Elektronische Schwungmasse

OP #3499843
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Das Problem: Eine Modelllokomotive ( Spur 1, fast 2 Kilo schwer )
stoppt bei Stromausfall sehr brutal.

Das liegt am verbauten Schneckengetriebe.

Für eine mechanische Schwungmasse ist kein Platz.

Bleibt eine elektronische.
Aber auch hier wird es eng. Mit Goldcaps lässt sich da schon
einiges machen.

Aber, wieso eigentlich 2 Pakete ? ( Für Vor und Rücklauf jeweils
eins )

http://alte-modellbahnen.xobor.de/t19675f15-quot-Elektronische-Schwungmassen-quot-mit-Hilfe-von-Elektrolyt-Kondensatoren.html

Könnte man nicht eine Art bistabiles Relais dazwischen setzen und
die Hälfte der Kondensatoren einsparen. Das würde das Platzproblem
lösen.


So ein Motor beginnt bei 1,5 V mit seiner Arbeit.
Maximum sind 16 V.

Grüße Bernd
OP #3499892
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In der Spannungsversorgung bringt das nichts.

Die Lok fährt ja über ein verschmutztes Gleis, eine Weiche usw:

Die elektronische Schwungmasse muss in der Lok sein.

Bei Spur 1 ( 1: 32 ) sollten 5 cm Gleis ohne Strom noch
überfahren werden.

Das Teil ( Lok) ist ja 30 cm lang.

Im Moment blockieren die Räder in Millisekunden. Die Geräusche
vom Getriebe sind auch eher unanständig. :)

Das mit den Goldcaps ist ja schon eine bewährte Sache.
Blöd finde ich, das man für beide Fahrtrichtungen ein Paket C's braucht.
Die müssen ja auch möglichst unsichtbar ihren Platz finden.

Grüße Bernd
OP #3499976
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Slow Mo schrieb:
> Kann man nicht die Ursache für den Stromausfall beheben? Fährst du
> Digital oder Analog?


Kleine Ausfälle sind Systembedingt und nicht zu vermeiden.

Das geht völlig analog über einen Gleichstromtrafo 1-16V.

Wenn es irgendwie geht, kriegt der Motor eine Schwungmasse
angeflanscht, und gut ist.

Hier ist ein extremes Platzproblem. Schwungmasse am Motor geht nicht.

Im Lokkessel wäre noch 25mm Durchmesser und 60 mm lang frei, da wäre
halt noch Platz für die Goldcaps.

Das mit den Pufferkondensatoren ist ja ein bewährtes Mittel,
um dieses Problem zu lösen.

Ich frag mich ja nur, ob man durch eine trickreiche Schaltung
mit einer Kondensatorbatterie nicht beide Fahrtrichtungen
bedienen könnte.

Grüße Bernd
Gast #3499982
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Bernd Funk schrieb:
> Ich frag mich ja nur, ob man durch eine trickreiche Schaltung
> mit einer Kondensatorbatterie nicht beide Fahrtrichtungen
> bedienen könnte.

geht sicher. Sind ja hier genug "Pfiffige" Leute unterwegs.
Kannst Du uns mal ein multimeter in die Stromversorgung legen und über 
den üblichen Fahrstrom berichten, bitte?
OP #3499999
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Axel R. schrieb:
> Wie groß sind die Kondensatoren jetzt, damit das einigermaßen
> funktioniert?
> Welcher Ströme fließen bei Spur 1? Mit welchen Spannungen wird
> gearbeitet?


Bisher gibt es keine Pufferkondensatoren.

Morgen bau ich das mal zusammen und messe.

Der kleine Faulhabermotor bewegt die Lok ab 1,5 V,
bei 14 V ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht.

Aber, morgen messe ich auch mal die Aufnahme.


Obwohl bei Spur 1 Alles drastisch größer ist als bei H0,
so sind die Motoren kaum leistungsfähiger.

Der Rollwiderstand auf Gleis ist minimal.
Gast #3500021
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Bernd Funk schrieb:
> Obwohl bei Spur 1 Alles drastisch größer ist als bei H0,
> so sind die Motoren kaum leistungsfähiger.

ich dachte, es wäre fast schon "Gartenbahn" Dimension.

reichen 50mF ? die gibt es auch ungepolt und Stromtragfähig, also 
niederohmig.
machen auch bis 16V, ich habe bisher nur die 5Volt-Typen in Arbeit.
google --> avx bestcap
http://www.avx.com/docs/catalogs/bestcap.pdf
Gast #3500034
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Eine Alternative könnte auch sein, in die Speiseseite (beim 
Trafo-Ausgang) eine große Induktivität in Serie zu schalten.
Wenn der Kontaktwiderstand der Räder zunimmt, treibt die den Strom noch 
weiter...

Da wär dann das Platzproblem auch gegessen.
Gast #3500064
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unipolarer Zwischenkreis, den Motor in eine H-Brücke, die Polarität der 
Gleisspannung dient nun nur noch der Richtungsinfromation.
So in der Art. Ist aber sicher wieder zu hoch gegriffen, oder?
Gast #3501384
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Hi,

tja ist leider nicht so einfach.

Das Einfachste Lösung ist die, mit den von Axel R. empfohlenen avx 
Bestcap. Da es die aber nur bis 12V gibt, müssen zwei in Reihe, und zur 
Sicherheit gegen Überspannung braucht es noch ein paar Schutzdioden.
Wenn du die Bestcap bekommst, bist du mit ca. 100,-€ pro Lok dabei.

Bei der Schaltung mit dem Relais muss die Motor- und Kondensatorspannung 
um den Betrag der Relaisspannung vermindert werden. Die max. 
Fahrspannung am Motor wäre dann 16V minus Relaisspannung, also nur noch 
für Bummelzüge.

Die H-Brücke müsste analog von 1,6 bis 16V Volt arbeiten und den letzten 
Zustand bei Stromausfall beibehalten. Auch keine Standardschaltung.

Grüße
Angehängte Dateien:
Gast #3501438
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Das Gute an den Dingern ist der geringe Innenwiderstand und das sie 
ungepolt sind. Parallel zur Reihenschaltung lässt sich ja jeweils eine 
bidirektionale TVS schalten. Viel Platz ist ja wohl nicht in der Lok. 
Kann man mal ein Foto vom Aufbau haben, bitte?
>...Stromausfall beibehalten. Auch keine Standardschaltung.

Es muss keine Standardschaltung sein, für zwei, drei Hunderter kann man 
sich schon mal austoben ;)
OP #3501452
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Auf dem Teppich bleiben, bitte!

Die Digitalmodellbahner haben da wenig Probleme:
http://zoffi.net/MOBAZI/tipps/pufferelko/pufferelko.htm

Wenn man aber so wie, ich alte Schule fährt. ( Also nur ein
Trafo mit Regelung und Vor- und Zurückfahrt, wird die
Nutzung modernster Kondensatoren schwieriger.

Das Problem ist immer der Platzbedarf. Die einzig sinnvolle
Stelle in so einem Modell, wird von Motor und Getriebe beansprucht.

Hier hätte ich noch ein wenig Platz im vorderen Teil des Kessels.

Grüße Bernd
Angehängte Dateien:
Gast #3501506
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>>Hier hätte ich noch ein wenig Platz im vorderen Teil des Kessels.

>>Hier sieht man es etwas besser.

Da kann man nicht besser sehen wieviel Platz noch ist - falsches Bild 
hochgeladen !? lock ist ja geschlossen...

Gruß,
JJ
OP #3501515
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Das grundsätzliche Problem ist der Antrieb.

Heutzutage verwendet man Schneckengetriebe. Damit erledigt man
zwei Probleme sehr einfach.

1. Die 90 Grad Umlenkung zwischen Motor und Fahrwerk.

2. Eine möglichst große Untersetzung für vorbildgerechte Langsamfahrt.


Das hat aber auch seinen Nachteil: Schneckengetriebe sind fast
immer selbsthemmend. Das heißt: kriegt der Motor auch nur kurzfristig
keinen " Saft" , stoppt die Sache sehr brutal.

Der Lösungsweg ist die " Schwungmasse " am Motor.
(Firma: Spezialeinheit) #3501528
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Dann mach einen zweiten Motor mit Schwungmasse in den Kessel, mechanisch 
werden die Motoren nicht gekoppelt, nur elektrisch. Bei Stromausfall 
arbeitet der zweite Motor als Generator. Wie viel man damit rausholt 
weiß ich aber auch nicht, wird nicht die Menge sein aber vielleicht 
reicht es zum sanft bremsen. Motor und Schwungmasse lässt sich zumindest 
im Kessel platzieren, ob das reicht lässt sich leichter probieren als 
theoretisch erörtern.
OP #3501530
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Jürgen schrieb:
>>>Hier hätte ich noch ein wenig Platz im vorderen Teil des Kessels.
>
>>>Hier sieht man es etwas besser.
>
> Da kann man nicht besser sehen wieviel Platz noch ist - falsches Bild
> hochgeladen !? lock ist ja geschlossen...
>
> Gruß,
> JJ

Hmm, ganz am Anfang schrieb ich: 25 mm Durchmesser und 60 mm lang.
das wäre noch an Platz verfügbar. ( 26 oder 27 Durchmesser geht
bestimmt auch noch )

Ich muss mich also vielmals entschuldigen, dass ich keine
präzise Zeichnung ( DWG ) des Raumangebotes zur Verfügung gestellt habe.

Das liegt auch daran, dass es sich hier um ein Modell handelt,
das um 1946 begonnen wurde, und jetzt von mir beendet wird.
( Ich nehme einfach mal an, das der erste Erbauer gestorben ist )

Grüße Bernd  :- )
Gast #3503806
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Also meiner Erfahrung nach sind die einfachen Lösungen meist die besten.

Was ist also gegen die Induktivität in der Zuleitung einzuwenden?

Ist leicht auszuprobieren, z.B. mit einer Vorschalt-Drossel von einer 
Leuchtstofflampe.
Gast #3504267
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ich wür auch nen SI5515 als H-Brücke einsetzen und nen Tiny10 als 
Prozessor. Sollte ja wohl reinpassen, oder?
Software muss man sich dann mal ausdenken...
Wenn man dem ungepolten Cap umpolt, fährt da erstma garnichts :) Der 
muss ja umgeladen werden.

edit zu früh gedrückt.

Somit sind zwei getrennte Caps keine schlechte Idee.
OP #3504294
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Die Lösung mit 2 getrennten Caps gibt es seit 20 Jahren.

Meine Frage ist: Kann man durch eine trickreiche Schaltung
mit einer Kondensatorbatterie auskommen?

Die könnte dann natürlich recht groß sein.

Im digitalen Modellbahnbereich geht das längst.

Analog ( Steinzeit ) wird genau das schwierig.
Die Schaltung müsste sich die Polung " merken", und bis zur
Entladung der Kondensatoren beibehalten.


Grüße
Bernd
(Firma: Spezialeinheit) #3504333
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Was spricht den gegen die Variante mit dem zweiten Motor mit 
Schwungmasse, die Vorteile für dich wären:
- kostet fast nichts, nur ein zweiter Motor mit Schwungmasse
- keine Elektronik, beide Motoren werden lediglich mit ein Stück Draht 
parallel geschaltet
- kein Programmieren
- Platzsparende Lösung, Motor und Schwungmasse sind rund und passen 
perfekt in den Kessel
Die Drehrichtung des Motors mit der Schwungmasse läuft automatisch in 
die richtige Richtung. Fällt der Strom aus, arbeitet der Motor mit 
Schwungmasse als Generator und treibt den Fahrmotor an.
Fertig.
(Firma: Nisch-Aufzüge) Persönliche Seite #3504355
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Die trickreiche Schaltung ist der Lockprozessor statt des Lockdekoders. 
Der interpretiert dann das analoge Eingangssignal und erkennt ob 
abgeschaltet oder unterbrochen wurde. Bei der Abschaltung ist das Gleis 
kurzgeschlossen bei der unterbrechung hochohmig. So weis er ob sofort 
anzuhalten oder auszurollen ist.  Gefahren wird aus dem Pufferakku 
welcher mit Wechselspannung über einen Gleichrichter geladen werden 
kann. das anliegen einer wechselspannung am Gleis signalisiert dem 
Prozessor die Ladeprozedur bei stillstehender Maschine. 
Fahrtrichtungssignal und Geschwindigkeit gibt das Gleis vor. Bei Voller 
Spannung kann gleichzeitig der Akku während der Fahrt geladen werden. 
Der Prozessor muss freilich auch kontinuierlich versorgt werden. ;)

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