Wofür dienen die Kondensatoren Ci und Co am Spannungsregler L7805?

OP #3540933
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Hallo zusammen,

kann mir einer sagen wofür die beiden Kondensatoren Ci und Co bei dem 
Spannungsregler L7805 gebraucht werden? Laut Datenblatt ist Ci auf 0,33 
µF und Co auf 0,1 µF zu dimensionieren. Welche Rolle spielen diese 
Kondensatoren?

Habe gelesen, dass es zudem sinnvoll wäre, jeweils einen Elko mit 47 µF 
parallel zu schalten (Pufferkondensator)? Hat jemand Erfahrung damit?

Die Eingangsspannung beträgt 12V und die Ausgangsspannung 5V.

Ein Schaltbild ist beigefügt und hier nochmal die URL zum Datenblatt:
http://pdf.datasheetcatalog.net/datasheet/SGSThomsonMicroelectronics/mXwrtr.pdf

Vielen Dank im Voraus.
Angehängte Dateien:
Gast #3540952
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Electric Johnny schrieb:
> Habe gelesen, dass es zudem sinnvoll wäre, jeweils einen Elko mit 47 µF
> parallel zu schalten (Pufferkondensator)? Hat jemand Erfahrung damit?

Das ist manchmal sinnvoll wenn du mit großen Stromspitzen rechnest, aber 
meistens überhaupt nicht notwendig. Würde den nur verbauen wenn du 
siehst das es ohne nicht geht.
Gast #3541050
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Electric Johnny schrieb:
> kann mir einer sagen wofür die beiden Kondensatoren Ci und Co bei dem
> Spannungsregler L7805 gebraucht werden? Laut Datenblatt ist Ci auf 0,33
> µF und Co auf 0,1 µF zu dimensionieren. Welche Rolle spielen diese
> Kondensatoren?

Spannungsregler haben eine endliche Geschwindigkeit,
mit der sie den Längstransistor auf/zu-regeln können,
so ungefähr 1us Verzögerung.
Wenn nun die Last rapide schwankt oder die Eingangsspannung,
kann der Regler nicht mehr schnell gehnug nachregeln,
die Ausgangsspannung würde mit Mikrosekunden stark abweichen.
Damit in der kurzen Zeit sich die Spannung nicht zu sehr
ändert, puffert ein Kondensator am Ausgang.
Der Kondenstaor muss nur so gross sein, daß die Spannung
sich nicht zu weit ändert, bevor der Regler reagiert hat,
seine Grösse hängt also von der Reglergeschwindigkeit ab.

Wenn der Spannungsregler nun reagiert, muss der Strom
auch fliessen können, und wenn die Eingangsleitung eine
zu hohe Induktivität hat (jede Leitung hat eine Induktivität),
kommt der Stromfluss nicht gleich in Gang, sondern
verzögert. Unter solchen Voraussetzungen kann der Regler
nur schwer regeln, er kommt leicht ins schwingen.
Daher der Kondenataor am Eingang, er stellt sicher,
daß der Strom auch kommt.
Und wenn der dann langsam (aus elektronischer Sicht)
entladen wird, dann kommt auch Strom durch die Leitung.

> Habe gelesen, dass es zudem sinnvoll wäre, jeweils
> einen Elko mit 47 µF parallel zu schalten

Du hast Humbug von einem Noob gelesen. Leider gibt es davon
im Web recht viele.

Am Eingang braucht man einen grösseren Siebelko, wenn
die Eingangsspannung unglichmässig ist, wie bei einem
50 Hz Netzteiltrafo mit Gleichrichter. Dann berechnet
man den Elko aber nach dem Netzteil.

Bei langer hochohmiger Zuleitung (3m vom Steckernettzeil)
kann ein 47uF Elko sinnvoll sein.

Am Ausgang vermindert ein grösserer Elko das Rauschen,
erschwert aber das Nachregeln. Er ist wie ein Klotz am
Bein. Bei einer Statue ganz gut, beim Ballett eher
hinderlich.

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