Servus, hat sich schon mal jemand mit dem seriellen Peripheriebus der kleinen S5 Steuerungen befasst? Der Rückwandbus der 115er Steuerung ist ja, in gewissen Grenzen, im Handbuch beschrieben. Da hab ich es auch schon geschafft eigene IO-Karten zu bauen. Bei den kleinen Serien mit seriellem Bus sieht die Informationslage allerdings etwas schlechter aus. Die Funktionsweise ist nur sehr rudimentär beschrieben. Laut Handbuch ist es eine Kette aus 5-Bit Schieberegistern. Die Signale sind grob im Handbuch der Diagnosebaugruppe beschrieben. Mit dem Oszi lassen sich die Pins auch den Signalen zuordnen. Es gibt 2 Datenleitungen, ein CLOCK Signal, da sind die 5-Bit Grüppchen gut zu sehen, ein LATCH signal ein RUN/STOP Signal und das IDENT Signal was nach dem einschalten oder bein STOP->RUN wechsel für die Ermittlung des Busaufbaus dient. Weiterhin gibt es noch einen (oder auch mehrere) Pins die konstant konstant auf Masse gezogen werden und dem Busmodul sagen dass ein IO-Modul gesteckt ist. Ich habe jetzt einen Testaufbau mit einem 8-Kanal Eingangsmodul aufgebaut und messe am 2. freien Slot des Busmoduls. Merkwürdig ist, dass an den beiden Datenleitungen immer sie selbe Signalfolge zu sehen ist. Unabhängig davon wie die Eingänge des vorgeschalteten Moduls geschaltet sind. Im entsprechenden EB des PAE werden die Eingänge allerdings korrekt eingelesen. Hat hier evtl. jemand weiterführende Infos? Grüße Oliver
Eine neue Erkenntniss gibt es schon mal. Die Eingangsbits werden von rechts nach links zur CPU geschoben. Misst man am Slot links neben dem Eingangsmodul, sieht man auch die Daten. Umgekehrt, sind die Daten für die Ausgangsmodule rechts neben den Modulen zu sehen.
So, wieder neue Erkenntnisse. das Patent DE3603751 beschreibt den ganzen Spaß im deteil. Das werd ich mir jetzt mal in Ruhe zu Gemüte führen.
Es gibt wieder Fortschritte. Der SM889 wie auch der SM680 der späteren E-Stände ist ein Custom ASIC von Siemens und, wohl aus Kostengründen, als eierlegende Wollmilchsau konzipiert. Er wird sowohl in den Busmodulen, als auch in den Steckkarten selbst genutzt. Durch die beschaltung von 8 Steuereingängen kann man ihn in verschiedene Modi versetzen. Man kann ihn als digitalen Eingang, Ausgang oder beides nutzen. Man kann auch nur die Bussignale zum Steckmodul durchschleifen und sogar Daten im Kreis rotieren. Um das alles mal spielerisch zu erkunden, wurde ein SM889 auf ein Steckbrett gepflanzt und mit Tastern und LED's bestückt. So ließen sich die ganzen Funktionen gut nachvollziehen. Als nächstes wurde ein Schaltplan vom Busmodul gezeichnet, damit erst mal die Belegung der ganzen Stecker klar ist. Jetzt war es so wiet, dass zum ersten mal ein FPGA an den Bus gestöpselt werden konnte. Ein Pegelwandler darf da auch nicht fehlen, denn der Bus arbeitet mit 9V Signalen. Nach einigen Experimenten bin ich nun so weit, dass das FPGA als Busteilnehmer fungiert, der SPS beim Init sagt "ich bin ein 4 Kanal DO-Modul", man Daten auf den Ausgängen ausgeben kann und diese dann mit 4 LED's angezeigt werden. Die Frage ist nun, besteht überhaupt Interesse an dem Projekt und darf man die Deteils überhaupt veröffentlichen? Stichwort Patentschutz etc. pp.
Hallo Oliver, ich bin auf der Suche nach dem Protokoll und der Belegung des S5-Rückwandbusses auf deinen Beitrag gestossen. Ich nutze eine S5-95U mit sehr vielen Ein- Ausgangsmodulen für die Home-Automation, allerdings ist der Programmspeicher der SPS sehr begrenzt. Um die bisher angeschlossenen Module weiter benutzen zu können, würde ich den Rückwandbus gerne über einen PC simulieren und diesen als "SPS" nutzen. Vielleicht kannst Du mir Infos zum Bus geben. Vielen Dank.
Hi Michael, die anbindung an den PC sollte kein Problem sein. Hardware-mäßig musst du nur beachten dass der Bus mit 9V Pegel läuft. Es braucht also Pegelwandler. Hast du dir schon das Patent zu gemüte geführt? Da steht eigentlich alles drin was den Bus betrifft. Da ist es nicht sinnvoll wenn ich das hier alles noch mal aufschreibe. Wenn du was bestimmtes wissen willst oder wenn was unklar ist, kann ich aber gern was dazu sagen. Anbei mal der Plan den ich damals vom Busmodul gezeichnet hab. Da stehen auch die Pins der ganzen Anschlüsse und die Signalbezeichnungen drin. Grüße Oliver
Hi Oliver, vielen Dank für Deine Bemühungen. Werde mich in den nächsten Tagen mal über Deine Zeichnung und das Patent hermachen. Mal sehen, ob ich klarkomme :-) Grüße Michael
Oliver P. schrieb: > darf > man die Deteils überhaupt veröffentlichen? Stichwort Patentschutz etc. > pp. Natürlich darfst du die Details veröffentlichen, solange du deine Erkenntnisse mit eigenen Worten formulierst. Patente sind erstmal grundsätzlich öffentlich und betreffen außerdem nur das Monopol gewerblicher Nutzung. Abgesehen davon dürften Patente, die die S5 betreffen, sowieso entweder schon abgelaufen sein oder demnächst langsam aber sicher ablaufen. S5 ist ja Steinzeit-Technik.
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