Hallo zusammen,
also folgendes:
+12V --- Widerstand --- Motor --- GND
Ist grob die Schaltung wie der Motor im Autogebläse geregelt wird.
Besagter Widerstand hat sich in Rauch aufgelöst und kostet neu ein
Vermögen, gebraucht nicht zu bekommen.
Nun habe ich ein IRFZ 44NS genommen und folgendes gebastelt um dann
später den Motor per PWM zu regeln:
+12V --- IRFZ --- Motor --- GND
|
Rgate 100Ohm
|
+12V -----
Funktioniert im Prinzip, allerdings wird der FET bei 10A des Motor so
heiß, daß er sich selbst auslötet.
Sieht jemand eine Lösung, daß der FET nur lauwarm wird. Klar eigentlich
würde man die Position in der Schaltung von FET und Motor tauschen, das
ist aber durch die Verdrahtung nicht ohne weiteres möglich.
Danke vorab.
Jens schrieb:> mangels 20V nehm ich einen PMOS ... wieso hat man nie in der Schublade> was man braucht :(
Ich würde einen BTS555 (o.ä.) bei 100 Hz Ansteuerung nehmen. Der
verkraftet dann auch den Anlaufstrom wenn der Lüfter im Winter etwas
schwergängig ist.
Gruß Anja
@Helge
Wieso sind 20V nötig?Ist doch die maximale Belastung.
Laut Figure 3 im Datenblatt bei reichelt ist mindestens 4-5V nötig. Und
hat er ja!
@Problem
Hast du einen Kühlkörper am MOSFET?
> Und> hat er ja!
Nö. Wenn der Fet durchschaltet hat er etwa 0V Vgs weil die Source auf
12Volt angehoben wird.
Es stellt sich also ein Arbeitspunkt bei Vgs=Vds mit etwa 3Volt ein,
also irgendwas bei 12-15Watt die der Fet abführen muß. Sportlich im
D-Pak-Gehäuse.
Ralf schrieb:> Wieso sind 20V nötig?Ist doch die maximale Belastung.> Laut Figure 3 im Datenblatt bei reichelt ist mindestens 4-5V nötig. Und> hat er ja!
Weil er einen N-Kanal-FET eingesetzt hat, bei dem Vgs positiv sein muss,
daher braucht er >12V. Die hat er nicht, egal ob es jetzt 16V oder 20V
sind...
Das hohe R am Gate verlangsamt den Anstieg. So betreibst du den MosFET
bei jedem Einschalten eine zeitlang im Sättigungsbereich, bei dem er
einen weitaus höheren Rds_on hat als im durchgeschalteten Fall.
==> Bau eine ordentliche Treiberschaltung davor.
Und überleg dir mal, ob n-Kanal zwischen Motor und Masse nicht besser
passt...
Ralf schrieb:> Wieso sind 20V nötig?
Weil du 10V mehf brauchdt als am Source anliegrn, und dort sollen ja 12V
sein damjt der Lüfter läuft.
Das Diagramm 3 gibt typische Werte ab, aber UGSth schwankt um 1:2, also
können die Kurven auch erste bei 1.4-facher Gate-Spannung erreicht
werden oder schon bei 0.7-facher.
Du solltest einen PMOSFET verwenden, den kannst du mit 12V (aus) und 0V
(an) ansteuern, aber vergiss nicht die Freilaufdiode am Lüftermotor und
lege alle Bauteile auf den Anlaufstrom=Blockierstrom=
Betriebsspannung/Innenwiderstand aus, der recht hoch ist.
Achte auch auf die Spannungsspitzen im Bordnetz..
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.23
Du merkst langsam vielleicht, warum Autohersteller bis vor 10 Jahren
Schwierigkeiten hatten mit billiger PWM und lieber Vorwiderstände
verwendet haben.
wendelsberg schrieb:> 2,05 EUR, selbst wenn Du davon 10 in Reihe schalten musst, weit entfernt> von ... Vermögen.
Kommt auf den entstehenden Integrationsaufwand an...
Ralf schrieb:> Wieso sind 20V nötig?
Denk an Einstein. Alles ist relativ ;)
Die Spannung bei deiner Schaltung zwischen Gate und deiner Last muß
positiv sein.
Und so'n PMOS kost auch nit viel.
Ich weis nicht was Du fährst, für meinen Golf 3 kostet so ein Teil im
Versandhandel 10Eur plus Versand. Dafür würde ich mir das basteln
sparen.
viel Erfolg
Hauspapa
da bin ich wieder, mit meinem "Vorwiderstand"
also Papa fährt einen Japaner - Ersatzteil 60€ und das im Internet, ich
frag lieber nicht was es beim Händler kostet
ich könnts natürlich bestimmt auch gebraucht auftreiben, aber so lausig
wie das aussieht, wer weiß wie lange es hält - habe sowieso was bei
Reichelt bestellen müssen, also 3 P-Chanel mitbestellt, Rest liegt noch
rum ... Sonntag gibts hoffentlich wieder Stufe 1 2 und 3, statt nur 4
so, alles zurück auf Anfang - habe mir ein paar IRFR/U5305 bestellt,
allerdings bleibt das Problem - das P-Channel fungiert mehr als Heizung
nicht als Schalter
+12V --- S IRFZ D --- Motor --- GND
G
|
Rgate 100Ohm
|
----- GND
selbst bei 2 A wirds so heiß, daß sich das FET auslötet, an 10 bzw. 31
laut Datenblatt nicht zu denken
also bin ich wieder ratlos
also ich glaub ich werd jetzt Bienenzüchter oder so ...
zwischen Drain und Source fallen 4,5V ab, was erklärt, daß es kocht aber
wieso. Erschwerend kommt hinzu, daß wenn ich den Aufbau auf dem Tisch
betreibe und statt nem Motor ein Lastwiderstand verwende, dann fallen
60mV über Drain und Source ab.
Irgendwas muß ich übersehen haben, aber was?
Steuerst du das Teil statisch an, oder schon per PWM? Im PWM-Fall fehlt
die Freilaufdiode (was beim funktionerenden Aufbau mit Lastwiderstand
nicht stört).
Jens schrieb:> Nun habe ich ein IRFZ 44NS genommen und folgendes gebastelt um dann> später den Motor per PWM zu regeln:>> +12V --- IRFZ --- Motor --- GND> |> Rgate 100Ohm> |> +12V -----
Tausch mal den Fet mit dem Motor, dann sollte es gehen.
+12---Motor---IRFZ---GND
|
100
|
+12V
also ein Freilaufdiode habe ich und im Moment ist noch alles statisch
die Position wie der Motor an GND hängt kann ich nicht so ohne weiteres
ändern - wenn ich ein N-Chanel nehme und an der Gate 20V anlege gehts
super (Bootstrap) aber ich woltle ja den einfacheren Weg mti P-Chanel
gestreiten
Oliver R. schrieb:> Nur, daß er inzwischen auf P-Fet umgestiegen ist, könnte ein Unterschied> sein.
Dir ist entgangen das sich mein Beitrag auf den allerersten Text bezieht
und wenn er den N-fet nicht weggeworfen hat, dann kann er das so bauen.
Natürlich mit PWM ansteuern.
Jens schrieb:> so, alles zurück auf Anfang - habe mir ein paar IRFR/U5305 bestellt,> allerdings bleibt das Problem - das P-Channel fungiert mehr als Heizung> nicht als Schalter>> +12V --- S IRFZ D --- Motor --- GND> G> |> Rgate 100Ohm> |> ----- GND>> selbst bei 2 A wirds so heiß, daß sich das FET auslötet, an 10 bzw. 31> laut Datenblatt nicht zu denken>> also bin ich wieder ratlos
Die Schaltung ist grundsätzlich richtig. Ich gehe mal davon aus, dass
statt dem IRFZ der IRFR5305 eingebaut ist. Bei 2A Last hat das Teil
eine Verlustleistung von I² x R = 4 x 0,065 = 0,26W zu verheizen.
Da darf nichts heiss werden, höchstens leicht warm. Rgate ist hier
(ohne PWM) überflüssig, verdirbt aber nichts. Gate kann direkt an GND.
Also nochmal kontrollieren: Pin1 (Gate) an GND, Pin2 (Drain) an Last,
Pin3 (Source) an +12V.
Was hier in den Beiträgen gerne übersehen wird, ist die Tatsache, dass
die meisten Verbraucher im KFZ einseitig mit GND fest verklöppelt sind,
wie z.B. Anlasser, Lichtmaschine, Motoren usw. Will man diese mit einem
MOSFET ansteuern, geht das auf einfache Weise nur mit einem P-MOSFET
oder weniger einfach mit einem N-MOSFET per Bootstrap / Level-Shifter.
Letzteres gibt es auch fertig in einem Gehäuse, wie der bereits
genannte BTS555, der auch auf alle Widrigkeiten im KFZ konditioniert
ist.
Jobst M. schrieb:> Welche Spannung hast Du zwischen Gate und Drain, wenn das Ding am Motor> hängt? (Nein, ich meine nicht zwischen Gate und Source)
Wurde meine Frage eigentlich gesehen?
Gruß
Jobst