"Im frequenzabhängigen ESR ist die Induktivität bereits mit drin.".
Sehr spaßige Ansicht.
Hier noch mal das Ersatzschaltbild eines Kondensators, gerade auch
für die "Beginner":
http://de.wikipedia.org/wiki/Kondensator_%28Elektrotechnik%29
Sven setzt hier "schneller" mit dem ESR gleich, was ja nur die halbe
Wahrheit ist.
@Sven:
L3 ist auch etwas unglücklich bezeichnet. Das ist ein kleiner Ferrit,
in dieser Applikation normalerweise genutzt, um mögliche EMV-Probleme
zu beheben. Da kann man später in den EMV-Messungen mit spielen
("Angstferrit").
C40 und C41 sind nur deswegen parallel geschaltet (also so genutzt),
weil der Entwickler davon ausgeht, dass beide Kondensatoren an
verschiedenen Stellen ihr Impedanzminimum haben. Man versucht so einen
(Gesamt-)Kondensator zu schaffen, der ein breiteres Impedanzminimum hat,
als ein einzelner Kondensator.
Man kann auch erstmal davon ausgehen, dass ein kleinerer Kondensator
seine Minimalimpedanz bei einer höheren Frequenz hat, als ein größerer
Kondensator. Jetzt komm' aber nicht auf die Idee, einen 1u Elko und
einen
2u2 Kerko so zu beurteilen. Da wird das wohl immer anders rum sein.
Also wie Du siehst, sollte man eigentich erst mal im Klaren sein,
welche Funktion dieses Filter erfüllen soll und nicht als erstes
das Design, sondern die Analyse. Welche Störungen sind für Dich
relevant?
Darauf solltest Du dann Dein Filter auslegen. Da im Schaltplan weder
C40,
noch C41 genau genug spezifiziert sind, ist aber alles, was wir hier
über Impedanz usw. gesagt haben, für Dich irrelevant.
Bis jetzt ist das nur ein Kondensator mit 1,1µF.