Hey, was haltet ihr von diesem Ding: http://www.kickstarter.com/projects/dreamsourcelab/dslogic-multifunction-instruments-for-everyone Taugt das technisch gesehen was? Ein sinnvoller Ersatz für ein richtiges Oszilloskop?
bleed78 schrieb: > Ein sinnvoller Ersatz für ein richtiges Oszilloskop? Wenn du immer und ueberall, wo du einen Messung machen musst, einen PC/Laptop zur verfuegung hast und auch noch die Software drauf installiert ist, vielleicht. Wenn du aber mal mobil sein musst, du die Messung starten willst, und sich beim Hochfahren vom Laptop die Festplatte verabschieded, tja, pech gehabt. Dann erklaer mal der Firma das du 500km fuer nichts gefahren bist, und da nochmal hin musst. Was ich sagen will: fuer den Bastler bzw. feste Werkplaetze vielleicht brauchbar, aber mehr auch nicht. Es gibt gute Gruende, weshalb man fuer richtige Oszis schon mal mehrere tausend oder zehntausend Euronen bezahlt. Gruesse
Kaj schrieb: > sich beim Hochfahren vom Laptop die > Festplatte verabschieded, tja, pech gehabt. Dann erklaer mal der Firma > das du 500km fuer nichts gefahren bist, und da nochmal hin musst. Das dürfte doch alle 5-10 Jahre einmal passieren? Kaj schrieb: > Es gibt gute Gruende, weshalb man fuer > richtige Oszis schon mal mehrere tausend oder zehntausend Euronen > bezahlt Das ist ja im Grunde meine Frage. Was gegen DSLogic spricht, außer der Tatsache das man ein Computer dafür braucht. Einsteiger holen sich manchmal ein Oszilloskop für etwas über 200€. Gerade diese Einsteiger Oszilloskope könnten wohl durch DSLogic ersetzt werden können oder nicht?
Naja, das ist eine Auflistung, was mit einem Spartan6 Board theoretisch machbar wäre. Für $89 bekomm ich auch heute schon ein fertiges LX9 Board.
Also ich werde es mir einfach mal holen und es testen. Schade finde ich das es kein Gehäuse hat.
Das ist eine interessante Alternative zum Open Logic Sniffer. Kostet ein bischen mehr, hat aber dafür 64MBit speicher. Wenn das Platinchen populär wird, könnte es auf Thingiverse in absehbarer Zeit ein Gehäuse zum Ausdrucken geben. Beim Logic Sniffer ist dies sogar sehr brauchbar ;-)
Ja das wäre schön. Ich hoffe das noch die Gesamtsumme von 30k erreicht wird. Dann bekommt das Board ein Spartan 6 :)
Kaj schrieb: > Wenn du immer und ueberall, wo du einen Messung machen musst, einen > PC/Laptop zur verfuegung hast und auch noch die Software drauf > installiert ist, vielleicht. Wenn du aber mal mobil sein musst, du die > Messung starten willst, und sich beim Hochfahren vom Laptop die > Festplatte verabschieded, tja, pech gehabt. Dann erklaer mal der Firma > das du 500km fuer nichts gefahren bist, und da nochmal hin musst. Einen Servicetechniker ohne Labtop hab ich in den letzten Jahren nicht erlebt, ohne Scope schon MfG Klaus
DSLogic würde mich wirklich interessieren. Das Problem ist Kickstarter. Zahlungen gehen meinen Wissens nur mit Kreditkarte - und mit der mache ich nichts über's www.
Ukat schrieb: > Das dürfte doch alle 5-10 Jahre einmal passieren? Bei mobilen Geraeten durch aus auch oeffter und gerade SSDs durch aus auch mal alle 3-4 Jahre, wenn du Pech hast und ne schlachte Charge erwischt hast, dann auch schon mal nach 1-2 Jahren. Ukat schrieb: > Das ist ja im Grunde meine Frage. Was gegen DSLogic spricht, außer der > Tatsache das man ein Computer dafür braucht. > Einsteiger holen sich manchmal ein Oszilloskop für etwas über 200€. Fuer den Einstieg ist das meiner Meinung nach vollkommen ok, schrieb ich aber auch ;) > Was ich sagen will: fuer den "Bastler" Wenn du aber halt "gehobenere Ansprueche" hast, z.B. 1GHz Bandbreite, dann wirds mit der 89$-Varsion halt eng :) Ok, solche ansprueche wird man im Hobbybereich eher selten haben, gebe ich ja zu. Aber es wird nicht umsonst auch eine 1000$-Version davon geben^^ Klaus schrieb: > Einen Servicetechniker ohne Labtop hab ich in den letzten Jahren nicht > erlebt, ohne Scope schon Kommt halt auf die Branche an ;) Mir gefaellt halt folgendes nicht: Du willst mal schnell ne Messung machen, musst erstmal den PC anmachen. Dann spackt der PC rum, es muessen erstmal Updates installiert werden, 5x neustarten usw., dann spackt die Software rum, usw... Ja, ist jetzt n bisschen weit hergeholt, weiss ich, aber im zweifels Falle gilt immer Murphys-Gesetz. ^^ Ich will ein Messgeraet einfach einschalten und dann soll das Ding einsatzbereit sein, mit moeglichst wenig einfluessen von Aussen die den Einsatz dieses Messgeraetes einschraenken koennten. Gutes Beispiel dafuer: einfaches Multi-Meter oder das gute alte Oszi. Aber ok, das sind halt meine Anforderungen an ein Messgeraet, gerade fuer den Hobbybereich. Hat ja jeder andere Ansprueche, und das ist auch gut so. :) Und wer jetzt meint, das ich ein "alter Sack" bin, nur weil ich auf die Einfachheit eines Messgeraetes bestehe, der irrt. Bin erst 26, liebe aber trotzdem die Einfachheit. Gruesse
Kaj schrieb: > Mir gefaellt halt folgendes nicht: > Du willst mal schnell ne Messung machen, musst erstmal den PC anmachen. > Dann spackt der PC rum, es muessen erstmal Updates installiert werden, > 5x neustarten usw., dann spackt die Software rum, usw... [...] Die beschreiben doch auch schon ein Wireless Modul für das Board. Die Frontend Software kann dann doch problemlos auf einem Smartphone oder Tablet laufen. Mich irritiert eher, was ich denn da für Oszilloskopvorsätze an ein Board ansetzen soll, welches maximal 200 MSps (bei 8 Bit) verarbeitet.
Das Ding sieht interessant aus, allerdings lebt und stirbt es mit der Software. Gerade das lässt sich im Moment noch nicht beurteilen. Ich würde erst einmal abwarten.
Luther Blissett schrieb: > Kaj schrieb: > > Die beschreiben doch auch schon ein Wireless Modul für das Board. Die > Frontend Software kann dann doch problemlos auf einem Smartphone oder > Tablet laufen. > Dann schau dir doch das mal etwas genauer an .. Wenn du dein WirelessBoard aufsteckst gibts keine LA Eingänge mehr. > Mich irritiert eher, was ich denn da für Oszilloskopvorsätze an ein > Board ansetzen soll, welches maximal 200 MSps (bei 8 Bit) verarbeitet. Mich irritiert noch mehr und ich halte das nicht für innovatives Konzept. Der Spartan6 kann mehr aber die haben da kein DDR3 Speicher, sondern nur DDR Speicher mit 200Mhz Speichertakt darauf. Spartan6 Boards für diese Zwecke brauchen brauchen 2* DDR3 Rams mit je 16Bit Breite und die Eingangsbeschaltung für den LA hat auf dem FPGA Board nix zu suchen.
Juhuu die 30k Grenze ist überschritten, es wird ein Spartan 6 Board :)
Mittlerweile wurde die 50k Grenze überschritten, damit hat sich der Speicher von 64 Mbits auf 256 Mbits erhöht. Die Finanzierung läuft noch 7 Tage. Sollte in der Zeit noch die 80k Grenze geknackt werden, gibt es auch ein Gehäuse dazu :) https://s3.amazonaws.com/ksr/assets/001/524/963/3f6dac4f99ff196cb18fe4b3c5cc6df9_large.png?1389713693
SE schrieb: > Das ist eine interessante Alternative zum Open Logic Sniffer. > Kostet ein bischen mehr, hat aber dafür 64MBit speicher. Naja besser als der OLS ist nicht schwer. Das Ding ist praktisch unbrauchbar mit seinen lächerlichen 24K Samplespeicher, wenn man mehr aufzeichnen muss, als kurze Bursts aufm UART oder I2C. Der originale SUMP hatte eigenen Speicher, das taugte dann auch was. Den hat man aber beim OLS weggelassen, weil der Speicher 80 Cent im Einkauf kostet.
Ukat schrieb: > Mittlerweile wurde die 50k Grenze überschritten, damit hat sich der > Speicher von 64 Mbits auf 256 Mbits erhöht. Jetzt fehlt auch nicht mehr viel und ab 80 k gibt es ein Gehäuse dazu...
bleed78 schrieb: > Ein sinnvoller Ersatz für ein richtiges Oszilloskop? Das hängt stark von der Qualität der Eingangsstufe ab. Und noch stärker von der Qualität der Software; ein unbedienbares Oszilloskop kann noch so schöne technische Daten haben, es bleibt im Schrank. Ein prächtiges, wenn auch altes Beispiel dafür sind die DSOs von Createc - für damalige Verhältnisse interessante technische Daten, aber eine komplett benutzerfeindliche Bedienoberfläche, mit der man nur klarkommt, wenn man das Ding ständig benutzt. Da ja anscheinend die "stretch goals" bis auf das Gehäuse erreicht sind, kann das interessant werden - 4-Kanal-DSO mit 400 MHz Samplerate, das hat schon was. Zu welchen Konditionen mag das dann verkauft werden, wenn die Kickstarter-Aktion durch ist?
Wie die Zeit vergeht :D Inzwischen ist mein DSLogic da! :) Nach den ersten Versuchen, kann ich sagen, alles funktioniert wie erwartet und die ganze Bedienung ist wirklich sehr einfach.
bleed78 schrieb: > Wie die Zeit vergeht :D > > Inzwischen ist mein DSLogic da! :) > Nach den ersten Versuchen, kann ich sagen, alles funktioniert wie > erwartet und die ganze Bedienung ist wirklich sehr einfach. kannst du mal vielleicht ein kleines review geben? Was gefällt dir, was ist die negativ aufgefallen? ich hab vor kurzem den open logic sniffer bekommen, allerdings ist mir die Speichertiefe fast ein bisschen zu wenig, dafür hat man halt seehr gute Triggermöglichkeiten. Wie schaut das hier aus?
interessiert schrieb: > ich hab vor kurzem den open logic sniffer bekommen, allerdings ist mir > die Speichertiefe fast ein bisschen zu wenig, dafür hat man halt seehr > gute Triggermöglichkeiten. Wie schaut das hier aus? Du kannst die Software downloaden und im Simulationsmodus alle Trigger etc. ausprobieren. Das ist 1:1 die Saleae Software Open Source geklont.
Ich melde mich mal nach 4-5 Jahren wieder um ein Langzeit-Feedback zu geben :D Ich habe den DSLogic irgendwann verkauft. War aus mehreren Gründen unzufrieden. Technisch war es für meine Ansprüche zwar gut genug (wobei es auch Leute gab die von technischen Mängeln berichteten) aber: 1. Kannte mich halt nicht aus, habe es später gemerkt das es im Grunde ein Saleae Logic Klon aus China ist. Hätte ich es vorher so gesehen hätte ich das Kickstarter Projekt erst gar nicht unterstützt. 2. Das Unternehmen glänzt durch Null Transparenz. Wer sind die Entwickler? Wo sind die Entwickler? Es gibt keine Namen, keine Bilder, kein Standort. Schämen die sich alle oder wieso dieser Ausmaß an Anonymität? Das ist doch seltsam. Auf der Webseite ist nur diffus von "a team of enthusiastic engineers ..." die Rede. Als Kontakt Information gibt es nur eine Email Adresse. Welcher Entwickler oder Geschäftsführer will nicht namentlich mit seinem Produkt in Verbindung gebracht werden? Vielleicht der der rechtliche Folgen befürchtet und nur schnell abkassieren will? 3. Mit der Software DSView gab es soweit ich weiß irgendwelche Ungereimtheiten. Rechte von Open Source Software wurden wohl nicht wirklich beachtet. Und die Windows Treiber sind unzertifiziert. Bei so einem anonymen China Unternehmen kann man auch durchaus Bedenken wegen der Sicherheit ihrer Software haben. Ich hatte kein echtes Vertrauen in die Software. 4. Die Aktivität auf der Webseite von DreamSourceLab geht gegen Null. Man kann heute davon ausgehen das es sich um ein totes Produkt handelt. Man kann keine Neuerungen und Verbesserungen mehr erwarten. Die namenlosen Entwickler verkaufen DSLogic aber immer noch, man kann es auf diversen China Shops kaufen. Im großen und ganzen: Voll der Scheiß, ohne eine Zukunft. Ich bin auch nicht der einzige der bereut das auf Kickstarter unterstützt zu haben. Vielen scheint das aber irgendwie egal zu sein oder sie wissen es nicht besser. Ich sehe immer noch Empfehlungen zur DSLogic. Es gibt eine naive Sichtweise von manchen in deren Welt es offenbar nur die Kriterien Features und Preis gibt. Ob sie sich scheiß unsichere und geklaute Software und Ideen dabei installieren und anonyme chinesische Abzocker unterstützen ist vielen egal oder nicht bewusst.
Ich bin seit ~2 Jahren auch Besitzer eines DSLogic. Probleme habe ich damit keine. Alles funktioniert einwandfrei. Benutze ihn Hauptsächlich um Protokolle zu überprüfen (SPI etc) oder Frequenzen zu validieren. Wenn man nur 4 Inputs verwendet, geht die Sample Rate bis 400 MHz. Speicher ist auch üppig vorhanden. GUI (0.98) ist gut bedienbar und wirft kaum fragen auf. Für den einfachen Bastler ist es ein solides Teil was ich persönlich empfehlen kann. Will aber keine davon abhalten, sich für 500,- was gleichwertiges von anderen Herstellern zu kaufen. mfg
Felix F. schrieb: > Will aber keine davon abhalten, sich für 500,- was gleichwertiges von > anderen Herstellern zu kaufen. Muss keine 500 Euro sein. Ich werde mir demnächst wohl den Digital Discovery holen. Für rund 200 Euro bekommst du: Bis zu 800MSps Eingangstastrate mit 8 Eingängen (und dem High-Speed Adapter) Bis zu 200MSps mit 32 Eingängen Digital Bus Analysatoren (SPI, I²C, UART, Parallel) DSLogic bekommst du heute ungefähr für 100 Euro. Leg noch ein hunderter drauf und du bekommst mit Digital Discovery mehr Leistung von einem lebendigen und seriöserem Unternehmen (Digilent).
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