Forum: Offtopic Teslaspulen - oder doch lieber bei 5V bleiben?


von Alexander (Gast)


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Immer häufiger sehe ich Kinder Teslaspulen bauen - etwa 
http://www.youtube.com/watch?v=mFNLvD8O5Gg

Ich - 31 - habe noch keine gebaut und auch kein Interesse daran, ständig 
mit dem Tod zu spielen nur um ein bißchen einstimmige Musik zu hören und 
kleine Blitze zu sehen.

Wie steht ihr zu Teslaspulen - Interesse, eine zu bauen oder lieber bei 
5V und darunter bleiben?

von Andreas (Gast)


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Erstens mal sind das sicher keine Kinder, die in dem verlinkten Video zu 
sehen sind.

Zweitens gehört da schon einiges an Professionalität und Können dazu, 
einen musikalischen Teslatrafo zu bauen, wie dort im Video zusehen.

Ich bin heute Anfang Fünfzig. Ich habe als Kind und Teenager noch mit 
Chemiekästen experimentiert, die diesen Namen noch verdient haben und 
die es heute in dieser Form wegen garstigem und ach so gefährlichem 
Inhalt nicht mehr zu kaufen gibt.

Ich habe ebenfalls als Kind und Teenager Funkeninduktoren gebaut. Ich 
habe mit dem Funkeninduktor, selbstgebauten Kondensatoren und 
TV-Gleichrichtern eine Spannungsverdopplerschaltung mit ca. 150 kV 
gebaut (15 cm Schlagweite zwischen Spitzen).

Ich habe mir mit ca. 9 Jahren das erste mal den Finger an meinem ersten 
Lötkolben verbrannt, mit 13 Jahren Platinen geätzt, etc.

Ich lebe heute noch. Die Erfahrungen während meiner Basteleien sehe ich 
heute noch als einen wertvollen Teil meines Erwachsenwerdens.

Wenn man mit entsprechendem Sachkenntnis oder mit entsprechender 
Unterstützung einer/eines Sachkundigen oder zumindest mit Lernwillen, 
Eigeninitiative und nötiger Vorsicht sowas bauen will ist doch dagegen 
nichts einzuwenden.

von Alexander (Gast)


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Glück.

von Tesla (Gast)


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Ernsthaft? Was hältst Du denn von den ganzen halb so alten Kindern, die 
auf Youtube mit Sprengsätzen spielen?

von Tom P. (booner)


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Hei,

was hält ihr von den unter 10 Jährigen, die in der Gosse leben und schon 
Drogen nehmen, weil ihnen sonst nichts geboten werden kann?


Grüße,

Tom

von Ich (Gast)


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Tom P. schrieb:
> was hält ihr von den unter 10 Jährigen, die in der Gosse leben und schon
> Drogen nehmen, weil ihnen sonst nichts geboten werden kann?

Thema verfehlt, 6, setzen.

von Mittelalter Sack (Gast)


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Hallo,

scheint sich wohl um ein Generationen(-eltern) Problem zu handel.
Der Erfahrung/Meinung von Andreas kann ich zu 100% zustimmen, nur so 
lehrnt man die Natur/Physik im weitesten Sinne kennen - Simulationen mit 
der neusten (natürlich von einer Firma entwickelten) App sind kein 
Ersatz von praktischen Versuchen und auch Fehlschlägen bei den es mal 
zwickt oder die eventuellen negativen Folgen auch mal einige Wochen 
"genossen" werden dürfen.
Ich bin etwa 10 Jahre jünger als Andreas und durfte auch noch mit einen 
Chemiekasten experimentieren der Stoffe enthielt die mann heute 
teilweise nur mit Fachkundenachweis oder nervigen nachfragen erhält (die 
Hobbykollegen welche Wasserstoffperoxyd zum ätzen brauchen werden das 
kennen).
Ich habe noch an (schon damals nicht mehr aktuellen) Röhrenradios 
herumgebastelt und mehr als einmal bekanntschft mit geladenen 
Kondensatoren gemacht - aber nur so lehrnt man Gefahren kennen und hat 
dann auch einen natürlichen Respekt vor z.B. einer Kondensatorbatterie 
des Zwischenspannungskreises eines Frequenzumrichters.

Die kurze Antwort von Alexander entspricht genau der Einstellung die uns 
seit so etwa den 90er Jahren eingetrichtert wird :
Nichts riskieren, keine eigene Erfahrung sammeln, fertige Produkte 
kaufen, verantwortung den Hersteller / Gesetzgeber überlassen, keine 
neugier darauf wie etwas funktioniert (GPS - Mobilfunk  usw. ist einfach 
eine selbstverständliche Blackbox die von Natur aus vorhanden sind)
Wenn mal aus eigener Dummheit/ Ungeschicklichkeit etwas passiert direkt 
versuchen auf gerichtlichen Weg den 
Hersteller/Produzenten/Nachbarn/Verwaltung usw. zu verklagen.
Die Macher/Entwickler/Forscher im Technologiebereich im besseren Falle 
einfach zu ignorieren oder dirkt als Nerds zu bezeichnen.

(Würde die Sitcom "The Big Bang Theory" bei der werberelevanten 
Zielgruppe auch so gut funktionieren wenn die Protagonisten 
Freizeitsportler, Clubgänger und Büromenschen aus der Führungsetage 
wären... ?)

Das mag jetzt viele hier übertrieben negativ klingen, aber hier sind 
halt Forenthemenbedingt sowieso ehr die Leute zu treffen die noch was 
selbst machen, die mit der Blackbox nicht zufrieden sind usw.

Also Alexander: den Verstand einschalten, mitdenken, die Grundlagen 
erlernen und dann=> Machen !

mfg

 Mittelalter Sack

von Harald N. (Gast)


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Hallo!

Ich kann meinem Vorschreiber nur zustimmen. Insbesondere was die Chemie 
betrifft. Bin selbst Chemiker und in meiner Jugend (vor ca 15-20 Jahren) 
so zur Chemie gekommen. Ich betreibe auch die Chemie (neben jetzt 
Elektronik) auch heute noch als Hobby und es ist ziemlich umständlich 
auch nur an die harmlosesten Sachen zu kommen... Kein Wunder also, dass 
sich die heutige Jugend nicht mehr für die Wissenschaften interessiert 
(natürlich ist das nicht der einzige Grund, aber das ist eine andere 
Geschichte).

Kann also nur zustimmen. Probieren, probieren, probieren... Allerdings 
vorher gründlich informieren und dann mit dem nötigen Respekt und der 
Vorsicht an die Sache herangehen.

LG

von Quack (Gast)


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Andreas schrieb:
> Ich lebe heute noch.

Die, die nicht mehr leben, werden hier kaum posten. Was fuer ein selten 
daemliches Argument. Ich kannte auch einen, der hat das immer als 
Argument fuer's nicht anschnallen im Auto benutzt. Er hatte Unrecht, 
aber das kann ich ihm heute nicht mehr sagen.

von Harald N. (Gast)


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Quack schrieb:
> Andreas schrieb:
>> Ich lebe heute noch.
>
> Die, die nicht mehr leben, werden hier kaum posten. Was fuer ein selten
> daemliches Argument. Ich kannte auch einen, der hat das immer als
> Argument fuer's nicht anschnallen im Auto benutzt. Er hatte Unrecht,
> aber das kann ich ihm heute nicht mehr sagen.

Das kann halt auch nicht wirklich vergleichen. Autofahren ohne 
anschnallen ist immer fahrlässig. Wenn jemand Versuche durchführt und 
informiert ist und vorsichtig ist, macht es keinen Unterschied ob dies 
im Forschungslabor oder im Hobbyraum passiert...

von Quack (Gast)


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Harald Nagy schrieb:
> Wenn jemand Versuche durchführt und
> informiert ist und vorsichtig ist, macht es keinen Unterschied ob dies
> im Forschungslabor oder im Hobbyraum passiert...

Wir sprachen hier unter Anderem von gefaehrlichen Chemikalien in frei 
verkaeuflichem Kinderspielzeug.

von Harald N. (Gast)


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Quack schrieb:
> Harald Nagy schrieb:
>> Wenn jemand Versuche durchführt und
>> informiert ist und vorsichtig ist, macht es keinen Unterschied ob dies
>> im Forschungslabor oder im Hobbyraum passiert...
>
> Wir sprachen hier unter Anderem von gefaehrlichen Chemikalien in frei
> verkaeuflichem Kinderspielzeug.

Wie gesagt, ich bin Chemiker, und ich denke ich weiss wovon ich rede.

von Karl H. (kbuchegg)


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Quack schrieb:

> Die, die nicht mehr leben, werden hier kaum posten. Was fuer ein selten
> daemliches Argument. Ich kannte auch einen, der hat das immer als
> Argument fuer's nicht anschnallen im Auto benutzt.

> Er hatte Unrecht,

Natürlich hatte er Unrecht. Wie er leicht herausgefunden hätte, wenn er 
sich bei einem Autofahrerclub mal in die Aufprallsimulation gesetzt 
hätte, bei der man auf einer schrägen Rampe am unteren Ende Tempo 30 
erreicht und man erst mals spürt, welche Wucht einen bereits bei diesem 
Tempo nach vorne reißt. Dann einfach hochinterpolieren und die Frage 
"Anschnallen oder nicht" stellt sich nicht mehr.

> Wir sprachen hier unter Anderem von gefaehrlichen Chemikalien
> in frei verkaeuflichem Kinderspielzeug.

'gefährlich' aus heutiger Sicht. Ich hab schon in jungen Jahren gelernt, 
nicht einfach alles in den Mund zu stecken, mich voll zu sappern oder in 
die Augen kommen zu lassen. Dann sind diese sog. gefährlichen 
Chemikalien dann nämlich gleich gar nicht mehr so gefährlich. 3/4 von 
dem Zeugs in den (damaligen) Chemiekästen war bei einigermassen 
sorgfältigem Umgang nicht halb so gefährlich, wie jeder banale 
Haushaltsreiniger.


Wenn ich aber sehe, dass Jugendliche aus Spass auf einer Eisenbahn 
reiten und dabei immer wieder mal einer der Oberleitung zu nahe kommt, 
dann muss ich mich schon fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank hat.


Die Frage ist doch nicht, ob man alles zulassen will/soll oder ob man 
alles unterbinden will/soll. Die Fragen die sich jeder einzelne 
persönlich stellen muss, lautet doch: Wo liegt meine persönliche Grenze? 
Kann ich xyz noch beherrschen und was sind die ganz persönlichen 
Konsequenzen, wenn ich mich überschätzt habe?
Von ein paar Tropfen Salzsäure auf der Haut stirbt man nicht. Von einem 
Stromschlag der Eisenbahnoberleitung aber schon.
Auf der anderen Seite: Wie soll man denn in brenzligen Situationen ganz 
spontan zu recht kommen, wenn man nie gelernt hat, in jungen Jahren auch 
mal mit etwas Herzklopfen die ersten 'gefährlichen' Dinge durchzustehen?


http://www.youtube.com/watch?v=R0wLasqLcCw

von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Karl Heinz schrieb:
> Youtube-Video "Wenn Du vor 1980 geboren wurdest"

Gibt es das auch mit Untertitel?

von Wilhelm F. (Gast)


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Alexander schrieb:

> Wie steht ihr zu Teslaspulen - Interesse, eine zu bauen oder lieber bei
> 5V und darunter bleiben?

Wie sang schon Roberto Blanco? Ein bißchen Spaß muß sein.

Wir drifteten früher mit dem frisierten Auto quer durch Kurven, heute 
geht das glaube ich dank ESP und so Dingen gar nicht mehr, man ist fremd 
gezähmt. :-(

Wie watteweiche Plüschfernsehsessel. So ein Manta oder Rallye-Kadett 
oder Escort RS2000 (Fernsehserie: Die Profis) forderten aber geradezu 
heraus. OK, der Straßenverkehr war gegen heute noch gering, und auf dem 
Land sowieso.

Übrigens lebe ich nach all dem noch, und unversehrt.

Zwei KFz-Zündspulen habe ich auch hier, und alle Bauteile, um da mal ne 
ordentliche Bratzelei draus zu machen. Ich habs bisher nicht gemacht. 
Wahrscheinlich aber aus der Erkenntnis, daß ich es binnen einer Stunde 
hier jederzeit könnte, wenn ich es wollte.

Aber ich werde mit sowas entsprechend Alter und Lebenserfahrung stets 
besonnen genug um gehen.

von Icke ®. (49636b65)


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Karl Heinz schrieb:
> Wenn ich aber sehe, dass Jugendliche aus Spass auf einer Eisenbahn
> reiten und dabei immer wieder mal einer der Oberleitung zu nahe kommt,
> dann muss ich mich schon fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank hat.

Da fehlt eindeutig der Respekt. Ich war früher im Fahrleitungsbau tätig 
und habe selbst gesehen, was Hochspannung mit einem Menschen anstellt. 
Und deswegen stockte mir diesem Video der Atem (Szene ab 18:59):

http://www.youtube.com/watch?v=BS7FZBgOqgw#t=18m59s

von Wilhelm F. (Gast)


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Karl Heinz schrieb:

> Wenn ich aber sehe, dass Jugendliche aus Spass auf einer Eisenbahn
> reiten und dabei immer wieder mal einer der Oberleitung zu nahe kommt,
> dann muss ich mich schon fragen, ob er noch alle Tassen im Schrank hat.

Wehe, es kommt ein Tunnel. Da geht der Stromabnehmer ziemlich bis eine 
Handbreite über Dachnähe runter, die Leitung ist abgesenkt. Zumindest 
sieht man es so in der Kölner U-Bahn.

Wobei auf DB-Bahngeländen immer entsprechende Schilder stehen, gelb, mit 
rot, wo ein Männlein einen Waggon hoch klettert, und groß rot 
durchgekreuzt.

Der Vater eines früheren Kollegen war Invalide, der sowas mal überlebte. 
Damals noch keine 50 Jahre alt. Ich lernte ihn als Invaliden persönlich 
kennen. Energietechniker, Mittelspannungsleitungsbauer. Er war 20cm 
kleiner als vorher. Vermutlich stauchen beim Stromschlag extreme 
Muskelkontraktionen die Wirbelsäulenlänge, und die Zwischenlagen der 
Wirbelsäule, was nicht aus Knochen besteht, sind auch eingedampft.

Beim Stromschlag stimmte bei dem dann eines der Argumente: Strom macht 
klein, schwarz und häßlich.

Komm jetzt bloß keiner mit dem Argument, 20cm Schrumpfung gibt es doch 
gar nicht. Doch, 6cm Schrumpfung waren beim Notausstieg aus dem Kampfjet 
bei einem Piloten erlaubt, also maximal drei mal den Schleudersitz 
ziehen, jedes mal 2cm Stauchung. Dann war er noch nicht Invalide, aber 
das kommt ja bei weiterer Nichtbeachtung erst.

von Icke ®. (49636b65)


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Wilhelm F. schrieb:
> Doch, 6cm Schrumpfung waren beim Notausstieg aus dem Kampfjet
> bei einem Piloten erlaubt, also maximal drei mal den Schleudersitz
> ziehen, jedes mal 2cm Stauchung.

Das halte ich für eine Legende. Kampfpiloten müssen medizinisch dermaßen 
hohe Anforderungen erfüllen, daß sie beim geringsten Wehwehchen 
fluguntauglich geschrieben werden. Aus meiner NVA-Zeit bei der Luftwaffe 
(ähh Luftstreitkräften) habe ich noch in Erinnerung, daß i.d.R. der 
Notaustieg mit dem Schleudersitz bzw. die damit verbundenen Verletzungen 
das Ende der Karriere bedeuteten. Die meisten Piloten durften zwar noch 
fliegen, aber nicht mehr auf Jets, sondern sie wurden zu den 
Transportfliegern oder den Hubschraubern versetzt.

von Bernd F. (metallfunk)


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Es gibt aber auch Grenzen.

Meine Mutter hat mir erzählt, dass ich als Dreijähriger die
Drahtspirale aus dem Schreibblock gefummelt und dann
beide Enden in die Steckdose gebracht hätte.

Wegen den Verbrennungen an den Händen wäre ein Arztbesuch nötig gewesen.

( Ich kann mich da nicht so recht dran erinnern.  :)

Grüße Bernd

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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Harald Nagy schrieb:
> Wenn jemand Versuche durchführt und
> informiert ist und vorsichtig ist, macht es keinen Unterschied ob dies
> im Forschungslabor oder im Hobbyraum passiert...

Dann stellt sich die Frage, warum Forschungslaboratorien so umfangreiche 
Sicherheitsrichtlinien haben.

>Wie gesagt, ich bin Chemiker, und ich denke ich weiss wovon ich rede.

Darüber ließe sich wahrscheinlich streiten.

von J.-u. G. (juwe)


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Kara Benemsi schrieb:
> Harald Nagy schrieb:
>> Wenn jemand Versuche durchführt und
>> informiert ist und vorsichtig ist, macht es keinen Unterschied ob dies
>> im Forschungslabor oder im Hobbyraum passiert...
>
> Dann stellt sich die Frage, warum Forschungslaboratorien so umfangreiche
> Sicherheitsrichtlinien haben.

Naja, der Zweck der Richtlinien wird wohl sein, auch uninformierte und 
unvorsichtige Experimentatoren zu schützen. Aber jetzt mal ehrlich: In 
welchem /Forschungs/labor (abgesehen von größeren, kontrollierten und 
zertifizierten industriellen Einrichtungen) wird denn wirklich 
konsequent und dauerhaft nach solchen weitgehenden 
Sicherheitsrichtlinien gearbeitet?

von Paul B. (paul_baumann)


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Icke schrob:
>Aus meiner NVA-Zeit bei der Luftwaffe
>(ähh Luftstreitkräften) habe ich noch in Erinnerung, daß i.d.R. der
>Notaustieg mit dem Schleudersitz bzw. die damit verbundenen Verletzungen
>das Ende der Karriere bedeuteten.

So ist es (gewesen).

>Ich war früher im Fahrleitungsbau tätig
>und habe selbst gesehen, was Hochspannung mit einem Menschen anstellt.

Ja, bei solchen Aktionen kann man sich das ganze Hemd versauen...

MfG Paul

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>In welchem /Forschungs/labor (abgesehen von größeren, kontrollierten und
>zertifizierten industriellen Einrichtungen) wird denn wirklich
>konsequent und dauerhaft nach solchen weitgehenden
>Sicherheitsrichtlinien gearbeitet?

Du kannst mit dem Begriff Berufsgenossenschaft etwas anfangen?

>Naja, der Zweck der Richtlinien wird wohl sein, auch uninformierte und
>unvorsichtige Experimentatoren zu schützen.

Ach so, und der Hobbyist ist üblicherweise ein erfahrener, informierter 
Experimentator.

Danach sind die VDE-Richtlinien also auch nur als unverbindliche 
Ratschläge für unerfahrene Elekriker anzusehen.

von J.-u. G. (juwe)


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Kara Benemsi schrieb:
> Du kannst mit dem Begriff Berufsgenossenschaft etwas anfangen?

Papier ist geduldig. Als Student habe ich noch nie jemand von denen in 
den Uni-Laboren gesehen. Solange nichts passiert...

> Ach so, und der Hobbyist ist üblicherweise ein erfahrener, informierter
> Experimentator.

Mitnichten. Aber die in der Aussage von Harald Nagy, auf die Du 
angesprungen bist, bezog sich nunmal exakt auf diese Teilmenge.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>Solange nichts passiert...

Dann warte mal ab, was passiert, wenn etwas passiert.

von J.-u. G. (juwe)


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Kara Benemsi schrieb:
> Dann warte mal ab, was passiert, wenn etwas passiert.

Tja, dann passiert halt was passiert. Das ändert aber nichts daran, wie 
vorher (bevor etwas passiert) jahre- oder teilweise jahrzehntelang 
gearbeitet wird.

Bist Du tatsächlich der Meinung die Installationen in allen Uni-Laboren 
entsprechen den einschlägigen Richtlinien und werden durch die HiWis, 
Diplomanden und halben Doktorenden richtliniengemäß betrieben?

von Harald N. (Gast)


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> Naja, der Zweck der Richtlinien wird wohl sein, auch uninformierte und
> unvorsichtige Experimentatoren zu schützen. Aber jetzt mal ehrlich: In
> welchem /Forschungs/labor (abgesehen von größeren, kontrollierten und
> zertifizierten industriellen Einrichtungen) wird denn wirklich
> konsequent und dauerhaft nach solchen weitgehenden
> Sicherheitsrichtlinien gearbeitet?

Exakt, erlebe ich selber jeden Tag und auch ich selbst KANN die 
Richtlinien nicht einhalten, weil dann effizientes Arbeiten schlicht 
unmöglich ist. Wie gesagt, eigene Erfahrung.

> Dann stellt sich die Frage, warum Forschungslaboratorien so umfangreiche
> Sicherheitsrichtlinien haben.

Aus dem gleichen Grund, aus dem die lächerlichsten Substanzen heute 
verboten sind - Kontrolle.

>Wie gesagt, ich bin Chemiker, und ich denke ich weiss wovon ich rede.
>Darüber ließe sich wahrscheinlich streiten.

Was qualifiziert dich?

Und zusätzlich: wenn jemand etwas bestimmtes will, dann bekommt er 
das... das Wissen exisitiert in frei zugänglicher Form im Netz.
Beispiel: Nur weil alle irgendwie Sprengstoff tauglichen Substanzen 
verboten sind, hört man trotzdem immer wieder von abgesprengten Fingern 
und Händen...

Und im Alter von 3 Jahren (wie oben beschrieben) denke ich nicht, dass 
man derartige "Experimente" durchführen (lassen) sollte. Das ist kein 
Beispiel, dass hierher passt.

Und eigentlich finde ich, dass Kinder, Jugendliche, Erwachsene (jetzt 
insbesondere auf dem Gebiet der Chemie) aktiver sind, weils teilweise 
verboten ist. Die eigentliche Förderung des analytischen Denkens, frühe 
Förderung von Interessen kommt heutzutage zu kurz, weil eben die 
heutigen Experimentierkästen zu nichts taugen, ausser das sie 
vergleichsweise teurer sind.

Naja, ich geh mal davon aus, dass man bei diesem Thema ohnehin auf 
keinen grünen Zweig kommt...

von Harald N. (Gast)


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J.-u. G. schrieb:
> Kara Benemsi schrieb:
>> Du kannst mit dem Begriff Berufsgenossenschaft etwas anfangen?
>
> Papier ist geduldig. Als Student habe ich noch nie jemand von denen in
> den Uni-Laboren gesehen. Solange nichts passiert...

Exakt so ist es. Will jetzt keine Details ausbreiten, aber man weiss 
wann kontrolliert wird...

>
>> Ach so, und der Hobbyist ist üblicherweise ein erfahrener, informierter
>> Experimentator.
>
> Mitnichten. Aber die in der Aussage von Harald Nagy, auf die Du
> angesprungen bist, bezog sich nunmal exakt auf diese Teilmenge.

Das war ein Vergleich. Und ein ernsthafter Hobbyist verwendet auch keine 
andere Methoden und kein anderes Equipment als der Forscher im Labor.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>Tja, dann passiert halt was passiert.

Ja, ich weiß, wir werden alle sterben.


>Bist Du tatsächlich der Meinung die Installationen in allen Uni-Laboren
>entsprechen...

Ich weiß nicht, wo dein Problem liegt. Nur weil sich deiner Meinung 
flächendeckend niemand an die allgmein geltende Richlinien hält,
sind diese völlig irrelevant?
Im übrigen sind seriöse Industrielaboratorien deutlich besser 
organisiert.

>Das ändert aber nichts daran, wie vorher (bevor etwas passiert) jahre- >oder 
teilweise jahrzehntelang gearbeitet wird.

Das zeigt, daß man manche Leute offenbar sehr wohl vor sich selbst 
schützen muß. In dem Falle heißt Erfahrung, daß man Sachen auch 
jahrelang falsch machen kann.

Ich weiß nicht, warum es Leute gibt, die sich besonders clever und toll 
vorkommen, wenn bewußt gegen sinnvolle Regeln verstoßen wird. Das hat 
irgendwie etwas von Kleinkindgehabe.

von Harald N. (Gast)


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Kara Benemsi schrieb:
> Ich weiß nicht, warum es Leute gibt, die sich besonders clever und toll
> vorkommen, wenn bewußt gegen sinnvolle Regeln verstoßen wird. Das hat
> irgendwie etwas von Kleinkindgehabe.

Da liegt dein Problem. Du gehst anscheinend stillschweigend davon aus, 
dass alle Richtlinien auch Sinn machen...

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>...weil dann effizientes Arbeiten schlicht unmöglich ist. Wie gesagt, >eigene 
Erfahrung.

Die übliche Entschuldigung für Bequemlichkeit und Ignoranz.

>Was qualifiziert dich?

Ca. 15 Jahre als Laborleiter.

von Harald N. (Gast)


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Bezüglich Richtlinien. Gibt es eigentlich ein Reglementarium, welche 
Sachen man als Privatmensch in seinem Keller machen darf bzgl. der 
Elektronik? In der Art eines Chemikaliengesetzes für die Chemie?

von Harald N. (Gast)


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Kara Benemsi schrieb:
>>...weil dann effizientes Arbeiten schlicht unmöglich ist. Wie gesagt, >eigene
> Erfahrung.
>
> Die übliche Entschuldigung für Bequemlichkeit und Ignoranz.
>
>>Was qualifiziert dich?
>
> Ca. 15 Jahre als Laborleiter.

Du willst mir jetzt aber nicht wirklich erklären, dass in allen 
Laboratorien streng nach Richtlinie gearbeitet wird? Das mag für 
(manche, vielleicht auch die meisten) industriellen Labore gelten, aber 
das wars dann schon.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>Das mag für (manche, vielleicht auch die meisten) industriellen Labore
>gelten, aber das wars dann schon.

Das dürfte seinen Grund haben. Weil professionelle Labore erkannt haben, 
daß Sicherheit unverzichtbar ist udn im Endeffekt kein Geld oder Zeit 
kosten.

>Du willst mir jetzt aber nicht wirklich erklären, dass in allen
>Laboratorien streng nach Richtlinie gearbeitet wird?

Wenn du dich an den Krautern orientieren willst, ist das deine Sache. 
Spricht trotz deiner Ausbildung nicht für Professionalität.

>Du gehst anscheinend stillschweigend davon aus, dass alle Richtlinien
>auch Sinn machen...

Jetzt fehlen nur noch Obrigkeitshörigkeit und Kadavergehorsam.

Wenn du in Statistiken nachsiehst, wirst du feststellen, daß die 
Unfallquoten in er chemischen Industie in DE mit zu den niedrigsten 
aller Berufssparten gehören. Und das dürfte nicht daran liegen, daß die 
Regeln unsinnig sind. Die meisten Unfälle sind übrigens Stoperunälle, 
Unfälle mit "Chemie" sind äuerst selten.

Das dürfte auch daran liegen, daß Experten, die glauben, daß sie alles 
besser wüßten, da sehr schnell aussortiert werden.

Wenn ich Sicherheit Vorrang gebe, dann schon aus Eigeninteresse. Ich 
möchte nämlich abends gesund nach Hause gehen und in den nächsten Jahren 
bei Neubildungen nicht vor Arzt hören: da hätten Sie aber aufpassen 
müssen.

von J.-u. G. (juwe)


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Kara Benemsi schrieb:
> Nur weil sich deiner Meinung
> flächendeckend niemand an die allgmein geltende Richlinien hält,
> sind diese völlig irrelevant?
Nun unterstelle mir mal bitte nichts, was ich nicht geäußert habe. Ich 
habe doch einen Punkt angeführt, für den ich die Richtlinien für 
relevant halte. Ich sehe aber auch nicht, dass allein aufgrund der 
Existenz solcher Richtlinien pauschal bei allen Forschungs -Laboren 
von irgendeinem höheren Sicherheitsstandard auszugehen ist.

> Im übrigen sind seriöse Industrielaboratorien deutlich besser
> organisiert.
Zustimmung. Exakt das ist auch meine Erfahrung. Genau deshalb habe ich 
diese ja auch in meinem ersten Beitrag ausgeklammert.

> Das zeigt, daß man manche Leute offenbar sehr wohl vor sich selbst
> schützen muß.
Der beste Schutz ist meiner Meinung nach Sachkenntnis und Umsicht. 
Allein dadurch ergibt sich üblicherweise eine beträchtliche Schnittmenge 
mit den Vorgaben der Richtlinien, und zwar unabhängig davon ob Bastler 
oder Laborant.

> Ca. 15 Jahre als Laborleiter.
Darf ich fragen, in welchem Bereich? Ich vermute Industrie. Ich habe 
nämlich genug Hochschlullabore (wobei ich weniger für Chemie- sondern 
eher für Physiklabore sprechen kann) kennen gelernt, in denen es de 
facto gar keinen Laborleiter gab.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>Ich sehe aber auch nicht, dass allein aufgrund der
>Existenz solcher Richtlinien pauschal bei allen Forschungs -Laboren
>von irgendeinem höheren Sicherheitsstandard auszugehen ist.

Das habe ich auch nie behauptet. Zumindest hat jeder die Chance, sich 
Informationen zu verschaffen, um sicher zu arbeiten.

>...mit den Vorgaben der Richtlinien, und zwar unabhängig davon ob
>Bastler oder Laborant.

Da wären wir uns einig.

>Darf ich fragen, in welchem Bereich? Ich vermute Industrie.

Korrekt.

Ich reagiere nur allergisch auf Aussagen, daß man bei Einhaltung der 
Regeln nicht effizeint arbeiten könnte.
Von neuen, jungen Laboranten höre ich diese Sprüche auch. Dann stelle 
ich mich daneben und sage, daß man mir doch bitte die Probleme konkret 
vorführen möge. Bisher mußte ich mich noch nicht korrigieren.

von Harald N. (Gast)


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Kara Benemsi schrieb:
>>Das mag für (manche, vielleicht auch die meisten) industriellen Labore
>>gelten, aber das wars dann schon.
>
> Das dürfte seinen Grund haben. Weil professionelle Labore erkannt haben,
> daß Sicherheit unverzichtbar ist udn im Endeffekt kein Geld oder Zeit
> kosten.

Im Schluss heisst das, an der Uni wird nicht professionell geforscht?

Zwecks den industriellen Laboratorien geb ich dir recht.

Trotzdem, um auf das eigentliche Thema zurückzukommen, ich finde die 
Regulatorien bzgl. Chemikalien teilweise ziemlich sinnlos. Wie gesagt, 
alles ist beschaffbar.
Und warum soll man denjenigen, die interessiert sind, nicht die 
Möglichkeit bieten Naturwissenschaften früh kennenzulernen, eine gewisse 
Substanzkenntniss zu erlangen usw.?
Ich hab mir selbst aktuelle Experimentierkästen angesehen. Die 
Möglichkeiten hierbei sind sehr beschränkt.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>Im Schluss heisst das, an der Uni wird nicht professionell geforscht?

Um es zuzuspitzen: die Ergebnisse mögen professionell sein, über die Art 
und Weise hinsichtlich Sicherheit ließe sich oft diskutieren...

>ich finde die Regulatorien bzgl. Chemikalien teilweise ziemlich sinnlos

Daß da im Rahmen des Terrorwahns sicher übertrieben wird, dem stimme ich 
völlig zu. Wo jetzt die gesunde Balance liegt ist ein schwieriges Feld.

von J.-u. G. (juwe)


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Kara Benemsi schrieb:
> Das habe ich auch nie behauptet.

Gut. Dann sind wir ja bis auf Weiteres in dieser Hinsicht quitt. :)

von Harald N. (Gast)


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Na, man nähert sich ja an ;-)

von Karl H. (kbuchegg)


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Kara Benemsi schrieb:

> Ich weiß nicht, warum es Leute gibt, die sich besonders clever und toll
> vorkommen, wenn bewußt gegen sinnvolle Regeln verstoßen wird.

Weil nicht jede Regel überall sinnvoll ist.
Die Hygiene-Regeln eines Krankenhauses zu Hause anzuwenden, ist bis auf 
wenige Ausnahmen kontraproduktiv.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>Die Hygiene-Regeln eines Krankenhauses zu Hause anzuwenden, ist bis auf
>wenige Ausnahmen kontraproduktiv.


Das wäre nach den Hygiene-Regeln auch gar nicht erforderlich. 
Üblicherweise hat man zu Hause keinen Umgang mit Frischoperierten, offen 
Wunden, MSRA-Infektionen, Immungeschwächten etc.

Die Anwendung der 5 Sicherheitsregeln bei Umgang mit "Strom" sollte man 
hingegen auch zu Hause anwenden. Mindestens Freischalten und gegen 
Wiedereinschalten sichern. Spannugnsfreiheit festzustellen it auch kein 
Hexenwerk.


Begraben wir das Kriegsbeil. Wir liegen hoffentlich näher beisammen als 
ursprünglich gedacht.

von Karl H. (kbuchegg)


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Kara Benemsi schrieb:

> Begraben wir das Kriegsbeil. Wir liegen hoffentlich näher beisammen als
> ursprünglich gedacht.

Ich bin sogar davon überzeugt.

Ich bin ja durchaus bei dir, wenn du sagst, dass es gewisse 
Mindest-Sicherheits Standards geben muss, wenn jemand mit Chemikalien 
experimentiert. Schutzmantel, Schutzbrille, Hände waschen, für den 
Notfall zumindest schon mal probiert zu haben wie Augen auswaschen geht, 
seine Nase nicht überall reinhalten (auch nicht wenns qualmt). Du darfst 
gerne noch ein paar mehr Grundregeln dazu mit aufnehmen auf die ich 
momentan nicht mehr komme.
Beachtet man diese, und die sind nun wirklich nicht so schwer 
einzuhalten, dann konnte einem mit einem Chemiebaukasten aus den 70-er 
Jahren nicht viel passieren. Und so aberwitzig abartig sind diese 
Basisregeln nicht, dass man da nicht von alleine drauf kommen könnte.

J.u.G. hat es weiter oben gut formuliert, wenn er sagt
> Der beste Schutz ist meiner Meinung nach Sachkenntnis und Umsicht.
Exakt. Mit ein bischen Hausverstand lassen sich viele Probleme von vorne 
herein vermeiden, selbst wenn man das Regelwerk nicht kennt.

Irgendwo schlägt die Reglementierungswut dann nämlich auch mal ins 
Gegenteil um. Es wird nur noch sinnlos reglementiert und den Leuten zum 
einen die Lust am experimentieren und weiterbilden genommen und zum 
anderen werden sie aus der Eigenverantwortung entlassen. Die Frage 
lautet dann nicht mehr: "Was hat er sich dabei bloss gedacht?" sondern 
"Welche Regel können wir aus dem Hut zaubern?".
Und trotz aller Chemikalien-Reglementierung: Wer sich in die Luft 
sprengen will, der schafft das auch heute noch problemlos. Die Zutaten 
dafür gibt es in jeder Gartenabteilung bzw. Lebensmittelhandel. Nach dem 
was ich so weiß, kann man damit einen ganz ordentlichen Bums erzeugen.

von Harald N. (Gast)


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Dann sind wir alle am Ende ja eh der gleichen Meinung.

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