Schnecken Ex

#3471571
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Hallo All !

Das Frühjahr wird ja heuer auch irgendwann mal kommen. Vorsorglich habe 
ich
ein Schaltung zum Schutz der Salatplanzensetzlinge gebaut.
Ein NE556 Doppeltimer und etwas Hühnerfutter.
Ein Timer des NE556 zieht den Reset des andern Timers für ca. 30 sek. 
nach Masse um ihn dann für einen kurzen Moment freizugeben. Dadurch 
läuft der zweite Timer mit ca. 700HZ an und aktiviert einen umgepolten 
Trafo wodurch Primärseitig Hochspannung entsteht. Von der Primärseite 
gehen die 2 Drähte an ein Stück abgesägtes Abflussrohr wo in der Mitte 
ein ca 1,5cm dicker Streifen Isolierband klebt und oben und unten 
Alufolie gewickelt wurde.
Wenn die Nacktschnecke nun von unten nach oben kreicht und beide 
Folienstücke überbrückt schafft sie das gerade mal ca. 30 Sekunden.
Salatpflanze gerettet !
Angehängte Dateien:
Persönliche Seite #3471619
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Das geht noch viel besser, wenn du den Trafo als Flyback benutzt, also 
wie eine Zündspule. Also D1 weg, Q1 durch einen 500V MOSFET ersetzen 
(IRFP460N) und mit kurzen Impulsen ansteuern (1-100ms, den genauen Wert 
kannst du berechnen, so dass die maximale Impulsenergie übertragen 
wird). Dann reicht auch ein 555.

Dann kommen mehrere kV am Ausgang raus, mit richtig Power. Da der Trafo 
wahrscheinlich nur bis 2kV isoliert ist, solltest du dann eine 2mm 
Funkenstrecke an den Ausgang schalten.

Und wenn du das alles gebaut hast dann kannst du den Trafo auch durch 
eine Zündspule ersetzen. :D
#3471666
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MaWin schrieb:
> Von einem per Freilaufdiode kurzgeschlossenen Trafo?
> Kaum.

Hallo MaWin!

Danke, gar ned darüber nachgedacht. Die Schaltung hab ich nur umgebaut, 
da war vorher ein Relais um einen 220V Verbraucher zu schalten.
Hab die dann einfach dortgelassen. Die muss natürlich weg !


Und ja, die Idee kommt aus Österreich.
Flyback muß ned sein, das ist dann doch zu heftig. Soll ja auch mit 
einem Akku laufen.
Und es sind deshalb 2 Timer damit der Trafo nicht die ganze Zeit an ist 
(Akkulaufzeit)

:-)
Gast #3473668
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Helge A. schrieb:
> Hält der Akku eine Weile? - Nasses Holz (wenns regnet) leitet doch auch
> ganz gut..??

Keine Probleme damit.

Der Akku (36 Ah) ist auch noch immer derselbe.
Wird natürlich nach und vor Gebrauch
wieder aufgeladen (Winterzeit).

p.s. Falls eine Steckdose in Reichweite ist würde das
Ganze auch mit einem Steckernetzteil (12V/1A) funktionieren.
Gast #3474760
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Schöne Idee, zumindest ohne Chemieeinsatz.

Ich werde sie Vater und Mutter mal vor schlagen, vielleicht bekommt 
Vater noch mal etwas Interesse am Basteln, mit geeigneten Materialien.

Denn die Mutter ist auch ständig mit "Schnecken-Ex" Streupulver im 
Garten, und bei Regenwetter mehrmals täglich mit dem Messer, um sie zu 
killen.

Die nassen klebrigen Viecher werden bestimmt auch mit 12V gut bestromt, 
daß ihnen das nicht bekommt.

Vermutlich muß man die Elektroden aber geschickt anordnen. Denn wie ist 
es gewährleistet, daß eine Schnecke bei Strom nicht auf die andere Seite 
entkommt?
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #3474761
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Kevin schrieb:
> Der Akku (36 Ah) ist auch noch immer derselbe.
> p.s. Falls eine Steckdose in Reichweite ist würde das
> Ganze auch mit einem Steckernetzteil (12V/1A) funktionieren.
Muss das unbedingt 1A sein? Oder ist diese Angabe redundant? Denn wenn 
diese Schaltung tatsächlich 1A brauchen würde, wäre der Akku nach 1 1/2 
Tagen alle.

Und ich würde sogar direkt den Trafo an die Bänder legen. Dann spare ich 
mir den Elektrolyseeffekt...

Wilhelm F. schrieb:
> Vermutlich muß man die Elektroden aber geschickt anordnen. Denn wie ist
> es gewährleistet, daß eine Schnecke bei Strom nicht auf die andere Seite
> entkommt?
Mal angenommen, sie kommt von unten, und bekommt vorn eines auf die 
Fühler. Was wird sie dann tun?
Gast #3474772
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Habe auch die Lösung von Kevin, nagele aber aus Preisgründen nur 
verzinkten 2-mm-Draht mit Krampen um das Hochbeet. Gespeist aus einem 
alten Steckernetzteil für 12 V (ohne Elko, also Vollwellen-DC), weil DC 
physiologisch wirksamer ist. Funktioniert bestens seit einigen Jahren, 
allerdings (hoffentlich liest hier PETA nicht mit) bleibt tatsächlich 
alle Jahre eine gegrillte Schnecke zwischen den Drähten (so 2 cm 
Abstand) hängen.

I_dth ist unbekannt, aber der Erfolg reicht meiner Frau. Einzelpflanzen 
schützt sie, indem sie eine Billigstschüssel mit ausgesägtem Boden, aber 
umgekprimpten Rand über die Pflanze zieht.

Andere Frage: Ist dergel für/gegen Wühlmäuse bekannt?

Günter
Gast #3474803
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oszi40 schrieb:
> Der gärtnerisch gezielte Einsatz der RICHTIGEN Pflanzen und einige
> "Schneckenlinsen" könnten auch für Abhilfe sorgen.

Über "RICHTIG" bei Pflanzen diskutiere ich nicht mit meiner Frau; sie 
redet mir ja auch nicht bei meinen Schaltungsentwürfen hinein ;-). Mit 
Schneckenkorn und dergel Chemie will man andererseits auch nicht den 
Salat vorwürzen, es steckt schon genug Unrat im Erdreich.

Günter
Gast #3475079
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Lothar Miller schrieb:
> Muss das unbedingt 1A sein?

Nö, war halt vorhanden, und so lange keine Schnecke
versucht hinüberzukriechen wird auch kein größerer Strom fliessen,
auch wenn es regnet. Ein Amperemeter (Zeigerinstrument) leistet
hier gute Dienste.

Wilhelm F. schrieb:
> Vermutlich muß man die Elektroden aber geschickt anordnen. Denn wie ist
> es gewährleistet, daß eine Schnecke bei Strom nicht auf die andere Seite
> entkommt?

Lothar Miller schrieb:
> Mal angenommen, sie kommt von unten, und bekommt vorn eines auf die
> Fühler. Was wird sie dann tun?

Schnecken können nicht fliegen also kommen sie von unten.
Das Hochbeet ist freistehend.

Bei  3 Volt zuckt die Schnecke und versucht es nochmal.
Bei  6 Volt ist die Pause zwischen 2 Versuchen schon länger.
Bei 12 Volt fällt sie zu Boden.
Bei 24 Volt würde sie möglicherweise einen Salto schlagen.

Für die harten Forenteilnehmer einen Tipp, versucht diese
Spannungen an eurer Zunge aus, dann wisst ihr was Sache ist.
Gast #3475103
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D. V. schrieb:
> Günter Richter schrieb:
>> Ist dergel für/gegen Wühlmäuse bekannt?
>
> Ich halte das eher für einen Vornamen.
Die wirksamen Vornamen sind eher Felix, Garfield, Miezi etc .... :D :D

Unser erster Schneckenzaun bestand aus  dünnem Stahldraht. Dieser war im 
Abstand von ca 1 mm an einer senkrechten Mauer mit Schrauben, die in 
Kunstoffdübeln steckten, befestigt. Praktisch alle Schnecken - 
Nacktschnecken äää- kamen über diese Mauer
Die Schnecken, die die Mauer hoch krochen blieben bei Berührung des 
Drahtes stehen und fielen einige Zeit später von der Mauer ab. 
Betriebsspannungsquelle war ein Märklin Eisenbahntrafo mit ca 16V AC. 
Ein Pol am Draht, der Andere einfach an der Mauer. Hat funktioniert , 
weil die Scheissviecher  bei Nässe unterwegs sind und der Beton wohl gut 
genug leitet.
#3475435
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Günter Richter schrieb:

> Andere Frage: Ist dergel für/gegen Wühlmäuse bekannt?

Es dürfte erheblich Leistung kosten, den Boden zu bestromen (außer der 
Garten ist im märkischen Sand).

Nachdem die Salatköpfe entwurzelt umfielen und der Kartoffelertrag deses 
Jahres etwa 2% der Saat betrug, haben wir so ein grausames Piepsdingens 
in den Boden gesteckt mit Solarzelle obendrauf. Mäuse weg, Maulwurf 
auch.

Grausam deshalb, weil Schlafen mit offenem Fenster ist jetzt hardcore ;)
Gast #3477077
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User schrieb:
> Waren die Schnecken danach noch funktionsfähig?

Sxhwer zu sagen. Die sind alle hinunter ins Gebüsch gefallen. 
Diejenigen,die sich länger festhielten zeigten an der Kontaktstelle mit 
dem Draht eine helle Stelle, vermutlich denaturiertes Gewebe. Jedenfalls 
wurde die Plage nach zwei Tagen deutlich geringer. Kein einziges 
Exemplar hat den Draht überwunden.

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