Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik BSS138 sehr ESD empfindlich??


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von Strubbi (Gast)


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Hallo zusammen.

ich betreibe an meinem Atmega8 mehrere BSS138 die ich benötige um 
mehrere LED-Reihen zu schalten.

Ich hatte bislange eigentlich noch nie große Probleme mit MOSFETs 
bezüglich ESD Problemen. Hatte bis jetzt immer zum IRLML2502 gegriffen, 
aber im aktuellen Projekt auf BSS138.

Ich schalte damit LEDs mit Eingangsspannung 12V und einem Strom von 50 
bis 250 mA.

Da der BSS138 deutlich günstiger als der IRLML2502 ist würde ich gerne 
den BSS138 weiter verwenden, aber er scheint extrem empfindlich zu sein. 
Gibt es eine alternative die Preislich ähnlich ist (Anzahl 500 Stk) aber 
nicht so ESD empfindlich ist?

Ich benutze eine ESD unterlage und dieses ESD Armband welches an der 
Unterlage angeschlossen ist und dieses wiederum mit der Erdung in der 
Steckdose.

Danke

von Helmut S. (helmuts)


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Der BSS138 ist viel zu schwächlich für 250mA. Den kannst du dafür 
niemals nehmen!

von Strubbi (Gast)


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derzeit ist der BSS138 nur mit 100mA belastet. In Zukunft möchte ich 
dann bis 250mA. Hatte ich mich falsch ausgedrückt.

Was wäre denn eine alternative bei der bis 250mA schalten kann. Dann 
würde ich diesen nehmen und den BSS138 auch gleich mit ersetzten.

von Helmut S. (helmuts)


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Auf jeden Fall einer mit Rdson<1Ohm bei 4,5V Steuerspannung falls du 5V 
Steuerspannung hast.

: Bearbeitet durch User
von Strubbi (Gast)


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Derzeit habe ich beim bss138 noch einen widerstand zwischen gate und 
source.
wurde mir hier im Forum so empfohlen.

Geht denn ein

2N7002 (http://www.fairchildsemi.com/ds/2N/2N7000.pdf)

genauso??

Dieser scheint noch günstiger zu sein ;-)

von Strubbi (Gast)


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bzw. der scheint besser zu sein. der kann 680mA

FDV303N

http://www.hk-tree.org/downloads/FDV303N.pdf

von Helmut S. (helmuts)


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Strubbi schrieb:
> bzw. der scheint besser zu sein. der kann 680mA
>
> FDV303N
>
> http://www.hk-tree.org/downloads/FDV303N.pdf

Der FDV303N sieht doch gut aus.

Den 2N7002 kannst du knicken. Der ist zu schwächlich.

von Strubbi (Gast)


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Perfekt danke für die Antwort :-)

von Strubbi (Gast)


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jetzt nochmal schnell zum fragen.

Könnte ich auch den IRLML2502 nehmen?

ist der 10kOhm Widerstand zwischen Gate und Source dann noch ok?

Danke

von Helmut S. (helmuts)


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Ja der geht auch, wenn du 5V Steuerspannung hast.

> ist der 10kOhm Widerstand zwischen Gate und Source dann noch ok?

Wenn der wirklich zwischen Gate und Source liegt und nur dazu da ist 0V 
zu erzeugen falls die Ansteuerschaltung hochohmig ist, dann wäre das OK.
Wie seht denn deine Ansteuerchaltung aus?

von Strubbi (Gast)


Angehängte Dateien:

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Hier mal ein Ausschnitt aus dem Schaltplan

von Conny G. (conny_g)


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Bzgl empfindlich: ich hatte mal Probleme mit dem BS170, der auch she 
empfindlich ist. Von 5 eingelöteten waren 2-3 defekt.
Nach Fehlersuche hier im Forum stellte sich heraus, dass
- mein Lötkolben 12v AC auf der Spitze hat
- die BS170 extrem empfindlich sind
- man sie am besten mit geerdetem Lötkolben und mit verbundenen Beinchen 
einlötet
Sobald sie dann in der Schaltung sind ist alles gut.

von Helmut S. (helmuts)


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> Sobald sie dann in der Schaltung sind ist alles gut.

Gute Lötkolben haben einen Erdungsanschluss. Den kann man mit der Masse 
auf der Platine verbinden. Der Lötkolben hat dann das gleiche Potential 
wie die Schaltung in der man lötet.

von Lothar M. (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Strubbi schrieb:
> ist der 10kOhm Widerstand zwischen Gate und Source dann noch ok?
Überleg mal, wofür der da ist. Dann musst du diese Frage in Zukunft 
nicht mehr stellen...

Als kleiner Denkanstoß: was macht ein Mosfet, dessen Gate nicht 
beschaltet (also hochohmig) ist? Du weißt es nicht? Richtig! Und der 
Mosfet weiß es auch nicht... :-o
Und was macht der (übliche) uC, wenn du den Reset-Knopf drückt? Richtig: 
er schaltet die EA-Pins hochohmig.

Ergo ist im Resetzustand der Schaltzustand eines Mosfets nicht 
definiert, weil das Gate macht, wozu es gerade lustig ist. Und 
schlimmstenfalls schaltet dann ein Mosfet, der für reinen Schaltbetrieb 
ausgelegt ist, nur "so halb" durch und ist nach einer halben Sekunde 
wegen der dadurch anfallenden Verlustleistung kaputt.

Dieser Widerstand ist also dafür da, im Reset (oder bei einem 
Programmierfehler oder bei einer Leiterbahnunterbrechung) den Mosfet 
definiert abzuschalten. Das wars.

Und jetzt musst du selber überlegen, ob an der jeweiligen Stelle so 
ein Widerstand nötig sein könnte.

: Bearbeitet durch Moderator

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