Forum: Offtopic Prokon geht wohl pleite


von Marek W. (ma_wa)


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Nun ist es wohl bald vollbrach und unser nächstes Blässchen scheint zu 
platzen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/prokon-fragwuerdiges-geschaeftsmodell-drohende-pleite-a-942773.html

Ich hatte die mir vor ein paar Jahren auch mal angeschaut, allerdings 
gefiel mir deren pentrante Werbung nicht und ich habe davon Abstand 
genommen. War wohl ganz gut, denn belastbare Zahlen waren auch damals 
nicht zu bekommen, sondern nur Versprechungen.

Hält von denen noch jemand Genussrechte und wenn ja, wie wollt ihr jetzt 
verfahren?


Das Schreiben und das Formular kann man auf der Seite von Prokon finden.
http://www.prokon.net/index.php?id=

Ich denke mit diesem Verhalten ist die Insolvenz vorprogrammiert. Ich 
meine mich an eine Bank zu erinnern, die mit ähnlichen Maßnahmen 
versucht hat, einen Fond zu retten. Hat auch nicht geklappt.

von Timm T. (Gast)


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Wenns nach den Schreiberlingen geht, ist Prokon schon seit 7 Jahren 
pleite...

von Michael .. (thing)


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Marek Walther schrieb:
> War wohl ganz gut, denn belastbare Zahlen waren auch damals
> nicht zu bekommen, sondern nur Versprechungen.

Ein hoch auf deine Nase, aber dann sage doch mal welche
Anlage empfehlenswert und sicher wären? Wetten, das du keine
kennst, wie die meisten. Wer mit Geldanlagen zocken will,
muss eben ein Profi sein (die aber auch Verluste machen)
und weitere Vorteile, wie Gratisaktien/Vorzugsaktien bekommen,
aber auf jeden Fall einen Fuß in der Tür vom Anlageunternehmen
haben und das haben Privatanleger gewöhnlich nicht.

Marek Walther schrieb:
> wie wollt ihr jetzt verfahren?

Selbst wenn die noch mal die Kurve kriegen, ist das oft
nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Hat ja bei Holtzmann
(Baukonzenrn) auch nicht geklappt.
Daher, rette was du retten kannst und lerne draus.
Solche Geldanlagen sind reines Glücksspiel von Leuten,
die das Spiel besser spielen können als du.

von Marek W. (ma_wa)


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Michael ... schrieb:
> Marek Walther schrieb:
>> War wohl ganz gut, denn belastbare Zahlen waren auch damals
>> nicht zu bekommen, sondern nur Versprechungen.
>
> Ein hoch auf deine Nase, aber dann sage doch mal welche
> Anlage empfehlenswert und sicher wären? Wetten, das du keine
> kennst, wie die meisten. Wer mit Geldanlagen zocken will,
> muss eben ein Profi sein (die aber auch Verluste machen)
> und weitere Vorteile, wie Gratisaktien/Vorzugsaktien bekommen,
> aber auf jeden Fall einen Fuß in der Tür vom Anlageunternehmen
> haben und das haben Privatanleger gewöhnlich nicht.

Wer bitte hat was zu verschenken?
Wer etwas die Nase in den Wind hält, kann heute sein Geld schon ganz gut 
in Aktien und Fonds anlegen. Man darf nur nicht zu gierig werden um muss 
bereit sein, seine Fond oder Aktien länger zu halten.

Ich hatte mich damals über Prokon informiert und bin auch zu einer 
Veranstaltung von Prokon gegangen. Insgesamt war das alles ganz nett und 
8% mit halbjährlicher Auszahlung können einem schon mal den Mund wässrig 
machen. Aber Geschäftsberichte mit belastbaren Zahlen wie die 8% 
erwirtschaftet werden, gab es nicht. Man gab sogar ganz unumwunden zu, 
dass man zur Zeit eher Minus macht und sich die Windparks erst später 
rechnen werden. Das war mir alles etwas zu windig. Desweiter ging es 
hier um Genussscheine, die Investitionsmöglichkeit mit den höchsten 
Risiken.

Auf der anderen Seite hatte ein Bekannter ca. 3 Jahre Prokon 
Genussscheine gehalten und die Zinszusagen wurden auch eingehalten. Am 
Anfang scheit die Pyramide wohl noch funktioniert zu haben.



> Marek Walther schrieb:
>> wie wollt ihr jetzt verfahren?
>
> Selbst wenn die noch mal die Kurve kriegen, ist das oft
> nur aufgeschoben, nicht aufgehoben. Hat ja bei Holtzmann
> (Baukonzenrn) auch nicht geklappt.
> Daher, rette was du retten kannst und lerne draus.
> Solche Geldanlagen sind reines Glücksspiel von Leuten,
> die das Spiel besser spielen können als du.


Ich denke auch, wenn man seine Emittenten schon auf der Webseite zum 
Bleiben nötigen muss, dann ist das Ende sehr nahe.

von Jens M. (Gast)


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Marek Walther schrieb:
> Ich hatte mich damals über Prokon informiert und bin auch zu einer
> Veranstaltung von Prokon gegangen.

Wer in der U-Bahn wirbt dem gebe ich kein Geld. Er adressiert Teilhaber 
mit denen ich nicht im gleichen "Venture-Boat" sitzen möchte.

Den Laden habe ich nie beachtet, wenn ich mir das verlinkte Schreiben 
anschaue weiß ich warum.


330,4 Mio Zinszahlungen sind dort aufgeführt zu 8% im Schnitt.
4,13  Mrd (G€) Kapital das die Hand aufhält (simple Zinsrechnung).
1,354 G€  "Genussrechtskapital"

Womit sich mir 2 Fragen stellen:

25,2% Kapitalrendite
(340 M€ Auszahlung auf 1,35 G€ wirtschaftendes Kapital)

Das schafft eine Deutsche Bank mit Margen im 1000% Bereich (1% an die 
Zentralbank 10% vom Kreditnehmer) aber kein Produktionsunternehmen.

Frage 1) Wer ist so blöd die Formulierung

" gehört auch eine faire Beteiligung an den stillen Reserven,"

anders zu verstehen als das er sein eigenes Geld sieht?

----

4,13 G€ Kapital
1,35 G€ "Genussrechtskapital"
----
2,78 G€ andere Mittel

Frage 2) Wo ist (a) der Rest der Kohle und (b) wie könnte so ein Laden 
kein "Operativ Positives Ergebnis" vorweisen?


Ein Schneeball, in 5 Minuten zu erkennen.

von G. C. (_agp_)


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Timm Thaler schrieb:
> Wenns nach den Schreiberlingen geht, ist Prokon schon seit 7 Jahren
> pleite...

Wenn sie bisher genug Dumme gefunden haben hält sich so ein 
Schneeballsystem vielleicht länger als man vermuten würde. Von denen 
habe auch ich immer wieder Werbebriefe erhalten. Wanderten alle in die 
Tonne. Wenn ich schon "Genussrechte" lese ...

von Timm T. (Gast)


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Jens Martin schrieb:
> Wer in der U-Bahn wirbt dem gebe ich kein Geld.

Bei welcher Bank hast Du dann ein Konto?

g. c. schrieb:
> Wenn ich schon "Genussrechte" lese

Was ist an Genussrechten jetzt falsch? Es gibt Höfe, die geben 
Genussrechte aus, Imkereien, also Kleinbetriebe, die für 
Neuinvestitionen Geld benötigen und dafür die Investoren am Betrieb 
beteiligen.

Bei dieser Art Genussrechten stehen reale Investitionen hinter dem Geld. 
Der Traktor, die Honigschleuder, das Windrad lösen sich nicht einfach in 
Luft auf.

Dagegen bauen wir auf ein Finanzsystem, das aus 2 Eur Einlage aus dem 
Nichts 100 Eur schafft, und glauben, dass das gutgeht. Und wenn es nicht 
gutgeht, wird der blöde Steuerzahler es schon richten.

Ich habe den Eindruck, dass sich Prokon mit seinem 8 oder 6% 
Renditeversprechen etwas übernommen hat. Was aber nichts daran ändert, 
dass hier ein Unternehmen systematisch kaputtgeschrieben wird. 
Erbärmlich, wie sich die Schreiberlinge sämtlicher Presse hier 
instrumentalisieren lassen.

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Die Gier ist grenzenlos...
Der "normale" Weg: man hat eine Geschäftsidee. Und will damit Geld 
verdienen. Ist ja erst mal nicht schlecht. Dann muss man schauen, ob man 
damit tatsächlich Geld verdienen kann.
Da gibts 4 Möglichkeiten:
1. nein
2. vielleicht
3. wahrscheinlich
4. auf jeden Fall

Genau weiss man es vorher nie (ausser nein, das weiss man meist schon). 
Will man jetzt von anderen Geld, um das umzusetzen, muss man Modelle 
entwerfen, um die Anleger zu überzeugen. Ist sachlich nichts da, hilft 
nur noch deutliches Gewinnversprechen, um die Dummen zu fangen. Klar 
zahlt man auch mal einen Risikoaufschlag, aber wenn das 4fache des 
marktüblichen Zinses versprochen wird, weiss man, dass alle offiziellen 
Geldgeber müde abgewunken haben. Kommt immer wieder mal. Palmöl, Öl aus 
Abfällen, Tropenholz usw.
Wenn die für ihren Kram das Geld für 3% bekommen hätten, wwären sie 
nicht auf ihre 8%-Werbetour gegangen. Zu Verschenken haben selbst echte 
Gutmenschen auf Dauer nichts.
Äusserst dreist der Ballon, jetzt auch die Leute zu erpressen, wenn sie 
versuchen, ihre fälligen Zinsen einzufordern. Nur, um das System noch 
ein paar Monate weiterlaufen zu lassen ...
Ist aber nichts neues, funktioniert immer wieder, wenn die Dollarzeichen 
in den Augen blitzen.

von G. C. (_agp_)


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Timm Thaler schrieb:
> g. c. schrieb:
>> Wenn ich schon "Genussrechte" lese
>
> Was ist an Genussrechten jetzt falsch? Es gibt Höfe, die geben
> Genussrechte aus, Imkereien, also Kleinbetriebe, die für
> Neuinvestitionen Geld benötigen und dafür die Investoren am Betrieb
> beteiligen.
>
> Bei dieser Art Genussrechten stehen reale Investitionen hinter dem Geld.
> Der Traktor, die Honigschleuder, das Windrad lösen sich nicht einfach in
> Luft auf.

Beim Kleinbetrieb mag das stimmen und ist vielleicht noch überschaubar. 
Bei den Großen ist es das aber nicht. Das zeigt doch der aktuelle Fall. 
Vor diesem Anbieter wird schon lange gewarnt.

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/zwischen-aktie-und-anleihe-genussrechte-locken-mit-hohen-renditen-12562992.html

In einer Nullzinsphase hohe Renditeversprechen von 10%? Wo soll das Geld 
herkommen?

> Dagegen bauen wir auf ein Finanzsystem, das aus 2 Eur Einlage aus dem
> Nichts 100 Eur schafft, und glauben, dass das gutgeht. Und wenn es nicht
> gutgeht, wird der blöde Steuerzahler es schon richten.

Und Genussscheine sind da anders? Was sind die Papierchen denn Wert 
wenn's eng wird oder kracht?

Zitat aus Wikipedia
"Genussrecht ist ein juristischer Begriff aus dem deutschen Schuldrecht. 
Ein Genussschein ist eine Anlageform, die z. B. Rechte am Reingewinn 
einer Gesellschaft übergibt. Das Stimmrecht ist dabei immer 
ausgeschlossen. Die Rendite ist oft recht hoch, bei einer Insolvenz oder 
einer Liquidation erfolgt die Rückzahlung der Einlage des 
Genussscheininhabers aber erst nach vollständiger Befriedigung aller 
anderen Gläubiger. Der Totalverlust der Einlage ist also möglich."

> Ich habe den Eindruck, dass sich Prokon mit seinem 8 oder 6%
> Renditeversprechen etwas übernommen hat.

Etwas?

> Was aber nichts daran ändert,
> dass hier ein Unternehmen systematisch kaputtgeschrieben wird.
> Erbärmlich, wie sich die Schreiberlinge sämtlicher Presse hier
> instrumentalisieren lassen.

Kann man auch anders herum sehen. Eine solide Anlage kann keiner so 
leicht "kaputtschreiben". Einen aufgebauschten Wackelkandidaten trifft 
es halt früher oder später.

von Timm T. (Gast)


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g. c. schrieb:
> Eine solide Anlage kann keiner so
> leicht "kaputtschreiben".

Man hat sich ja auch über 7 Jahre redlich bemüht.

von G. C. (_agp_)


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Timm Thaler schrieb:
> g. c. schrieb:
>> Eine solide Anlage kann keiner so
>> leicht "kaputtschreiben".
>
> Man hat sich ja auch über 7 Jahre redlich bemüht.

Klingt aber ein wenig nach Verschwörung.

;)

von B. O. (t_65)


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g. c. schrieb:
> Kann man auch anders herum sehen. Eine solide Anlage kann keiner so
> leicht "kaputtschreiben". Einen aufgebauschten Wackelkandidaten trifft
> es halt früher oder später.

So ist es.
Und da Prokon für die "gute grüne Energie" tätig war, habe einerseits 
die Öko-Gutmenschen und andererseits die Gierhälse (6% / 8% Rendite) ihr 
Geld immer weiter 'reingepumpt. Da hält sich so ein Abzockunternehmen 
eben etwas länger. Es sind wohl nicht allein die bösen EVUs, die die 
Leute Besche...en.

von Jens M. (Gast)


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H.Joachim Seifert schrieb:
> Wenn die für ihren Kram das Geld für 3% bekommen hätten, wwären sie
> nicht auf ihre 8%-Werbetour gegangen.

Natürlich nicht, aber eine Bank hätte ihnen gar kein Geld gegeben da 
keine (oder nicht ausreichend) Sicherheiten vorhanden sind.

8% als nachrangige Venture Beteiligung ohne Stimmrecht und 
Handelsmöglichkeit ist extrem ungünstig. Das sammelt man nur ein wenn 
gleichzeitig auf die Öko-Tränendrüse oder ähnliches gedrückt wird.

Da macht es aber keinen Sinn da die Windkraft vorhanden, großtechnisch 
genutzt und auch so finanziert wird.


Timm Thaler schrieb:
> Bei welcher Bank hast Du dann ein Konto?

Bei keiner, bin bei der Sparkasse ;-)

Timm Thaler schrieb:
> Ich habe den Eindruck, dass sich Prokon mit seinem 8 oder 6%
> Renditeversprechen etwas übernommen hat.

Der "Eindruck" scheint mir durch Presseberichte zu entstehen, mein 
Eindruck ist das die ganze choose unseriös ist.

Dieser Eindruck entsteht bei mir nicht durch die Verdummungsjournaille 
(die lese ich sowieso nicht die drei Nachrichten die 100 Anzeigenportale 
kopieren bekomme ich auch so mit) sondern durch das lesen der 
Verlautbarungen des Emittenden.

> Was aber nichts daran ändert,
> dass hier ein Unternehmen systematisch kaputtgeschrieben wird.
> Erbärmlich, wie sich die Schreiberlinge sämtlicher Presse hier
> instrumentalisieren lassen.

Sorry, aber das ist ein sinnloser emotionaler Allgemeinplatz. Er dichtet 
den Presseorganen Fähigkeiten an die Sie schlicht nicht haben. Plausibel 
ist er für jene die nicht in der Lage sind selbst zu denken. Er kommt im 
übrigen immer wenn jemandem die Nachrichtenlage nicht passt. Zu Zeiten 
des Neuen Marktes war das eine endlose Litanei weil die Herdentiere 
nicht auf Warnungen hören wollten.

Seitdem haben Sie nix gelernt, es scheint sinnlos zu sein da gegen 
anzuschreiben.

Ich kann es auch kürzer Formulieren, so blöd wie die Leser ist nicht mal 
die Journaille.

von Max B. (bittesehr)


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H.Joachim Seifert schrieb:
> Wenn die für ihren Kram das Geld für 3% bekommen hätten, wwären sie
> nicht auf ihre 8%-Werbetour gegangen. Zu Verschenken haben selbst echte
> Gutmenschen auf Dauer nichts.

Vielleicht will Prokon bankenunabhängig bleiben. Warum nicht?

g. c. schrieb:
> Und Genussscheine sind da anders? Was sind die Papierchen denn Wert
> wenn's eng wird oder kracht?

Wenn es kracht nichts mehr. Wenn es kracht sind auch Aktien, 
GmbH-Anteile, Anleihen und sogar das eigene Leben futsch. Das kann ganz 
schnell gehen. Aber ohne Risiko...

Marek Walther schrieb:
> Insgesamt war das alles ganz nett und
> 8% mit halbjährlicher Auszahlung können einem schon mal den Mund wässrig
> machen.

8% und Gier? Banken und Eure Arbeitgeber wollen 25% und mehr machen - 
auf Eure Kosten - das regt Euch seltsamerweise nicht so auf.

Wenn ich mir das alles durchlese wird mir klar, warum wir Deutschen mit 
die ärmsten in Europa sind. Obwohl wir so fleißig und erfinderisch sind, 
beziehungsweise es in der Vergangenheit gewesen sind.

von Timm T. (Gast)


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Jens Martin schrieb:
> Er dichtet
> den Presseorganen Fähigkeiten an die Sie schlicht nicht haben.

Komisch, bei Wulff hat die Presse angeblich diese Fähigkeiten, bei 
Prokon nicht?

Jens Martin schrieb:
> Bei keiner, bin bei der Sparkasse

Kündigen! Die haben schon schon in der U-Bahn geworben.

von Jens M. (Gast)


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Timm Thaler schrieb:
> Komisch, bei Wulff hat die Presse angeblich diese Fähigkeiten, bei
> Prokon nicht?

Welcher Wulff? Die Figur der vor dem Gauckler den Posten hatte und 
wenigsten ncit die schlimmsten Katastrophen unterzeichnet hatte. Hat 
deine Verblödungspresse das eigentlich hinreichend klargestellt das es 
nicht um ein paar dämliche Übernachtungen ging als Sie ihn fertig 
machten?

Was hat zudem das Pressetheater mit der Verblödung der Leser in Sachen 
Finanzanlagen zu tun.



>
> Jens Martin schrieb:
>> Bei keiner, bin bei der Sparkasse
>
> Kündigen! Die haben schon schon in der U-Bahn geworben.

Es ging mir nicht um ein Konto sondern um eine Beteiligung bzw. Anleihe.

Max Bittesehr schrieb:
> warum wir Deutschen mit
> die ärmsten in Europa sind.

Wer so blöd ist sich die Butter vom Brot nehmen zu lassen und einen 
hirnlosen Hosenanzug der nichts als Sprechblasen absondert wiederwählt 
hat es auch nicht anders verdient.

Aber das ist noch mehr Mikrocontroller off opic als die verarsche bei 
Prokon.

von Fatal E. (Firma: Fatal Error) (fatalerror)


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> warum wir Deutschen mit die ärmsten in Europa sind.

Dann wollen wir mal hoffen, daß Rumänien und Bulgarien ihre 
Restriktionen gegen die Armutseinwanderung Deutscher nicht verschärfen.

von G. C. (_agp_)


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Max Bittesehr schrieb:
> g. c. schrieb:
>> Und Genussscheine sind da anders? Was sind die Papierchen denn Wert
>> wenn's eng wird oder kracht?
>
> Wenn es kracht nichts mehr. Wenn es kracht sind auch Aktien,
> GmbH-Anteile, Anleihen und sogar das eigene Leben futsch. Das kann ganz
> schnell gehen. Aber ohne Risiko...

Die Risiken sind aber nicht alle gleichverteilt und wenn man sich so 
machen "pösen Artikel" durchliest ...

http://www.welt.de/wirtschaft/article123771773/Drohende-Prokon-Insolvenz-so-ernst-ist-die-Lage.html

scheint's bei denen eng zu werden.

Auch haben die auffällig viele Postwurfsendungen verschickt (habe 
etliche davon genervt weggeschmissen). Die waren auch nicht auf 
Billigpapier gedruckt und meistens recht umfangreich. Das alles muss 
einen haufen Geld gekostet haben.

von A. B. (funky)


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Mich hat das schon länger gewundert. Schon vor Jahren gabs da kritische 
Berichte an jeder Strassenecke zu lesen. In Hamburg aber haben die 
munter weiter Werbungen in den U-Bahnen plaziert und weiter 8% Rendite 
versprochen, was in den Berichten jedoch schon auseinandergenommen und 
als Wölkchenbauen entlarvt worden war

von Jens M. (Gast)


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Von einem anderen Graumarkt-platz-

...

Rechtliche Bewertung:

Der Emissionsprospekt der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West legt 
offen dar, das neue Leipzig-West-Anleihen aufgelegt wurden, um hieraus 
fällige Inhaberteilschuld-verschreibungen auszuzahlen.

Eine hochriskante Anlage.

...

Ca.20.000 bis  30.000 Anleger sind um etwa 300 Mio. EUR geschädigt 
worden.

Problematisch ist die viel zu niedrige *Eigenkapitalquote* des 
Unternehmens von nur 2,5 %.

http://www.rechtsanwalt-thieler.de/index.php?id=343&tx_ttnews[tt_news]=413&tx_ttnews[backPid]=257&cHash=51c3b2adf7


Wie sich die Bilder doch gleichen. So rein technisch treffen beide 
ziemlich genau die Grauzone zwischen Anlegerverarsche und strafbarem 
Betrug. Realwerte müssen vorhanden sein um die Spielräume beim 
einkassieren auszunutzen. Die Intention des Betrügers in Personalunion 
mit dem an dramatischen Umständen gescheiterten ehrbaren Kaufmann ist 
mangels rechtssicherer telepathischer Untersuchungsmethoden nicht 
nachweisbar, ergo geht er straffrei aus.

Die gleichnamige Vertriebsorganisation ist übrigens rechtlich getrennt. 
Genussscheine (= ScheinBarer Genuss) gibt es für die komischerweise 
nicht.

von Uhu U. (uhu)


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Timm Thaler schrieb:
> Bei dieser Art Genussrechten stehen reale Investitionen hinter dem Geld.
> Der Traktor, die Honigschleuder, das Windrad lösen sich nicht einfach in
> Luft auf.

Nur daß die Genußscheininhaber den letzten Rang auf der Gläubigerliste 
haben, wenn das Gebilde zusammenbricht - sie gehen also mehr oder 
weniger leer aus.

von Jens M. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Nur daß die Genußscheininhaber den letzten Rang auf der Gläubigerliste
> haben, wenn das Gebilde zusammenbricht - sie gehen also mehr oder
> weniger leer aus.

Es gibt aber durchaus Firmen die seriös handeln und die Papierchen zur 
Finanzierung von diesem und jenen verwenden ohne mit dem 
Bankstergesindel verhandeln zu müssen.

Es macht Sinn sich das Geld bei den Sparern zu holen statt einen 
Vermittler dazwischenzuschalten. Dieser hält die Hand auf und ist meist 
mit allen Wassern gewaschen. Das Ausfallrisiko ist dafür im Zins 
eingepreist.

Eine solide Sache, sie abzuschaffen hieße den Bankstern ein Monopol zu 
verschaffen und wer will das heutzutage?

Wenn aber jemand von Wind inner Genossenschaft labert aber keine gründet 
sondern die Vertriebsprovisionen über eine namensgleiche Gesellschaft 
einsackt, ja wenn jemand so etwas macht dann Frage ich wie blöd meine 
Mitmenschen sind das Sie solch simple Konstruktion nicht durchschauen.

Meiner Meinung nach konsumieren Sie zu viel Verblödungsmedien die der 
ideologischen Massentierhaltung dienen und die bei Begriffen wie 
Aufklärung, Redlichkeit oder gar Anstand anfangen ein Wörterbuch zu 
suchen.


Übrigens: Selbst bei "Finanzdienstleistern" gibt es seriöse Unternehmen 
man muss nur eines kennen, das weiß man aber erst wenn es knallt.

Auch sind Sparguthaben für das derzeitige Risiko sehr schlecht verzinst.

von Uhu U. (uhu)


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Jens Martin schrieb:
> Es gibt aber durchaus Firmen die seriös handeln und die Papierchen zur
> Finanzierung von diesem und jenen verwenden

Voraussetzung ist, daß seriös gewirtschaftet wird und keine 
Liquiditätsenpässe auftreten. Das verträgt sich nicht mit 
Renditeversprechen, die nicht auf Dauer einzuhalten sind.

von Jens M. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Voraussetzung ist, daß seriös gewirtschaftet wird und keine
> Liquiditätsenpässe auftreten. Das verträgt sich nicht mit
> Renditeversprechen, die nicht auf Dauer einzuhalten sind.

Na dann reden wir mal Klartext (zu später Stunde).

Warum sollte jemand der die Fähigkeiten besitzt große Projekte zu 
initiieren dir etwas abgeben wollen?

Warum? Sag mir einen Grund.

Er sieht dich als Ameise die auf dem Erdball herumkriecht um ihm zu 
dienen.

And crawling, on the planets face, some insects, called the human race, 
Lost in time, and lost in space and meaning.

Nochmal: Warum sollte er dir etwas abgeben? Du hast nichts drauf außer 
ein paar Spießersprüchen die wie zufällig deiner Weltordnung dienen und 
ansonsten bist du (wie alle Schafe die sich täglich TV und Mainstream 
reinziehen) ein Nacktlemming (alter Neuer Markt Spruch) der geschoren 
mit der Herde über die Klippe springt.

Hinterher sind alle schlauer, das ist nicht schwer.

von Uhu U. (uhu)


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Jens Martin schrieb:
> Warum? Sag mir einen Grund.

Daß er das erforderliche Kapital nicht hat - ganz simpel.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Jens Martin schrieb:
> And crawling, on the planets face, some insects, called the human race,
> Lost in time, and lost in space and meaning.

Gut, die Jungs von der Rocky Horror Picture Show haben sich ja auch am 
Schluss mit ihrem Schloss wieder in die Weiten des Weltalls aufgemacht 
(Eine anständige Mahlzeit hatten sie ja auch, hehehe), Prokon tut nun 
einfach das gleiche.
'It's astounding, Time is fleeting, Madness takes its Turn'

Man kann zumindest sicher sein, das die Leute hinter dem Spielchen nicht 
Hunger leiden mussten und sich die ganze Zeit anständige Gehälter 
gezahlt haben.
Wie war das mit Cargolifter? Revolutionäres Transportmittel, um die 
Weltwirtschaft zu verbessern? Fördergelder aus allen Töpfen, die 
erreichbar waren? Technische Machbarkeit war doch nicht wichtig.
Die gleiche Nummer läuft übrignes seit Jahrzehnten in der Autobranche - 
Fördergelder für jeden Mist, auf dem 'alternativer Antrieb' draufsteht.

von Hannes L. (hannes)


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Matthias Sch. schrieb:
> Man kann zumindest sicher sein, das die Leute hinter dem Spielchen nicht
> Hunger leiden mussten und sich die ganze Zeit anständige Gehälter
> gezahlt haben.

Sicher kann man da auch bei allen Infrastruktur-Ver(/ent)sorgern, 
Geldinstituten, Kranken/Renten- und anderen Versicherungen sein, und 
auch auch bei allen Anderen, denen man alternativlos ausgeliefert ist.

Ob Prokon mit guten Absichten gestartet hatte oder von vornherein als 
Pyramide geplant war, lässt sich heute sicher nicht mehr feststellen. 
Sicher ist aber, dass deren Windmühlen nicht einfach abgerissen werden, 
sondern von den großen Energie-Riesen für'n Appel und'n Ei übernommen 
werden. Wobei sich aber auch langsam die Frage stellt, wie sinnvoll 
regenerative Energieerzeugung ohne Speichermöglichkeit ist. Denn das 
Elektro-Netz ist und wird kein Speicher.

...

von Uhu U. (uhu)


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Hannes Lux schrieb:
> Denn das Elektro-Netz ist und wird kein Speicher.

Das Gasnetz schon...

von Hannes L. (hannes)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Das Gasnetz schon...

Auch nur bedingt. Also Tag/Nacht ja, für Sommer/Winter reicht es wohl 
nicht.

Windmühlen und Fotovoltaik erzeugen aber kein Gas, sondern 
Elektroenergie. Bei Umwandlung in Gas sinkt der Gesamtwirkungsgrad 
derart, dass es sich trotz Subventionen nicht mehr rechnet.

...

von Uhu U. (uhu)


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Hannes Lux schrieb:
> Windmühlen und Fotovoltaik erzeugen aber kein Gas, sondern
> Elektroenergie. Bei Umwandlung in Gas sinkt der Gesamtwirkungsgrad
> derart, dass es sich trotz Subventionen nicht mehr rechnet.

Einen Speicher mit 100% Wirkungsgrad wird es nie geben und überschüssige 
Energie aus Fotovoltaik und Windkraftanlagen in solche Speicher 
einzuspeisen, ist immer noch schlauer, als die Anlagen mangels Nachfrage 
einfach abzuschalten.

von Timm T. (Gast)


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Hannes Lux schrieb:
> Also Tag/Nacht ja, für Sommer/Winter reicht es wohl
> nicht.

40 Tage bei voller Windlast und 5% Ausnutzung. Daten zur Berechnung 
findest Du bei Wikipedia.

Hannes Lux schrieb:
> Bei Umwandlung in Gas sinkt der Gesamtwirkungsgrad
> derart

70 bis 80% sind für die Elektrolyse möglich, eventuell kann man die 
Abwärme noch nutzen.

Und wir betreiben Kohlekraftwerke mit 40% Wirkungsgrad.

von Hannes L. (hannes)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Einen Speicher mit 100% Wirkungsgrad wird es nie geben

Das musst Du mir nicht erzählen, da gehe man lieber zu den BWLern.

Timm Thaler schrieb:
> 70 bis 80% sind für die Elektrolyse möglich,

Dann hat man aber erst Wasserstoff, ins Gasnetz gehört aber Methan. Da 
ist also ein weiterer Schritt nötig, der natürlich einen weiteren 
Wirkungsgrad hat.

Und wenn man sieht, wie zickig sich die Gasnetzbetreiber schon bei den 
Biogasanlagen haben, was die alles für Gründe finden, das momentan 
erzeugte Gas gerade jetzt nicht abnehmen zu können, dann sollte man die 
Möglichkeit, Windstrom ins Gasnetz zu pumpen, ganz schnell vergessen. 
Wer an Windstrom und Solarstrom Geld verdienen will, der soll auch in 
die Speichertechnik investieren, damit er gut bezahlte 
Spitzenlast-Energie verkaufen kann. Das wird aber die Lobby der 
Energie-Großkonzerne niemals zulassen.

Solange Infrastruktur in krimineller Hand ist, wird sich Vernunft nicht 
durchsetzen.

...

von Timm T. (Gast)


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Hannes Lux schrieb:
> Dann hat man aber erst Wasserstoff, ins Gasnetz gehört aber Methan.

Sagt wer? Bis 5% Wasserstoff im Gasnetz geht, darüber macht der sich 
davon. Aber egal, Methansynthese ist schon seit 100 Jahren bekannt, hat 
nur bisher niemand gebraucht.

von Uhu U. (uhu)


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Prokon hat laut Deutschlandfunk Insolvenz angemeldet.

von Hannes J. (pnuebergang)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Prokon hat laut Deutschlandfunk Insolvenz angemeldet.

Spon hat die Meldung ebenfalls

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/windparkfinanzierer-prokon-meldet-insolvenz-an-a-945019.html

von Hannes L. (hannes)


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Der MDR hat da gestern auch drüber berichtet.

...

von Jens M. (Gast)


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Hannes Lux schrieb:
> Der MDR hat da gestern auch drüber berichtet.


Wenn solche "Investmensts" in den Mainstream Medien auftauchen ist meist 
alles gelaufen, sind Sie im Staatsfunk ist alles zu spät.

Die nächste Stufe ist dann oft die "Sammelklage". Mein kleines 
Wörterbuch definiert diese wie folgt:

Ein Verfahren bei dem der Initiator sein Honorar bei vielen geschädigten 
einsammelt.


Die Liste der Prokon "Genossen" ist übrigens Gold Wert. So viele 
qualifizierte Adressen von Einfaltspinseln und Ahnungslosen findet die 
"jeden Tag steht ein Depp, auf man muss ihn nur finden" Branche wohl 
selten.

Wem das zu hart klingt hier eine kleine Analogie aus dem Tierreich. Der 
Finanzmarkt ist ein Haifischbecken, im grauen Markt schwimmen auch noch 
jede Menge Piranhas herum. Das geht da obwohl das eine Salz- und das 
andere Süßwasser Raubfische sind.

Wer da nicht als Beute rumpaddeln will muss sich informieren. Abseits 
der Hochglanzprospekte und der Jubelperser. Gerade der Staatsfunk hat 
z.B. beim neuen Markt selbst offenkundige Betrügereien mitgemacht und 
gedeckt. Die ARD/ZDF/etc. "Berichterstattung" haben sogar Max Mustermann 
und Lieschen Müller live zu spüren bekommen.

Seriöse Unternehmungen gibt es zu Hauf, nur inserieren die eben gerade 
nicht in der U-Bahn. Unter anderem weil Sie die Klientel die darauf 
anspringt nicht haben wollen.

von Timm T. (Gast)


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Jens Martin schrieb:
> Unter anderem weil Sie die Klientel die darauf
> anspringt nicht haben wollen.

Dummes, arrogantes Gewäsch. Die "Klientel" ist den Banken immer noch gut 
genug, dass sie aus 2 Eur Sparguthaben 100 Eur Spielgeld generieren 
können. Das ist natürlich ein viel seriöseres Geschäftsmodell.

von Michael .. (thing)


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Jens Martin schrieb:
> Seriöse Unternehmungen gibt es zu Hauf

Nenn mir eine!
Jedes Unternehmen hat doch mehr oder weniger Dreck am Stecken
wenn es um da um Geld geht. Und nur, weil da der eine oder
andere noch nicht auffällig wurde, heißt das nicht das man
dort eine weiße Weste hat. Der Dreck ist bloß noch nicht
publik geworden.

von Uhu U. (uhu)


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Timm Thaler schrieb:
> Die "Klientel" ist den Banken immer noch gut
> genug, dass sie aus 2 Eur Sparguthaben 100 Eur Spielgeld generieren
> können. Das ist natürlich ein viel seriöseres Geschäftsmodell.

Wie war das mit Jupiter und den Ochsen?

Der Unterschied zwischen Prokon und einer Bank ist eben, daß letztere 
sowas ganz legal macht.

von Hannes L. (hannes)


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Michael ... schrieb:
> Jedes Unternehmen hat doch mehr oder weniger Dreck am Stecken
> wenn es um da um Geld geht.

Jou, das ist doch aber ganz normal. Geld verdirbt nunmal den Charakter.

...

von Marek W. (ma_wa)


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Also ich finde die Konstellation jetzt hochspannend.

-> Prokon hat keine Schulden, weder bei Banken Lieferanten oder den 
Sozialkassen (nach eigenen Angaben)

-> Die Genussrechtsinhaber gelten als Anteilseigner und damit als 
"stiller" Teilhaber

-> Prokon hat mit den Windparks und andere Investments Werte

Was ich jetzt als spannend betrachte, ist die Rolle der Genussrechte, da 
die einzigen Forderungen durch die Kündigungen entstehen. Hierbei ist 
die Frage, ob Prokon diesen Forderungen nachkommen muss, wenn das Geld 
dafür nicht da ist. Den die Genussrechteinhaber haften mit ihrer vollen 
Einlage, können also alles verlieren. Besonders spannend ist die 
Situation bei den gekündigten Genussrechten.

Wikipedia meint dazu:

"Wesentliches Merkmal von Genussrechten ist die Verlustbeteiligung. 
Diese Verlustbeteiligung dient gleichzeitig als Abgrenzungskriterium zu 
anderen Beteiligungsformen wie bspw. einem partiarischen Darlehen. Die 
Verlustbeteiligung regelt, wie ein etwaiger 
Jahresfehlbetrag/Bilanzverlust von dem Genussrechtskapital zu tragen 
ist. Sofern das Unternehmen einen Jahresfehlbetrag in einem 
Geschäftsjahr erwirtschaftet oder einen Bilanzverlust ausweist, nimmt 
das Genussrechtskapital an diesem Verlust bedingungsgemäß teil, zumeist 
im gleichen Verhältnis wie das gesamte verlusttragende haftende 
Eigenkapital. Der so ermittelte Verlustanteil wird von dem in der Bilanz 
ausgewiesenen Genussrechtskapital abgezogen. Sofern in den Folgejahren 
positive Jahresergebnisse erwirtschaftet werden, sind diese regelmäßig 
zunächst zur Wiederauffüllung der Rückzahlungsansprüche des 
Genussrechtskapitals bzw. des Buchwertes zu verwenden. Sofern nach einer 
Verlustbeteiligung die Gewinne der Folgejahre nicht ausreichen, um den 
von dem Genussrechtskapital zu tragenden Verlustanteil 
auszugleichen/wiederaufzufüllen, so bekommt der Anleger/Investor zur 
Endfälligkeit nicht die volle Höhe seines zur Verfügung gestellten 
Kapitals zurück."

Wenn ich das richtig lese, werden die Anteilseigner an den Verlusten 
beteiligt und ggf. in den Folgejahren entschädigt, wenn es wieder besser 
läuft. Aber was ist mit den gekündigten Rechten. Werden die jetzt mit 
Verlusten ausgezahlt, da nicht genug Geld für alle Forderungen da ist 
und haben die nicht gekündigten Anteilseigner damit die Chance ggf. in 
den nächsten Jahren wieder mehr Geld zu sehen?

Da es im Grunde keine wirklichen Forderungen gibt, die erfüllt werden 
müssen, muss Prokon nur für eine Liquidität für den Geschäftsbetrieb 
sorgen. Das Risiko tragen dann die Anteilseigner als stille Teilhaber. 
Da Prokon Werte besitzt und die Windparks sicher auch Umsatz generieren, 
müssen sicherlich nur wenige Werte zur Aufrechterhaltung des 
Geschäftsbetriebes verkauft werden.

Wenn das wirklich so kommt, hat die Geschäftsführung es geschafft allen 
den Mittelfinger zu zeigen. Den Banken, den Politikern, den Anlegern und 
den Anlegerschützern. Das wäre hier in Deutschland in diesem Ausmaß dann 
sicherlich eine einmalige Situation.

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Davon abgesehen, passt der Abgang von Prokon doch propagandistisch 
wunderbar in die Srtategie der neuen Bundesregierung, die da lautet 
"Bremsen" (sprich: Zurückdrängen) der erneuerbaren Energien. Da feiert 
die Energie-Lobby doch wahre Jubelfeste ...

von B. O. (t_65)


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Frank Esselbach schrieb:
> Davon abgesehen, passt der Abgang von Prokon doch propagandistisch
> wunderbar in die Srtategie der neuen Bundesregierung, die da lautet
> "Bremsen" (sprich: Zurückdrängen) der erneuerbaren Energien. Da feiert
> die Energie-Lobby doch wahre Jubelfeste ...

Ich sehe das anders:
es beweist, dass Verbrecher hier mit Rückendeckung der Bundesregierung 
all die grünen Gutmenschen, die der Ideologie des "grünen Stromes" auf 
den Leim gekrochen sind, um ihr Erspartes erleichtert haben.

Die "Energie-Lobby" besteht mittlerweile weitestgehend aus 
"Öko-Lobbyisten". Die bislang so verteufelten Stromkonzerne werden von 
der Regierung geschröpft und beschnitten wo es nur geht, was bisher auch 
zehntausende Arbeitsplätze gekostet hat.

Verbrecher gibt es überall, man sollte nicht die Augen zumachen, nur 
weil es um die "guten" Windräder geht.

- meine Meinung -

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Hannes Lux schrieb:
> Michael ... schrieb:
>> Jedes Unternehmen hat doch mehr oder weniger Dreck am Stecken
>> wenn es um da um Geld geht.

Nana - es gibt auch seriös wirtschaftende und handelnde Unternehmen.

Wie uns bspw. :-)

> Jou, das ist doch aber ganz normal. Geld verdirbt nunmal den Charakter.

Nicht bei allen.
Das ist die Frage, die ich mir immer stelle:

Sind Menschen monetär erfolgreich, weil sie charakterlich entsprechend 
verdorben sind, oder verdirbt erst das Geld deren Charakter?

10% Rendite sind durchaus seriös machbar, aber nur für kleine 
Unternehmen und auch nur dann, wenn das Geld nicht abgezogen wird und es 
keinerlei Kredite zu bedienen gibt.

Ich habe dieses Gewinnwachstum jetzt schon seit Jahren. Natürlich 
startete das auf niedrigem Niveau, aber die Kurve ist nicht flacher 
geworden und hat sich auch 2009 nicht von der Krise beeindrucken lassen 
(dank Diversifizierung der Zielgruppen). Man kann auch als 
2-Mann-Garagenunternehmen (ok, mittlerweile mit Produktionshalle) im 
unteren bis mittleren sechsstelligen Bereich agieren. Meine Devise ist: 
langsam und gemütlich wachsen. Gewinne zum Teil reinvestieren. Keine 
Schulden. Dann bleibt Zeit, die Prozesse anzupassen und man schläft wie 
ein Baby :-)
Liegt sicherlich auch daran, dass Geld nicht mein beweggrund für die 
Unternehmensgründung war.

Wer bei Prokon einstieg, musste sich darüber im Klaren sein, dass da 
etwas nicht stimmen kann. Viel Gewinn, viel Risiko - das war schon immer 
so.

Und bevor Anfragen kommen: Nein, wir geben keine Genussscheine raus ;-)

von Timm T. (Gast)


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B. Obachter schrieb:
> es beweist, dass Verbrecher hier mit Rückendeckung der Bundesregierung
> all die grünen Gutmenschen, die der Ideologie des "grünen Stromes" auf
> den Leim gekrochen sind, um ihr Erspartes erleichtert haben.

Dann erkläre doch bitte mal, was das "Verbrechen" bei Prokon ist?

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Chris D. schrieb:
> Keine Schulden. Dann bleibt Zeit, die Prozesse anzupassen und man schläft
> wie ein Baby :-)

Keine Schulden und man ist niemandem was SCHULDIG.
Und wenn dann das Geschäft doch einmal schlechter gehen sollte, kann man 
ruhigen Gewissens auch mal einen Monat Urlaub machen - ohne gleich wegen 
Ausfall von Zinszahlungen von der Bank an die Wand gedrückt zu werden.

Jeder der Schulden hat, hat ist Verpflichtung eingegangen diese wieder 
zurück zu zahlen. Meist vorgezogener Konsum. Nur dass man nicht nur dann 
das Gerät sondern auch noch obendrein die Zinsen zahlen muss und somit 
noch mehr Geld ausgibt, das verstehen wohl nur die wenigsten.
Denn von jedem gesparten Euro Zinszahlung kann man etwas kaufen, was 
andere nicht können.

Sei es der neueste Flachbildschirm - der in 2 Jahren auch wieder alt ist 
oder das Haus - das anstatt 200KEur mit Zinsen 400KEur kostet - und nach 
30 Jahren mehr oder weniger eine Ruine darstellt weil man kein Geld für 
anständige Wartung hat.

Weiter so Chris!

von B. O. (t_65)


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Timm Thaler schrieb:
> Dann erkläre doch bitte mal, was das "Verbrechen" bei Prokon ist?

Ein Schneeballsystem, das von Anfang an dazu bestimmt war, maximal Geld 
aus der Sache zu ziehen, möglichst viele Anleger nur mit Genussrechten 
abzuspeisen und die Insolvenz war vorbestimmt und absehbar.

Das ist so illegal wie nur möglich.
Da das Unternehmen grün angestrichen war, sind eben viele 
"Öko-Gutmenschen" blindlings darauf hereingefallen.
Was grün=gut ist KANN ja nichts schlimmes im Schilde führen.
;-)

von Jens M. (Gast)


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Timm Thaler schrieb:
>> Unter anderem weil Sie die Klientel die darauf
>> anspringt nicht haben wollen.
>
> Dummes, arrogantes Gewäsch.

In der Regel halte ich eine Antwort auf "ad hominen" Phrasen für 
sinnlos. Aus gegebenem Anlass (dem Threadgegenstand) möchte ich darauf 
hinweisen das Äußerungen dieser Art auf genau die mangelhafte 
analytische Trennschärfe zwischen Sachverhalten und persönlichen 
Eigenschaften Hinweisen die Graumarktphänomene wie Prokon erst möglich 
machen.


> Die "Klientel" ist den Banken immer noch gut
> genug, dass sie aus 2 Eur Sparguthaben 100 Eur Spielgeld generieren
> können. Das ist natürlich ein viel seriöseres Geschäftsmodell.

Die örtliche Sparkasse hier warb vor ein paar Jahren mit folgendem, an 
Privatkunden gerichteten Slogan:

"Wenn ihre Bank Sie nicht mehr haben möchte, kommen Sie doch zu uns."
Das war alles andere als grundlos, die Banken brauchen den Sparer nicht 
mehr.

Michael ... schrieb:
> Jens Martin schrieb:
>> Seriöse Unternehmungen gibt es zu Hauf
>
> Nenn mir eine!

Warum, bist du nicht in der Lage Augen und Ohren aufzumachen?

Marek Walther schrieb:
> Also ich finde die Konstellation jetzt hochspannend.
>
> -> Prokon hat keine Schulden, weder bei Banken Lieferanten oder den
> Sozialkassen (nach eigenen Angaben)

Da ich zu faul bin die Eigenkapitalquote des Unternehmens auszurechnen 
kannst du das ja mal machen. Ist der Laden Schuldenfrei beträgt diese 
100%. Es werden aber unter 5% sein, womit der Laden aus Schulden 
besteht.

Ob der Gläubiger eine Bank oder Anleger (auch noch mit kurzfristiger 
Kündigungsmöglichkeit) sind spielt keine Rolle.

Chris D. schrieb:
> Sind Menschen monetär erfolgreich, weil sie charakterlich entsprechend
> verdorben sind, oder verdirbt erst das Geld deren Charakter?

Nach meiner Erfahrung verdirbt Geld nur den Charakter wenn man sowieso 
keinen hat. Bei allen anderen mit Vermögen ist es Mittel zum Zweck. Die 
wollen aber unter keinen Umständen in den Mainstream Merdien genannt 
werden. Dahin zieht es nur Profilneurotiker, Betrüger und Karrieristen 
was die Wahrnehmung der Medienkonsumenten (gewollt) verzerrt.

Marek Walther schrieb:
> Wenn das wirklich so kommt, hat die Geschäftsführung es geschafft allen
> den Mittelfinger zu zeigen.

bei einer Insolvenz ist das Eigenkapital aufgezehrt, die Eigentümer 
gehen leer aus.

Der Spruch dazu lautet übrigens:
Nach der dritten Insolvenz ist jedes Geschäftsmodell tragfähig ;-).

von Uhu U. (uhu)


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Jens Martin schrieb:
> bei einer Insolvenz ist das Eigenkapital aufgezehrt, die Eigentümer
> gehen leer aus.

Nein, Zahlungsunfähigkeit ist das Kriterium.

von Mark B. (markbrandis)


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Timm Thaler schrieb:
> Dann erkläre doch bitte mal, was das "Verbrechen" bei Prokon ist?

Man sammelt Geld von Anlegern ein, verweigert es ihnen aber, vernünftige 
(also testierte) Bilanzen vorzulegen. Das ist hochgradig unseriös.

Marek Walther schrieb:
> -> Prokon hat keine Schulden, weder bei Banken Lieferanten oder den
> Sozialkassen (nach eigenen Angaben)

Wenn sie keine Schulden haben, wie können sie dann insolvent sein?

von Hannes L. (hannes)


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Chris D. schrieb:
> Wie uns bspw. :-)

Das sagen sie alle... ;-)

Aber Spaß beiseite. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn dem Unternehmer 
die Gier fehlt, er also nicht andauernd den Profit optimiert (oder von 
frisch ausgelernten BWLern optimieren lässt), dann kann das schon 
hinkommen. Im Handwerk und Kleingewerbe findet man solche Unternehmen 
noch, ich kenne auch einige.

Doch schaut man genau hin, gibt es da auch diese oder jene Kleinigkeit, 
die nicht ganz koscher ist. Z.B. von der Steuer abgesetzte Spülmaschine, 
Kühlschrank, Kaffeemaschine oder wasauchimmer für den 
Firmen-Aufenthaltsraum, was von Anfang an in der privaten Küche landete, 
diese oder jene kleine Dienstleistung ohne Rechnung, und was sich sonst 
noch alles so eingebürgert hat, weil die Großen (prominenten 
Steuerhinterzieher) und Kleinen (Hartz4er) es ja auch nicht so genau 
nehmen. Wer völlig frei von Schuld ist, der werfe den ersten Stein...

Markus Müller schrieb:
> Meist vorgezogener Konsum.

Richtig, verursacht durch penetrante Werbung, die zum Schwanzvergleich 
animiert. Man muss auch mal nein sagen können. In einem Auto, das auf 
Rädern statt auf Raten fährt, fühle ich mich wohler... ;-)

B. Obachter schrieb:
> Ein Schneeballsystem, das von Anfang an dazu bestimmt war, maximal Geld
> aus der Sache zu ziehen,

So wird es wohl sein. Aber auch Subventionsabschöpfung.

Das sieht man oft bei Unternehmungen mit grünem Anstrich, die ohne 
Subventionen nie gegründet wurden. Da fallen mir einige Biogasanlagen 
ein, die völlig daneben konzipiert sind, daher trotz Subventionen 
Verluste einfahren und immer wieder aufgrund ihrer "Grünheit" gerettet 
werden.

Aber schluss jetzt, ehe es politisch wird.

...

von Paul B. (paul_baumann)


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Hannes schrub:
>Da fallen mir einige Biogasanlagen ein, die völlig daneben konzipiert >sind...

Ja, Biogas-Anlagen sind ein explosives Thema...

Zu den Genussrechten: Die Leute kommen jetzt in den Genuss, ihren Spiel-
einsatz zu verlieren. ...und womit? Mit Recht! Lauter Habichte, die nur
"haben, haben, haben" krächtzen können.
"Wir sind betrogen worden, Jaul, Keuch ,Ächts, Stöhn!"

Nein, ihr habt Euch selbst in die Pfanne gehauen.

MfG Paul

von Uhu U. (uhu)


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Mark Brandis schrieb:
> Wenn sie keine Schulden haben, wie können sie dann insolvent sein?

Eine Firma muß Insolvenz anmelden, wenn sie ihre Rechnungen nicht mehr 
bezahlen kann. Deswegen muß sie noch lange nicht vermögenslos sein.

von (prx) A. K. (prx)


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Mark Brandis schrieb:
> Wenn sie keine Schulden haben, wie können sie dann insolvent sein?

Wenn aufgrund entsprechender Ankündigung alle Investoren gleichzeitig 
geniessen wollen, aber nicht genug Kohle flüssig ist, dann ist Schicht 
im Schacht.

Ist bei einer Bank im Prinzip ähnlich. Wenn ein hinreichend glaubhaftes 
Gerücht aufkommt, dass die Bank <soundso> demnächst koppheister geht, 
dann rennen alle hin und wollen ihr Geld. Spätestens dann ist sie 
wirklich insolvent. Selbst wenn genug Geld da ist - aber beispielsweise 
in Form von Sachvermögen oder Ansprüchen an Dritte.

von Uhu U. (uhu)


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von Jens M. (Gast)


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Hannes Lux schrieb:
> Doch schaut man genau hin, gibt es da auch diese oder jene Kleinigkeit,
> die nicht ganz koscher ist.

Zum Beispiel Zwangs GEZ für jede Niederlassung obwohl da kein 
Radio/TV/Internet PC steht? Oder der Dauerbetrug mit den EU 
Verschiebebahnhöfen?

Oder meinst du nur das Politiker in Deutschland nicht wg. Korruption 
verklagt werden könne und sich diese Mischpoche weigert (als einziges 
Industrieland) entsprechende UN Abkommen umzusetzen?

Vielleicht aber auch nur das ständige Ignorieren von 
Verfassungsgerichtsbeschlüssen oder die Verstöße gegen EU Verträge?

Was davon meinst du?

Uhu Uhuhu schrieb:
> Nein, Zahlungsunfähigkeit ist das Kriterium.

Das stimmt natürlich. Gemeint war das eine Firma erst richtig Pleite ist 
wenn die Schulden ihr Vermögen übersteigen. Das ist unabhängig von der 
Insolvenz aber bei Prokon m.E. ebenfalls der Fall (weil die Kredite 
(nichts anderes sind Genussrechte) eben über den Graumarkt geschöpft 
wurden.

Paul Baumann schrieb:
>>Da fallen mir einige Biogasanlagen ein, die völlig daneben konzipiert

Der ganze nachhaltige Energiesektor ist volkswirtschaftlich eine 
Marktverzerrung. Soll man das ganze deswegen lassen oder lieber die 
Infrastrukturen aufbauen und diese ganzen Kuriosa in Kauf nehmen?

Ich denke das zweite ist richtig. Was von Prokon bleibt sind Windräder 
in hundertschaften . So wie es die Politik beabsichtigt (und natürlich 
die dafür nötigen Steuern im Energiemarkt versteckt).

von Timm T. (Gast)


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Jens Martin schrieb:
> Was von Prokon bleibt sind Windräder
> in hundertschaften . So wie es die Politik beabsichtigt

Nur das diese Widräder sich jetzt andere unter den Nagel reissen, 
während die, die sie über Jahre aufgebaut, und die, die sie finanziert 
haben, in die Röhre gucken...

Ich denke, auch das ist politisch gewollt. Aber es kotzt mich kollosal 
an. Weil wieder einmal Vermögen zu denen verschoben wird, die den Hals 
nicht vollbekommen können.

von Lutz H. (luhe)


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Timm Thaler schrieb:
> Wenns nach den Schreiberlingen geht, ist Prokon schon seit 7 Jahren
> pleite...

Jedes Schneeballsystem ist mal zu Ende,

Und wenn ich Atomstrom ohne Zwangszumischung kaufen könnte, wäre meine 
Stromrechnung auch viel niedriger.
Sollen die Geldgierigen doch die gerechte Strafe erhalten und auch Geld 
verlieren.

von Paul B. (paul_baumann)


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Jens schrub:
>Paul Baumann schrieb:
>>>Da fallen mir einige Biogasanlagen ein, die völlig daneben konzipiert...

Nein, DAS schrieb Paul Baumann nicht -da hat er Hannes zitiert.

;-)
MfG Paul

von Marek W. (ma_wa)


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Mark Brandis schrieb:
> Timm Thaler schrieb:
>> Dann erkläre doch bitte mal, was das "Verbrechen" bei Prokon ist?
>
> Marek Walther schrieb:
>> -> Prokon hat keine Schulden, weder bei Banken Lieferanten oder den
>> Sozialkassen (nach eigenen Angaben)
>
> Wenn sie keine Schulden haben, wie können sie dann insolvent sein?

Weil sie irgendwann ihren Verbindlichkeiten aus dem Geschäftsbetrieb 
nicht mehr nachkommen können. Die Ausszahlung der  Genussrechte gehört 
aber nicht zu solchen Verbindlichkeiten.

B. Obachter schrieb:
> Timm Thaler schrieb:
>> Dann erkläre doch bitte mal, was das "Verbrechen" bei Prokon ist?
>
> Ein Schneeballsystem, das von Anfang an dazu bestimmt war, maximal Geld
> aus der Sache zu ziehen, möglichst viele Anleger nur mit Genussrechten
> abzuspeisen und die Insolvenz war vorbestimmt und absehbar.

Das kannst du auch beweisen?
Prokon hat über die Jahre schon beachtliche Werte geschaffen und ist in 
die Produktion eigener Windkraftanlagen eingestiegen. Diese Werte 
mussten wohl irgendwie finanziert worden sein. Aber das wird immer gerne 
ausgeblendet, wenn mal wieder ein SPON-Schmierfink etwas von 
Schneeballsystem zusammenkritzeln tut.

A. K. schrieb:
> Wenn aufgrund entsprechender Ankündigung alle Investoren gleichzeitig
> geniessen wollen, aber nicht genug Kohle flüssig ist, dann ist Schicht
> im Schacht.

Nicht unbedingt, hängt stark davon ab, wieviele ihre Anteile kündigen 
wollen.
Wenn 100 Leute 100.000 über Genussrechte finanzieren und nach 2 Jahren 
50 Leute die Notbremse ziehen, weil diesen Rechten nur noch eine Masse 
von 50.000 gegenüber steht, bekommen diese halt 25.000 ausgezahlt. Die 
restlichen 25.000 verbleiben im Investment. und könnten später für die 
restlichen Genussscheinhalter auch wieder 50.000 Wert werden.

Ich denke, dass das auch die Situation bei Prokon ist. Dann wird wohl 
ermittelt werden müssen, wieviel Prokon Wert ist und die gekündigten 
Genussrechte werden anteilig ausgezahlt. Dafür wird Prokon Masse 
verkaufen müssen. Alle die auf die Kündigung bestehen, verlieren jetzt 
Geld, tragen aber keine weiteren Risiken mit. Alle die das Geld bei 
Prokon belassen, tragen weiter das volle Risiko, haben aber auch die 
Möglichkeit später ihr Geld vollumfänglich neben Zinsen wieder heraus zu 
bekommen.

Und das ganze ohne Banken und ohne das die Regierung hier irgendwie 
Druck ausüben könnte. Die Insolvenzanmeldung war wohl notwendig, denn 
alles andere wäre Insolvenzverschleppung. Damit wird dann wohl auch fürs 
Erste die weitere Auszahlung von Genussrechten unterbunden.

Ich finde das alles hochspannend.

von G. C. (_agp_)


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Marek Walther schrieb:
> B. Obachter schrieb:
>> Timm Thaler schrieb:
>>> Dann erkläre doch bitte mal, was das "Verbrechen" bei Prokon ist?
>>
>> Ein Schneeballsystem, das von Anfang an dazu bestimmt war, maximal Geld
>> aus der Sache zu ziehen, möglichst viele Anleger nur mit Genussrechten
>> abzuspeisen und die Insolvenz war vorbestimmt und absehbar.
>
> Das kannst du auch beweisen?
> Prokon hat über die Jahre schon beachtliche Werte geschaffen und ist in
> die Produktion eigener Windkraftanlagen eingestiegen. Diese Werte
> mussten wohl irgendwie finanziert worden sein. Aber das wird immer gerne
> ausgeblendet, wenn mal wieder ein SPON-Schmierfink etwas von
> Schneeballsystem zusammenkritzeln tut.

Kann denn Prokon den Beweis erbringen, dass dem nicht so war, d.h. dass 
sie kein Schneeballsystem gestrickt hatten?

Und selbst wenn sie (mal unterstellt) die Zinsversprechen aus ihrem 
Investment lange Zeit "sauber" (d.h. nicht aus dem Geld der Neukunden) 
bedienen konnten, bleibt doch ein fader Beigeschmack. Denn was heißt das 
eigentlich bzw. woher kommt das Geld für die außerordentlichen 
Zinsversprechen? Doch im Endeffekt vom Stromkunden, d.h. von anderen 
Bürgern denen der Strompreis durch die Decke schießt. Damit hätten wir 
dann ein Umverteilungssystem vom armen Stromkunden (der die Zeche zahlt) 
zum solventen, risikobereiten Anleger, den größtenteils nur die Rendite 
interessiert.

> Ich finde das alles hochspannend.

Jo, mal sehen wie viele ihre Kohle einbüßen.

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Schneeballsystem sind doch das normalste von der ganzen Welt. Das 
Vorbild dafür ist der Staat.

- Der Staat verkauft Staatsanleihen
- Banken kaufen Staatsanleihen
- Dazu nehmen die Banken einen Kredit bei der EZB auf
- Als Sicherheit muss die Bank nur zwischen 1..5% der EZB hinterlegen
- Als Sicherheit werden die zuvor gekauften Staatsanleihen akzeptiert.
- Somit erhält die Bank das 20..100-Fache an Geld und kann dieses 
wiederum in Staatsanleihen investieren.

Somit bilden Banken EZB und Staat gegenseitig ein Schneeballsystem. Die 
Staaten haben das erst durch entsprechende Gesetzte ermöglicht - eine 
Hand wäscht die andere.

Somit sind Schneeballsystem ganz legale Mittel um Geld zu drucken.

Da nun die Banken gar nicht wissen was mit so viel Geld an zu fangen, 
weil es gar nicht so viele Staatsanleihen zu kaufen gibt, haben diese 
Hebelprodukte wie z.B. Optionsscheine und Derivate erfunden, in denen 
ist das restlichen 20..100 Fache (Schein-)Vermögen und die Zocken sich 
untereinander ab.
Ob es jetzt Zinsen für diese Staatsanleihen gibt oder nicht ist den 
Banken völlig egal. Das einzig Wichtige ist das Rating AAA.

Und jetzt wo Prokon das gleiche macht soll es eine Straftat sein?
Schneeballsystem haben immer ein Verfallsdatum, irgendwann wird immer 
Ende sein.

von Paul B. (paul_baumann)


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g.c schrub:
>Denn was heißt das
>eigentlich bzw. woher kommt das Geld für die außerordentlichen
>Zinsversprechen? Doch im Endeffekt vom Stromkunden, d.h. von anderen
>Bürgern denen der Strompreis durch die Decke schießt. Damit hätten wir
>dann ein Umverteilungssystem vom armen Stromkunden (der die Zeche zahlt)
>zum solventen, risikobereiten Anleger, den größtenteils nur die Rendite
>interessiert.

Genau so ist das.
:-(

Insofern hält sich mein Mitleid mit den Genussrechts-Inhabern in engen
Grenzen.

MfG Paul

von Jens M. (Gast)


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Timm Thaler schrieb:
> Nur das diese Widräder sich jetzt andere unter den Nagel reissen,
> während die, die sie über Jahre aufgebaut, und die, die sie finanziert
> haben, in die Röhre gucken...

Niemand ist gezwungen sich an Investments zu beteiligen und selbst 
erfahrene müssen hier und da mal eines abschreiben.

Wer aber keine Ahnung hat und am Graumarkt agiert ist nun wirklich 
selber Schuld. Alle Informationen sind in Internetzeiten frei verfügbar. 
Es gibt z.B. bei wallstreet online seit Jahren Threads zu Prokon in 
denen das Geschäftsmodell sehr begründet kritisiert wird. Wer nicht in 
der Lage ist so etwas zu verstehen und sich auch nicht die Grundlagen 
dafür erarbeitet und dennoch sein Geld windigen Typen in die Hand drückt 
damit diese es für ihn mehren hat hinterher nicht zu mähren.

>
> Ich denke, auch das ist politisch gewollt.

Die FDJ Tante kann doch nicht mal 2 logisch folgerichtige Sätze 
formulieren ohne das man Sie ihr aufschreibt. Sie und ihre Spießgesellen 
legen gerade eine kolossale Kontinent Weite Pleite hin und du erwartest 
von dort Expertise oder gar geplante Aktionen.

Das was die drauf haben ist Schafen mit Denkstrukturen wie den deinen 
Kompetenz vorzuspiegeln.


> Aber es kotzt mich kollosal
> an. Weil wieder einmal Vermögen zu denen verschoben wird, die den Hals
> nicht vollbekommen können.

Wer als mündiger Bürger nicht in der Lage ist seine 8% Gier zu zügeln 
sollte sich an den eigenen Kopf fassen.

Marek Walther schrieb:
>> Ein Schneeballsystem, das von Anfang an dazu bestimmt war, maximal Geld
>> aus der Sache zu ziehen, möglichst viele Anleger nur mit Genussrechten
>> abzuspeisen und die Insolvenz war vorbestimmt und absehbar.
>
> Das kannst du auch beweisen?

Wenn das kein Schneeballsystem ist was ist dann eines?

300 Windräder sollen 1,2 G€ Kapital 8% p.a bringen. Man muss schon mit 
dem Klammerbeutel gepudert sein um das zu glauben.

Wer zudem 30 Tage Kündigungsfrist verspricht der kann nicht die Absicht 
haben diese einzuhalten wenn denn mehr als 1% Kapital diese auch in 
Anspruch nehmen.


> und ist in die Produktion eigener Windkraftanlagen eingestiegen.
Aus dem gleichen Grund aus dem jede Spedition eigene LKWs baut oder?

In einem Markt der gerade Konsolidiert wollen Sie ihren eigenen 
Lieferanten Konkurrent machen. Super Idee.


> und könnten später für die
> restlichen Genussscheinhalter auch wieder 50.000 Wert werden.

usw. usf

Du glaubst ernsthaft das nach einem Haircut die Nachfolgegesellschaft 
das Kapital freiwillig wieder aufstockt? Das jemand so blöd ist kann ich 
wiederum nicht glauben.

von Lutz H. (luhe)


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Marek Walther schrieb:
> ohne das die Regierung

Wieso, die Regierung legt doch fest wieviel Geld Porcom von den 
Stromkunden zu erhalten hat.

von Timm T. (Gast)


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Markus Müller schrieb:
> Schneeballsystem sind doch das normalste von der ganzen Welt. Das
> Vorbild dafür ist der Staat.

Vorsicht! Staat ist was anderes. Wenn eine Firma das macht, was zum 
Beispiel in D seit Jahren läuft, dann wären die Firmeninhaber schon 
lange wegen Insolvenzverschleppung im Knast. ;-)

von Jens M. (Gast)


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lutz h. schrieb:
> Wieso, die Regierung legt doch fest wieviel Geld Porcom von den
> Stromkunden zu erhalten hat.

Sie hat festgelegt mit wie viel Geld du dich an der Produktion von 
Windstrom zu beteiligen hast (das trifft nur die "Wähler") .

Das kann man jetzt gut oder schlecht finden, es ist aber eine 
"degressive" Subvention, es wird also immer weniger.

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Dafür werden die einen Laternenorden bekommen.

von Jens M. (Gast)


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Timm Thaler schrieb:
> Vorsicht! Staat ist was anderes.

Der Staat ist nicht Pleite. Er kann auf das Vermögen seines Personals 
(der Name der ID Card in der BRD ist da schonungslos offen) zugreifen, 
was er auch macht.

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Jens Martin schrieb:
> Der Staat ist nicht Pleite. Er kann auf das Vermögen seines Personals

Somit ist jeder selbst schuld, der sein Vermögen bei/in der Bank lässt 
oder eine "Nicht Mobile" Anlageklasse kauft (Immobilie).

von Jens M. (Gast)


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Markus Müller schrieb:
> Somit ist jeder selbst schuld, der sein Vermögen bei/in der Bank lässt
> oder eine "Nicht Mobile" Anlageklasse kauft (Immobilie).

Mit Schuld und Sühne hab ich das nicht so. Selbst verantwortlich klingt 
für mich besser.

Das Staatspleiten mit Währungsschnitten einhergehen ist historisch 
belegt. Den letzten haben wir gerade, nennt sich Euro.

Es gab auch ein paar Zwangshypotheken für Immobilienbesitzer, aber nicht 
jedes Jahr.

Das Spiel läuft zur Zeit noch ähnlich der Mefo Wechsel und 
Kriegsanleihen. Nur nennt es sich jetzt Lebensversicherung etc.

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Jens Martin schrieb:
> Es gab auch ein paar Zwangshypotheken für Immobilienbesitzer, aber nicht
> jedes Jahr.

Nur dass NACH einer Währungsreform die Immo nahezu unverkäuflich ist, da 
ALLE geschoren wurden, bzw. kein Geld mehr haben.
Daher wird der Immo Preis auf ein Bruchteil des heutigen Preises sinken.

Hingegen wer das richtige Geld hat, der kann danach auf Einkaufstour 
gehen und sich billig mit Immos eindecken, die dann in 20..40 Jahren 
wieder ordentlich steigen werden.
Daher, das wichtigste ist immer zum richtigen Zeitpunkt das Vermögen in 
die richtige Asset-Klasse investiert haben.
Somit überlebt man das ganze nicht nur mit einem blauen Auge sondern 
macht auch noch daraus ordentlich Gewinn.

Aber was ist das richtige Geld? - Der Euro ja wohl nicht.

Die richtige Asset-Klasse zum richtigen Zeitpunkt zu kennen erfordert 
wie bei Elektronik und µC viel Lesen und reden mit Leuten und 
informieren in entsprechende Foren. Beispiel:
http://213.145.233.31/service/archiv/10-krise/613-crash-investments-2013.html

Jens Martin schrieb:
> Selbst verantwortlich klingt besser
Selbst verantwortlich sein, das wird in Sachen Finanzen wohl kaum jemand 
wirklich können - denn sonst hätte wohl niemals jemand in 
"Genussscheine" investiert - nicht bei den Vertragsbedingungen.

von Jens M. (Gast)


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Markus Müller schrieb:
> Nur dass NACH einer Währungsreform die Immo nahezu unverkäuflich ist, da
> ALLE geschoren wurden, bzw. kein Geld mehr haben.

Das spielt keine Rolle da der Staat das Geld erhält und die Bank die 
Sicherheit.

> Hingegen wer das richtige Geld hat, der kann danach auf Einkaufstour
> gehen und sich billig mit Immos eindecken,

Eine der Grundregeln lautet für mich:
"Gehe immer davon aus das der andere schlauer ist als du".

Wenn es soweit kommt (was wohl noch ein wenig dauert) werden die Schafe 
die sich für schlauer halten durch Devisenzwangswirtschaft geschoren.

Am Beispiel Zypern kann man sehr schön sehen welche Zwangsmittel der 
Staat hat und das er Sie brutal anwendet wenn er es für geboten hält.

> Daher, das wichtigste ist immer zum richtigen Zeitpunkt das Vermögen in
> die richtige Asset-Klasse investiert haben.

Wie alle anderen auch?

> Selbst verantwortlich sein, das wird in Sachen Finanzen wohl kaum jemand
> wirklich können -

Du bist selbst verantwortlich.

> denn sonst hätte wohl niemals jemand in
> "Genussscheine" investiert - nicht bei den Vertragsbedingungen.

Jeder muss es selbst wissen, das ist ja gerade der Kern der 
Eigenverantwortlichkeit. Jeder kann es auch selbst wissen, auch und 
gerade bei Prokon. Wer trotzdem kauft muss sich selbst hinterher Fragen 
was und warum er das getan hat. Das übliche Gejammer über Medien und 
Politik (das komischerweise nur im Verlustfall angestimmt wird) hilft 
nicht.

von Dipl.- G. (hipot)


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B. Obachter schrieb:

> Die "Energie-Lobby" besteht mittlerweile weitestgehend aus
> "Öko-Lobbyisten". Die bislang so verteufelten Stromkonzerne werden von
> der Regierung geschröpft und beschnitten wo es nur geht, was bisher auch
> zehntausende Arbeitsplätze gekostet hat.

LOL
Was für ein Schwachsinn. Geschröpfte Stromkonzerne. Ich kippe vor Lachen 
gleich nach hinten um. Ökolobbyisten LOL

von Uhu U. (uhu)


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Dipl.- Gott schrieb:
> Ich kippe vor Lachen gleich nach hinten um.

Da mach ich direkt mit ;-)

von Hannes L. (hannes)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Da mach ich direkt mit ;-)

HO (Hannes ooch...)

...

von B. O. (t_65)


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Dipl.- Gott schrieb:
> B. Obachter schrieb:
>
>> Die "Energie-Lobby" besteht mittlerweile weitestgehend aus
>> "Öko-Lobbyisten". Die bislang so verteufelten Stromkonzerne werden von
>> der Regierung geschröpft und beschnitten wo es nur geht, was bisher auch
>> zehntausende Arbeitsplätze gekostet hat.
>
> LOL
> Was für ein Schwachsinn. Geschröpfte Stromkonzerne. Ich kippe vor Lachen
> gleich nach hinten um. Ökolobbyisten LOL

Willkommen im Hier und Jetzt!

Als grün vernebelte Mitbürger noch nicht in der Realität angekommen ...

Manch Einer merkt eben erst spät, was läuft!
:-))

von Uhu U. (uhu)


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Hier ist recht gut beschrieben, wo bei Prokon der Hase im Pfeffer liegt:

Das explosive Gemisch von Prokon
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/vermoegensfragen/die-vermoegensfrage-das-explosive-gemisch-von-prokon-12768047.html

von Jens M. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Hier ist recht gut beschrieben, wo bei Prokon der Hase im Pfeffer liegt:
>
> Das explosive Gemisch von Prokon
> 
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/vermoegensfragen/die-vermoegensfrage-das-explosive-gemisch-von-prokon-12768047.html

Das war auch vorher klar. Da aber keine Anzeigenerlöse mehr zu erwarten 
sind schreibt die Verblödungspresse mal Klartext, wie immer und aus eben 
diesem Grunde, zu spät.

B. Obachter schrieb:
> Die "Energie-Lobby" besteht mittlerweile weitestgehend aus
> "Öko-Lobbyisten". Die bislang so verteufelten Stromkonzerne werden von
> der Regierung geschröpft und beschnitten wo es nur geht, was bisher auch
> zehntausende Arbeitsplätze gekostet hat.

Wenn ich so etwas lese verstehe ich warum Konstrukte wie Prokon gekauft 
werden. Ein Blick in die veröffentlichten Ergebnisse der Energieerzeuger 
und Verteiler ist wohl schon eine Überforderung.

Die AKW Stilllegungen in der BRD stinken zum Himmel. Das kommunizierte 
"nach Erdbeben->Tsunami->Fukishima auf den Wähler schielen" ist totaler 
Quatsch und erscheint meines Erachtens nur den gehirngewaschenen 
Konsumenten der Verblödungsmedien folgerichtig.

Was da wirklich gelaufen ist möchte ich aber lieber nicht wissen.

von Timm T. (Gast)


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Jens Martin schrieb:
> Die AKW Stilllegungen in der BRD stinken zum Himmel.

Du hast aber schon geschnallt, dass es bereits 10 Jahre vorher einen 
gemeinsamen Ausstiegsbeschluss zwischen Regierung und Betreibern gab? 
Vergißt man ja leicht, wenn man zuviel Schaum vorm Mund hat...

von Marek W. (ma_wa)


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Jens Martin schrieb:
> Uhu Uhuhu schrieb:
>> Hier ist recht gut beschrieben, wo bei Prokon der Hase im Pfeffer liegt:
>>
>> Das explosive Gemisch von Prokon
>>
> 
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/vermoegensfragen/die-vermoegensfrage-das-explosive-gemisch-von-prokon-12768047.html
>

Sehr gute Zusammenfassung, der Problematik. Allerdings wird dort 
vergessen, das ca. 5-8 Windkraftanlagen im Jahr das Geld für den Bau 
einer neuen Windkraftanlage einfahren. Natürlich nur, wenn das Geschäft 
brummt und hier hat Prokon leider nie belastbare Geschäftsberichte 
vorgelegt. Daher ist fraglich ob sich die Anlagen selber tragen können 
und dabei noch genug Gewinn für das Repowering und die Zinsen abwerfen.


> B. Obachter schrieb:
>> Die "Energie-Lobby" besteht mittlerweile weitestgehend aus
>> "Öko-Lobbyisten". Die bislang so verteufelten Stromkonzerne werden von
>> der Regierung geschröpft und beschnitten wo es nur geht, was bisher auch
>> zehntausende Arbeitsplätze gekostet hat.
>
> Wenn ich so etwas lese verstehe ich warum Konstrukte wie Prokon gekauft
> werden. Ein Blick in die veröffentlichten Ergebnisse der Energieerzeuren ger
> und Verteiler ist wohl schon eine Überforderung.

Ich sehe hier den großen Fehler bei der Politik, die durch überhöhte 
Einspeiseentgelte die Ratten angezogen hat. Daher finde ich es auch 
richtig, die Entgelte entsprechend zu drosseln oder sie dem Markt zu 
überlassen. Ein weiteres Problem, ist, dass sich keiner um die 
Infrastruktur für die Anbindung der regenerativen Energien gekümmert 
hat. Auch die Speicherung ist bis heute unangetastet. Es wurde wieder 
Politik für Klientel und Lobbyisten gemacht.

> Die AKW Stilllegungen in der BRD stinken zum Himmel. Das kommunizierte
> "nach Erdbeben->Tsunami->Fukishima auf den Wähler schielen" ist totaler
> Quatsch und erscheint meines Erachtens nur den gehirngewaschenen
> Konsumenten der Verblödungsmedien folgerichtig.
>
> Was da wirklich gelaufen ist möchte ich aber lieber nicht wissen.

Ich finde, die Stilllegung war schon lange überfällig und wurde vor 
Jahren auch schon mal so beschlossen. Allerdings haben sich alle 
AKW-Betreiber hier mit Händen und Füßen und jeder Menge Tricks gegen die 
Stilllegung gewehrt. Im Grunde sehe ich auch nicht, dass die Atomkraft 
billiger als die regenerativen Energien ist. Insbesondere die 
Folgekosten für die Lagerung und Entsorgung sind heute noch nicht einmal 
abzusehen. Da in den 70ern aber die Atomkraft politisch gewollt war, 
wurden diese Kosten erst einmal ignoriert und später dem Steuerzahler in 
Rechnung gestellt. An das Drama um Asse möchte ich hier auch noch einmal 
erinnern.

Dabei bin ich mir sicher, dass wir die Atomkraft technisch ohne weiteres 
in den Griff bekommen können. Aber leider stehen hinter den Techniker 
jede Menge Schlipsträger, die es meistens nicht für nötig erachten die 
von Technikern gemachten Vorgaben umzusetzen.

Die Stilllegung der AKWs wir über kurz oder lang auch aus technischer 
Sicht notwendig werden. Stahl wird unter Neutronenstrahlung spröde, was 
hier insbesondere den Reaktordruckbehälter trifft. Damit haben alle 
Reaktoren eine festgelegte Laufzeit um die sich die Betreiber mit 
Abschaltungen und Teillastbetrieb herummogeln.

Ich sehe hier in Deutschland viele Probleme mit den regenerativen 
Energien. Diese sind aber hausgemacht und bestehen deshalb, weil man 
alten Betreibern Bestandsschutz für ihr Geschäftsmodell gewähren möchte. 
Im Prinzip das gleiche wie mit den Musikverwertern und dem Onlinverkauf 
von Musik. Ich denke, wir brauchen für die Netze und für die 
Energiepolitik eine knallharte Regulierung. Noch viel härter als bei den 
Kommunikationsnetzen. Eventuell muss man da eine harte Trennung zwischen 
Erzeuger, Transport und Verteiler ziehen.

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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Die Regierung und die Industrie Blockieren regelrecht ALLE technischen 
Fortschritte, die echte Energie sparen und diskriminieren alle die echte 
umweltfreundliche Energie erzeugen wollen.

Beispiel 1:
Der Elsbett-Motor. Der Wurde in den 80er Jahren von Mercedes (190D) 
eingesetzt. Laufleistung locker 300000km, Luftgekühlt, 3..3,5l 
Verbrauch, kaum Verschleißteile, 80PS.
Die Firma ging pleite und das Patent wurde aufgekauft und versiegelt.
(Ist jetzt zwar keine Erzeugung, dafür Einsparung)

Beispiel 2:
Ein Bekannter will eine kleine Wasserkraft-Anlage mit wenigen KW selbst 
bauen. Ihr glaubt gar nicht was für hirnrissige Ideen der schei* 
Staat/Behörden haben um dem Steine in den Weg zu legen.

Da gäbe es sicher noch viele weitere solche Beispiele. Es wird wirklich 
alles mögliche getan um nur noch mehr Geld zu vernichten - die Umwelt 
ist dabei völlig egal. (Siehe Glühbirnenverbot oder die 
EU-Pflichtvorgabe das hochgiftige Kühlmittel in Auto Klimaanlagen)

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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@Markus Müller,

mal wieder auf dem Verschwörungspfad?

>Die Firma ging pleite und das Patent wurde aufgekauft und versiegelt.

Da das Patent mittlerweile ausgelaufen ist, kann es jeder nutzen. Wo ist 
da dein Problem? Wenn der Motor wirklich so toll ist, warum nutzt den 
dann keiner? Wäre doch eine prima Geschäftsidee für Inder oder Chinesen.

>Ihr glaubt gar nicht was für hirnrissige Ideen der schei* Staat/Behörden
>haben um dem Steine in den Weg zu legen.

Als da wären? Oder bist du der Meinung das jeder ohne Baugenehmigung 
bauen darf? Ist immer so: Regeln, die andere einhalten müssen sind gut. 
Die, die man selbst einhalten muß, sind schei*e.

von Uhu U. (uhu)


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Kara Benemsi schrieb:
> Als da wären?

Wasserrechte - die betreffenden Gesetze scheinen noch aus der Feudalzeit 
zu stammen.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>Wasserrechte - die betreffenden Gesetze scheinen noch aus der Feudalzeit
>zu stammen.

Welche Bestimungen sind jetzt genau feudaler Natur?

von Timm T. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Wasserrechte - die betreffenden Gesetze scheinen noch aus der Feudalzeit
> zu stammen.

Kann ich bestätigen. Wollte im vorbeifließenden Bach eine 
Wasser-Wärmepumpe betreiben. Sprich Wasser entnehmen, durch die 
Wärmepumpe, wieder zurückspeisen. Keine Chance. Das Wasserrecht liegt 
auf einer Mühle, nur gibt es die schon seit 50 Jahren nicht mehr.

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