Hallo, ich benötige jede Stunde 80mA für 2 Sekunden und möchte die ganze Schaltung mit einer 3V Lithiumzelle betreiben. Ich hab mir gedacht, ich schalte einen Goldcap zwischen Zelle und Schaltung und lade diesen mit einem sicheren Dauerstrom mit 1mA (3v/3000Ohm aus Datenblatt). Peaks mit größeren Strömen vertragen die Zellen wohl nicht (Gasen aus und explodieren). Das will ich ungern haben. Kann jemand kurz schauen ob ich keinen Mist gerechnet habe? Ladespannung: 3V Ladewiderstand: 3kOhm Ladung: 160mAs Kondensator: 54mF (C = Q/U) Nach ca. 15 Minuten sollten dann die ~3V wieder am Kondensator anliegen. Könnte ich somit die ganze Schaltung durch den Goldcap speisen? Ich dachte da an einen 5.5V mit 100mF, damit sollte man genügend Reserven nach oben haben. Wenn ich nun 160mAs jede Stunde verbrauche, komme ich auf folgende Laufzeit: Zellenspannung: 3V Kapazität: 210mAh Laufzeit: 4700 Stunden / 195 Tage Kommt das ungefähr hin? Wäre super wenn jemand mit Ahnung kurz drüber schauen würde!
Zwischen Theorie und Praxis sind öfter kleine Differenzen, die man Erfahrung nennt. Goldcaps sind relativ hochohmig und Akkus im Winter mit weniger verfügbarer Kapazität. Was dann trotz Rechnung wirklich übrig bleibt, zeigt erst der Versuch. Interessant wäre noch, wie Deine Schaltung auf Spannungseinbrüche reagiert, da Deine Li-Zelle auch nur 2,5V am Ende haben könnte.
kevin __ schrieb: > Ich hab mir gedacht, ich schalte einen Goldcap zwischen Zelle > und Schaltung Goldcap ist eine Firmenbezeichnung für einen Doppelschichtkondensator. Solche Kos gibts auch von anderen Firmen mit teilweise wesentlich geringeren Innenwiderstände. Vielleicht wären die für Dich dann besser geeignet. Das Hauptproblem bei allen Kondessatoren ist, das beim Entladen die Spannung sinkt. Ob das bei Deiner Anwendung stört, kannst nur Du entscheiden. Gruss Harald
Warum ziehst du den Strom nicht direkt aus der Lithiumzelle? Ist das eine so besondere? Der Strom ist prinzipiell ja eher niedrig, das sollten eine normale Lithiumzelle auf jeden Fall mitmachen.
Johannes S. schrieb: > auf jeden Fall mitmachen. Nach 2s kann die Spannung um 0,4 V eingesackt sein? Vergleiche z.B. http://data.energizer.com/PDFs/cr2032.pdf
Ich glaube auch nicht, dass die Zelle 80mA im Peak auf Dauer schafft. Irgendwo hab ich gelesen, das selbst 30mA schon grenzwertig seien und die Zelle auch irgendwann ausgast und/oder explodiert. Wäre mal interessant zu testen! Den Spannungsabfall beim Entladevorgang vom Kondensator habe ich noch nicht bedacht... Unter 1.8V sollte die Spannung nicht fallen, da macht der µC nicht mehr mit. Rechne ich mit 2.7V Ladespannung und 200mF fällt die Spannung nach 2s auf 2,1V ab, was fast reichen sollte. Dann dauert der Ladevorgang mit 1mA aber 30 Minuten. Ich werde mir die Bauteile besorgen und das ganze mal versuchen.
kevin __ schrieb: > Ich glaube auch nicht, dass die Zelle 80mA im Peak auf Dauer schafft. Normale Primärknopfzellen nicht, kleine Li-Akkus aber schon.
kevin __ schrieb: > Dann dauert > der Ladevorgang mit 1mA aber 30 Minuten. > 3 Minuten wäre hier wohl richtig.
Anfänger schrieb: > 3 Minuten wäre hier wohl richtig. Tau = 3000Ohm * 200mF = 600s 3*Tau = 1800s = 30 Minuten (ungf. 2.8V) 5*Tau = 3000s = 50 Minuten (ungf. 2.98V) Wie kommst du auf die 3 Minuten?
kevin __ schrieb: > Anfänger schrieb: >> 3 Minuten wäre hier wohl richtig. > > Tau = 3000Ohm * 200mF = 600s > 3*Tau = 1800s = 30 Minuten (ungf. 2.8V) > 5*Tau = 3000s = 50 Minuten (ungf. 2.98V) > > Wie kommst du auf die 3 Minuten? Das mit demladen sollte schon klappen. Aber du hast bei 80mA schon einen recht kleinen externen Widerstand beim entladen. Schau' ins Datenblatt, ich vermute das wird der Goldcap nicht mitmachen. rgds
Bei den kleineren <= 220mF sind es 75Ohm und darüber 30Ohm Innenwiderstand. Wird knapp mit dem 200mF, beim 470mF schafft er ca. 180mA. Dann muss es für meine Schaltung mind. ein 470mF sein.
Vielleicht ist es einfacher, statt Lithiumbatterie und Goldcap das Volumen und Gewicht mit einer größeren Batterie auszufüllen. Ich hatte mal das Glück, ein paar solcher Batterien zu bekommen, die durch Kurzschlüsse teilweise entladen waren. In AAA - Größe haben die in meiner Taschenlampe noch einige Zeit ihren Dienst getan.
kevin __ schrieb: > Anfänger schrieb: >> 3 Minuten wäre hier wohl richtig. > > Tau = 3000Ohm * 200mF = 600s > 3*Tau = 1800s = 30 Minuten (ungf. 2.8V) > 5*Tau = 3000s = 50 Minuten (ungf. 2.98V) > > Wie kommst du auf die 3 Minuten? 80mA 2sek Entladung, entspricht 2mA 80sek Ladung, bzw 1mA 160sek Ladung. Verluste an Ladungsmenge treten keine auf, ergo reichen 3min Ladung mit 1mA um die Entladung auszugleichen.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.