Hallo,
ich habe hier ein merkwürdiges Bauteil aus einer alten Stromverteilung.
Das Bauteil enthält viel Quecksilber, geschätzt ca. 20-30g. Es war in
einem alten Bakelitkästchen mit der Aufschrift "Jumax Tr. 100 110V/220V
~500W =200W".
Wer hat einen Hinweis, was das ist und wie es funktioniert?
Ein Neigungsschalter ist das nicht, das Röhrchen ist nicht beweglich
angebracht.
mfg, Stefan.
Hi,
das ist ein Quecksilber-Relais.
Oben im Kolben ist eine Heizspirale, die die das Gas (Luft?) erwärmt und
das Quecksilber nach unten drückt. Dadurch wird der Stromkreis geöffnet.
Kann man sich nen tollen Blinker bauen, war früher an den Bahnübergängen
installiert, aber in 2-Kammer-Bauweise, nannte sich Pendelröhre:
http://youtu.be/3pEzglj2cUg
Das mit den 30 Gramm ist aber leicht untertrieben. 1 cm3 wiegt ja schon
ca. 13,5 g
Beste Grüße, Marek
Daniel schrieb:> Quecksilberdampfgleichrichter
Mag sein, aber der Aufbau sieht nicht aus wie bei Wikipedia.
1.
So eine Art Überlast-Schalter ?
Das eine Ende sieht wie eine Heizwicklung aus.
Luft wird warm, dehnt sich aus, verdrängt Quecksilber in den
Ausgleichsbehälter, Stromkreis öffnet.
->Reine Spekulation.
2.
Ein Fall für die Problemstoffentsorgung.
- Keine Spekulation.
Stefan May schrieb:> Wer hat einen Hinweis, was das ist und wie es funktioniert?Marek N. schrieb:> Oben im Kolben ist eine Heizspirale, die die das Gas (Luft?) erwärmt und> das Quecksilber nach unten drückt. Dadurch wird der Stromkreis geöffnet.
Vielleicht ein Zeitschalter für eine Treppenhausbeleuchtung. Dafür müßte
irgendwo auch noch ein Relais stecken, dessen Selbsthaltung über das
Quecksilber unterbrochen wird. Was hing denn da sonst noch dran?
Vermutlich Handgemachte Deutsche wertarbeit. Was sowas wohl heute kosten
würd...
Bevor du das in die Endsorgung gibst (Bitte nicht ins altglas oder Müll)
Versuchs mit museen Eventuell lohnt es das für die Nachwelt zu erhalten.
Hallo,
ich habe noch eine Original-Anleitung gefunden.
Das Teil nennt sich JUMAX-Allstrom Treppenhausautomat TR100
Haben wir vor kurzem erst bei uns ausgebaut.
Mein Vater hatte früher eine Aquarienheizung mit Kontaktthermometer die
genau so ein Röhrchen als Heizungsrelais benutzte. Die Heizwicklung ist
so hochohmig das das Kontaktthermometer sie ansteuern kann.
Gruß,
Holm
Holm T. schrieb:> Mein Vater hatte früher eine Aquarienheizung mit Kontaktthermometer die> genau so ein Röhrchen als Heizungsrelais benutzte.
Solche Quecksilberschalter wurden früher gern genommen,
da sie praktisch "ewig lebten". Aber sowas ist ja heut-
zutage nicht mehr erwünscht.
Äxl (geloescht) schrieb:> Coole Nummer, oder?
Und ich fand schon diese alten pneumatischen mit Quecksilberschalter
Cooool.
Was'n HiTech Schnickschnack. :)
Harald W. schrieb:> Solche Quecksilberschalter wurden früher gern genommen,> da sie praktisch "ewig lebten". Aber sowas ist ja heut-> zutage nicht mehr erwünscht.
Sorry will sich heute wirklich noch jemand ne Pulle Quecksilber in den
Schrank hängen, für eine einfache Zeitsteuerung? Vor allem wenn man ein
ordentliches Zeitrelais im Vergleich betrachtet. Ist das der Punkt wo
Nostalgie in Wahnsinn übergeht?
Cyblord -. schrieb:> Sorry will sich heute wirklich noch jemand ne Pulle Quecksilber in den> Schrank hängen, für eine einfache Zeitsteuerung? Vor allem wenn man ein> ordentliches Zeitrelais im Vergleich betrachtet.
Warum nicht? Solche Treppenhausautomaten hielten viele Jahrzehnte.
Ob das für "moderne" Treppenhausautomaten" auch zutrifft, möchte
ich eher bezweifeln.
Da musste man doch etliche Sekunden drücken, bevor überhaupt was
geschah?!
Evtl. erzeugt aber auch das direkt um den Heizdraht herum befindliche
Material beim Erhitzen sofort Gas, statt nur die Luft im Kolben
thermisch auszudehnen.
Harald W. schrieb:> Warum nicht? Solche Treppenhausautomaten hielten viele Jahrzehnte.> Ob das für "moderne" Treppenhausautomaten" auch zutrifft, möchte> ich eher bezweifeln.
Schon klar. Also deine Quecksilberröhren waren der Höhepunkt der Technik
und alles was danach kam (Relais, Transistoren usw.) ist billiger
Schrott der nicht lange hält.
Grenze zum Wahnsinn deutlich überschritten.
Jim Panse schrieb:> ich habe noch eine Original-Anleitung gefunden.
Hälst du deine Texte zum Lesen immer quer?
Ich finde das unpraktisch. Bei längeren Texten tut irgendwann der Hals
weh.
Cyblord -. schrieb:> Harald W. schrieb:>> Solche Quecksilberschalter wurden früher gern genommen,>> da sie praktisch "ewig lebten". Aber sowas ist ja heut->> zutage nicht mehr erwünscht.>> Sorry will sich heute wirklich noch jemand ne Pulle Quecksilber in den> Schrank hängen, für eine einfache Zeitsteuerung? Vor allem wenn man ein> ordentliches Zeitrelais im Vergleich betrachtet. Ist das der Punkt wo> Nostalgie in Wahnsinn übergeht?
Wau! wau! Wuff! wuff! ...
Harald W. schrieb:> Warum nicht? Solche Treppenhausautomaten hielten viele Jahrzehnte.> Ob das für "moderne" Treppenhausautomaten" auch zutrifft, möchte> ich eher bezweifeln.
Das ist keine Frage der Technologie, sondern der Ökonomie. Ordentlich
designte, also nicht auf Kante genähte, Halbleiterschaltungen halten
auch ewig. Bei mir werkeln z.B. immer noch "produktiv" ein Mitte der
80er selbst gebautes Labornetzteil, ein EO174A Oszi, ein Fera V150
Verstärker + T150 Reveiver und ein CD-Player aus den frühen 90ern. Nicht
mehr so oft benutzt, aber voll funktionstüchtig, ein Schachcomputer SC2.
Millionen von Steuergeräten in mehrere Jahrzehnte alten Autos und
Motorrädern tun ebenfalls noch ihren Dienst. Es geht also. Wenn die
Elektronik nicht lange hält, ist das entweder gewollt oder eine Folge
von Sparwahn.
Icke ®. schrieb:> Wenn die> Elektronik nicht lange hält, ist das entweder gewollt oder eine Folge> von Sparwahn.
mangelnde Erfahrung und Sachkenntnis der Entwickler ist auch oft der
Grund.
Man soll nicht gleich bösen Willen unterstellen, wenn auch einfach nur
Dummheit der Grund sein kann.
Roland L. schrieb:> Man soll nicht gleich bösen Willen unterstellen, wenn auch einfach nur> Dummheit der Grund sein kann.
Ja, schon.
Da gibt es aber noch die Kategorie vom Hersteller billigend in Kauf
genommen.
Forist schrieb:> Hälst du deine Texte zum Lesen immer quer?>> Ich finde das unpraktisch. Bei längeren Texten tut irgendwann der Hals> weh.
Kleiner Tipp für so etwas (für Windows User):
STRG-ALT und Pfeil nach rechts
wenn fertig:
STRG-ALT und Pfeil nach oben
Alternativ tuts auch ALT-GR und die Pfeile
W.P. K. schrieb:> Forist schrieb:>> Hälst du deine Texte zum Lesen immer quer?>>>> Ich finde das unpraktisch. Bei längeren Texten tut irgendwann der Hals>> weh.>> Kleiner Tipp für so etwas (für Windows User):> STRG-ALT und Pfeil nach rechts> wenn fertig:> STRG-ALT und Pfeil nach oben>> Alternativ tuts auch ALT-GR und die Pfeile
Nichts von dem funktioniert...
W.P. K. schrieb:> mmmh - bei mir klappts. Vielleicht musst Du noch was anpassen.
Aus deinem Link:
"Je nach Modell und Hersteller der Grafikkarte gibt es auch
unterschiedliche Tastenkombinationen, mit denen sich der Bildschirm
drehen lässt"
Bildschirm drehen mit "STRG-ALT und Pfeil" funkioniert mit (einigen?
allen?) Intel Grafikchip bzw. dem passenden Treiber-Tool.
Weil jemand es nicht auf die Reihe bekommt, eine simple JPG-Datei mit
korrekter Orientierung hochzuladen, soll man seine Bildschirmausrichtung
umstellen?
Echt jetzt?
Rufus Τ. F. schrieb:> Weil jemand es nicht auf die Reihe bekommt, eine simple JPG-Datei mit> korrekter Orientierung hochzuladen, soll man seine Bildschirmausrichtung> umstellen?>> Echt jetzt?
Nettiquette? Jim Panse (Gast) war so nett hier ein Bild hochzuladen! Ja,
er hätte es noch besser machen können, oder er hätte es gar nicht machen
können.
Rufus Τ. F. schrieb:> Weil jemand es nicht auf die Reihe bekommt, eine simple JPG-Datei mit> korrekter Orientierung hochzuladen, soll man seine Bildschirmausrichtung> umstellen?>> Echt jetzt?
Wäre schön, wenn die Bildvorschau das Drehen unterstützen würde. Am
besten die Tasten von IrfanView. Also L und R und Spiegelung.
Quecksilberschalter sind gegenüber Transistorschaltungen
unempfindlicher gegen Überspannungen etc.
Dazu muß ein Blitz nicht mal einen Volltreffer machen.
Diese Schalter stammen noch aus Zeiten, wo viele Häuser ihren
Stromanschluß über Freileitungen hatten.