Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP / Machine Learning Stimmerkennung


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von (unknown) (Gast)


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Servus,

ich bin totaler Elektronik-Anfänger, mein Wissen beschränkt sich auf 
zwei Semester Elektrotechnik im Informatikstudium und ich kann auf einem 
Arduino oder mit einem NE555 Dioden blinken lassen ;)

Ich möchte, für therapeutische Zwecke, die menschliche Stimmgebung 
möglichst präzise erfassen und anzeigen. Dabei kommt es mir ganz 
besonders auf die Phasen an, in denen die Stimme sehr leise ist, 
speziell der Stimmeinsatz, also der Moment, in dem die Stimmlippen zu 
schwingen beginnen, interessiert mich dabei.

Therapeutisches Ziel ist es, diesen Moment/Vorgang bewusst steuern 
können. Um das zu lernen, soll dem Klienten ein unmittelbares Feedback 
seiner Stimmgebung angezeigt werden. So viel zur Motivation.

Ich hab das vor 10 Jahren schon mal in Software implementiert. Also PC - 
Soundkarte - FFT - Anzeige der Frequenzanplitude (100 - 300 Hz) über die 
Zeit - Analyse des "Anstiegs" der Amplitudenkurve im "Wellental".

Da PCs/Laptops etc. so ihre Nachteile mit sich bringen, möchte ich nun 
eine eigenständige, mobile Lösung haben und dabei so viel wie möglich in 
Hardware erledigen.

Als erste Übung hätte ich gern einen kleinen Schaltkreis, mit (u.a.) 
einem Mikro und zwei Dioden (rot, grün). Die grüne Diode soll leuchten, 
sobald ich Stimme gebe, die rote soll leuchten, wenn die Stimme zu 
schnell laut wird.

Hat jemand ne Idee, wie ich da rangehen kann?

<LL&P>

p.s. Als Ziel phantasiere ich davon, dass dem Sprecher ein 3D-Hologramm 
vor das Auge projeziert wird, das die Stimmlippen und deren Schwingung 
in Echtzeit darstellt ;)

von M. H. (bambel2)


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das ganze digital zu verarbeiten verlangt schon, je nachdem, wie viel du 
mit den Daten machen willst, einiges an Rechenpower. Mein Ansatz wäre da 
vermutlich ein FPGA mit der entsprechenden Beschaltung. Wenn du dich mit 
FPGAs nicht auskennst ist aber vielleicht die benötigte Zeit um das zu 
realisieren einfach zu lang.

: Bearbeitet durch User
von Hoho (Gast)


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Was willst Du genau damit therapieren? Je nach dem findest Du hier evtl. 
Unterstützung.

von (unknown) (Gast)


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Stottern

von Hoho (Gast)


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Das dachte ich mir. Da gibt es doch bereits solche Systeme die mit dem 
Echo arbeiten. Sogar Apps.
Was genau ist an Deiner Idee anders?

von (unknown) (Gast)


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Keine Ahnung, ob irgendwas anders ist, in Abgrenzung zu irgendwelchen 
anderen Systemen.

Das, was ich grad basteln will, hat zumindest nix mit Echo zu tun.
D.h. das soll kein Gerät sein, das einem das Echo der eigenen Äußerung 
zurück in den Gehörgang "einspeist". Solche Geräte soll es geben, die 
sollen auch gut funktionieren, ich selber hab aber keine Erfahrung 
damit.

Ich möchte ein "Biofeedbackgerät" haben. D.h. ich möche sehen können, 
wie ich Stimme gebe. Damit ich meine Stimmgebung trainieren kann.

Wie schon geschrieben, ich hab das schon mal in Software (Delphi) 
gelöst. Das war relativ einfach/abstrakt und hat sehr gut funktioniert.

Und jetzt möchte ich mir dafür eine Hardwarelösung bauen. Ob die dann 
anders wird, als andere Hardwarelösungen (falls es solche gibt), oder 
genau gleich, ist mir dann aber ziemlich egal ;)

von F. F. (foldi)


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Wolfgang Egger schrieb:
>
> Wie schon geschrieben, ich hab das schon mal in Software (Delphi)
> gelöst. Das war relativ einfach/abstrakt und hat sehr gut funktioniert.

Auf dem BeagleBone läuft ein Linux, vielleicht kannst du das ja da so 
drauf laufen lassen?

von Hoho (Gast)


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Alles klar. Für die erste Variante mit den Leds sollte es eigentlich ein 
uC tun.
Die Schwellwerte sind dann empirisch zu eruieren.

von Hoho (Gast)


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F. Fo schrieb:
> Wolfgang Egger schrieb:
>>
>> Wie schon geschrieben, ich hab das schon mal in Software (Delphi)
>> gelöst. Das war relativ einfach/abstrakt und hat sehr gut funktioniert.
>
> Auf dem BeagleBone läuft ein Linux, vielleicht kannst du das ja da so
> drauf laufen lassen?

Das dürfte schon zu gross sein. Ich denke in dem Fall ist 
Unauffälligkeit für den Alltag gefragt.  Es geht wohl eher um das 
Feedback im Alltag, so das man einen Unterbruch bewirken kann, wenn 
nötig und das so früh wie möglich.
Die Idee ist nicht schlecht muss ich sagen.

von F. F. (foldi)


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Hoho schrieb:
> F. Fo schrieb:
>> Wolfgang Egger schrieb:
>>>
>>> Wie schon geschrieben, ich hab das schon mal in Software (Delphi)
>>> gelöst. Das war relativ einfach/abstrakt und hat sehr gut funktioniert.
>>
>> Auf dem BeagleBone läuft ein Linux, vielleicht kannst du das ja da so
>> drauf laufen lassen?
>
> Das dürfte schon zu gross sein. Ich denke in dem Fall ist
> Unauffälligkeit für den Alltag gefragt.  Es geht wohl eher um das
> Feedback im Alltag, so das man einen Unterbruch bewirken kann, wenn
> nötig und das so früh wie möglich.
> Die Idee ist nicht schlecht muss ich sagen.

Das BeagleBone Black hab ich hier und das ist nicht mal so groß oder 
höchstens so groß wie eine Zigarettenschachtel.

von (unknown) (Gast)


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Hoho schrieb:
> Das dürfte schon zu gross sein. Ich denke in dem Fall ist
> Unauffälligkeit für den Alltag gefragt.  Es geht wohl eher um das
> Feedback im Alltag, so das man einen Unterbruch bewirken kann, wenn
> nötig und das so früh wie möglich.
> Die Idee ist nicht schlecht muss ich sagen.

Ich merk schon, Du bist "vom Fach" ;)
Das ist genau der Punkt.

Ich stell mir zwei Modi vor, einen "Warnmodus", der anzeigt, wenn 
bestimmte Sprechparameter verletzt werden und einen Trainingsmodus, der 
mir andauerndes Feedback gibt und die Qualität der Stimmgebung 
darstellt.

Das ganze soll so klein, kompakt und mobil wie möglich sein und daher 
möglichst wenig Energie verbrauchen. Man sollte es mit einem Handgriff 
anlegen können und z.B. nicht erst ein Mikrofon an den Mantelkragen 
klemmen, von dem dann ein Kabel in die Tasche führt, das man dann erst 
mal verstecken muss etc. pp.
Es sollte sich möglichst einfach in den Alltag integrieren lassen und 
nicht nur "mechanisch" robust sein, sondern auch in "Lärmsituation" 
zuverlässig Stimme von Umgebung unterscheiden können. Dabei muss die 
Stimmerkennung möglichst ohne Latenz und besonders zu Beginn der 
Stimmgebung (also wenn die Stimme noch ganz leise ist) sehr sensibel 
sein.
Und - ganz wichtig - man sollte möglichst nichts kalibrieren oder 
trainieren müssen. Es sollte also "out of the box" funktionieren.

Meine momentane Lieblingsidee für ein "proof of concept" ist eine 
Basecap, auf der man hinten ne Platine und nen Akku anbringt und wo 
vorne unter dem Schirm ein Mikro und zwei oder drei LEDs "hängen".
Das wäre ein kompaktes und mobiles Ding, der Mikrofonabstand wär 
relativ konstant und das Feedback wär nur für den Träger zu sehen.
Bzgl. der Auswertung des Sprachsignals schweben mir gerade zwei oder 
drei LM567 vor, welche die Frequenzen des ersten (und ggf. weiterer) 
Formanten detektieren und danach nen Differenzierer, der die Steigung 
der Frequenzamplituden "berechnet".

<LL&P>

von (unknown) (Gast)


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> Hoho schrieb:
> Das BeagleBone Black hab ich hier und das ist nicht mal so groß oder
> höchstens so groß wie eine Zigarettenschachtel.

Wie Hoho schon zu Recht bemerkt hat, ist mir das immer noch zu groß 
(siehe meine Antwort an Hoho)

Ich hab hier nen Arduino, nen Raspberry Pi und ein Propeller C3 liegen.
Ich vermute mal, für ne möglichst latenzfreie Qualifizierung der relativ 
niedrigen Grundfrequenzen menschlicher Stimme wär mal mindestens der 
Propeller nötig. Allerdings ist das dann in meinen Augen eine 
Softwarelösung und Software langweilt mich mittlerweile, ich würd lieber 
löten und kleben ;)

von F. F. (foldi)


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Eine tolle Idee und würde sicher einigen Leuten toll helfen können.
Vielleicht, um es klein zu machen, kann man das ja doch besser 
trainieren und nur auf ein fehlerhaftes Sprachmuster kalibrieren?
Kenne mich damit nicht aus, aber es wären wesentlich weniger Daten zu 
verarbeiten. Was zum einen die Größe des Speichers schon erheblich 
reduzieren würde und auch die Rechenzeit. Der Algorithmus dazu ist 
sicher kompliziert.

Die Idee mit dem Basecap ist aber aus mehreren Gründen nicht so optimal.
1. Da schon auf leise oder sogar gerade auf leise Töne geachtet werden 
soll, ist der Mikrofonabstand zu groß und es werden zu viele 
Störgeräusche eingefangen.
2. Das Basecap auch im Haus oder auf der Arbeit im Büro tragen, halte 
ich auch für eine nicht so gute Idee.
3. Die Leds müssen sichtbar für den Anwender sein, also im Blickfeld. 
Schwierig, außerdem können andere Leute das auch sehen und es kommen 
Fragen, bzw. der Nutzer wird in seinen Hemmungen vielleicht noch 
verstärkt, wenn er als "Bioniker" durch die Gegen läuft, für alle 
sichtbar.

Daher mein Idee dazu. Ein Halsband (kann man dann ja auch so aussehen 
lassen, indem man es irgendwie als Schmuck tarnt), in dem vorne ein 
Kehlkopfmikrofon angebracht ist, hinten oder an einer der Seiten ein 
Vibrator als Feedback. Das Ganze möglichst über Funk (Bluetooth oder was 
auch immer) mit dem Hauptgerät verbunden, dass so auch etwas größer in 
der Tasche verschwinden kann.

von (unknown) (Gast)


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M. H. schrieb:
> das ganze digital zu verarbeiten verlangt schon, je nachdem, wie viel du
> mit den Daten machen willst, einiges an Rechenpower. Mein Ansatz wäre da
> vermutlich ein FPGA mit der entsprechenden Beschaltung.
Wie kann ich denn die benötigte Rechenpower berechnen/prognostizieren?

Man wird eine AD-Wandlung brauchen, danach eine Frequenzanalyse.
Für den ersten Schritt, in dem dann in Abhängigkeit vom Analyseergebnis 
nur ein paar LEDs angesteuert werden, hätte ich gedacht, könnten ein 
paar ICs mit ein paar Kondensatoren und Widerständen drum rum 
ausreichen.

Von FPGAs hab ich bislang nur gehört, dass man damit "alles machen 
kann", dass deren "Konfiguration" aber mit der Beschreibung "pain in the 
ass" eher glorifiziert wird ;)
Das wollte ich mir dann für die Aufbereitung des Hologramms der 
Stimmlippen im dritten Schritt aufheben ..... ;)

von (unknown) (Gast)


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F. Fo schrieb:

> Vielleicht, um es klein zu machen, kann man das ja doch besser
> trainieren und nur auf ein fehlerhaftes Sprachmuster kalibrieren?
Kalibrieren und trainieren ist IMHO immer ein Problem. Dem Techniker mag 
das zwar in der ein oder anderen Hinsicht das Leben erleichtern, für den 
Anwender schafft es dafür oft unüberbrückbare Einstiegshürden. Ne, das 
soll möglichst "out of the box" funktionieren.
Wenn man irgendwas "kalibrieren" muss, so sollte das höchstens einen 
Tastendruck benötigen und kein besonderes Verhalten erfordern (also z.B. 
keine Sprechproben oder so).

Sprachmuster, sind so ne Sache. Sprechen is ja extrem individudell und 
vom Ablauf her mit das komplexeste, was der menschliche Körper zu 
leisten in der Lage ist (oder - bei Stotterern - halt eben nicht ganz). 
Die Grundidee ist daher, einige wenige allgemeingültige Grundparameter 
zu haben und die dann als "Biofeedback" zu visualisieren.

Das worum es mir vorerst geht, ist das, was man in  auf "Fluency 
Shaping" basierenden Therapien "weichen Stimmensatz" nennt. Das bedeutet 
übersetzt, dass man die Stimme ganz langsam lauter werden lässt. Wenn 
man das in allen Phasen, in denen die Stimmgebung einsetzt, hinbekommt, 
kann man gar nicht blockieren und damit auch keine Sekundärsymptome 
zeigen (das was man von außen als Stottern wahrnimmt - auch extrem 
individuell). Wenn man es dann noch schafft, die Stimme möglichst selten 
abbrechen zu lassen und immer schön langsam spricht, ist man auf der 
sicheren Seite .....

Im Grunde gibt es also drei einfache Parameter.
Stimmeinsatz, "Bindung" und Geschwindigkeit.

> Daher mein Idee dazu. Ein Halsband (kann man dann ja auch so aussehen
> lassen, indem man es irgendwie als Schmuck tarnt), in dem vorne ein
> Kehlkopfmikrofon angebracht ist, hinten oder an einer der Seiten ein
> Vibrator als Feedback. Das Ganze möglichst über Funk (Bluetooth oder was
> auch immer) mit dem Hauptgerät verbunden, dass so auch etwas größer in
> der Tasche verschwinden kann.
Exakt die gleiche Idee hatte ich auch schon. Von daher fühl ich mich 
schon mal gut verstanden ;)
Ich bevorzuge momentan die Basecap, weil ich bei 
Halsband-Kehlkopfmikro-Lösungen erst mal noch mehr Probleme als Vorteile 
sehe.

Kehlkopfmikrofone haben so ihre Tücken. Sie sind schwer zu bekommen und 
halten technisch nicht das, was ich mir davon versprochen hätte. 
Halsbänder sind auch eher unbequem und "fummelig". 1% der Bevölkerung 
stottern, davon sind 80% Männer. Männer tragen nicht soooo oft 
Halsschmuck, da wär dann vermutlich ne Krawattenlösung passender ;)
Aber alle Männer sind Fußballfans und tragen gern die Kappe ihres 
LieblingsClubs ... na ja fast alle .... ;)
Diese "modischen" Aspekte zeigen aber schon, dass Flexibilität an dieser 
Stelle ein wichtiges Kriterium ist.

Was das Feedback anbelangt, so kann man einen Vibrator am Hals IMHO nur 
als Warnmelder einsetzen. Als Trainingsfeedbackgeber ist er eher 
ungeeignet.
Da ist man vom Fühlvorgang her schon voll damit ausgelastet, sich auf 
das Fühlen der Stimmlippen zu konzentrieren. Ich würde es nicht 
schaffen, mich in der selben Körperregion noch auf ein zweites, sehr 
ähnliches Gefühl zu konzentrieren.
D.h. mit Hilfe einer Vibration an der Seite als Feedback zu lernen, die 
Vibration vorne am Kehlkof zu steuern, würde vermutlich nicht 
funktionieren.
Der Witz besteht in dem Fall ja gerade darin, zu sehen wie die Stimme 
vibriert und klingt, also einen anders gearteten Reiz als 
Kontroll-/Steuersignal zu haben.

(Ein Kehlkopfmikro verfälscht im Übrigen auch das Gefühl für die Stimme, 
da es genau an der Stelle - mehr oder weniger - Druck ausübt)

Technisch vermute ich in der Funkübertragung ein Problem. Alles, was ich 
da so aus dem Telefonier- und Hifi-Bereich kenn, hat viel zu viel 
Latenz. Mehr als 50ms dürfen zwischen meiner Stimmaktion und dem 
Feedback darauf nicht liegen. Daher wollte ich für den Einstieg erst mal 
auf Kabel und eine möglichst einfache Schaltung setzen.

<LL&P>

von Hoho (Gast)


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Wolfgang Egger schrieb:
> Ich merk schon, Du bist "vom Fach" ;)
> Das ist genau der Punkt.

Stimmt, ich bin El. Ing.  und Inf. Ing. ;-)  Und ja, ich stottere und 
bin "vom Fach". Ich kenne die Problematik nur zu gut.

Die Idee mit der Kappe würde ich mal fallen lassen. Wenn man stottert 
wird man auch so genug als geistig Behindert angesehen, wenn man dann 
noch die Augen verdrehen muss um die LEDs zu sehen ist dann endgültig 
gut (das kann man sogar verstehen).

Die Idee von Foldi finde ich sehr gut, das kann man gut in ein Hemd oder 
Pullover einarbeiten.

Hast Du Dir schon mal überlegt etwas mit Google-Glass zu machen? Brille 
für Feedback und eigene Hardware?
Auf die Grösse der Hardware würde ich mich noch nicht zu stark 
konzentrieren, eher auf das Grundprinzip. Erste Prototypen dürfen nicht 
so klein sein, das Konzept und die Erkennung muss stimmen. Kleiner 
machen kann man das immer noch, das dürfte am Ende das kleinste Problem 
sein.

Wenn Du interessiert bist, dann unterstütze ich Dich in dem sehr gerne. 
Fachlich als auch "Erfahrung".

Lass es mich wissen und ich schick Dir eine PN.

von (unknown) (Gast)


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Hoho schrieb:
> Wenn Du interessiert bist, dann unterstütze ich Dich in dem sehr gerne.
> Fachlich als auch "Erfahrung".
>
> Lass es mich wissen und ich schick Dir eine PN.

Ja, sehr gerne!

von Andreas S. (andreas) (Admin) Benutzerseite


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Heutzutage so etwas analog umzusetzen macht keinen Sinn, vor allem wenn 
du selbst aus der Informatik kommst. Spätestens wenn es um Dinge wie 
Störunterdrückung geht ufert der Aufwand bei einer analogen Realisierung 
völlig aus. Ein FPGA wird aber sicher nicht nötig sein. Überleg dir erst 
mal welche Mikrofonanordnung du möchtest, nimm entsprechende Signale 
auf, und implementiere die Signalverarbeitung offline auf dem PC. Dann 
kannst du dir überlegen welchen Prozessor du für die 
embedded-Realisierung nimmst. Stromsparende DSPs die mit einem kleinen 
Akku auskommen gibt es viele, z.B. von TI aus der C2000-Reihe; evtl. tut 
es ja auch ein Mikrocontroller.

von wendelsberg (Gast)


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Hoho schrieb:
> Die Idee mit der Kappe würde ich mal fallen lassen. Wenn man stottert
> wird man auch so genug als geistig Behindert angesehen, wenn man dann
> noch die Augen verdrehen muss um die LEDs zu sehen ist dann endgültig
> gut (das kann man sogar verstehen).

Wenn man das auf einem Smartphone in SW macht, ist die Handhabung viel 
unauffaelliger. Nur ein paar Alte, wie mich nervt es noch, wenn der 
Gegenueber immer auf sein Handy starrt, alle anderen scheinen es 
inzwischen normal zu finden;-)

Ausserdem bringt das Smartphone schon alle benoetigte Hardware mit.

wendelsberg

von (unknown) (Gast)


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Hoho schrieb:
> Hast Du Dir schon mal überlegt etwas mit Google-Glass zu machen? Brille
> für Feedback und eigene Hardware?

Ja, hab ich. Hier meine Ideenfolge:

1: Halsband - siehe oben
2: Google Glasses - cool, aber proprietär und teuer
3: "Glasses für Arme als Tinker-Kit" -> Käppie ;)

von Lukas P. (lks)


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Für den ersten Versuch würde ich ein minimalen Aufbau hernehmen. Handy + 
Headset mit Feedback auf dem Display oder via Vibrationsalarm. Von der 
Rechenpower her sollte das dicke ausreichen und du brauchst keine 
zusätzliche Hardwarebeschaltung um anzufangen.

von (unknown) (Gast)


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Lukas P, schrieb:
> Für den ersten Versuch würde ich ein minimalen Aufbau hernehmen. Handy +
> Headset mit Feedback auf dem Display oder via Vibrationsalarm. Von der
> Rechenpower her sollte das dicke ausreichen und du brauchst keine
> zusätzliche Hardwarebeschaltung um anzufangen.

Na ja, diese Versuche hab ich im Grunde schon hinter mir.
D.h. ich weiß aus Erfahrung, wie man das Problem in Software löst und 
welche grundsätzlichen Schwierigkeiten in Bezug auf Mikrophone und 
Samplingraten etc. auftreten können. Es wär auch kein besonders schweres 
Problem die Softwarelösung auf jeweils andere Plattformen zu portieren. 
Aber aus genau dem Grund ist es auch nicht besonders spannend ;)

Ich hab also einen Algorithmus im Kopf und weil es - im Gegensatz zu vor 
10 Jahren - mittlerweile "bedienbare" Microcontrollerplattformen und 
dergl. gibt, will ich den diesmal "hardwarenäher" implementieren - oder 
auf ganz neue Ansätze kommen - und dafür will ich auch gleich möglichst 
hardwarenah anfangen (sozusagen bottom - up).

Z.B. ne Android Lösung zum Einstieg zu wählen, würde bedeuten, mich 
hauptsächlich mit Android-SDKs, Phonegap etc. pp. zu befassen. Das kann 
auch nützliches Wissen sein, aber darauf hab ich keine Lust.

Da beschäftige ich mich lieber mit so Fragen wie "Was kann ein 
DSP-Processor" und "what the f*ck are Koppelkondensatoren" ;)

von (unknown) (Gast)


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Andreas Schwarz schrieb:
> Spätestens wenn es um Dinge wie
> Störunterdrückung geht ufert der Aufwand bei einer analogen Realisierung
> völlig aus.

Gibt es denn für so was fertige ICs oder so? Das müsste doch ein common 
problem sein, oder?
 Ich möcht auch nicht unbedingt analog vorgehen, aber halt 
"hardwarenah" ....

von Udo S. (urschmitt)


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Wolfgang Egger schrieb:
> Ich hab also einen Algorithmus im Kopf und weil es - im Gegensatz zu vor
> 10 Jahren - mittlerweile "bedienbare" Microcontrollerplattformen und
> dergl. gibt, will ich den diesmal "hardwarenäher" implementieren - oder
> auf ganz neue Ansätze kommen - und dafür will ich auch gleich möglichst
> hardwarenah anfangen (sozusagen bottom - up).

Wolfgang Egger schrieb:
> Da beschäftige ich mich lieber mit so Fragen wie "Was kann ein
> DSP-Processor" und "what the f*ck are Koppelkondensatoren" ;)

Im Prinzip sagst du uns gerade:
ich weiss jetzt nicht ob ich ne Kiste oder 10000 Tonnen transportieren 
muss, aber ich fang mal damit an daß ich mir einen Sackkarren kaufe.

Sorry aber ich halte dich für einen Troll.

von SmallHans (Gast)


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Dir geht es, soweit ich das sehe, ja wirklich um ein konkretes 
Problemund nicht ums Basteln. Daher würde ich raten, das Problem in 
einer Hochsprache zu lösen, und es dann in ein Target zu laden. ZB mit 
Matlab/Simulink und anderen Sprachen ist es möglich, Modelle zu bauen 
und diese dann in ein FPGA Target zu laden. Mach Dir doch erstmal um die 
Größe keine Sorgen. Wenn alles läuft, kannst Du es immer noch kleiner 
machen.
Falls Du es direkt selbst mit eine uC oder uP machen willst, sage ich 
Dir jetzt schon eine sehr lane Bauzet voraus. Evtl. wäre da ein dsPIC 
eine Möglichkeit.

von (unknown) (Gast)


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wendelsberg schrieb:
> Wenn man das auf einem Smartphone in SW macht, ist die Handhabung viel
> unauffaelliger. Nur ein paar Alte, wie mich nervt es noch, wenn der
> Gegenueber immer auf sein Handy starrt, alle anderen scheinen es
> inzwischen normal zu finden;-)
>
> Ausserdem bringt das Smartphone schon alle benoetigte Hardware mit.

Smartphones kommen für mich aus verschiedenen Gründen nicht in Betracht.

Auch wenn Du recht hast - und im Alltag immer mehr Menschen 
ununterbrochen mit so nem Teil in der Hand rumlaufen - möchte ich beide 
Hände frei haben und ich möchte Kopf und Blickrichtung frei wählen 
können.

Für ne "Alarmfunktionalität" könnte man das noch mit nem Kehlkopfmikro 
und Vibrator lösen, aber für nen "Stimmgebungstraininer" taugt das dann 
nix mehr.

Vor allem für den Stimmverarbeitungsteil (also das DSP) will ich ne 
eigenständige Open Source/Hardware Lösung zum Nachbauen haben und keine 
Smartphoneapp oder degl.

Welchen Sensor (Kehlkopfmikro, ...)  man da dann dran steckt und welchen 
"Aktuator" (LED, Vibrator, Summer im Ohr, etc) und ob man die Verbindung 
drahtlos lösen kann, ist dann nochmal ne andere Frage.

von (unknown) (Gast)


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Udo Schmitt schrieb:
> Sorry aber ich halte dich für einen Troll.

Wenn Du mich für nen Troll hältst, hättest Du mir nicht antworten 
sollen, you know: don't feed the troll .... ;)

von (unknown) (Gast)


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SmallHans schrieb:
> Dir geht es, soweit ich das sehe, ja wirklich um ein konkretes
> Problemund nicht ums Basteln. Daher würde ich raten, das Problem in
> einer Hochsprache zu lösen, und es dann in ein Target zu laden.

Na ja, beides ;)
Am Anfang stand ein Arduino, mit dem hab ich erst mal einen LED-Würfel 
implementiert. Das hat mich dann an die Elektronikkasten-Lötbastelzeit 
meiner Kindheit erinnert und ich hab mir überlegt, was ich denn als 
sinnvolles Bastelziel ins Auge fassen könnte, damit ich eine nachhaltige 
Motivation fürs Lernen hab.
Dabei bin ich dann auf die Idee gekommen, das IMHO einzig wirklich 
sinnvolle Projekt, das ich in meinem Berufsleben durchgeführt habe, 
wieder aufzugreifen und diesmal einen anderen Weg zu gehen.

Diese Idee hat sich mittlerweile von der reinen Bastelmotivation hin zu 
einer realen Anwendung entwickelt.
Als Ziel schwebt mir momentan eine Open Hardware/Source Nachbauanleitung 
oder etwas in der Art vor, das dann - außer mir - z.B. 
Sottererselbsthilfegruppen oder Einzelpersonen für die Nachsorge und 
Aufrechterhaltung nach einer Stottertherapie einsetzen können.

"Natürlich" sind mir dann bei den ersten Recherchen gleich FPGAs unter 
die Augen gekommen, aber da steht dann auch immer gleich in der 
Einleitung "Lasss die Finger davon, FPGAs sind teuer und "unbedienbar".

Ich hatte die naive Vorstellung, dass man das eigentlich auch mit ein 
paar ICs und ein bischen Beschaltung hinbekommen müsste und hab daher 
mal hier nachgefragt. Da aber offenbar alle Antworten darauf hindeuten, 
dass ich da ziemlich falsch liege, muss ich das wohl revidieren.

Und klar, für den Anfang ist die Größe zweitrangig. Die Idee mit der 
Basecap als "Trägerplattform" schien mir auch deshalb so attraktiv, weil 
man da flexibel ne Menge - auch größeres und schwereres - Zeug drauf 
befestigen kann, dabei aber immer ein Ding hat.

Für mich steht als erster Schritt die Frage im Vordergrund, wie man den 
Stimmeinsatz mit einer Latenz von 50 ms visualisieren kann, ohne dabei 
nen PC, Laptop oder Smartphone zu benutzen.

von (unknown) (Gast)


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Frage zum Forum:
Ich bekomme keine mails vom Forum, obwohl es so ausschaut, als ob das 
angeschaltet sei. Ist das normal? Kann man da als Nutzer irgendwas 
falsch machen?

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