Temperaturkoeffizient wird gesucht

Gast #3466978
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Ein Drahtwiderstand aus unbekanntem material (unbekanntes Alpha) wird an 
eine Versorgungsspannung U=360V angeschlossen
Bei 43Grad misst man an den Versorgungsklemmen einen Strom von 9,1 A,bei 
88Grad misst man einen Strom von 2A.Berechne den Temperaturkoeffizienten 
Alpha in %.

Das ist die angabe,ich weiß nicht wie man es ausrechnet
#3467020
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lukas daxböck schrieb:
> super,du kennst dich ja toll aus,
> kannst du mir den genauen rechnungsweg noch erklären

Die Anzahl der Leute hier, die Dir den genauen Rechenweg
erklären können, ist ganz sicher zweistellig.

Leute, die hier ihre Hausaufgaben posten und erwarten,
dass ihnen die Lösung auf dem Silbertablett geboten wird,
sind hier sehr unbeliebt. Nur mal nebenbei.
#3467109
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die erste Frage, die beantwortet werden muss, durch den Frager 
natuerlich, waere : was besagt der Temperaturkoeffizient.
Die zweite Frage waere : was steckt hinter dem Temperaturkoeffizienten. 
Welche Groessen werden da verknuepft.
die dritte Frage waere : wie werden die involvierten Groessen 
verknuepft.
#3468114
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War das nicht verständlich?

R1 = R20*(1+alpha*(T1-20°))

R2 = R20*(1+alpha*(T2-20°))


Aus der oberen Glg.

R20 = R1/(1+alpha*(T1-20°))

in die untere Glg. einsetzen.

R2 = R1/(1+alpha*(T1-20°))*(1+alpha*(T2-20°))

R2 + R2*alpha*(T1-20°) = R1 + R1*alpha*(T2-20°)

alpha*(R2*(T1-20°)-R1*(T2-20°)) = R1 - R2

alpha = (R1-R2)/(R2*(T1-20°)-R1*(T2-20°))

oder alternativ

alpha = (R2-R1)/(R1*(T2-20°)-R2*(T1-20°))


R1 = U1/I1 = 39,56Ohm
R2 = U2/I2 = 180Ohm

T1 = 43°
T2 = 88°

alpha = -0,0968622
------------------

R20 = R1/(1+alpha*(T1-20°))

R20 = -32.22 Ohm
----------------

Es handelt sich um keinen realen metallischen Leiter!

Hast du/ihr/andere falsch gemessen?


Nachtrag:
Nur mit einer "schrägen" Referenztemperatur ergäbe sich ein, wie zu 
erwartend, positives alpha und ein positiver Refernzwiderstand.
#3468132
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Helmut S. schrieb:

> alpha = -0,0968622

Naja, nun hat es ja Lukas geschafft, das er die Lösung bekommen hat,
ohne selbst einen Finger krumm zu machen. Wie soll es in Zukunft
mit der E-Entwicklung in Deutschland aussehen, wenn noch nicht einmal
die einfachsten Sachen von den Schülern verstanden werden? Vielleicht
können Deutsche in Zukunft ja in China als Wanderarbeiter die Reis-
ernte einfahren...
Gruss
Harald
#3468151
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> Naja, nun hat es ja Lukas geschafft, das er die Lösung bekommen hat,

So einfach sehe ich das bei dieser überraschenden Lösung nicht.
Vermutlich hatte er sich nur nicht getraut zu fragen warum die Lösung 
keinen Sinn macht. Ich habe dreimal nachgerechnet weil ich es nicht 
glauben konnte, dass alpha und R20 negativ sein kann. Das ist mir 
ehrlich gesagt in 40Jahren Elektrotechnik nicht untergekommen.
#3468179
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Helmut S. schrieb:
>> Naja, nun hat es ja Lukas geschafft, das er die Lösung bekommen hat,
>
> So einfach sehe ich das bei dieser überraschenden Lösung nicht.
> Vermutlich hatte er sich nur nicht getraut zu fragen warum die Lösung
> keinen Sinn macht. Ich habe dreimal nachgerechnet weil ich es nicht
> glauben konnte, dass alpha und R20 negativ sein kann. Das ist mir
> ehrlich gesagt in 40Jahren Elektrotechnik nicht untergekommen.

Schulaufgaben müssen nicht logisch sein.
#3468282
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Helmut S. schrieb:
> Nachtrag:
> Nur mit einer "schrägen" Referenztemperatur ergäbe sich ein, wie zu
> erwartend, positives alpha und ein positiver Refernzwiderstand.

Ja, bei Referenztemperaturen von über 50°C. Das zeigt aber auch das 
Problem der Aufgabe. Da die Referenztemperatur nicht gegeben ist, lässt 
sich alpha nicht bestimmen. Man hat also zwei Gleichungen mit drei 
unbekannten.
#3468515
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lukas daxböck schrieb:
> wollte nur sagen daß das Ergebnis nicht stimmt


Auf welches Ergebnis was bezieht sich diese Aussage?

alpha = (R2-R1)/(R1*(T2-20°)-R2*(T1-20°))

Die von mir angegebene Formel stimmt. Es ist jetzt nur noch die Frage 
warum man Tref=20°C nicht nehmen kann/darf sondern wohl irgend eine 
andere Referenztemperatur nehmen muss falls die gegebenen Temperaturen 
und Widerstände stimmen.

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