Development Board für die Schule

OP #3550350
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Hallo,

ich suche ein günstiges development board, das im Unterricht zum lernen 
von Programmieren genutzt werden kann. Hab da nicht so viel Erfahrung.

Ich dachte zuerst an das MSP430 LaunchPad, aber irgendwie bin ich nicht 
überzeugt.

Mein Lehrer hat mir folgende Voraussetzungen gegeben:

Min. 4kb flash
Min. 8 I/O pins
Interner ADC
Mit java programmierbar
Kostenlose software
Max. 15€/stk.

Könnt ihr mir welche empfehlen?

Danke
#3550419
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auch beim Adruino programmiert man nicht in Java. Die Programmsprache 
hier heist python und ist ein stark vereinfachter C-Syntax.

Was Arduino und Java verbindet ist die IDE: die wurde in Java 
geschrieben, wovon der Anwender aber nichts sieht...


Mal als Begründung warum Java nicht zu µC passt:
Java ist eigentlich eine Interpretersprache welche zur Laufzeit 
compiliert, besser gesagt interpretiert, wird - hierfür benötigt man 
eine Laufzeitumgebung bzw ein framework.

Microsoft hat sowas ähnliches mit dem .NET-Framework und C# (Was meines 
Erachtens gegenüber Javas um Welten vorraus ist!!)

Die "Java-"Eigneschaften verliert Dein Programm auf einem µC - der 
Compiler muss den Syntax zu Maschinencode linken und was bleibt ist ein 
Programm, dessen Ablauf mit Java-Syntax geschrieben wurde - du hast aber 
weder ein Framework noch ein Interpreterprogramm auf Deinem µC.

Welches Board und welche Entwicklungsumgebung schlägt Dein Lehrer den 
vor!?
#3550482
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Jeffrey Lebowski schrieb:
> auch beim Adruino programmiert man nicht in Java.

Ach? Hat auch keiner behauptet.

Jeffrey Lebowski schrieb:
> Die Programmsprache
> hier heist python und ist ein stark vereinfachter C-Syntax.

Nein. Arduino verwendet C mit entsprechenden Libraries.

Jeffrey Lebowski schrieb:
> Mal als Begründung warum Java nicht zu µC passt:
> Java ist eigentlich eine Interpretersprache welche zur Laufzeit
> compiliert, besser gesagt interpretiert, wird - hierfür benötigt man
> eine Laufzeitumgebung bzw ein framework.

Java ist keine Interpretersprache (im Gegensatz zu Python, welches 
deiner Aussage nach durch Arduino verwendet wird).
#3550528
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Also, Java ist eine objektorientierte Programmiersprache. Der Compiler 
erstellt im Gegensatz zu C keinen Maschinencode sondern einen 
sogenannten Byte-Code. Dieser Java Byte-Code wird von einer JVM 
(Virtuell Machine) ausgeführt.
Daher brauchst Du auf deinem uC eine JVM. Die bekommst Du nicht in die 
4kb reingepresst.
Es gibt uC Dev Board wo man Java Byte code (EJ) ausführen könnte, aber 
der Preis dafür steht im Widerspruch zu den 15 Euro die dir Dein Lehrer 
vorgegeben hat!
So eins z.B:
http://www.st.com/web/en/catalog/tools/FM147/CL1794/SC961/SS1533/PF252535

Will er euch Java lehren, oder die Systemnahe programmierung?
Fürs zweite ist Java nicht empfehlenswert.

Kurz und Knapp, Dein Lehrer - um es mal vorsichtig auszudrücken - hat 
keine Ahnung!
#3550547
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Bülent C. schrieb:
> Also, Java ist eine objektorientierte Programmiersprache. Der Compiler
> erstellt im Gegensatz zu C keinen Maschinencode sondern einen
> sogenannten Byte-Code. Dieser Java Byte-Code wird von einer JVM
> (Virtuell Machine) ausgeführt.

Wobei dies zwar die Regel, aber nicht zwingend ist, es gibt auch 
Compiler, die Java direkt in nativen Maschinencode compilieren.
#3550607
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vn nn schrieb:
> Bülent C. schrieb:
>> Also, Java ist eine objektorientierte Programmiersprache. Der Compiler
>> erstellt im Gegensatz zu C keinen Maschinencode sondern einen
>> sogenannten Byte-Code. Dieser Java Byte-Code wird von einer JVM
>> (Virtuell Machine) ausgeführt.
>
> Wobei dies zwar die Regel, aber nicht zwingend ist, es gibt auch
> Compiler, die Java direkt in nativen Maschinencode compilieren.

Meinst Du etwa einen JIT-Compiler?
Da wird doch nur zur Laufzeit ein Maschinencode zur Optimierung 
erstelllt!
#3551002
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Jede Sprache hat ihren Kontext in dem sie angewendet wird, auf µCs ist 
es eher C/C++ (ASM) und auf performanteren Prozessoren halt Java. Atoc 
faellt mir der allseits gehypte Raspberry Pi ein, habe gerade Java-7 mit 
einem Jenkins-Slave dort drauf am laufen (das geht noch) ... bei einem 
Jenkins-Server wird die Uebung jedoch sehr sehr langsam. Es waere in der 
Tat vielleicht sogar eine lustige Idee, ein Klassenzimmer mit einen 
Raspberry-Pi Netz zu bespassen .... allerdings muesste der Lehrer dann 
vielleicht in den Ferien dochmal die Nase etwas tiefer ins Buch stecken.
#3551158
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Warum hat noch keinen Raspberry Pi erwähnt?

Den kann man in JEDER Sprache programmieren (auch java), IO Pins, ADC 
etc. sind natürlich auch vorhanden. Das einzige was nicht so ganz passt 
ist der Preis. Den Pi gibts erst ab 25€, aber das liegt jetzt auch nicht 
so übermäßig weit über deinem Budget.

Wenn ich mich recht entsinne wurde der Pi ja gerade für solche 
Anwendungen (Schule) entwickelt.

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