollte man eine "persönliche Nachricht" schicken, falls das hier 
geht...

Gruß
Werner

Autor: Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)
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Werner M. schrieb:
> Ich habe  mich für diesen Post extra angemeldet, werde also
> normalerweise nicht mehr rein schauen. Wenn ich irgendwie helfen kann,
> dann sollte man eine "persönliche Nachricht" schicken, falls das hier
> geht...

von mir großes Lob für dein Engagement, dich hier anzumelden und deine 
Erinnerungen zu teilen (und eine Kontaktmöglichkeit zu hinterlassen)

Autor: Werner M. (wernickel)
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Wegstaben V. schrieb:
> (und eine Kontaktmöglichkeit zu hinterlassen)

Heisst das, dass man keine Nachrichten schicken kann?

Dann werde ich in den nächsten zwei Wochen ab und zu mal reinschauen, 
vielleicht meldet sich ja einer.
Aber wie gesagt, so richtig helfen werde ich nicht können.

Autor: Rufus Τ. F. (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Werner M. schrieb:
> Heisst das, dass man keine Nachrichten schicken kann?

Doch, angemeldete Benutzer können angemeldeten Benutzern Nachrichten 
senden. Dazu muss man nur auf den (blauen) Benutzernamen in Klammern 
klicken.

Der im dann angezeigten Formular eingegebene Text wird als Email an die 
bei der Registrierung hinterlegte Adresse gesendet.

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