Forum: Platinen Doppelseitige Platine ätzen


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von Finch (Gast)


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Hallo,

ich versuche seit mehreren Tagen eine doppelseitige Platine mit 
Natriumpersulfat zu ätzen. Das Problem ist das immer sehr ungleichmäßig 
geätzt ist(Siehe Bilder). Meine Vorgehensweiße ist folgende:

-175s Belichten (Selbst gebauter Belichter aus alten Flachbettscanner)
-Ca. 20-30 Sekunden Entwickeln
-Erwärmtes Ätzbad (Butterbrotsdose mit eingebauter Heizung)

Was mache ich Falsch? / Wie bekomme ich die Platine gleichmäßig geätzt?


Viele Grüße

Finch

von Max H. (hartl192)


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Die Fotos fehlen...
Funktioniert es bei einseitigen richtig?

: Bearbeitet durch User
von Finch (Gast)


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sry, hier die Fotos.

Nein bei einseitigen ist es auch unregelmäßig aber das konnte man noch 
mit kabeln nachbessern....

von Justus S. (jussa)


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Finch schrieb:
> -175s Belichten (Selbst gebauter Belichter aus alten Flachbettscanner)
> -Ca. 20-30 Sekunden Entwickeln

Zeiten geraten oder mit Belichtungsreihe ermittelt?

von Karl H. (kbuchegg) (Moderator)


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Finch schrieb:
> sry, hier die Fotos.

Da stimmt aber was mit deiner Belichtung nicht.
Auf der einen Seite ist der Photolack ja mehr oder weniger komplett weg. 
Das sieht so aus, als ob dein umgebauter Scanner keine einigermassen 
gleichmässige Beleuchtung über die ganze Fläche hinkriegt.

> Nein bei einseitigen ist es auch unregelmäßig

Dann stell das erst mal ab. Vorher hat das keinen Sinn, auf doppelseitig 
zu gehen.

von 0815 (Gast)


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Beim Top-Layer sieht man es richtig gut: zu wenig belichtet, oder zu 
kurz entwickelt.


Butterbrotdose verträgt sich so gar nicht mit doppelseitig. Ne ruhende 
Lösung ist schon bei einseitig Murks.

von Daniel M. (erfolgstyp)


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Wie schon erwähnt siehts verdammt nach falscher Belichtung aus. Also ma 
eine Belichtungsreihe, danach kennst du die genaue Belichtungszeit und 
dann funktioniert das auch.

Zudem wäre ein vernünftiges Ätzgerät sicher eine lohnende Investition.

mfg Daniel

von Finch (Gast)


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Hallo,
vielen dank erstmal für die Tipps!

Ich habe den Belichter Saubergemacht und neu ausgerichtet und viel 
bessere Ergebnisse erhalten(Anhang)!

Nur beim TQFP-32 IC Sind die Leiterbahnen noch leicht verbunden :(
Gibt es irgendwelche Tipps wie man das Genauer hin bekommt?
Eine richtige Ätzküvette?

Viele Grüße und vielen Dank!

Finch

von Matthias Kattelmann (Gast)


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Hallo

Am besten ist eine starke punktförmige UV Strahlung.(Extrem: 
Kohlelichtbogen)
Ich würde mal eine richtige Lampe verwenden("Nitraphot").
Ersatzweise kann man eine schlechtere UV Quelle etwas entfernen und 
länger belichten. evtl. Testreihe.
Man kann den UV-Lack nach dem Entwickeln untersuchen, um dort einen 
Fehler auszuschließen. Es sollte eine richtige Stufe zu sehen sein und 
das Kupfer an zu ätzenden Stellen freiliegen.
Ätzen: Ungleichmäßige Erwärmung unbedingt vermeiden.
Wie willst Du eine Butterbrotsdose mit einer Heizung gleichmäßig 
erwärmen?
Außerdem ist eine solche evtl. nicht ätzbeständig.
Mindestens Platine ab und zu schwenken(Kunststoffpinzette), um die 
Konzentration der Lösung gleichmäßig zu halten.
Eine Pinzette aus PP wird übrigens immer kleiner dabei.

Was ich demnächst versuchen werde:
Layout mit Laserdrucker schwarz auf glattem Papier drucken und dann 
transfermäßig aufbügeln. Der Toner ist als einer von wenigen Stoffen 
ätzbeständig. Außerdem hab ich eine flache Keramikschale für die 
Herdplatte.
Halte ich auch für billig.

MfG
Matthias

von Daniel M. (erfolgstyp)


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Die Ergebnisse sehen zwar besser aus aber sind von gut meiner Meinung 
nach noch weit entfert.

Bevor du noch 5 weitere Platinen verschwendest opfere eine oder zwei für 
eine Belichtungsreiher, damit kannst du zumindest bei der Belichtung 
Fehler ausschließen.

Und wie gesagt ein vernünftiges Ätzgerät wird wahre Wunder wirken.

mfg Daniel

von Magnus M. (magnetus) Benutzerseite


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Kannst du mal ein (paar) Fotos von deinem geöffneten / aufgeklappten 
Belichtungsömmel posten? Vielleicht erkennt man darauf dann noch die 
eine oder andere mögliche Fehlerquelle.

von Michael_ (Gast)


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Das sieht wieder so unscharf aus.
Hast du denn die Schichtseite auf das Kupfer gelegt?

von Stefan S. (holydeacon)


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Welche Platinen-Marke benutzt du?

Meine ersten zehn selbstgeätzten Platinen waren alle reif für den 
Wertstoffmüll. Das lag weder am Equipement noch an den 
Herstellungsmethoden, sondern an den Platinen selbst. Schon das 
Entfernen der Folie war schwer und hinterließ auf den Platien Spuren. 
Die Belichtungsergebnisse und später die Ätzergebnisse sahen ähnlich 
aus, wie auf deinen Fotos.
Ich habe mir darauf hin Bungard-Platinen bestellt, belichtet, geätzt, 
... und wie von Zauberhand auf Anhieb die schönsten Platinen erhalten. 
Mit Positiv-20 und Pollin-Kupferplatinenresten erhielt ich ebenso 
eiwandfreie Platinen.

von Tommy T. (thomas_k86)


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Hab damals auch etwas rumprobiert.Dann nahm ich eine Insektenlampe,baute 
alles in ein Holzgehäuse,strickte mir noch einen schicken Timer mit rein 
und dann hatte ich auch so ein ähnliches Problem.Ich nahm die Schachtel 
von der Pizza die ich noch schnell auf ass und faltete mir einen 
Reflektor.Nach dem bekleben mit Spiegelfolie,baute ich das dann noch ein 
und jetzt pasts.
Verwende Bungard Basismat. Habe aber auch schon welche von Neuhold 
verwendet.Geht genau so gut. Abstand vom Belichter zur Platine sind 14 
cm.Dauer 2 min 15.

Ach ja und Ätzen kann ich nur empfehlen, Platine stehend mit 
Natriumpersulfat und Luft einblasen.So Ätze ich in ca.8 min eine 
Europlatine. Ohne Luft dauert das zu lange und wird wieder hässlich!

: Bearbeitet durch User
von Finch (Gast)


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Hallo,
Danke erstmal für das viele Feedback!
Im Anhang sind 2 Fotos vom Belichter, aber ich glaube aber nicht das es 
noch daran liegt sondern an der "Butterbrotsdose" oder liege ich da 
Falsch?
Ich spiele grade mit dem Gedanken mir ne Glas-Ätzküvette mit Heizung, 
Luftzufuhr und Platinenhalter zu bauen....
Was meint ihr?

Viele Grüße

von Finch (Gast)


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Anhang vergessen

von Carsten S. (dg3ycs)


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Hi,


Finch schrieb:
> Im Anhang sind 2 Fotos vom Belichter, aber ich glaube aber nicht das es
> noch daran liegt sondern an der "Butterbrotsdose" oder liege ich da
> Falsch?

Ich habe zu Anfang meiner Hobbylaufbahn auch viel in der Butterbrotsdose 
geätzt. Und vorrübergehend musste ich wegen Defekt meiner Küvette bis 
die neu geklebt und das Silikon trocken war auch im nun vorletzten JAhr 
einige Tage darauf zurückgreifen. Ich bin mir daher sicher das es daher 
NICHT (nur) daran liegen kann das deine Ergebnisse im wahrsten Sinne des 
Wortes absoluter Müll sind. (Vorausgesetzt du schwenkst deine Dose auch 
reichlich während des Ätzens.)

Aber auch am Belichter liegt es wohl nicht, auch wenn ich nicht verstehe 
was alle Welt immer mit diesem "Ich baue es in ein Scannergehäuse" hat. 
Einfach einen Gesichtsbräuner im Original verwenden... Und wenn man 
unbedingt ein hübsches Gehäuse will den komplett in eine Holzkiste 
bauen... Funktioniert seit JAhren bei mir Prozesssicher bis 6 mil.

ICh denke viel mehr das entweder mit der Belichtungsvorlage oder mit 
deiner Belichtungszeit etwas nicht in Ordnung ist! Vielleicht auch 
beides zusammen! 20 sekunden kommen mir für die Entwicklung sehr knapp 
vor. Es scheint so als wenn du im Prinzip überbelichtest und dann durch 
Unterentwicklung versuchst das zu beheben.

Wenn du die Belichtungszeit richtig gewählt hast kannst du deine 
"normale" Entwicklungszeit auch um ein vielfaches überschreiten ohne das 
es negative Folgen hat. Bei mir ist die nominale Entwicklugnszeit 
beispielsweise eine Minute (Also nach einer Minute sind die Ergebnisse 
gut) ICh kann die Platinen aber bis zu 5Minuten in der Brühe lassen ohne 
das es sichbare Schäden gibt, selbst nach 10Minuten wären die bei THT 
Bauteilen noch verwendbar, wenn auch schon ähnlich verwaschen wie bei 
dir...
Tatsächlich bleiben die Platinen bei mir immer so zwischen 1,5min und 2 
Min in der Brühe weil ich andere Arbeitsschritte parallel mache und das 
Entwickeln das unkritischte ist...

Also: Mache mal eine Belichtungsreihe - Und gefühlt muss deine Zeit am 
Belichter Kürzer und deine Entwicklungszeit länger werden. NEhme als 
Zielentwicklungszeit mal eine Minute an (kommt nicht wirklich auf die 
Sekunde an) und nehme die Belichtungszeit bei der das Testmuster auf dem 
Streifen nach einer Minute entwickeln UND ANSCHLIE?ENDEN ÄTZEN am besten
geworden ist!

Gruß
Carsten

: Bearbeitet durch User

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