Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Hat jemand Infos zum Peripheriebus der S5 100 Serie?


von Oliver P. (mace_de)


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Servus,

hat sich schon mal jemand mit dem seriellen Peripheriebus der kleinen S5 
Steuerungen befasst? Der Rückwandbus der 115er Steuerung ist ja, in 
gewissen Grenzen, im Handbuch beschrieben. Da hab ich es auch schon 
geschafft eigene IO-Karten zu bauen.
Bei den kleinen Serien mit seriellem Bus sieht die Informationslage 
allerdings etwas schlechter aus. Die Funktionsweise ist nur sehr 
rudimentär beschrieben. Laut Handbuch ist es eine Kette aus 5-Bit 
Schieberegistern. Die Signale sind grob im Handbuch der 
Diagnosebaugruppe beschrieben.
Mit dem Oszi lassen sich die Pins auch den Signalen zuordnen.
Es gibt 2 Datenleitungen, ein CLOCK Signal, da sind die 5-Bit Grüppchen 
gut zu sehen, ein LATCH signal ein RUN/STOP Signal und das IDENT Signal 
was nach dem einschalten oder bein STOP->RUN wechsel für die Ermittlung 
des Busaufbaus dient. Weiterhin gibt es noch einen (oder auch mehrere) 
Pins die konstant konstant auf Masse gezogen werden und dem Busmodul 
sagen dass ein IO-Modul gesteckt ist.
Ich habe jetzt einen Testaufbau mit einem 8-Kanal Eingangsmodul 
aufgebaut und messe am 2. freien Slot des Busmoduls. Merkwürdig ist, 
dass an den beiden Datenleitungen immer sie selbe Signalfolge zu sehen 
ist. Unabhängig davon wie die Eingänge des vorgeschalteten Moduls 
geschaltet sind. Im entsprechenden EB des PAE werden die Eingänge 
allerdings korrekt eingelesen.
Hat hier evtl. jemand weiterführende Infos?

Grüße Oliver

von Oliver P. (mace_de)


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Eine neue Erkenntniss gibt es schon mal. Die Eingangsbits werden von 
rechts nach links zur CPU geschoben. Misst man am Slot links neben dem 
Eingangsmodul, sieht man auch die Daten. Umgekehrt, sind die Daten für 
die Ausgangsmodule rechts neben den Modulen zu sehen.

von Oliver P. (mace_de)


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So, wieder neue Erkenntnisse.
das Patent DE3603751 beschreibt den ganzen Spaß im deteil.
Das werd ich mir jetzt mal in Ruhe zu Gemüte führen.

von Oliver P. (mace_de)


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Es gibt wieder Fortschritte.
Der SM889 wie auch der SM680 der späteren E-Stände ist ein Custom ASIC 
von Siemens und, wohl aus Kostengründen, als eierlegende Wollmilchsau 
konzipiert. Er wird sowohl in den Busmodulen, als auch in den 
Steckkarten selbst genutzt.
Durch die beschaltung von 8 Steuereingängen kann man ihn in verschiedene 
Modi versetzen. Man kann ihn als digitalen Eingang, Ausgang oder beides 
nutzen. Man kann auch nur die Bussignale zum Steckmodul durchschleifen 
und sogar Daten im Kreis rotieren.
Um das alles mal spielerisch zu erkunden, wurde ein SM889 auf ein 
Steckbrett gepflanzt und mit Tastern und LED's bestückt.
So ließen sich die ganzen Funktionen gut nachvollziehen.
Als nächstes wurde ein Schaltplan vom Busmodul gezeichnet, damit erst 
mal die Belegung der ganzen Stecker klar ist.
Jetzt war es so wiet, dass zum ersten mal ein FPGA an den Bus gestöpselt 
werden konnte. Ein Pegelwandler darf da auch nicht fehlen, denn der Bus 
arbeitet mit 9V Signalen.
Nach einigen Experimenten bin ich nun so weit, dass das FPGA als 
Busteilnehmer fungiert, der SPS beim Init sagt "ich bin ein 4 Kanal 
DO-Modul", man Daten auf den Ausgängen ausgeben kann und diese dann mit 
4 LED's angezeigt werden.
Die Frage ist nun, besteht überhaupt Interesse an dem Projekt und darf 
man die Deteils überhaupt veröffentlichen? Stichwort Patentschutz etc. 
pp.

von Michael U. (michaeldream)


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Hallo Oliver,
ich bin auf der Suche nach dem Protokoll und der Belegung des 
S5-Rückwandbusses auf deinen Beitrag gestossen.
Ich nutze eine S5-95U mit sehr vielen Ein- Ausgangsmodulen für die 
Home-Automation, allerdings ist der Programmspeicher der SPS sehr 
begrenzt.
Um die bisher angeschlossenen Module weiter benutzen zu können, würde 
ich den Rückwandbus gerne über einen PC simulieren und diesen als "SPS" 
nutzen.
Vielleicht kannst Du mir Infos zum Bus geben.

Vielen Dank.

von Oliver P. (Gast)


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Hi Michael,

die anbindung an den PC sollte kein Problem sein.
Hardware-mäßig musst du nur beachten dass der Bus mit 9V Pegel läuft. Es 
braucht also Pegelwandler.
Hast du dir schon das Patent zu gemüte geführt? Da steht eigentlich 
alles drin was den Bus betrifft. Da ist es nicht sinnvoll wenn ich das 
hier alles noch mal aufschreibe.
Wenn du was bestimmtes wissen willst oder wenn was unklar ist, kann ich 
aber gern was dazu sagen.
Anbei mal der Plan den ich damals vom Busmodul gezeichnet hab. Da stehen 
auch die Pins der ganzen Anschlüsse und die Signalbezeichnungen drin.

Grüße Oliver

von Michael U. (michaeldream)


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Hi Oliver,
vielen Dank für Deine Bemühungen.
Werde mich in den nächsten Tagen mal über Deine Zeichnung und das Patent 
hermachen.
Mal sehen, ob ich klarkomme :-)

Grüße Michael

von c-hater (Gast)


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Oliver P. schrieb:

> darf
> man die Deteils überhaupt veröffentlichen? Stichwort Patentschutz etc.
> pp.

Natürlich darfst du die Details veröffentlichen, solange du deine 
Erkenntnisse mit eigenen Worten formulierst. Patente sind erstmal 
grundsätzlich öffentlich und betreffen außerdem nur das Monopol 
gewerblicher Nutzung.

Abgesehen davon dürften Patente, die die S5 betreffen, sowieso entweder 
schon abgelaufen sein oder demnächst langsam aber sicher ablaufen. S5 
ist ja Steinzeit-Technik.

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