Röhrenverstärker Sicherheit

OP #3532670
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Tag,

ich baue gerade einen Röhrenverstärker und wollte fragen, wie man die 
größtmögliche Sicherheit erreichen kann. Da es sich um einen 
Gitarrenverstärker handelt, ist man praktisch ständig mit Masse 
verbunden (Mechaniken an der Gitarre sind mit der Signalmasse 
verbunden). Ich würde also sagen, Gehäuse und Masse der Schaltung auf 
PE. Und Trenntrafo für die Anoden- und Heizspannung ist ja 
selbstverständlich. Problem an der Geschichte mit Masse auf PE sind dann 
mögliche Masseschleifen (Vorstufe und Endstufe sind zwei Geräte, 
Endstufe hat Masse definitiv auf PE).

Was meint ihr?

Gruß,
Julian
#3532694
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In der Studiotechnik hat man deshalb grundsätzlich symmetrische 
Anschlüsse, d.h. an allen NF-Eingängen befindet sich ein Trenntrafo.

In der Heimelektronik haben Geräte typisch nur einen 2-poligen 
Netzstecker, somit gibt es auch keine Erdschleife.
Brummprobleme gibt es erst dann, wenn an den Receiver ein PC 
angeschlossen wird und ein Antennenanschluß.
Man kann dann die Verbindung zum PC isolieren (Toslink-Kabel) oder 
Kondensatoren in das Antennenkabel. Die Kondensatoren lassen die HF 
durch, aber nicht die 50Hz.
#3532775
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Peter Dannegger schrieb:
> In der Studiotechnik hat man deshalb grundsätzlich symmetrische
> Anschlüsse, d.h. an allen NF-Eingängen befindet sich ein Trenntrafo.
>
> In der Heimelektronik haben Geräte typisch nur einen 2-poligen
> Netzstecker, somit gibt es auch keine Erdschleife.
> Brummprobleme gibt es erst dann, wenn an den Receiver ein PC
> angeschlossen wird und ein Antennenanschluß.
> Man kann dann die Verbindung zum PC isolieren (Toslink-Kabel) oder
> Kondensatoren in das Antennenkabel. Die Kondensatoren lassen die HF
> durch, aber nicht die 50Hz.

Hallo,

der TO redet über Gitarrenverstärker, da gibt es weder symmetrische 
Eingänge noch Trenntrafos im Eingang, und die Regeln für Heimelektronik 
passen da ebenso wenig.

Der genannte Link in ttforum für zu den Experten.

Gruß,
Michael
#3534157
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Julian P. schrieb:
> Problem an der Geschichte mit Masse auf PE sind dann
> mögliche Masseschleifen (Vorstufe und Endstufe sind zwei Geräte,
> Endstufe hat Masse definitiv auf PE).

Ich würde dann an der Schnittstelle zwischen Vor und Endstufe einen
Übertrager spendieren, und die Masse nicht mitführen.

So macht man es in der Studiotechnik und zunehmend auch in der 
professionellen Beschallungstechnik, bzw. Bühnentechnik.

Auf jeden Fall ist ein Verzicht auf einen Schutzleiter ( dazu gehört 
auch abkleben derselben ) nur zulässig, wenn das Gerät nach Schutzklasse 
2 aufgebaut ist. Das kann man auch bei Röhrengeräte realisieren.

Übertrager direkt am Eingang der Vorstufe würde ich nicht empfehlen.

Ralph Berres
#3534237
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Man muß schauen, was alles einen Schutzleiter hat.
Die Gitarre vermutlich nicht.
Effektgeräte gibt es bestimmt auch mit 2pol. Stecker.
Wenn dann nur die Endstufe Schuko hat, gibt es keine Erdschleife und 
alles ist in Butter.

Röhrenverstärker erfordern nicht zwingend einen Schutzleiter.
Hauptsache, um die Röhren ist ein Schutzgitter, damit man nicht an die 
350V Anodenspannung fassen kann.
Und falls man die 350V berührt, nutzt ein Schutzleiter eh nichts. Der 
Strom fließt ja dann nicht übers Netz sondern zur Masse des Gerätes.
#3534590
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Tom K. schrieb:
> Die Gitarre ist sowas wie "genullt": Angeschlossen mit einadriger
> abgeschirmter Leitung, die Saiten sind dabei mit Masse verbunden.

Eine Gitarre hat also wirklich einen Schukostecker?

Daß sie über den NF-Schirm mit dem Verstärker verbunden ist, ist klar.
Ich meinte aber, daß sie keinen eigenen Netzanschluß hat, über den eine 
Erdschleife entstehen kann.

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