Mir ist bei der Suche nach FSO und anderen Optischen Kabel Technologien das unter die Finger gekommen: http://www.mrv.com/sites/default/files/appnotes/us_pdfs/mrv-an-fd_lowlatency.pdf Verstehe ich das jetzt richtig, daß es Organisationen, Firmen gibt, die wörtlich eine Gelddruckmaschine haben? Die es ausnuzten können, paar ns schneller zu sein als andere, und damit einen Vorteil bei Aktiengeschäften haben? Wie soll denn sowas gehen?
Martin G. schrieb: > Wie soll denn sowas gehen? Wenn du der erste bist, der auf Informationen wie Kursänderungen oder Handelsaufträge Anderer reagieren kann, dann hast du einen Vorteil. https://de.wikipedia.org/wiki/Hochfrequenzhandel
der gesetzesvorschlag zur regulierung des hochfrequenzhandels beinhaltete afair auch die vorschrift das gekaufte papiere mindestens 1,5 sekunden gehalten werden müssen bevor sie wieder verkauft werden. das ist eine perversion des marktes, sonst nichts.
@A. K. (prx)
>https://de.wikipedia.org/wiki/Hochfrequenzhandel
Einfach nur kranke SCH****E!!!!
DIe Börse ist ja schon längst ein Zockerverein, auch ohne oder mit
"langsamen" Computern, aber das setzt allem kranken Wahn dir Krone auf.
Ich kann nur hoffen, dass dieses "Handelsform" ganz schnell ganz groß
betrieben wird und dieses System endlich mal kollabiert!
Hochfrequenzhandel? Gehört das nicht in "HF, Funk und Felder"? Ich habe hier ein paar Quarze und auch Oszillatoren mit teils beträchtlichen Mega-Hertzen, da könnte ich doch auch handeln. ;-) MfG Paul @Falk Absolute Zustimmung!
Falk Brunner schrieb: > Einfach nur kranke SCH****E!!!! Das ist einfach nur die innigste und intensivste Form der Anbetung des für unsere heutige Gesellschaft zuständigen Gottes.
"...Knight Capital am 1. August 2012 aufgrund eines Softwarefehlers in 45 Minuten 440 Millionen $ verloren hatte..." Da schleckt wohld das Eis zurück :D
Och, Ihr seid doch nur neidisch dass Eure DSL-Leitung mit stolzen 768kBit/s nicht solche Latenz- und Pingzeiten her gibt =)) Aber mal eine richtige Frage: kann sich ein solches System nicht "aufschwingen"? wenn die Komunikation nur noch zwischen Computern statt findet, ist dann denn noch gewährleistet dass ein solches System nicht selbst ständig "den gleichen Rotz" an- und verkauft!? Dass sowas "krank" ist, steht hier ausser Frage....
Die Risiken sind - wie könnte es anders sein - umstritten: https://en.wikipedia.org/wiki/High-frequency_trading#Risks_and_controversy Paul Baumann schrieb: > Gehört das nicht in "HF, Funk und Felder"? Eher nach FPGA, VHDL & Co.: "More specifically, some companies provide full-hardware appliances based on FPGA technology to obtain sub-microsecond end-to-end market data processing."
Jeffrey Lebowski schrieb: > kann sich ein solches System nicht "aufschwingen"? Das tut es doch schon seit über 10 Jahren. Beachte mal die Volatilität, so schnell ändert sich kein realer Wert einer Firma. Es sind bloss noch Phantastillionen von Spielgeld, derzeit mit dem Glück daß das gedruckte Spielgeld nicht auf echte Werte verteilt wird. Echte Werte gibt es nämlich nicht mla für 10% der Geldmenge. Würde man von heute auf morgen die Spekulation verbieten, würden alle echten Werte 10 x so teuer werden, also eine Inflation um 900% stattfinden.
c. m. schrieb: > der gesetzesvorschlag zur regulierung des hochfrequenzhandels > beinhaltete afair auch die vorschrift das gekaufte papiere mindestens > 1,5 sekunden gehalten werden müssen bevor sie wieder verkauft werden. > > das ist eine perversion des marktes, sonst nichts. Nö keine Perversion sondern eine logische Konsequenz aus den aktuell herrschenden Faktoren des gewählten Modells, eg. ein folgerichtiges Symptom unserer Ökonomie. Seis drum ich finde es nicht schlecht denn folgerichtig betrachtet beschleunigt es, eg. verkürzt die Zeitspanne bis zum finalen Ergebnis des, Experimentes.
Michael Bertrandt schrieb: > so schnell ändert sich kein realer Wert einer Firma. Mögliche schnelle Veränderungen im Wert von Firmen ist eine Eigenheit der Börse an sich, nicht des HFT. Das gab es schon vor der Erfindung der Computers. Das HFT ändert nur das Tempo des Crashs.
Michael Bertrandt schrieb: > Echte Werte gibt es nämlich nicht mla für 10% der Geldmenge. > Würde man von heute auf morgen die Spekulation verbieten, > würden alle echten Werte 10 x so teuer werden, > also eine Inflation um 900% stattfinden. Falsch, es würde zur Deflation kommen (nach der Hyperinflation).
Mir ist aufgefallen, auch bei Bitcoin, das alles sehr nach Sägezahn aussieht. Die Leute vertrauen der Aktie / Währung langsam immer mehr, und dann, irgendwann, wenn ein großer Hai all seine lieben Aktien für viel Geld an dumme verkauft hat, schreit er, "...ups, die Firma ist ja gar nicht so viel Wert..." Das bringt man dann in den Medien, oder anders, und schon fällt der Wert ins bodenlose. Meistens mit automatischen Verkaufsaufträgen, wonach diese den Effekt extra beschleunigen. Ich denke diese automatischen Verkäufe sollten verboten werden, denn genau die sind die verstärkenden Elemente eines Kursabsturzes.
Hab zwar keine Ahnung - aber war das HFT nicht die Sache, der man mit der Finanztransaktionssteuer die Attraktivität nehmen wollte?
Die Idee dazu ist zwar viel älter als das HFT, aber im Prinzip schon. Aber da man schon seit der Weltwirtschaftskrise vor dem 2.WK drüber redet und immer noch nichts substantielles dabei heraus kam (etwas, das mehr ist als ein paar Buchstaben auf Papier) wird es dazu wohl ein paar weitere Krisen brauchen.
A. K. schrieb: > Die Idee dazu ist zwar viel älter als das HFT, aber im Prinzip schon. > Aber da man schon seit der Weltwirtschaftskrise vor dem 2.WK drüber > redet und immer noch nichts substantielles dabei heraus kam (etwas, das > mehr ist als ein paar Buchstaben auf Papier) wird es dazu wohl ein paar > weitere Krisen brauchen. Was dann aber wiederum eine Krise darstellt da man ja des gewählte ökonomische System infrage stellt ohne es an den Ursache selbst zu ändern. Man doktort also an den Symptomen rum und auf Dauer wird dies zu keiner sauberen Lösung führen können. Diese Krise wäre dann aber keine rein ökonomische mehr sondern eine politisch gesellschaftliche Sinnfrage.
Das HFT kommt in einem Punkt dem vollkommenen Markt sehr nahe, es gibt praktisch keine Verzögerungszeiten mehr. Leider ist das nur in einem Punkt der Fall. Ist jetzt eine Taktung der Börsen sinnvoll? Welche possitiven Auswirkungen hat es, gerne auch näher erleutert? Da wäre doch der Ansatz der Transaktionssteuer ideal, da kann es gar nicht schnell genug gehen, der Staat gewinnt dann immer (und nicht nur die Banken).
Falk Brunner schrieb: > Ich kann nur hoffen, dass dieses "Handelsform" ganz schnell ganz groß > betrieben wird und dieses System endlich mal kollabiert! Sicher? Der letzte größere Kollaps feiert bald sein hundertjähriges, ist fraglich, ob du das wieder willst. Und als Beispiel der Gegenwart brauchst du dir nur Kiev ansehen, wie es aussehen kann, wenn die Stummung kippt (wovon aber mittelfristig nicht auszugehen ist, der Deutsche und der Österreicher lassen sich eh alles gefallen, letzterer sowieso[1]). [1] http://derstandard.at/1392685805275/In-Deutschland-haben-politische-Verfehlungen-Folgen
Hi, A. K., > Die Risiken sind - wie könnte es anders sein - umstritten: ... Das "Umstritten" muss nicht mehr sein, seit Benoit M. Mandelbrot (der mit den Apfelmännchen-Diagrammen, http://de.wikipedia.org/wiki/Beno%C3%AEt_Mandelbrot) aufgeklärt hat: "Mandelbrot fand heraus, dass die Preisschwankungen der Finanzmärkte nicht durch eine Normalverteilung, sondern durch eine Lévy-Verteilung beschrieben werden können, die theoretisch eine unendliche Varianz aufweist." a) Der Börsenkurs einer Aktie - wie aller Güter, die an einer Art Börse frei gehandelt werden - unterliegt fraktalen Gesetzen. Der bisherige Verlauf ermöglicht keine verlässliche Prognosen des zukünftigen Verlaufes. Folgerung: Die Beschleunigung des Handels an der Börse dient nur dieser und den Maklern, die an der Courtage verdienen. b) Spekulation lohnt sich allenfalls aus zusätzlichen Informationen. Wer das Wetter zur Zeit der Ernte früher treffend voraussagen kann, dessen Warentermingeschäfte werden erfolgreicher ausgehen. Die Erlaubnis, an denjenigen Stellschrauben drehen zu dürfen, welche die Gewinne eines Unternehmers steigen oder fallen lassen, macht den besonders erfolgreichen Fondsmanager aus. Folgerungen: a) Mit der Beschleunigung werden vor allem die Möchtegern-Abzocker abgezockt. b) Wer ständig auf Aktienkurse starrt, der hat halt keine Zeit, in Manelbrots Buch zu lesen. c) Wer unbedingt in sein eigenes Unglück rennen will, den soll man nicht aufhalten. Schon der Versuch wäre Bevormundung. d) Daher macht es keinen Sinn, sich äber diese Leute aufzuregen. Ciao Wolfgang Horn
Wolfgang Horn schrieb: > d) Daher macht es keinen Sinn, sich äber diese Leute aufzuregen. Das sind jene Leute, die Gewinne in die eigene Tasche stecken, Verluste aber aus anderer Leute Tasche finanzieren, wenn sie gross genug sind. Und das finde ich nicht so prickelnd. Ich habe da noch einen Satz im Ohr, der gut drauf passt: "I make my faults with other peoples money". Hatte der ganz stolz erzählt.
Falk Brunner schrieb: > Die Börse ist ja schon längst ein Zockerverein In dieser Pauschalität ist die Aussage natürlich Unsinn. Es gibt etliche Börsenteilnehmer, die weder Hochfrequenzhandel noch Leerverkäufe noch sonstige "Zockereien" betreiben. Martin G. schrieb: > Mir ist aufgefallen, auch bei Bitcoin, das alles sehr nach Sägezahn > aussieht. Wo siehst du hier bitte einen Sägezahn? http://www.finanzen.net/devisen/bitcoin-euro-kurs http://www.ariva.de/btc-usd-bitcoin-us-dollar-kurs
Hi, A. K., >> d) Daher macht es keinen Sinn, sich äber diese Leute aufzuregen. > > Das sind jene Leute, die ... Mag ja sein. Deswegen habe ich mit dem "daher" eingegrenzt, was ich meine. Ciao Wolfgang Horn
Hi, Peter,
> Ihr habt euer Geld wohl bei der Sparkasse.
Vor allem vertraue ich eher bewährten Weisheiten als der neuesten Mode:
„Nichts ist leichter, als dem Publikum Wertpapiere zu verkaufen, wenn
man den Leuten zeigen kann, wie hoch sie schon geklettert sind.“ (André
Kostolany)
Ciao
Wolfgang Horn
Wolfgang Horn schrieb: > d) Daher macht es keinen Sinn, sich äber diese Leute aufzuregen. Natürlich muss man sich über diese Leute aufregen. Die machen nichts geringeres, als mit unserer Wirtschaft zu zocken. Mit Aktien zu spekulieren ist genau das selbe, als würde man einem Händler, der einem Bauer auf Kredit einen Traktor verkauft hat, dieses Guthaben auf Pump abkaufen, damit ins Glücksspiel zu betreiben und wenn man es verzockt hat, muss der Bauer seinen Traktor verkaufen, damit man seine Schulden begleichen kann.
P. M. schrieb: > Mit Aktien zu spekulieren ist genau das selbe Willst auf Abschaffung von Aktien hinaus? Oder willst du bloss Kauf/Verkauf von Aktien verbieten?
Hi, P. M., > Natürlich muss man sich über diese Leute aufregen. Die machen nichts > geringeres, als mit unserer Wirtschaft zu zocken. Solltest Du Verbrechen beweisen können, dann zeige diese an. Ansonsten gehe in ie Politik un mach bessere Gesetze. Ciao Wolfgang Horn
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