ATMega648 geplant? Oder kleiner ARM für 5 Volt?

Gast #3487616
Lesenswert?

Ist eigentlich ein ATMega648 geplant? Also im TQFP, wie auch ATMega328, 
nur mit mehr Flash, RAM, EEPROM.

Oder- falls sowas nicht erscheinen wird- gibt es einen ARM mit ähnlichen 
Anforderungen an die Außenbeschaltung, also auch 5 Volt Versorgung und 
"nicht allzu viele Pins" (TQFP32 wäre eigentlich super). Mehrere 
PWM-Ausgänge, interner EEPROM sind Pflicht.
Moderator Persönliche Seite #3487744
Lesenswert?

Thorsten Maier schrieb:
> Also im TQFP, wie auch ATMega328, nur mit mehr Flash, RAM, EEPROM.

Ich denke nicht, dass da noch irgendwelche Erweiterungen kommen werden.
Seit einiger Zeit gibt es AVR-Neuerungen nur noch bei ATtiny und Xmega.

Wenn du bei AVR bleiben willst, müsstest du also auf ATmega644 oder
ATmega1284 gehen, ggf. halt im QFN-Gehäuse, wenn der Platzbedarf eine
Rolle spielt.  Oder einen kleinen Xmega nehmen.

Oder eben was ganz Anderes.
#3488099
Lesenswert?

Falk Brunner schrieb:
> Nein.

Eben. Deshalb sind sie für viele Bastler unbrauchbar. Den Tiny oder Mega 
kann man unbekümmert aus einer LiPo/Li-Ion-Zelle versorgen, die 
3,3V-Typen brauchen da schon ein relativ aufwendiges "Kraftwerk", das 
auch nicht zum Nulltarif werkelt. Außerdem sagt schon der Betreff, dass 
hier nur nach 5V-Typen gefragt wurde:

> ATMega648 geplant? Oder kleiner ARM für 5 Volt?

...
Gast #3489659
Lesenswert?

Ja, leider leider finde ich alles, was 5 Volt nicht verträgt, ziemlich 
unbrauchbar. Ich habe viel Peripherie, die darauf angewiesen ist (LCD 
usw.). Ein richtiger Konkurrenz zum ATMega328 wäre der Hammer, eventuell 
auch mit FPU. Mal ehrlich: Technisch möglich sollte es in 2014 doch auch 
sein, mehr als 1024 Byte (!) EEPROM oder 2048 Byte RAM in einen solchen 
Chip reinzubekommen.
Gast #3489663
Lesenswert?

Thorsten Maier schrieb:
> Technisch möglich sollte es in 2014 doch auch
> sein, mehr als 1024 Byte (!) EEPROM oder 2048 Byte RAM in einen solchen
> Chip reinzubekommen.
Technisch möglich ist es auch eine 32bit Cortex CPU mit FPU, MB's an 
Flash, 100e KByte SRAM auf einen Chip zu packen und Peripherie die 3V 
Signale versteht zu verwenden **duck**
#3489674
Lesenswert?

Thorsten Maier schrieb:
> Ja, leider leider finde ich alles, was 5 Volt nicht verträgt, ziemlich
> unbrauchbar. Ich habe viel Peripherie, die darauf angewiesen ist (LCD

Leider finde ich alles was mehr als 3.3V braucht ziemlich unbrauchbar, 
denn ich habe mir die M"uhe gemacht, meine Peripherie auf max 3.3V 
auszulegen und nicht jeden bleihaltigen Restposten bei Conrad, Reichelt, 
etc. einzukaufen.

> ATMega648 geplant? Oder kleiner ARM für 5 Volt?
    ====                  =======

???

  Mega * X = klein * Y   <=>  X = Y * klein / Mega

Ist das eine Gleichung? Oder ein (Ein-)Gest"andis??
X scheint eine unerwartet geringe Leistungseinheit zu sein!

Sorry, das musste sein :)
#3489677
Lesenswert?

Thorsten Maier schrieb:
> Mal ehrlich: Technisch möglich sollte es in 2014 doch auch
> sein, mehr als 1024 Byte (!) EEPROM oder 2048 Byte RAM in einen solchen
> Chip reinzubekommen.
Vllt. ein bisschen groß (TQFP64),läuf aber mit 2.5-5V:
dsPIC30F6012A
-144kB Programm Speicher
-8192 Byte RAM
-4096 Byte EEPROM

Das neuste Datenblatt ist von 2011

Vllt. ist der Markt für kleine 5V µC mit viieel RAM/Flash/EEPROM zu 
klein...
#3490329
Lesenswert?

Marc P. schrieb:
> Leider finde ich alles was mehr als 3.3V braucht ziemlich unbrauchbar,

Hmmm, dann gehörst Du mit Sicherheit zur absoluten Elite und solltest in 
Deinem Elefantenzahn-Turm bleiben.

Viele hier sind wie ich Bastler, die sich aus Spaß an der Freude mit 
Elektronik und Mikrocontrollern besfchäftigen. Und da ist das Einhalten 
einer engtolerierten Versorgungsspannung wie 3,3V oder 5,0V +/-5% (wie 
7800-TTL) eine unnötige Hürde. Die modernen AVRs laufen zuverlässig mit 
allem zwischen knapp 3V und gut 5V, es ist der große erlaubte Spielraum 
in der Versorgungsspannung, der den Einsatz der AVRs so sorglos macht. 
Wenn unbedingt 3,3V-Peripherie angeschlossen werden muss, dann betreibt 
man ihn eben mit 3,3V, er braucht die angegebenen 5V ja nicht. Man 
kann ihn mit 5V betreiben, muss aber nicht. Und wenn z.B. nur ein 
Modellbau-RC-Empfänger, ein paar LL-HexFets, LEDs, NPN-Transistoren und 
Reedkontakte angeschlossen sind, also keine Teile, die eine 
engtolerierte Versorgung erfordern, dann wird er eben aus der ersten 
Zelle des Li-Akkus betrieben, also mit 4,2V (voll) bis 2,7V (leer, 
Ansprechen von BOD). Mit ARM, Xmega oder den anderen Controllern mit 
engtolerierter Versorgung kann (und will) ich da nichts anfangen. Was 
nicht heißen soll, das es die nicht geben bräuchte, die haben bei 
anderen Anwendungsfällen auch ihren Sinn, ohne jeden Zweifel.

Marc P. schrieb:
> denn ich habe mir die M"uhe gemacht, meine Peripherie auf max 3.3V
> auszulegen und nicht jeden bleihaltigen Restposten bei Conrad, Reichelt,
> etc. einzukaufen.

Du hast in Deiner Aufzählung Pollin vergessen...

Marc P. schrieb:
> Sorry, das musste sein :)

Genau! - Da gebe ich Dir unbestritten recht...

...
Gast #3490896
Lesenswert?

So schlimm ist doch eine negative Kontrastspannung nicht: die kann der 
µC z.B. PWM Pin und Ladungspumpe erzeugen.

Die Anwendungen für 5 V und viel Speicher passen halt nicht gut 
zusammen. 5 V machen Sinn für einfache Systeme, damit man entweder 
direkt von einer LIPO Zelle laufen kann, bzw. um direkt vom µC aus 
blaue/weisse LEDs oder MOSFETs zu treiben. Da braucht man aber halt eher 
selten viel Speicher.

Die 5 V Chips haben halt größere Strukturen - das verträgt sich nicht so 
gut mit sehr viel Speicher - höchstens noch mit internem 
Spannungsregler, also 3-5 V für die IOs und interner Regler auf 
vielleicht 2,5 V für den Core.
#3490909
Lesenswert?

Ulrich schrieb:
> höchstens noch mit internem
> Spannungsregler, also 3-5 V für die IOs und interner Regler auf
> vielleicht 2,5 V für den Core.

Es gibt auch einige PIC24F(V) die es auch als 5V Version gibt. Bei Diese 
habe einen IO weniger, da man an einen Pin einen 10µF Kondensator für 
den Spannungsregler für den Kern anschließen muss.
Das mit der Ladungspumpe ist eine gute Idee.
Gast #3491255
Lesenswert?

Hannes Lux schrieb:
> Xmega ... mit
> engtolerierter Versorgung kann (und will) ich da nichts anfangen.

Das ist falsch. Da gehts ab ca. 1,8V los bis besagte um die 3,3 .
Ja, man muß sich peripher etwas umstellen; 5V Displays (die ein- und 
mehrzeiligen alphanumerischen) lassen sich aber oft trotzdem anschließen 
weil sie 3,3V auf den Datenleitungen problemlos als High erkennen. 
Ansonsten findet sich sehr viel 3,3V taugliche Peripherie- ob das 
beliebte Bluetooth Modul BTM222 oder ein Netzwerk XPort oder ein RFM12 
Funkmodul und und und
#3491305
Lesenswert?

Moby schrieb:
> Das ist falsch.

Meinst Du?

Woher willst Du wissen, was für mich falsch ist?

Vielleicht kommt es ja auch auf den Anwendungsfall an?

Nicht jede MC-Anwendung braucht 3V3-Peripherie wie SD-Card, BT-Modul, 
RFM usw..

Und zum Ansteuern eines LL-HexFets, der schon mal 5A mit 28kHz PWM 
schalten soll, ist mir die Li-Ion-Rohspannung lieber als die 
verbleibende Spannung hinter einem Spannungsregler.

...
#3491315
Lesenswert?

Moby schrieb:
> 5V Displays (die ein- und
> mehrzeiligen alphanumerischen) lassen sich aber oft trotzdem anschließen
> weil sie 3,3V auf den Datenleitungen problemlos als High erkennen.
Dann darf man aber nicht aus dem Display lesen, weil die Ausgänge 5V 
ausgeben. Wenn man lesen will/muss könnte man es wie oben erwähnt mit 
der Ladungspumpe machen. Ich habe das dazu gefunden: 
http://www.sprut.de/electronic/lcd/#strom

Und viele der interessanten Sachen laufen nur bis 3.3V. z.B.: SD Karte, 
Funkmodule wie nrf24l01, ENC28j60, Bluetooth-Module, GPS Module.
Für mich war das einzige Argument gegen 3.3V bis jetzt, dass HD44780 
LCDs nur mit 5V laufen.
#3491402
Lesenswert?

Max H. schrieb:
> Für mich war das einzige Argument gegen 3.3V bis jetzt, dass HD44780
> LCDs nur mit 5V laufen.

Wie findest Du die EA-DOG Module? Da laufen ganz viele mit 3.3V ohne 
sonstigen Aufwand (Okay, paar 1uF Kondensatoren f"ur die interne 
Ladungspumpe). Ich hab auch eine Zeit lang, 5V LCD-Displays am ARM7 
betrieben, weil 3.3V tats"achlich noch als H in einem 5V System erkannt 
werden und die 5V-Toleranz, wie schon erw"ahnt das Problem der 
Gegenrichtung auch gar nicht aufkommen l"asst.

@hannes:
> Woher willst Du wissen, was für mich falsch ist?
Er will nicht wissen, was f"ur dich falsch ist. Sondern es ist falsch, 
dass die Versorgungsspannung ALLER ARMs eng toleriert ist. Viele ARM7: 
ja. Cortex-M0 selten.

Bis 5V hat schon etliche Vorteile, es wird mit dem Nachteil des h"oheren 
Stromverbrauchs erkauft. Der ist oft nicht relevant, zugegeben.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren