Hallo Klaus,
Klaus schrieb:
> ich habe leider mein Passwort für meinen Raspberry PI vergessen. Gibts
> ne Möglichkeit den irgendwie wieder zugänglich zu machen, indem ich die
> SD Karte in den Reader an meinem PC (Windows, aber ich könnte auch ne
> Linux VM starten) stecke? Ich möchte das installierte System wieder
> zugänglich machen, also kein komplett neues Image auf die Karte spielen.
>
> Hat jemand ne Idee? Danke!
Die Paßworte werden mit einer Hashfunktion verschlüsselt und dann in der
Datei /etc/shadow gespeichert. Das ist eine CSV-Datei; der Feldtrenner
ist ein Doppelpunkt (':'). Das erste Feld ist der Benutzername und das
zweite das Paßwort (die anderen Felder am Ende interessieren nicht und
sollten nicht geändert werden). Unter Linux kannst Du mit dem Befehl
"mkpasswd" einen solchen verschlüsselten String aus Deinem Passwort
erzeugen und mußt diesen dann nur noch mit einem Texteditor in die
/etc/shadow Deines RasPi eintragen.
Die andere Frage ist, wie Du an das Dateisystem ("Partition") des RasPi
kommst. Die einfachste Lösung ist vermutlich, Deinen Computer von einer
Linux-Live-CD wie Knoppix oder einer Ubuntu-CD zu starten. Dann steckst
Du die SD-Karte in den Computer, mountest die SD-Karte, öffnest die
Datei /tmp/mp/etc/shadow mit einem Texteditor und trägst dort an der
richtigen Stelle das oben generierte Passwort ein. Danach unmountest Du
Deine SD-Karte, steckst sie in den RasPi und meldest Dich mit Deinem neu
gesetzten Passwort an.
1 | mkpasswd -m SHA-512 -s <neuesPasswort>
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2 | mkdir /tmp/mp
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3 | sudo mount /dev/mmcblk0p1 mp
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4 | sudo nano /tmp/mp/etc/shadow
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5 | # richtige Zeile finden
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6 | # altes Passwort zwischen 1. und 2. Doppelpunkt löschen
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7 | # verschlüsseltes Passwort eintragen
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8 | # speichern
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9 | sudo umount /tmp/mp
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10 | rm -rf /tmp/mp
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Achtung: wenn Du an der Partitionierung der SD-Karte herumgespielt hast
oder mehr als eine SD-Karte im Rechner steckt, heißt das entsprechende
Dateisystem möglicherweise nicht /dev/mmcblk0p1.
HTH,
Karl