Hallo alle zusammen,
ich habe mit einem Kollegen eine Softwarefirma gegründet. Mal davon ab
das dieses unterfangen sicher einige fragwürdig finden: Ist es möglich
das sowohl mein Kollege und ich in unserer eigenen Firma die Praxisphase
und Bachelorarbeit absolvieren? Kurz gesagt: Ich bin sein Betreuer und
er meiner? Ist sowas möglich? Wir möchten an unserem Projekt arbeiten,
ohne Studienzeit zu vergeuden. Das ließe sich doch wunderbar verbinden.
Gibt es da generell irgendwelche Bestimmungen, die solch ein unterfangen
unmöglich machen?
lg
Bei uns musste der Betreuer für die Bachelorarbeit mindestens einen
gleichwertigen Abschluss (also B.Eng. oder Dipl. Ing.) vorweisen können,
wird bei euch vermutlich ähnlich sein.
Ikimi schrieb:> Gibt es da generell irgendwelche Bestimmungen, die solch ein unterfangen> unmöglich machen?
Diese Frage müssen sie dem Prüfungsamt stellen. Auch ein Blick in die
Prüfungsordnung kann helfen...
Praxisphase könnte gehen, das mit der Arbeit nicht. Bzw. nur für den
einen, wenn der andere schnell genug fertig ist ;) (siehe Antwort von
johannesm)
Gruß Max
Ikimi schrieb:> ich habe mit einem Kollegen eine Softwarefirma gegründet. Mal davon ab> das dieses unterfangen sicher einige fragwürdig finden: Ist es möglich> das sowohl mein Kollege und ich in unserer eigenen Firma die Praxisphase> und Bachelorarbeit absolvieren? Kurz gesagt: Ich bin sein Betreuer und> er meiner? Ist sowas möglich? Wir möchten an unserem Projekt arbeiten,> ohne Studienzeit zu vergeuden. Das ließe sich doch wunderbar verbinden.
Ist die Frage wirklich ernst gemeint?
Johannes M. schrieb:> Bei uns musste der Betreuer für die Bachelorarbeit mindestens einen> gleichwertigen Abschluss (also B.Eng. oder Dipl. Ing.) vorweisen können,> wird bei euch vermutlich ähnlich sein.
So war es bei uns auch. Der Betreuer musste mindestens den akademischen
Grad haben, den man erreichen will. Also der Meister aus der Werkstatt
ging zum Beispiel schonmal nicht.
Ich würde sagen, das geht. Zumindest bei uns muss es immer einen
Betreuer an der Hochschule geben, und dieser ist dann auch
verantwortlich für den Studenten und schreibt das Gutachten (es ist halt
immer noch eine Prüfungsleistung an der Uni). Das müsste eventuell
vorher abgeklärt werden, manchmal gibt es auch spezielle Regelungen für
Industrie-Arbeiten.
Theoretisch kann das schon gehen. Im Prinzip kann die Thesis ja auch als
Hochschulthesis ohne Betreuer laufen, wenn man einen Prof findet, der
das unterstützt und die fachliche Betreuung übernimmt. Mit dem
Praxissemester würde ich das kritischer sehen, dort braucht man ja
eigentlich unbedingt einen betrieblichen Betreuer. Ich kenne zwar auch
Praktikanten, die von einem Techniker betreut werden, allerdings haben
die Leute Berufserfahrung, außerdem gibt es im Umfeld genügend
Ingenieure, die Hilfestellung beim wissenschaftlichen und
ingenieursmäßigen Arbeiten liefern. Das hättet Ihr in Eurem Fall nicht.
Damit wäre eine ordnungsgemäße Durchführung des Praxissemesters
eigentlich nicht möglich.
Embedded schrieb:> Theoretisch kann das schon gehen. Im Prinzip kann die Thesis ja auch als> Hochschulthesis ohne Betreuer laufen, wenn man einen Prof findet, der> das unterstützt und die fachliche Betreuung übernimmt.
Jupp, sollte möglich sein. Verkauft Eurem Prof einfach eure Arbeit als
euer Thema.
Viel Erfolg.
Ikimi schrieb:> Ist es möglich> das sowohl mein Kollege und ich in unserer eigenen Firma die Praxisphase> und Bachelorarbeit absolvieren?
Frag das Prüfungsamt!
Aber da ja die Praxisphase "teil" Prüfung ist, und du ja dort
irgt. was mit "******mäßiges" lernen sollst, kannste dein Ansinnen
hinsicht der Praxisphase gleich knicken!
Aber:
Frag das Prüfungsamt oder den Prüfungsauschuß deiner HS!
Ich würde sagen das könnte gehen.
Beide Betreuer müssten halt von der Uni / Hochschule kommen.
Zb. kann man bei uns (natürlich ist das wahrscheinlich auch von
Hochschule zu Hochschule ein bisschen anders) die Bachelorarbeit
komplett an der Hochschule schreiben. Das bedeutet, du bekommst 6 Monate
fast frei zu Verfügung und kannst die ein Projekt / Thema selbst
aussuchen bzw. kannst du dir auch eins geben lassen. Betreut wird das
ganze dann durch zwei Professoren.
Im Grunde ist das ja bei euch nichts anderes, nur das ihr nicht an der
Hochschule sitzt sondern in eurem Büro.
Das gegenseitige betreuen klappt wohl eher nicht :P
ps.: allerdings sind die bei uns eh ziemlich entgegenkommend was die
Bachelorarbeit/Praxisphase angeht.
Jan L. schrieb:> Ich würde sagen das könnte gehen.> Beide Betreuer müssten halt von der Uni / Hochschule kommen.
Äh, die haben doch gar keine einschlägige BE!
Wie sollen die den "Wissen" aus dem beruflichen Alltag vermitteln?
Also ehrlich, was der TO da oben schreibt, kann eigentlich nur nach
längeren sitzen auf der großen "weisen" Schüssel entstanden sein!
Ikimi schrieb:> Gibt es da generell irgendwelche Bestimmungen, die solch ein unterfangen> unmöglich machen?
Für sowas liest man sich mal die Prüfungsordnung etc. durch, da steht
das alles recht genau beschrieben drin. Kommt teilweise auf deine Uni
drauf an.
Bzgl. Abschlussarbeiten: Ihr braucht nen Prof der eure Arbeit bewertet
und das Thema stellt. Der Betreuer kommt dann meistens vom Lehrstuhl,
kann aber auch von einer Firma sein. Er sollte auch den Prof gut kennen,
sonst wirds schiefgehen!
Zur Praxisphase: Hier ist es meist relativ streng: Eigene
Familienbetriebe etc. sind teilweise ausgeschlossen.
Aber wie schon gesagt: Lest euch mal das Zeug durch, dafür ists da! Und
kümmert euch früh genug um nen Prof und sprecht es mit ihm ab. Denn das
wird das größte Problem sein!
naja bei uns gibt es verschiedene "Arten" der Bachelorarbeit (später
sieht man den unterschied allerdings nicht).
da gibts einmal die Praktischen, bei denen man im Unternehmen sitzt und
in der realen Welt arbeitet.
und dann gibts (wir nennen sie theoretische Bachelorarbeit) die
Möglichkeit an der Hochschule zu schreiben.
Dann bekommst du dein eigenes Räumchen wo du ca 6 Monate drin sitzt und
du zum Schluss eine bachelorarbeit abgibst.
dabei machst du deine Praxisphase bei deinem Professor, bzw forschst mit
dem...
Das hab ich allerdings nicht gemacht, und auch nicht in Betracht
gezogen...
Daher ist das auch eher alles Halbwissen.
Es kann natürlich sein, dass du dann doch keine freie Themenauswahl hast
sondern dich an das Forschungsgebiet deines Professors ausrichten
musst...
Aber ich mein Fragen kostet nix, von daher einfach mal zum passenden
Professor gehen, vielleicht unterstützt der die Sache ja.
naja ist eher inoffiziel.
Der Professor bestätigt dir am anfang deiner Praxisphase das Thema, und
du kannst inoffiziel schon 3 Monate früher anfangen sie zu
planen/schreiben usw.
bsp. ich hab in nem unternehmen gearbeitet ich glaub insgesamt ca. ein
Jahr.
nach nem halben Jahr wusste ich über was ich schreiben will. Das hab ich
dann mit meinem Prof. abgeklärt. der meinte dann ich soll schon mal
anfangen zu schreiben und wenn ich denk ich bin so weit, kann ich
langsam anmelden.
Natürlich ist es nicht ganz ohne, wenn sich der prof. irgendwie irrt und
das Thema dann doch nicht geht hat man pech gehabt.
aber so hab ich ca 6 Monate meine BA. gemacht und offiziel ich glaub 1,5
Monate geschrieben.
Allerdings hab ich auch mitbekommen, das es in anderen Hochschulen (bsp
wiesbaden) nicht so "lari fari" abläuft... ich glaube, da ist die
hochschule wo ich studiert hab schon sehr entgegenkommend
Bei mir an der FH bekommt man nach ca. 4 Wochen, wenn alle
Prüfungsleistungen bis auf die Thesis und das Kolloquium abgeschlossen
sind, vom Prüfungsausschuss ein Thema zugewiesen. Die Dauer ist genau
geregelt, d.h. vom Tag der Bekanntgabe hat man 9 Wochen Zeit (12ECTS *
30h/ECTS *40W/h=9Wochen). Schon erstaunlich das manche Hochschulen das
so schleifen lassen!
aber Thema einfach zugewiesen ist doch auch irgendwie kacke oder? sollte
man da nicht schon was machen woran man spass hat?
bzw geht das jetzt auch vom Thema weg xD
also an den Threatstarter. wie du siehst ist das überall anders. Frag
einfach nach.
Laut PO darf man das Thema in begründeten Fällen einmal ablehnen. Aber
ich habe ehrlich gesagt noch nie gehört das sich nicht jemand selber ein
Thema sucht(man hat effektiv ja auch über einen Monat zeit - da die
Prüfungskommission nur einmal im Monat tagt)!
Jan L. schrieb:> aber Thema einfach zugewiesen ist doch auch irgendwie kacke oder? sollte> man da nicht schon was machen woran man spass hat?
FH und Bachelor? Die brauchen das so. Wenn die mal was nicht vorgekaut
bekommen dann werden die nervös. Da muss alles streng nach Plan
verlaufen, wie auf dem Kasernenhof.
Natürlich ist die Zuteilung eines Themas von oben herab völlig Banane
und kommt in bestimmten POs nur pro forma als Notlösung vor. Nämlich
dann, wenn der Student keinen Lehrstuhl finden kann der ihn betreuen
will oder einfach nach dem Ablegen der letzten Prüfung nichts tut und
wartet.
Aber natürlich muss einem das Thema liegen. Wenn man bedenkt welche
Spanne es da gibt.
gruß cyblord
cyblord ---- schrieb:> Jan L. schrieb:>> aber Thema einfach zugewiesen ist doch auch irgendwie kacke oder? sollte>> man da nicht schon was machen woran man spass hat?>> FH und Bachelor? Die brauchen das so. Wenn die mal was nicht vorgekaut> bekommen dann werden die nervös. Da muss alles streng nach Plan> verlaufen, wie auf dem Kasernenhof.
Das ist ja nun völliger Quatsch. Dies wird an einer Hochschule (Typ
und Studium bisher unbekannt) so gehandhabt und du fangst an auf alle
FH's einzudreschen?
Zurück zum Thema: Es sit überall anders, frag nach und melde dich bitte
mit dem Ergebnis hier zurück.
Gruß Max
Max B. schrieb:> Das ist ja nun völliger Quatsch. Dies wird an einer Hochschule (Typ> und Studium bisher unbekannt) so gehandhabt und du fangst an auf alle> FH's einzudreschen?
Und auf alle Bachelors. Bitte nicht vergessen.
Ausnahmen bestätigen die Regel.