Hallo,
ich habe von Internetgeräten nicht viel Ahnung.Überall kann mann grad
lesen dass Fritzboxen unsicher sind und sehr teuere Telefonrechnungen
machen.
Wie kann ich überprüfen ob ich gefährdet bin?
Habe einen 1und1 HomeServer und das ist doch auch eine Fritzbox - denke
ich mir zumindest da das Gehäuse gleich aussieht.
Hilfe ich hab Angst schrieb:> Hallo,> ich habe von Internetgeräten nicht viel Ahnung.Überall kann mann grad> lesen dass Fritzboxen unsicher sind und sehr teuere Telefonrechnungen> machen.>> Wie kann ich überprüfen ob ich gefährdet bin?> Habe einen 1und1 HomeServer und das ist doch auch eine Fritzbox - denke> ich mir zumindest da das Gehäuse gleich aussieht.
Bist du zu dumm (dann wird dir geholfen) oder zu faul zum Recherchieren?
Hilfe ich hab Angst schrieb:> ich habe von Internetgeräten nicht viel Ahnung.Überall kann mann grad> lesen dass Fritzboxen unsicher sind und sehr teuere Telefonrechnungen> machen.
Genauer: In der BSI-Liste sind ein paar Zugänge von Fritzboxen
aufgetaucht und ein paar Fritzen wurden dafür genutzt, illegal Geld zu
verdienen.
Ob die Fritzen geknackt wurden, oder bloss durch doofe/verratene
Passwörter kreativ eingesetzt, ist bisher nicht bekannt. AVM geht aber
auf Nummer Sicher und empfiehlt, den Fernzugang vorsorglich zu
schliessen.
Hilfe ich hab Angst schrieb:> Überall kann mann grad lesen dass Fritzboxen unsicher sind und sehr> teuere Telefonrechnungen machen
Na ja, Frau kann das auch lesen, aber die hat sowieso eine hohe
Telefonrechnung. Netgear haben auch ihre Probleme, Vodaphone Easy Boxen
ebenfalls. Nichts ist sicher.
A. K. schrieb:> AVM geht aber> auf Nummer Sicher und empfiehlt, den Fernzugang vorsorglich zu> schliessen.
Eigentlich ist es doch schon immer eine Selbstverständlichkeit,
Fernwartung nur zuzulassen, wenn sie benötigt wird (und danach wieder
abzuschalten!). Sonst ist das doch eine Einladung an Hacker, besonders
wenn es dann noch einen Standardlogin für den Kundendienst gibt, der bei
allen Geräten gleich ist - was man nicht wissen kann, denn in den
technischen Daten steht das bestimmt nicht drin.
Gruss Reinhard
Der entscheidende Punkt bis zum Einspielen einer aktualisierten
Firmware:
Fernzugriff auf die Konfigurationsoberfläche deaktivieren
Mal unter uns: Wozu braucht man die auch?
Hallo,
was mich mal interessieren würde: Ist es eigentlich möglich, dass man
diese Sicherheitslücke mit ein paar Klicks und der Angabe der eigenen
Email-Adresse mehr oder weniger unbewußt aktiviert?
Muss man sich klassisch bei einem Dienst anmelden und in einer Email
einen Bestätigungs-Link anklicken, oder reicht ein Eintragen von selbst
gewählten Zugangsdaten und die Box lauscht anschließend auf Port 443?
Und kann man eigentlich den Fernzugriff problemlos von unterwegs
deaktivieren? Es dürften doch wohl einige den Fernzugriff nutzen, weil
sie nur selten zu Hause sind...
Ich selbst habe keine Fritz-Box, aber das würde mich trotzdem sehr
interessieren.
LG,
Georg
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Der entscheidende Punkt bis zum Einspielen einer aktualisierten> Firmware:>> *Fernzugriff auf die Konfigurationsoberfläche deaktivieren*>> Mal unter uns: Wozu braucht man die auch?
Ganz einfach, um von außen auf seine eigene "Cloud" zugreifen zu können
oder den quengelden Kids doch noch eine weitere Stunde Internet frei zu
geben oder um auf die Kamera zuzugreifen ... und noch viele weitere
oder.
Bei meinem Sohn in der Klasse spekulieren sie schon seit einem Monat
darüber wann dieser Fall eintritt. Es muss wohl wieder eine neue
Software im Umlauf sein, die das möglich macht.
Ich finde es schade, dass ich das nun nicht mehr kann.
Georg schrieb:>>> Und kann man eigentlich den Fernzugriff problemlos von unterwegs> deaktivieren?
Ja kann man und habe ich auch sofort nach der Meldung in den Nachrichten
gemacht.
Man liest ja von Betroffenen mit 4000 Euro Telefonkosten in einer Nacht.
Wer haftet eigentlich für den Schaden? Muss der Betroffene AVM verklagen
oder sind die so kulant und zahlen den Schaden freiwillig oder haben die
für sowas eine Versicherung, die dann eventuell Probleme bei der
Erstattung macht, wie so viele Versicherungen im Schadensfall?
Erstmal zahlt der Fritzbox-Nutzer. Du kannst ja dann versuchen andere
(größere) zu verklagen. Sieht aber schlecht aus. Vielleicht hilft die
die NSA bei der Beweisführung. Hoffentlich warst du in der Zeit im
Krankenhaus und hattest dort kein Internet.
Die Gören wissen also seit einem Monat von solchen Dingen. Ja, nur für
anderes haben die im Kopf keinen Platz mehr - definitiv!
Rolf schrieb:> Man liest ja von Betroffenen mit 4000 Euro Telefonkosten in einer Nacht.> Wer haftet eigentlich für den Schaden? Muss der Betroffene AVM verklagen> oder sind die so kulant und zahlen den Schaden freiwillig
Wieso sollte AVM da was zahlen? Wenn die Leute den Fernzugriff
aktivieren, sind sie selbst Schuld. Der ist standardmäßig nicht aktiv!
Auch für Zugriffe auf die heimischen Netzwerkgeräte braucht man den
Fernzugriff auf den Router nicht.
T.roll schrieb:> Rolf schrieb:>> Man liest ja von Betroffenen mit 4000 Euro Telefonkosten in einer Nacht.>> Wer haftet eigentlich für den Schaden? Muss der Betroffene AVM verklagen>> oder sind die so kulant und zahlen den Schaden freiwillig>> Wieso sollte AVM da was zahlen? Wenn die Leute den Fernzugriff> aktivieren, sind sie selbst Schuld. Der ist standardmäßig nicht aktiv!> Auch für Zugriffe auf die heimischen Netzwerkgeräte braucht man den> Fernzugriff auf den Router nicht.
Na dann frag mal alle Fritbox Nutzer wie viel AVM das beworben hat.
Biete mich gern als Zeuge für einen Geschädigten an und das Plädoyer
schreibe ich demjenigen auch dazu.
Kann doch wohl nicht sein, dass immer der 'kleine Mann' allein bluten
soll.
Was ist mit der Telefongesellschaft? Hätten die nicht auch merken
müssen, dass da ein Betrug statt findet.
Die würden von mir keinen Cent bekommen.
Möchte zwar nicht zu den Geschädigten gehören, aber wäre das der Fall,
dann gäbe es mit Sicherheit ein neues Grundsatzurteil in diesem Bereich.
Die müssen den AVM Server gehackt haben und da die Passwörter her haben.
Anders kann ich mir das nicht vorstellen.
Abdul K. schrieb:>> Die Gören wissen also seit einem Monat von solchen Dingen. Ja, nur für> anderes haben die im Kopf keinen Platz mehr - definitiv!
Zumal meiner dann für mich eine Sicherheitswarnung abgeben hätte können.
Der Angriffsvektor erscheint mir recht simpel. Ausgangspunkt das
Abgreifen von E-Mailadressen und Passwörtern in Online Shops usw. also
z.B. die 16Mio Daten. Und ist ja auch eine IP zu jedem Datensatz dazu.
Dann ein Skript, was potentielle Ports der IPs scannt und bei einer
Antwort kann man ja die Mail plus Passwort probieren. Wer eben so blöd
ist, für die Fritte die Mail Adresse zu benutzen hat dann bei gleichem
Passwort eben Pech gehabt.
Christian R. schrieb:> Der Angriffsvektor erscheint mir recht simpel. Ausgangspunkt das> Abgreifen von E-Mailadressen und Passwörtern in Online Shops usw. also> z.B. die 16Mio Daten. Und ist ja auch eine IP zu jedem Datensatz dazu.> Dann ein Skript, was potentielle Ports der IPs scannt und bei einer> Antwort kann man ja die Mail plus Passwort probieren. Wer eben so blöd> ist, für die Fritte die Mail Adresse zu benutzen hat dann bei gleichem> Passwort eben Pech gehabt.
Das ist immer einfach so was im Nachhinein zu sagen. Mit vollen Hosen
ist halt gut stinken, aber die nächste Lücke könnte dich erwischen.
Mit solchen Aussagen, finde ich, verharmlost man diese Kriminellen und
tut ja gerade so, als wäre der Depp am anderen Ende der Leitung selbst
schuld.
Es wird, bei aller Vorsicht, immer einen Ersten geben den es erwischt.
Im weiter oben erwähnten heise-Beitrag steht doch bereits drin:
"Bei der Analyse der Telefonie-Missbräuche über die
Fritzbox-Fernkonfiguration hat der Hersteller AVM herausgefunden, dass
anders als zunächst vermutet doch keine auf anderen Wegen beschafften
Zugangsdaten verwendet wurden. Offenbar haben die Angreifer einen Weg
gefunden, die Authentifizierung beim Fernzugriff per Browser zu
umgehen."
Auf Dauer wird der durchschnittliche User dieses Aufrüstungsrennen
definitiv verlieren! Und dazu zähle ich eigentlich auch alle User hier
auf µC.net.
Zu den Problemen gehört z.B. auch die fehlende Autorisierung von
Websites beim User. Es gibt immer nur ein Login in die andere Richtung.
Die Banken haben für die PIN auch noch keine Alternative und schieben
das Problem auf die Kunden. Probleme werden dann durch eine großzügige
Kostenübernahme plattgewälzt. Das ist aber nix anderes als ne moderne
Form der Geldwäsche.
Selbst so einfache Sachen wie ein europäischer Google-Ersatz oder
zentrale IP-Filterung nach den Wünschen der Nutzer sind nicht
realisiert.
Angriffsvektoren gibt es viele, z.B. daß Privatanwender meist nur sehr
begrenzte Anzahl von email-Adressen haben. Darauf baut ja auch die
SPAM-Industrie auf.
Alles technisch relativ einfach realisierbar. Gemacht wird es nicht!
Abdul K. schrieb:> Die Banken haben für die PIN auch noch keine Alternative und schieben> das Problem auf die Kunden.
Kostenfrage. Die Alternativen sind teuerer, weil pro Nase zig Euros
schwer. Kosten die, wenn verpflichtend, möglicherweise die Banken tragen
müssten. Und das alle paar Jahre neu. Da lohnt es sich eher, ab und
"Kulanz" walten zu lassen.
> Selbst so einfache Sachen wie ein europäischer Google-Ersatz
Amis durch Briten ersetzen bringt genau was? Die haben doch weitaus
weniger Skrupel als die Amis.
> zentrale IP-Filterung nach den Wünschen der Nutzer sind nicht> realisiert.
Filtern vor wem? Dem Botnet? Den übrigen Deutschen?
Gestern gab passend zu Eröffnung der Olympiade einen nettes kleines DoS
direkt aus deutschen Landen.
Übrigens eignet sich eine solche zentrale Filterung vorzüglich für
staatliche Zensur. Privatisiert natürlich, weil dann isses formal keine.
Rolf schrieb:> Man liest ja von Betroffenen mit 4000 Euro Telefonkosten in einer Nacht.> Wer haftet eigentlich für den Schaden?
Hoffentlich haftet der Nutzer für seine Fahrlässigkeit. Es ist aber in
der Praxis in Deutschland leider so, dass fast immer die Dümmsten vor
ihrer eigenen Dummheit geschützt werden und es offenbar keine
Sorgfaltspficht gibt. Deshalb schert sich auch fast keiner um seine
Computersicherheit. Dass der Fernzugriff ein Sicherheitsrisiko
darstellt, ist ja wohl absolut klar.
F. Fo schrieb:> Was ist mit der Telefongesellschaft? Hätten die nicht auch merken> müssen, dass da ein Betrug statt findet.
Das ist nicht deren Aufgabe.
Die düfren dein Telefonverhalten zum Glück noch nicht ausspionieren um
Unregelmäßigkeiten deines Verhaltens zu analysieren und um dann
irgendwelche Dinge eigenmächtig zu sperren! Das käme dann einer Zensur
gleich.
F. Fo schrieb:> Was ist mit der Telefongesellschaft? Hätten die nicht auch merken> müssen, dass da ein Betrug statt findet.> Die würden von mir keinen Cent bekommen.
Du meinst allen Ernstes, die müsste dein Verhalten überwachen und dich
notfalls vor dir selbst schützen (die wissen ja nicht, ob du nicht
selbst in der Karibik anrufst, oder deine Gören). Das wäre ein etwas
verspätetes 1984.
Aber Dialer als Geschäftsmodell sind ja uralt. In der Praxis rufen die
meisten nie im Ausland an oder nur in ganz wenigen Ländern, da könnte
man auch beim Telefonprovider Auslandsgespräche entsprechend sperren
lassen und damit allen solchen Betrügereien den Boden entziehen (das
wäre auch der einzige Fall, wo die Telefongesellschaft wirklich den
Schaden tragen müsste, wenn sie die Gespräche trotzdem weitergeleitet
hat). Das ist aber halt zu unbequem, obwohl Flatrates ja keine
weltweiten Gespräche abdecken und daher auch auf andere Art
unbabsichtigt Kosten entstehen können. Jugendliche mit Freunden im
Ausland kriegen so schnell ein paar hundert Euro im Monat zusammen, ganz
ohne Hackerhilfe.
Gruss Reinhard
Reinhard Kern schrieb:> Du meinst allen Ernstes, die müsste dein Verhalten überwachen und dich> notfalls vor dir selbst schützen
So absurd ist das nicht. Mir ist ein Fall bekannt, wo eine
Mobilfunkabrechnung noch viel viel höher ausfiel. Und in Verhandlung mit
dem Provider auf einen winzigen Bruchteil eindampfte.
A. K. (prx) schrieb:
Abdul K. schrieb:
>> Selbst so einfache Sachen wie ein europäischer Google-Ersatz> Amis durch Briten ersetzen bringt genau was? Die haben doch weitaus> weniger Skrupel als die Amis.
Die Briten sehen sich wohl selbst am liebsten als der verlängerte Arm
der (Spionage-) USA und suhlen sich zudem in der Rolle der Anti-Europäer
als auch Bewahrer ihres leidlichen Zocker-Finanzplatzes London. Solange
sie sich so gegenüber Resteuropa verhalten, sollen sie mir auch nicht
mit Euro-Skepsis kommen. Die Rolle nehme ich denen nicht ab. Da müssten
sie selbst schon was besseres anzubieten haben.
So einfach ist das wohl auch nicht mit dem "google-Ersatz". Der Zug ist
lange abgefahren und google hat das Match gewonnen. Umgekehrt würde sich
sofort die Frage stellen, ist einer Europäischen Suchmaschiene überhaupt
zu trauen? Oder kommt der Nutzer dann vom Regen in die Traufe.
> Gestern gab passend zu Eröffnung der Olympiade einen nettes kleines DoS> direkt aus deutschen Landen.
Mich interessiert die Olympiade längst kein bisschen mehr. Putin lässt
zu, dass jagt auf Homophobe gesellschaftlich in weiten Teilen akzeptanz
findet. Das alleine reicht, um NIET zu dieser Veranstaltung zu sagen.
Menschenhatz ist widerwärtig und völlig inakzeptabel. Da möchte ich als
Zuschauer nicht mit irgendwelchen Medaillenträgern ruhig gestellt
werden. Die Mannschaften aus D-Land sollten mal gemeinsam ein deutliches
Zeichen setzen, mit einer sichtbaren Aktion gegen diesen unflätigen
Wahnsinn und zwar so, dass es auch weh tut in der russischen Volksseele.
A. K. schrieb:> Und in Verhandlung mit> dem Provider auf einen winzigen Bruchteil eindampfte.
Ja Kulanz ist was Nettes. Aber einfach fordern kann man das nicht, oder
die Bezahlung verweigern.
Wobei du auch nicht erwähnt hast, wieso die Rechnung so hoch war. Es
kommen ja auch Fehler vor.
Gruss Reinhard
Abdul K. schrieb:> Selbst so einfache Sachen wie ein europäischer Google-Ersatz
Einen große deutsche Suchmaschine wird es auch niemals geben. Die ganzen
Gerichtskosten kann sich keiner leisten.
Entweder wird der Bot gleich als Hackertool eingestuft, da er mehrere
Seiten abruft = den Server "angreift" (DoS). Oder man soll für Texte in
den Ergebnissen wegen dem Leistungsschutzrecht zahlen. Dann gibt es auch
noch die vielen Leute, die nicht mit irgendwelchen Begriffen in den
Ergebnissen auftauchen wollen (siehe aktuelle Urteile bei Google). Dann
natürlich noch sämtliches mit "illegalen" Downloadseiten, Störerhaftung,
usw.
>Hoffentlich haftet der Nutzer für seine Fahrlässigkeit.
Für welche Fahrlässigkeit? Der Nutzer nutzt ein weit verbreitetes und
allgemein als Zuverlässig geltendes Produkt lediglich bestimmungsgemäß
und sollte sich auf das verlassen können, was der Hersteller zum Thema
Sicherheit schreibt:
"Sie können Ihre FRITZ!Box nicht nur für den sicheren Zugriff aus dem
Internet über die MyFRITZ!-Internetplattform einrichten. Wenn Sie über
einen Dynamic DNS-Domainnamen bei einem anderen Anbieter verfügen,
können Sie auch über diesen aus dem Internet auf Ihre FRITZ!Box
zugreifen.
Zum Schutz vor unbefugtem Zugriff ist die Internetzugriff auf die
FRITZ!Box auch dabei nur über verschlüsselte HTTPS-Verbindungen
(Hypertext Transfer Protokoll Secure) und nach Eingabe von Benutzername
und Kennwort möglich."
Wo ist denn da bitte nach objektiven Maßstäben die offensichtliche
Vermeidbarkeit, wenn ein Laie sich eine Fritz Box kauft oder sie sogar
offiziell von seinem Telefon- und Internet-Provider gestellt bekommt,
diese dann sorgfältig nach Herstellervorgaben absichert und dann
trotzdem ein Opfer einer kostspieligen Betrugsmasche wird?
>Es ist aber in der Praxis in Deutschland leider so, dass fast immer>die Dümmsten vor ihrer eigenen Dummheit geschützt werden und es>offenbar keine Sorgfaltspficht gibt.
Worin genau besteht hier die Sorgfaltspflicht? Im voraus zu ahnen,
welche Funktionen der Fritz-Box irgendwann mal gehackt werden und diese
vorausschauend zu deaktivieren? Dann dürfte es auch kein WLAN geben,
denn dort wurden auch schon Algorithmen geknackt und eigentlich ist das
genau so gefährlich wie ein Fernzugriff. Willst Du jetzt flächendeckend
WLAN abschaffen? Warum darf AVM diesen angeblich auf so vorhersehbare
Weise unsicheren Mist überhaupt an Laien verkaufen? Wo bleibt da die
Sorgfalt?
>Das ist nicht deren Aufgabe.
Dann ist es auch nicht Aufgabe der Kunden, Rechnungsposten zu
begleichen, von deren Entstehung Sie überhaupt nichts wussten. Es gibt
ja für den Kunden überhaupt keine verbindliche Möglichkeit,
festzustellen, ob sich jemand am Anschluss zu schaffen gemacht hat und
ob die Telefon-Rechnung gerade explodiert.
>Du meinst allen Ernstes, die müsste dein Verhalten überwachen und dich>notfalls vor dir selbst schützen (die wissen ja nicht, ob du nicht>selbst in der Karibik anrufst, oder deine Gören). Das wäre ein etwas>verspätetes 1984.
Es geht doch überhaupt nicht darum, jemanden vor sich selbst zu
schützen. Es geht vielmehr darum, dass man sich als Kunde von
Telekommunikations-Anbietern immer wieder neuen Abzock-Maschen
ausgesetzt sieht, die nur durch die tatkräftige Mithilfe dieser Anbieter
in Form von Mehrwertdiensten und Ähnlichem überhaupt möglich gemacht
wurden. Und jedes mal muss dann der Kunde agieren...hier etwas sperren
lassen, dort etwas begrenzen. Wenn man in einer halben Stunde
Telefongebühren in einer Höhe verursachen kann, die für viele schon
existenzbedrohend sein dürfte, dann ist es sehr wohl die Aufgabe des
Providers, einen Missbrauch zu verhindern oder zumindest die
Telefonrechnung auf ein für diesen Kunden übliches und wirtschaftlich
vertretbares Maß zu deckeln. Interessant ist dabei, dass selbst die
Provider anscheinend technisch überhaupt nicht in der Lage sind, in
Echtzeit festzustellen, welche Kosten gerade über meinen Anschluss
verursacht werden. Es ist ja kein Geheimnis, dass Prepaid-Kunden durch
Mehrwertdienste ins vertraglich eigentlich unmögliche Minus gerutscht
sind und die Provider erst durch langwierige Prozesse von der
Unrechtmäßigkeit dieser Rechnungsstellung überzeugt werden mussten. Eine
echte Deckelung der Kosten ist bei Diensten, die nicht komplett gesperrt
sind, technisch wohl gar nicht ohne weiteres möglich. Das Bild vom
fahrlässig handelnden Kunden auf der einen Seite und dem seriösen
Provider auf der anderen Seite kann man jedenfalls getrost vergessen.
Die Provider nutzen rücksichtslos jede Gelegenheit, um den Kunden das
Geld aus der Tasche zu ziehen. Und dann soll der Kunde auch noch zahlen,
wenn wildfremde Personen ohne sein Wissen teure Gespräche geführt haben
und quasi feststeht, dass es tatsächlich unbekannte Dritte waren und
nicht der Sohnemann? Na herzlichen Glückwunsch zu dieser
verbraucherfeindlichen Einstellung!
Mit Zensur oder 1984 hat das jedenfalls erst mal gar nichts zu tun.
Reinhard Kern schrieb:> Ja Kulanz ist was Nettes.
Kannst es auch die Anerkennung einer schwachen Rechtsposition nennen.
Vor Gericht wäre der Provider möglicherweise abgesoffen. Ich kann mich
vage dran erinnern, dass es schon entsprechende Urteile gegeben hat.
Also dass sehr wohl eine gewisse Pflicht bestehen kann, extrem aus dem
Ruder laufende Verhältnisse rechtzeitig zu überprüfen, zumal wenn es
keinerlei entsprechende Vorgeschichte gibt.
Butch schrieb:>>Hoffentlich haftet der Nutzer für seine Fahrlässigkeit.>>> Es geht doch überhaupt nicht darum, jemanden vor sich selbst zu> schützen. Es geht vielmehr darum, dass man sich als Kunde von> Telekommunikations-Anbietern immer wieder neuen Abzock-Maschen> ausgesetzt sieht, die nur durch die tatkräftige Mithilfe dieser Anbieter> in Form von Mehrwertdiensten und Ähnlichem überhaupt möglich gemacht> wurden. Und jedes mal muss dann der Kunde agieren...hier etwas sperren> lassen, dort etwas begrenzen. Wenn man in einer halben Stunde> Telefongebühren in einer Höhe verursachen kann, die für viele schon> existenzbedrohend sein dürfte, dann ist es sehr wohl die Aufgabe des> Providers, einen Missbrauch zu verhindern oder zumindest die> Telefonrechnung auf ein für diesen Kunden übliches und wirtschaftlich> vertretbares Maß zu deckeln. Interessant ist dabei, dass selbst die> Provider anscheinend technisch überhaupt nicht in der Lage sind, in> Echtzeit festzustellen, welche Kosten gerade über meinen Anschluss> verursacht werden. Es ist ja kein Geheimnis, dass Prepaid-Kunden durch> Mehrwertdienste ins vertraglich eigentlich unmögliche Minus gerutscht> sind und die Provider erst durch langwierige Prozesse von der> Unrechtmäßigkeit dieser Rechnungsstellung überzeugt werden mussten. Eine> echte Deckelung der Kosten ist bei Diensten, die nicht komplett gesperrt> sind, technisch wohl gar nicht ohne weiteres möglich. Das Bild vom> fahrlässig handelnden Kunden auf der einen Seite und dem seriösen> Provider auf der anderen Seite kann man jedenfalls getrost vergessen.> Die Provider nutzen rücksichtslos jede Gelegenheit, um den Kunden das> Geld aus der Tasche zu ziehen. Und dann soll der Kunde auch noch zahlen,> wenn wildfremde Personen ohne sein Wissen teure Gespräche geführt haben> und quasi feststeht, dass es tatsächlich unbekannte Dritte waren und> nicht der Sohnemann? Na herzlichen Glückwunsch zu dieser> verbraucherfeindlichen Einstellung!>> Mit Zensur oder 1984 hat das jedenfalls erst mal gar nichts zu tun.
Du hast hier Vieles gesagt, was ich mit dem kurzen Satz ausdrücken
wollte.
Keiner der Nutzer hat fahrlässig, nicht mal leichtsinnig gehandelt.
Das Sicherheitsupdate zeigt das deutlich. Es wurde und wird auch in der
letzten Mail von AVM die Sicherheit des Systems angepriesen.
Die Kosten können sehr wohl genau festgestellt werden, nur wollen die
das nicht und es ist nur all zu leicht sich auf technisch nicht lösbare
Probleme dies zu tun zu beziehen.
Ich will so einen Prozess nicht, aber den würde ich mit einem
Grundsatzurteil gewinnen, nur würde es nicht dazu kommen, weil die
Anbieter schon vorher einlenken würden.
Diesen Fall mit der WEP Verschlüsselung, das der Nutzer da verknackt
wurde, den kann man auch herran ziehen, denn hier wäre ja der
Umkehrschluss deutlich zu sehen. Ich habe alle technischen Möglichkeiten
eingehalten.
Da mussten sich wohl AVM und mein Telefonanbieter die Kosten teilen.
Und noch was, die Richter haben auch Telefon und Internet zu Hause.^^
A. K. schrieb:> Reinhard Kern schrieb:>> Ja Kulanz ist was Nettes.>> Kannst es auch die Anerkennung einer schwachen Rechtsposition nennen.> Vor Gericht wäre der Provider möglicherweise abgesoffen. Ich kann mich> vage dran erinnern, dass es schon entsprechende Urteile gegeben hat.> Also dass sehr wohl eine gewisse Pflicht bestehen kann, extrem aus dem> Ruder laufende Verhältnisse rechtzeitig zu überprüfen, zumal wenn es> keinerlei entsprechende Vorgeschichte gibt.
Eben!
Massenweise sogar. Aber vermutlich sind die Unkenrufer alle samt solche
Youngster, die da noch als Rugrats unterwegs waren.
F. Fo schrieb:> Keiner der Nutzer hat fahrlässig, nicht mal leichtsinnig gehandelt.
Und hat AVM fahrlässig gehandelt?
Vermutlich nein, damit sind die auch raus.
> Keiner der Nutzer hat fahrlässig, nicht mal leichtsinnig gehandelt.
Die Benutzung einer solchen Fernzugriffsfunktion ist aus Prinzip sehr
leichtsinnig, ganz egal was der Hersteller verspricht. Wer zu dumm ist,
dieses Feature abzuschalten wenn er es nicht braucht, sollte auch die
Konsequenzen tragen müssen. Dass solche Funktionen irgendwann mal
gehackt werden, damit muss der Anwender rechnen, weil diese Möglichkeit
offensichtlich ist. Der Hersteller ist jetzt auch in der Pflicht, das
bekannte Sicherheitsproblem zu lösen um nicht zuviele Kunden zu
verlieren. Aber er kann nicht alle möglichen Eventualitäten für die
Zukunft berücksichtigen. Irgendwann kann wieder ein Hacker kommen der
schlauer ist und eine andere Sicherheitslücke findet. Auch das muss
jedem Laien absolut klar sein. Sonst brauchen wir wirklich einen
Internetführerschein mit Intelligenztest. Aber das willst du doch nicht
wirklich.
Paul M. schrieb:> Wer zu dumm ist,> dieses Feature abzuschalten wenn er es nicht braucht
Naja, wer es ist nicht braucht wird es ohnehin nicht eingeschaltet haben
- Es ist ja standardmässig deaktiviert.
Und wer es braucht könnte alternativ noch die VPN-Funktion nutzen, aber
die könnte potentiell ja auch mal gehacked werden.
Ziemlich borniert, die meisten Aussagen hier.
Was ist mit dem Verursacherprinzip?
Es mag zwar über meinen Anschluss gelaufen sein, aber deshalb bin ich
noch lange nicht der Verursacher.
Wenn nun jemand mit deinem Auto, das er gerade geklaut hat, jemanden tot
fährt, warst du dann auch nur zu dumm? Du hättest doch wissen müssen,
dass die Wegfahrsperre irgendwann mal geknackt wird. Warum pumpst du
Depp nicht nach dem letzten Nutzen des Fahrzeuges den Sprit ab? Nur so
hättest du halbwegs den Tod des Menschen verhindern können.
Mit vollen Hosen ist immer gut stinken. Möchte mal wissen, ob ihr so
großzügig seid, wenn die mal eure Sachen hacken und ob ihr das dann
zahlen wollt.
Wenn du dein Auto offen stehen lässt, ist es erstens eine
Ordnungswidrigkeit und zweitens zahlt dir dann keine Versicherung etwas
wenn es geklaut wird. Ja der dämliche Autovergleich hinkt genauso wie
deiner.
Zumindest schickt die Telekom wohl unangenehme Brief an Leute, bei denen
zu viel SPAM rausgeht. Da steht auch der Ultima-Ratio drin.
Vielleicht wäre auch ein Internetführerschein nicht ganz falsch. Für
Heimtierbesitzer gibts sowas auch oder zumindest geplant. Manchmal
werden ja auch einfachste Dinge nicht richtig gemacht, siehe
Paßwortvergabe.
Mein Vorschlag mit europäischem Google war eigentlich mehr in Richtung
Open Source gedacht. Es gab wohl mal den Ansatz einer Suchmaschine unter
der Obhut der EU.
Hm. Also die Überwachung sehe ich da nicht als Problem, da eh alles
online verfolgbar ist. Bislang konnte mich noch niemand vom Gegenteil
überzeugen. Das ist einfach zu verlockend für die Organe.
Gerade erst wieder gelesen: Die Polizeiorgane waren bei der Diskussion
der Grenzwerte für Störstrahlung bei Powerline dagegen, diese anzuheben.
Ach, die will wohl jemand nicht seine Abhöreinrichtungen mit
Rauschteppich zuschütten lassen.
>Wenn du dein Auto offen stehen lässt, ist es erstens eine>Ordnungswidrigkeit und zweitens zahlt dir dann keine Versicherung etwas>wenn es geklaut wird.
Das Auto(=Fritte) steht ja gar nicht offen! Es wurde vom Besitzer
ordnungsgemäß abgeschlossen und eigentlich kann man die Türen auch nur
mit dem Schlüssel öffnen. Aber leider hat der Autodieb einen Weg
gefunden, den Hobel beschädigungsfrei mit einem Kleiderbügel zu öffnen.
Ist gerade erst bekanntgeworden und der Hersteller versendet jetzt
eifrig Updates für die Schlösser an seine Kunden.
>Zumindest schickt die Telekom wohl unangenehme Brief an Leute, bei denen>zu viel SPAM rausgeht. Da steht auch der Ultima-Ratio drin.
Ich glaube die sperren sogar den Email-Versand über SMTP(Webmail geht
dann noch), bis man die Ursache beseitigt hat. Den "Service" finde ich
gar nicht so schlecht. Was meint ihr, gäbe es spürbar weniger
Spam-Probleme, wenn das alle Provider so machen würden?
Abdul K. (ehydra) schrieb:
> Vielleicht wäre auch ein Internetführerschein nicht ganz falsch. Für> Heimtierbesitzer gibts sowas auch oder zumindest geplant. Manchmal> werden ja auch einfachste Dinge nicht richtig gemacht, siehe> Paßwortvergabe.
Du meinst um sich einen Goldhamster oder einen Karnickel zu halten
braucht es erst mal einen 6-Wöchigen Kurs? Wer hat sich denn dieses
geniale neue Geschäftsmodell ausgedacht? Oder ist das
Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Umlernwillige zertifizierte
Privat-Tierhaltungs-Betreuer-Anleiter?
> Mein Vorschlag mit europäischem Google war eigentlich mehr in Richtung> Open Source gedacht. Es gab wohl mal den Ansatz einer Suchmaschine unter> der Obhut der EU.
Als zusätzliches Angebot? Warum nicht! Konkurrenz (für Gurgel) belebt
das Geschäft. Kann nicht schaden. Kostet halt. Irgendjemand aber wird
dafür bezahlen müssen. Ob die Werbewirtschaft genügend Interesse dafür
aufbringen wird muss sich zeigen.
> Hm. Also die Überwachung sehe ich da nicht als Problem, da eh alles> online verfolgbar ist. Bislang konnte mich noch niemand vom Gegenteil> überzeugen. Das ist einfach zu verlockend für die Organe.
In der Theorie mag ALLES online verfolgbar sein. Die Praxis bestätigt
das aber nicht. Sonst gäge es schon lange keinen illegalen oder
nichtlizenzierten Content mehr.
Am illegalen Content verdient die Werbeindustrie ja kräftig mit!
Naja, besser ohne die! email-Versand sollte auch was kosten. Gerade so
viel, daß es für die Spammer nicht mehr lohnt.
Aber davor sollten erstmal die Provider die Spamfilter verbessern. Das
würde schon enorm helfen.
Peter II schrieb:>> ich habe von Internetgeräten nicht viel Ahnung.Überall kann mann grad>> lesen dass Fritzboxen unsicher sind und sehr teuere Telefonrechnungen>> machen.> Wenn du den Fernzugriff nicht aktiviert hast, ist alles gut.
Schön wärs. Diese Hoffnung hat sich heute leider zerschlagen. Siehe
http://heise.de/-2115745
Es scheint so, als könne man prinzipiell die Kennwortabfrage der
Fritzbox-Verwaltungsoberfläche umgehen. Entweder direkt per Fernwartung
von außen oder durch einen Browser-Exploit von deinem PC aus (und von
dem kommst du ja normalerweise auf deine Fritzbox).
Schlußfolgerung: Firmware-Update jetzt! Der entsprechende Menüpunkt
findet sich in der Fritzbox (= 1&1 Homeserver) Verwaltungsoberfläche
unter "System" -> "Firmware-Update". Je nach Modell und Firmwarestand
evtl. auch auf der Startseite als Assistent.
Falls deine Fritzbox so alt sein sollte, daß AVM kein Update dafür hat,
dann solltest du mal bei 1&1 anrufen. Kann ich mir aber nicht
vorstellen. Selbst für meine hornalte Fritzbox 7170 gibt es ein Update.
Heute eingespielt, ohne Probleme.
XL
Axel Schwenke schrieb:> Selbst für meine hornalte Fritzbox 7170 gibt es ein Update.
Angeblich mittlerweile sogar für die 7113, für die der Support schon
lange eingestellt ist und deren letzte Firmware von 2009 ist.
Hallo,
am 07.02. ist ja glaube ich die neue Firmware von AVM veröffentlicht
worden, ich habe das Update kurz darauf durchgeführt.
Gibt es für die neuen Lücken jetzt auch eine neue Firmware, oder ist die
vom 07.02. nach wie vor die aktuelle Firmware und AVM hat uns lediglich
verschwiegen, dass mit der neuen Firmware mehr Lücken behoben wurden,
als offiziell bekannt gegeben wurde?
Und welche Passwörter sollte man nun ändern? Restlos alle? Also
angefangen bei den DSL-Zugangs-Daten, über das WLAN-Passwort, VoIP-,
Email-Passwort bis hin zu irgendwelchen OnlineShopping-Passwörtern? Ich
habe insgesamt bestimmt 30 Passwörter(mit allen Diensten, etc.). Gibt es
da eine offizielle Empfehlung, welche man aus Sicherheitsgründen ändern
sollte?
Welche neuen Lücken?
Es gibt keine neuen Lücken, also auch keine neue Firmware.
Du sollst alle Passwörter ändern, die in Deiner Fritz Box gespeichert
sind.
Heiner schrieb:> Welche neuen Lücken?> Es gibt keine neuen Lücken, also auch keine neue Firmware.>
Na dann informiere dich mal hier:
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/fritzbox102.html
Neue Erkenntnisse, auch bei deaktiviertem Fernzugriff können die Boxen
"gekapert" werden.
Heiner schrieb:> Das ist aber keine neue Lücke, sondern dieselbe über die schon> ständig> berichtet wird. Und dagegen hilft das erwähnte Update.
Bis jetzt ging's immer um die Angreifbarkeit bei aktiviertem Fernzugriff
per https. Die heutige Meldung ist mir neu.
Heiner schrieb:> Das ist aber keine neue Lücke, sondern dieselbe über die schon> ständig> berichtet wird. Und dagegen hilft das erwähnte Update.
Selbst heise hat erst gestern darüber berichtet.
ich schrieb:> Bis jetzt ging's immer um die Angreifbarkeit bei aktiviertem Fernzugriff> per https. Die heutige Meldung ist mir neu.
Die ganze ungeschminkte Wahrheit hat der Hersteller anscheinend nicht
kommuniziert.
Aber egal, updaten, fertig.
Bis zur nächsten Lücke...
Oliver
Jörg schrieb:> Gibt es für die neuen Lücken jetzt auch eine neue Firmware, oder ist die> vom 07.02. nach wie vor die aktuelle Firmware und AVM hat uns lediglich> verschwiegen, dass mit der neuen Firmware mehr Lücken behoben wurden,> als offiziell bekannt gegeben wurde?
So verstehe ich das. AVM hat ja angekündigt, Details zu den Lücken zu
veröffentlichen. Sie wollen damit nur etwas warten, damit vorher auch
alle das Update einspielen können.
> Und welche Passwörter sollte man nun ändern? Restlos alle? Also> angefangen bei den DSL-Zugangs-Daten, über das WLAN-Passwort, VoIP-,> Email-Passwort bis hin zu irgendwelchen OnlineShopping-Passwörtern?
Das Problem beschreibt der Heise-Artikel ganz gut. Wenn sich jemand auf
deine Fritzbox eingehackt hat, dann konnte er die Router-Konfiguration
auslesen. Da drin sind die Paßwörter zwar verschleiert, aber prinzipiell
auslesbar. Zur Sicherheit solltest du also alle Paßwörter ändern, die du
in der Fritzbox irgendwo eingegeben hast: das Fritzbox-Paßwort selber,
DynDNS Zugangsdaten, WLAN etc. DSL-Zugangsdaten sind weniger kritisch,
die sind üblicherweise an deinen Anschluß gebunden.
XL
Heiner schrieb:> Heise berichtet nur über neue Erkenntnisse derselben Lücke und über neue> Methoden diese auszunutzen. Die Lücke ist nach wie vor dieselbe.
Heute eine mail von AVM (bin Fachhändler)
Sehr geehrter Herr ---,
in den Medien und Foren wird aktuell über weitere mögliche Angriffswege
auf die FRITZ!Box spekuliert. Die Angriffe auf die FRITZ!Box fanden
ausschließlich von außen über den Fernzugriff (Port 443) statt.
Die Attacke der Täter war nur möglich, wenn der Zugriff auf die
FRITZ!Box über das Internet aktiviert war. Weitere Angriffsmuster sind
nicht bekannt. Weiterhin empfiehlt AVM allen Anwendern, unabhängig vom
aktivierten Fernzugriff, das Sicherheits-Update zu installieren.
Das Update der FRITZ!Box-Modelle auf die sichere Firmware-Version
schützt Sie vor Angriffen und ist für alle Geräte unterschiedslos
verfügbar.
...
Das Sicherheits-Update steht bereits für über
40 FRITZ!Box-Modelle zum Download bereit.
Noch gestern habe ich gelesen, dass wirklich alle Fritzbox-Gerät
angreifbar sind, ohne Ausnahme. Die Firmware-Updates sollten unbedingt
aufgespielt werden!
XX schrieb:> Heiner schrieb:>> Heise berichtet nur über neue Erkenntnisse derselben Lücke und über neue>> Methoden diese auszunutzen. Die Lücke ist nach wie vor dieselbe.>> Heute eine mail von AVM (bin Fachhändler)
Auch dir wird AVM (vorerst) nicht mehr erzählen. Die Kommunikations-
strategie die sie anwenden, hat sogar einen Namen:
http://en.wikipedia.org/wiki/Responsible_disclosure> in den Medien und Foren wird aktuell über weitere mögliche Angriffswege> auf die FRITZ!Box spekuliert. Die Angriffe auf die FRITZ!Box fanden> ausschließlich von außen über den Fernzugriff (Port 443) statt.
Und das ist zwar keine Lüge, aber nicht notwendigerweise auch die ganze
Wahrheit. Alle bislang bekannt gewordenen Angriffe fanden von außen
statt. Das heißt aber nicht, daß die Lücke nicht generell den Zugriff
auf paßwortgeschützte Seiten der Managementoberfläche betrifft.
Bei Heise hat sich anscheinend mal einer die Firmware-Updates von AVM
etwas näher angeschaut. Also einfach die neueste Firmware und den
unmittelbaren Vorgänger ausgepackt und diff drüber laufen lassen. Dieser
Teil ist trivial.
Der kompliziertere Teil ist, die Änderungen zu bewerten. Und da ist wohl
zuerst aufgefallen, daß die Änderungen nicht auf den Teil beschränkt
sind, der die Fernwartung behandelt.
Jetzt sagt Heise daß sie einen Demo-Exploit haben. Vermutlich einfach
etwas Javascript, das man dem Opfer unterschiebt und das (weil es ja in
seinem Browser ausgeführt wird) die Fritzbox von innen aufmacht. Eine
wirklich interessante Frage ist, ob man dafür wirklich erst ein
Firmware-Update gesehen haben muß oder ob Kriminelle nicht auch schon
auf diese Idee gekommen sein können.
Das Firmware-Update sollte man auf jeden Fall einspielen. Denn früher
oder später werden die Details bekannt sein. Die Paßworte muß man nur
austauschen, wenn man befürchtet, schon unbemerkt Opfer eines Angriffs
geworden zu sein. Bis jetzt kennt man zwar nur Angriffe, die sofort
Profit machen wollten. Das schließt aber nicht aus, daß jemand unbemerkt
und im großen Stil Paßworte von Fritzboxen eingesammelt hat.
XL
Axel Schwenke schrieb:> etwas Javascript, das man dem Opfer unterschiebt und das (weil es ja in> seinem Browser ausgeführt wird) die Fritzbox von innen aufmacht.
... weil das Loch bei abgeschaltetem Fernzugang zwar nicht mehr von
aussen genutzt werden kann, sehr wohl aber von innen. Ja, das ergibt
Sinn.
> ob Kriminelle nicht auch schon auf diese Idee gekommen sein können.
Wer das Loch kennt, der braucht wohl nicht den Patch zu analysieren. Der
Patch könnte aber vielleicht dabei helfen, das Loch erst zu finden.
> Das Firmware-Update sollte man auf jeden Fall einspielen.
Selbstverständlich. Den Aufwand, sogar steinalte Boxen noch zu
aktualisieren, treibt AVM ja nicht aus Lust und Liebe.
A. K. schrieb:> Selbstverständlich. Den Aufwand, sogar steinalte Boxen noch zu> aktualisieren, treibt AVM ja nicht aus Lust und Liebe.
Wenn ich bei der wirklich steinalten 7050 nachsehe, finde ich nur eine
FW vom 14.05.2007
Als Router möchte ich das Ding zwar nicht mehr benutzen, aber es enthält
ja immerhin einen kleinen Linux-Rechner, mit dem man noch ein bischen
was anstellen kann...
Uhu Uhuhu schrieb:> Ha ha, alt, aber bezahlt ;-)
Ja, sowas in der Art hab auch gesagt, als ich sah, dass ich wegen der
irgendwo installierten ollen 7113 keinen Aufstand machen muss.