Forum: Offtopic Wie wird künstliches 3D im TV gemacht ?


von Dave N. (Firma: Geknechteter Pennäler) (schueler-bubi)


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Hallo rundherum,

meine Eltern hatten heute ihren neuen LED 3D TV (Samsumg 55") geliefert 
bekommen. *

Klasse Teil, keine Frage und es hat u.a. auch die Möglichkeit normale 
TV-Sendungen künstlich per Shutterbrille räumlich in 3D darzustellen.

Und das klappt erstaunlich gut, bzw. der Tiefeneindruck ist fast 
natürlich wahrnehmbar, obwohl das dabei Gesendete nur zweidimensional 
ist.

Tja, nun frage ich mich: Wie geht das ?
Bzw. woher bekommt der Kasten die räumliche Information bei 
Nicht-3D-Sendungen ?

Grübel, grübel
Dave



*) Vorteil für mich: Ich konnte den "alten" 32 Zoller übernehmen.  ;-)

von Vn N. (wefwef_s)


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Bildanalyse.

von Michael .. (thing)


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von Jens P. (picler)


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Michael ... schrieb:
> http://de.wikipedia.org/wiki/3D-Film

Leider ist dieser Link etwas nutzlos, da er die Frage des TO nicht mal 
ansatzweise beantwortet.

Durch die Analyse der dargestellten Bildinhalte (z.B. große Objekte, im 
Vordergrund stehende Personen, etc) versucht der Bildprozessor für das 
jeweilige Bild Tiefeninformationen abzuschätzen. Anhand dieser 
Informationen wird dann das 3D-Bild berechnet. Das klappt meist ganz 
gut. Nur bei alten (VHS-) Aufnahmen hat zumindest mein TV Probleme. 
Offenbar ist das Ausgangssignal zu stark verrauscht.

Ansonsten ist Google dein Freund. Allerdings vermute ich mal, dass die 
genaue Funktion geheim ist, schließlich haben die Hersteller da immense 
Entwicklungsarbeit reingesteckt.

von Dave N. (Firma: Geknechteter Pennäler) (schueler-bubi)


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Jens PICler schrieb:
> versucht der Bildprozessor für das
> jeweilige Bild Tiefeninformationen abzuschätzen

Aha, danke. Hört sich allerdings wahnsinnig kompliziert an.

Jens PICler schrieb:
> dass die
> genaue Funktion geheim ist,

Verständlich...

von Georg A. (georga)


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Naja, so wie die 3D-Schätzung "daneben" geht, scheint es ungefähr 
folgende Heuristik zu sein:

1) Grossflächig dunkle Flächen sind weiter hinten
2) Schnell bewegte Flächen (die Info kommt sowieso aus der 
Bewegungserkennung für den Deinterlacer) sind weiter vorne. Je 
schneller, umso mehr vorne.

Das erste geht daneben, wenn ein nicht so ganz helles Fenster hinten im 
Raum ist. Das schwebt nämlich auf einmal einem vor der Nase...

Das zweite geht daneben, wenn es verschiedene "selbst bewegende" Objekte 
sind (Autos, etc). Ein normaler Panorama-Pan (Parallaxenveschiebung) 
geht damit natürlich wunderbar.

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