Forum: Offtopic Artikel im Realshop teurer als bei eBay, was tun?


von Max Biermann (Gast)


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Es gibt einen Händler, der hat zwei Shops, einen realen Onlineshop und 
einen eBayShop, auf der eBayShop-Seite ist der Link zu der 
Realshopseite.

Nun sind die Artikel in dem Webrealshop teurer als in dem eBayShop, 
obwohl Absendeadresse etc. alles identisch sind.

Warum sind in dem Laden bei eBay die Sachen billiger? Normalerweise 
würde der Händler doch eBay-Gebühren sparen, wenn er nicht bei eBay 
verkaufen braucht, sondern in dem Webshop, aber das ist nicht der Fall.

Warum ist das so?

von banana_joe (Gast)


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Warum ist die Banane krumm? Darum!

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Weil bei ebay die Konkurrenz größer ist. Der Verkaufspreis richtet sich 
in erster Linie danach, wieviel ein Kunde bereit ist zu zahlen. Hat der 
Kunde den Privatshop des Anbieters bereits auf eigene Faust gefunden, so 
ist er auch eher bereit dort hängenzubleiben und dann zu bestellen. ebay 
dagegen brauch als Monopolist am Markt keine Akquise mehr wie kleine 
unbekannte Shops betreiben.

Manche Vermarkter gehen sogar noch einen Schritt weiter und verlangen 
für das gleiche Produkt, falls der Interessent nach einigen Tagen wieder 
vorbeischaut, dann einen etwas erhöhten Preis gegenüber dem ersten 
Ansurfen. Wenn der Kunde wiederkommt, so ist er am Produkt definitiv 
recht interessiert bzw. hat es nirgendwo billiger bekommen. Da kann man 
dann den Preis etwas anheben.

Das sind alles Marketinggrundlagen.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Achso vergessen: Du hattest ja gefragt was tun!
Einfach anschreiben und auf sein anderes Angebot hinweisen. Und schon 
hast du es billiger und ohne ebay-Gehänsel.

von Thomas (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> und ohne ebay-Gehänsel

Nach meiner Erfahrung ist es für den Kunden nicht schlechter bei ebay zu 
kaufen. Man bekommt die ware meist schneller (Bewertungsdruck mit den 
Sternchen) und wenn etwas nicht stimmt hast du paypal und auch wieder 
die Bewertung als "Druckmittel". Im normalen Shop bist du als 
Privatkunde der Arsch (gerade wieder erlebt).

von MWS (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> Achso vergessen: Du hattest ja gefragt was tun!
> Einfach anschreiben und auf sein anderes Angebot hinweisen. Und schon
> hast du es billiger und ohne ebay-Gehänsel.

Ich würd' ihm an der Stelle des Shopbetreibers mitteilen, dass er eben 
bei EBay kaufen soll. EBay hat eindeutig den Vorteil, dass der Händler 
da eine Bewertung bekommt und ein breites Publikum hat. Somit sind 
Bewertungen, zumal positive, einiges wert. Der Mehrwert dürfte für den 
Shopbetreiber höher sei, als die Gebühren und der Mindergewinn aus 
niedrigerem Verkaufspreis. Möchte der Käufer den Ebaypreis haben, ohne 
die Vorteile für den Händler zu gewähren, ist's für Letzteren das 
schlechtere Geschäft.

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Ja, nur wenn er ablehnt ist der Kunde eventuell so beleidigt das er 
umgehend zur Konkurrenz weiterzieht. Dieser Schlingel aus der Jäger- und 
Sammlerzeit, pöse pöse.

von MWS (Gast)


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Der Händler kann geeignet argumentieren, so dass der Kunde nicht 
verärgert ist.

Ausserdem, wär' ich der Händler und merke, dass der Kunde über den 
Unterschied Ebay/Onlineshop-Preis rumnölt, statt sich gleich einen 
anderen Lieferanten zu suchen, dann wär' ich mir sicher, dass dieser 
Kunde so und so bei mir kaufen wird.

Wäre mir zudem die Geschichte mit den Bewertungen wichtig und für den 
Fall dass ich auch nicht will, dass Kunden anfangen, meine 
Geschäftsbedingungen zu diskutieren, dann ginge ich auch das Risiko ein, 
dass mir dieser Kunde verlorengeht. Da kommt auch wieder ein neuer, der 
weniger Stress macht.

von Herr M. (herrmueller)


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Es kommt auch oft vor, dass der gleiche Artikel von einem Online Shop 
niedriger ist, wenn man ihn über eine Preis-Suchmaschine aufruft, als 
wenn man direkt in den Shop geht.
Manchmal lohnt sich der 'Umweg'

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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MWS schrieb:
> Der Händler kann geeignet argumentieren, so dass der Kunde nicht
> verärgert ist.
>
> ...
> dass mir dieser Kunde verlorengeht. Da kommt auch wieder ein neuer, der
> weniger Stress macht.

Offensichtlich hatten wir noch nicht das Vergnügen :-))

von MWS (Gast)


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Abdul K. schrieb:
> Offensichtlich hatten wir noch nicht das Vergnügen :-))

Das wär' auch gar nicht möglich ;-)

von William H. (Gast)


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Wenn der Händler korrekt wirtschaftet, enthalten die Ladenverkaufspreise 
sowohl die Kosten für Miete und Betrieb des Ladens, wie auch diejenigen 
für die Zeit der Kommunikation mit dem Kunden.

Beide Kostenfaktoren sind beim Online-Verkauf erheblich günstiger (Lager 
in der preiswerten "Prärie", kurze Emails statt zu Unzeit aufgedrängtem 
"Geschwätz").

Das Warten auf Laufkundschaft und deren Bedienung in der Stadt straft so 
jeden Händler längst mit einem größeren Kostenfaktor, als der "zehnte 
Teil" an Ebay und die knapp "zwei Hunderstel" an PayPal.

von Jeffrey L. (the_dude)


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Hatte mal einen ähnlichen Fall. Damals war der Artikel im ebay günstiger 
als im webshop. Allerdings war der Versand im webshop inklusive, im ebay 
musste man 40€ bezahlen. (es handelte sich damals um einen Ofen auf 
Palette der als Sperrgut gewertet wurde).

Im ebay springt einem das Porto nicht so direkt ins Auge, ein günstiger 
Preis ist hier der bessere eyecatcher, wärend man auf der direkten 
Homepage von einem Komplettpreis geredet hat...

Somit war beides gleichteuer / gleichgünstig, ich habs dann über ebay 
bestellt - wegen dem Käuferschutz und einer nachweisbaren Zahlung via 
PayPal.

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