Kleine Hilfe beim Platinen Layout?

OP #3476436
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Hallo,

ich wollte Fragen ob mir einer von euch beim Zeichnen einer Platine 
Helfen kann?

Die Platine soll eine Größe von ca. 3x1,5 cm haben.

Es kommen wirklich nur sehr wenig Teile drauf.
Leider komm ich mit dem Programm noch nicht ganz zurecht.

Die Teile sind alles SMD Teile.

Ich würde mich sehr über eure Hilfe freuen.

Vielen Dank mal wieder.
#3476844
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Nico H. schrieb:
> Danke für die Hilfreiche Antwort :-(

Warum nimmst du denn eagle wenn du damit nicht zurechtkommst? Arbeite 
das Tutorial durch oder probiers mal mit einer anderen Software. Es gibt 
Leute die sind beispielsweise glücklich mit der Einfachheit von Sprint 
Layout. Vielleicht wäre das eher was für dich.

Wenn du SMD verwenden willst, sollten dir Begriffe wie 0805, 1206, 
MINIMELF, MICROMELF, SO08 usw. als Footprint schon ein Begriff sein.
#3476845
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Du musst dich einfach entscheiden:
1. Du willst es selbst machen:
- Schaue dir Tutorials an
- probiere aus
- bei konkreten Problemen wird dir hier sicher geholfen
2. Du willst es machen lassen
- Du stellst einen Schaltplan online
- Du musst zu 99% etwas bezahlen dafür.

Ich rate dir zu 1 denn Eagle ist keine Hexerei, und es lohnt sich!
Gast #3477168
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>Nur bin ich der Meinung dass man sich wirklich sehr gut auskennen muss
>damit man eine Platine mit den richtigen Buteilen zusammen stellen kann.

Die Auswahl der Bauteile ist eigentlich nicht sehr schwer zu verstehen, 
vorausgesetzt man ist in der Lage ersteinmal grundsätzlich z.B. eine 
Diode einzusetzen wo eine Diode nötig ist, einen Transistor wo der nötig 
ist etc.

Das wichtigste Kriterium für die Auswahl eines Gehäuses ist die in dem 
Bauteil umgesetzte Leistung. Die Leistung berechnest Du aus der 
Schaltung.
Die Schaltung und ihr Funktionsprinzip gibt Dir vor, ob es sich im 
Einzelfall um Wechsel- oder Gleichspannungen und Ströme handelt.

Bei Kondensatoren ist in der Praxis hauptsächlich die Spannung, bei 
Widerständen, Transistoren, ICs wie Spannungsreglern die Leistung, bei 
Dioden und Spulen der Strom. Bei Leistungen oberhalb von sagen wir einem 
halben Watt muss bei Kondensatoren, Dioden und Spulen jeweils der andere 
Parameter auch berücksichtigt werden. (Für einen Anfänger ist es aber 
sinnvoll sich erstmal genau alles durchzurechnen, damit man ein Gefühl 
für die Grössenordnungen bekommt).

Wie oben angedeutet, muss das Bauteil an sich schon für den Zweck 
geeignet sein, was im Einzelfall bedeutet, dass etwa ein Transistor oder 
Operationsverstärker für die angewendete Frequenz überhaupt eine 
passende Verstärkung haben muss.

Deine Schaltung, d.h. ihre Charakteristika geben also einerseits vor, 
welche Bauteilart (Transistor, Diode, IC, Kondensator, Widerstand etc.) 
grundsätzlich verwendet wird.
Die an der jeweiligen Stelle auftretenden Frequenzen, Spannungen und 
Ströme welcher Transistor, Diode, IC etc. und welche Bauform davon genau 
verwendet werden muss.

Mit diesen Daten, suchst Du Dir die Bauteile konkret aus. Bei 
Halbleitern gibt es bei den Herstellern die Möglichkeit erstmal nach 
groben Kriterien zu sieben. Bei Transistoren etwa der Kollektorstrom, 
die Verstärkung und die Kollektor-Emitterspannung. Bei Dioden der Strom 
und die Sperrspannung. Bei Kondensatoren die Spannung. Bei Spulen der 
Strom. Usw.

Es empfiehlt sich erstmal anhand ein paar einfacher Schaltungen das 
Ganze durchzuspielen. Die Lehrbücher über Elektronik machen im Grunde 
genau das. Sie beschreiben erst die einzelnen Bauteile und dazu die 
relevanten Berechnungen, gehen dann zu den daraus zusammengesetzten 
einfachen Schaltungen über und deren Berechnungen und dann zu den 
Besonderheiten beim Zusammenschalten dieser einfachen Grundschaltungen.

Unter http://www.mikrocontroller.net/articles/Hauptseite findest Du 
unter dem Punkt Grundlagen viele Anmerkungen und Beispiele zu den immer 
wieder auftretenden Grundformen. Auch die Verweise sind interessant.

Ein Buch kann ich Dir leider nicht empfehlen, bzw. ist der von mir 
favorisierte Tietze&Schenk wohl nicht für Änfänger geeignet. Zumindest 
beschränkt es sich nicht auf das wirklich allernotwendigste.

Prakttisch ein wenig besser geeignet sind wohl die Tabellenbücher und 
Lehrbücher die es für die Elektronk-Lehre gibt. Z.B. die 
Phlllips-Lehrbriefe oder die Bücher der Reihe "Europ-Lehrmittel" oder 
auch sehr nützlich für die Grundlagen die Schulbücher des 
Physik-Unterrichts etwa ab der 10. Klasse.

Am besten nimmst Du Dir mal der Reihe nach die Grundschaltungen vor, 
versuchst Die zu berechnen und postest Fragen hier.

---

Ich ahne schon, dass in etwa die Antwort kommt: "Ich habe ja schon eine 
fertige Schaltung und will nur noch das Layout machen".

Ich kann darauf nur antworten, dass es zwei wesentlich verschiedene 
Angelegenheiten sind, einerseits die Grundschaltungen nur ihrer Form 
nach zu kennen und andererseits die physikalischen (und das heisst in 
Konsequenz mathematischen) Zusammenhänge darin.

Bleibe mutig. Man muss in der Praxis eigentlich nicht sehr tief in die 
Mathematik einsteigen, solange keine "seltsamen Probleme" auftreten. 
Aber dennoch sind gewisse Grundkenntnisse, wenigstens auf 
Facharbeiter-niveau, unumgänglich, wenn man eigene Schaltungen entwerfen 
und bauen will.

---

Solltest Du konkrete Fragen haben, wird man Dir sicher helfen. Aber es 
muss schon erkennbar sein, dass Du dem Grunde nach die Sache verstehst 
und nur an einem Detail scheiterst oder an einem Verständnis für einen 
Zusammenhang wie etwa Rückkoplung, dass der Erfahrung nach allen 
Anfängern Probleme bereitet.
OP #3478734
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Vielen Dank für deine nette Info.

Ich habe gestern die ganze Nacht durch versucht meine Layout zu 
Zeichnen.

Ich finde hat auch sehr gut funktioniert ( das Layout und die Platine ) 
sehen soweit sehr gut aus.

Habe leider nur ein Problem.

Ich suche einen BC558 PNP in SMD Basis.

Leider kann ich den nicht in SMD finden ???

Kennt einer von euch vielleicht die genaue Bezeichnung ?.

Vielen Dank an alle.
#3478745
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Nico H. schrieb:
> Ich suche einen BC558 PNP in SMD Basis.
>
> Leider kann ich den nicht in SMD finden ???
>
> Kennt einer von euch vielleicht die genaue Bezeichnung ?.
>
> Vielen Dank an alle.

Im Layoutprogramm kommt es nur auf den Footprint an. Such dir also ein 
Bauteil mit gleichem Gehäuse in der Libary, nutze es und benenne es um. 
So gehst du vor für alle Bauteile die du nicht auf Anhieb findest. Was 
gar nicht vorhanden ist muss als Bibliotheksbauteil neu gezeichnet 
werden (als Orientierung dienen auch hier ähnliche Bauteile).

Für die Feinheiten (Ersatztypen) Datenblätter wälzen.
Gast #3479045
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Viele Dioden haben das Melf oder Minimelf Gehäuse. Die werden genauso 
aufgelötet wie die Flachen 0805 oder 1206 Bauteile.
Es gibt auch Dioden im dreibeinigen SOT23 Gehäuse (das der Transistoren)
Oft auch als Doppeldiode, da aber immer das Datenblatt für befragen.

Dein Problem liegt nicht beim Eagle sondern eher im Wissen was für 
Bauteile es gibt.

Was willst du denn bauen? Dann könnten dir hier bestimmt Tips zu 
Bauteilen gegeben werden.
#3479971
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Ich denke, dir fehlt eher Wissen im Bereich der Bauteilermittlung als 
mit Eagle. Woher weisst du, daß du die Diode 1N4001 brauchst? Ist das 
eine Angabe aus einen fertigen Schaltplan, den du nur "in Kupfer gießen" 
willst oder hast du den Schaltplan selbst entwickelt?
In der Regel haben diskrete Halbleiter (also Dioden, Transistoren, 
Regler etc) pro Gehäuseform eine eigene Bezeichnung, da in der Regel 
auch einige Kenngrößen anders sind.
Ich schlage vor, daß du erstmal die Bauteile im Schaltplan verstehen 
lernst, also für jedes Bauteil ermittelst du die elektrischen Kennwerte. 
Dann ermittelst du die dazu passenden (kaufbaren) Produkte. Und daraus 
ergibt sich die zur Verfügung stehende Bauform.

Beispiel: Im Schaltplan einer Überstromerkennung ist ein sehr 
niederohmiger Widerstand (sagen wir 0,47 Ohm) in Reihe zur Last 
geschalten, der aber je nach Last den entsprechenden Strom aushalten 
(sagen wir 5A) und damit auch eine entsprechende Verlustleistung 
abkönnen muß (macht aus obigen Zahlen 2,5 Watt).
Aufgrund dieser Verlustleistung scheiden SMD-Teile der Größe 0603, 0805 
oder 1206 aus, selbst bedrahtete 0207 sind zu klein. Daß steht aber 
nicht unbedingt im Schaltplan.
Jetzt kommt es darauf an, was du beschaffen kannst: wenn du Glück hast, 
findest du bei Segor HochlastSMD-Widerstände 0,47R 3Watt in 2512. Wenn 
du ausschließlich bei Reichelt bestellst, bekommst du diesen nicht 
angeboten und mußt den 0,1R 2512 nehmen und entweder deine Schaltung 
anpassen oder mehrere in Reihe schalten.

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