Forum: Offtopic Diodenlaser und Kohärenzverlängerung


von Kurt B. (kurt-b)


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Frage: wie bringt man so einen Billiglaser, 1 mW  oder so, zu einer 
Kohärenzlänge von 50 cm?

Oder ist das -ausserhalb von gut und böse-?



 Kurt

von Purzel H. (hacky)


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Das geht. Mit einem externen Resonator. Das ist aber ein optischer 
Aufbau, aufm Lasertisch mit Mikrometerverstellschrauben und dergleichen.

von Kurt B. (kurt-b)


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Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb:
> Das geht. Mit einem externen Resonator. Das ist aber ein optischer
> Aufbau, aufm Lasertisch mit Mikrometerverstellschrauben und dergleichen.

Ja das hab ich mir schon gedacht, ist mir aber ehrlich gesagt zu 
komliziert.

Ein -externer- schmalbandiger "Resonanzkreis" müsste doch da auch 
helfen.

Grüne Laser haben doch so eine Frequenzverdoppelung in Form eines 
Kristalls drin, die müssten doch wesentlich schmalbandiger sein als der 
-Rote- Halbleiterlaser.



 Kurt

von Purzel H. (hacky)


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In externer Resonanzkreis ausserhalb des Resonators ist ein Filter, der 
eben durchlaesst oder auch nicht, resp weniger. Es ist breiterbandig 
angeregt,und schwingt etwas mit. Bedenkend, dass auch ein Fabri-Perot 
einen Optischen Aufbau beinhaltet.. aufm Kuechentisc macht man's nicht.

von Kurt B. (kurt-b)


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Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb:
> In externer Resonanzkreis ausserhalb des Resonators ist ein Filter, der
> eben durchlaesst oder auch nicht, resp weniger. Es ist breiterbandig
> angeregt,und schwingt etwas mit. Bedenkend, dass auch ein Fabri-Perot
> einen Optischen Aufbau beinhaltet.. aufm Kuechentisc macht man's nicht.

Hm, schade.
Wieviel cm an Kohärenz bringt man denn mit einen grünen Diodenlaser 
zustande?

Alternativ wäre ev. auch ein HeNeon eine gute Wahl.



 Kurt

von Purzel H. (hacky)


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Wie lange ist denn der Resonator dieses Verdopplers?

von Kurt B. (kurt-b)


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Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb:
> Wie lange ist denn der Resonator dieses Verdopplers?

Ich beginne gerade mich mit Lasern ein wenig näher zu beschäftigen.
Und da hat sich die Kohärenzlänge als wichtiger Umstand herausgestellt.
Darum die Fragen und Überlegungen.

Soweit ich weiss wird grünes Laserlicht (bei den Billigdingern) aus rot 
durch Verdopplung gewonnen, dazu ist ein resonanter Körper notwendig der 
das erledigt.
Und das müsste, so meine Überlegungen, ein mechanischer Schwinger sein 
der dies bewerkstelligt, eine Art Kristall also.

 Kurt


Wenn dieser schmalbandig genug ist dann würde das Licht des roten 
Quelllasers ja -verbessert- werden (können), so die -Hoffnung-.

von Purzel H. (hacky)


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Gruenes Licht wird aus 1064nm YAG Licht durch Verdoppelung erzeugt. 
Nein, nicht mit einem mechanischen Schwinger, sondern durch einen 
nichtlinearen Kristall. Der kann ab einer sinnvollen Intensitaet mit 
zunehmendem wirkungsgrad Verdoppeln. In einem Resonator kriegt man 
nochmals hoeheren Wirkungsgrad, gegen erhoehte Komplexitaet. Ich nehme 
an der nichtlineare Kristall ist der Resonator selbst.

Auf diese Technologie hab ich mehr als ein ganzes Semester Studium 
verbraten..

von Kurt B. (kurt-b)


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Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb:
> Gruenes Licht wird aus 1064nm YAG Licht durch Verdoppelung erzeugt.
> Nein, nicht mit einem mechanischen Schwinger, sondern durch einen
> nichtlinearen Kristall. Der kann ab einer sinnvollen Intensitaet mit
> zunehmendem wirkungsgrad Verdoppeln. In einem Resonator kriegt man
> nochmals hoeheren Wirkungsgrad, gegen erhoehte Komplexitaet. Ich nehme
> an der nichtlineare Kristall ist der Resonator selbst.
>
> Auf diese Technologie hab ich mehr als ein ganzes Semester Studium
> verbraten..

Naja, dann habe ich ja jemanden zum Ausquetschen.

Wieso soll grün nicht durch mechanisches Schwingen erzeugt werden?
jedes Licht wird durch Mechanik erzeugt, so auch beim Laser.

Es muss ja ein nichtlinearer Kristall sein sonst gibt's keine 
Oberwellenanregung.

Beim el. Schwingkreis ist auch eine Oberwellenanregung (durch 
nichtlineare Verstärkung) notwendig/angesagt damit er die 
entsprechende/gewünschte Frequenz bevorzugen kann, so auch beim 
Kristall.

Der/das Kristall ist ein rein mechanischer Schwinger, seine bevorzugte 
Resonanzfrequenz wird einfach nur angestossen und ausgenützt.
Davon verspreche ich mir eine geringere Bandbreite als beim Diodenlaser 
direkt, denn der beruht darauf dass einzelne Moleküle/Atome ihre 
Elektronen in/bei einem Einschwingvorgang -reparieren-.
Dieses Einschwingen der Elektronen an ihren Stammplätzen innerhalb des 
Atoms erzeugen die Laserfarbe.
Da dies von vielen gemacht wird, ihre Umstände zu den Nachbarn und ihre 
Eigenbewegung (Wärme) dabei eine Rolle spielen, kommt es zu 
Dopplereffekten und Frequenzänderungen die die Bandbreite des 
Auagangssignal vergrössern.

Beim Kristall ist das auch vorhanden, aber die einzelnen Atome/Moleküle 
haben nicht dieses Freiheiten und erzeugen auch keine Lichtpeaks wie 
dies durch die Elektroneneinbindung ins Atom geschieht.

Darum der Versuch mit Kristallen die Bandbreite des Signals zu 
schmälern, somit seine Kohärenzlänge zu vergrössern.

 Kurt

von Purzel H. (hacky)


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Das Ganze ist etwas komplizierter. Ein Lasermedium hat eine gewisse 
Bandbreite. Diese kann 0.01nm, 0.1nm, 1nm, oder mehr sein.  Das hat mit 
der Lebensdauer der Zustaende zu tun. Ein Ti:Sapphire hat zB 400nm. Ein 
Laserresonator schneidet aus diesem Verstaerkungsprofil vielleicht eine 
schmale linie aus. Vielleicht sind es auch mehr. Ein 30cm langer HeNe 
hat vielleicht 6 Linien oder so unter dem Verstaerkunsgprofil. Diese 6 
Linien interferieren und bestimmen die Lohaerenzlaenge. Ein Diodenlaser 
hat wegen seiner Kuerze viel mehr Linien, die die kurze Kohaerenzlaenge 
ausmachen.
Wenn wir das Licht nun verdoppeln kriegen wir auch wieder viele Linien.

Nimm einen anderen Laser, der schon eine bessere Kohaerenzlaenge hat. zB 
einen HeNe.

von Kurt B. (kurt-b)


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Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb:
> Das Ganze ist etwas komplizierter.

Das wird wohl leider so sein.


> Ein Lasermedium hat eine gewisse
> Bandbreite. Diese kann 0.01nm, 0.1nm, 1nm, oder mehr sein.  Das hat mit
> der Lebensdauer der Zustaende zu tun.

Ja, die jeweilige Dauer der Einphasung des Elektrons an seine -neue- 
Stelle innerhalb des Atoms.

> Ein Ti:Sapphire hat zB 400nm. Ein
> Laserresonator schneidet aus diesem Verstaerkungsprofil vielleicht eine
> schmale linie aus.

Diese Aufgabe wollte ich dem Kristall aufbürden, scheint aber wegen 
dessen Breitbandigkeit nicht sinnvoll zu gehen.


> Vielleicht sind es auch mehr. Ein 30cm langer HeNe
> hat vielleicht 6 Linien oder so unter dem Verstaerkunsgprofil. Diese 6
> Linien interferieren und bestimmen die Lohaerenzlaenge. Ein Diodenlaser
> hat wegen seiner Kuerze viel mehr Linien, die die kurze Kohaerenzlaenge
> ausmachen.
> Wenn wir das Licht nun verdoppeln kriegen wir auch wieder viele Linien.
>

Werde ich wohl so akzeptieren müssen.


> Nimm einen anderen Laser, der schon eine bessere Kohaerenzlaenge hat. zB
> einen HeNe.

Den hab ich schon hervorgekramt, ist halt gross und braucht 
Netzversorgung.
Jedenfalls habe ich ein wenig Verständnis für die Zusammenhänmge 
bekommen. Danke.


 Kurt

von Karl O. (knorke)


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Viel wichtiger wäre wohl eher mal wieder die Frage: was solls denn 
werden?

von Kurt B. (kurt-b)


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Karl Otto schrieb:
> Viel wichtiger wäre wohl eher mal wieder die Frage: was solls denn
> werden?

Wichtiger ist doch wie man das was es werden sollte realisieren kann.
Denn das -es soll werden- hängt auch davon ab ob und wie und mit welchem 
Aufwand es ev. realisierbar werden könnte.

Es soll u.A. ein -anderes- (in Richtung) MMI werden. (wenns denn mit 
meinen Möglichkeiten realisierbar sein sollte)


 Kurt

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Karl Otto schrieb:
> Viel wichtiger wäre wohl eher mal wieder die Frage: was solls denn
> werden?


[ot]
Was denkst du könnte es werden?

>>>[realsatire]
Wie ich Kurt seither erlebt habe, tippe ich auf Tatar de Physik an 
Hybris, kräftig gewürzt mit dem inständigen Bemühen Dritter seiner 
schlichten Sicht die Komplexität der von ihm ignorierten Aspekte irgend 
eines beliebigen  physikalischen Zusammenhanges nahezu bringen.
>>>[/realsatire]
[/ot]

Namaste

von Harald W. (wilhelms)


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Kurt Bindl schrieb:

> Frage: wie bringt man so einen Billiglaser, 1 mW  oder so, zu einer
> Kohärenzlänge von 50 cm?

Wenn Du da von sog. Laserpointern sprichst, das ist Ausschussware.
Du solltest zumindest eine normale Laserdiode, z.B. von Roithner
nehmen. Mit Laserdioden kann man durchaus Präzisionsmessungen
machen. Selbst die PTB benutzt für ihre Messungen jodstabilisierte
Laserdioden. Wozu brauchst Du denn eine derart grosse Kohärenzlänge?
Für Präzisionsmessungen braucht man das nomalerweise nicht.
Gruss
Harald

von Kurt B. (kurt-b)


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Harald Wilhelms schrieb:
> Kurt Bindl schrieb:
>
>> Frage: wie bringt man so einen Billiglaser, 1 mW  oder so, zu einer
>> Kohärenzlänge von 50 cm?
>
> Wenn Du da von sog. Laserpointern sprichst, das ist Ausschussware.

Ist mir klar, aber sie leuchten.

> Du solltest zumindest eine normale Laserdiode, z.B. von Roithner
> nehmen. Mit Laserdioden kann man durchaus Präzisionsmessungen
> machen. Selbst die PTB benutzt für ihre Messungen jodstabilisierte
> Laserdioden.

http://www.uni-mainz.de/FB/Chemie/AK-Noertershaeuser/downloads/Diplomarbeit_Krieger_11-2008.pdf

Grad gegurgelt, scheint sehr interessant zu sein.


Ich erfahre ja hier was es gibt und was für das was ich mir -vorstelle 
und zusammenräume- in Frage kommen könnte.


> Wozu brauchst Du denn eine derart grosse Kohärenzlänge?
> Für Präzisionsmessungen braucht man das nomalerweise nicht.

Um nicht die gleichen Fehler (die ich zu sehen mir einbilde) wie andere 
zu machen.


 Kurt

von Purzel H. (hacky)


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Groessere Kohaerenzlaengen benoetigt man fuer interferometer und 
Hologramme

von Kurt B. (kurt-b)


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>Frage:

Wie bekomme ich den "Lichtstrahl" eines HeNe Lasers in zwei 
Kunststofflichtleiter (Durchm je ca. 0,7 mm) halbwegs gleichmässig 
(direkt) rein?


 Kurt

von Andreas D. (rackandboneman)


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Für Laserzeug würde ich zusätzlich das Forum photonlexicon.com 
empfehlen...

von Purzel H. (hacky)


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Faserkopplung mit einer Linse. Strahlteiler gibt's auch. Dann ist das 
sehr zuverlaessig. Auf einem optischen Tisch. Aufm Kuechentisch ist da 
nichts.

von Kurt B. (kurt-b)


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Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb:
> Faserkopplung mit einer Linse.

Hab ich mal versucht, nur werd ich wohl die falsche Linse gehabt haben, 
denn der -Strahl- ging eigentlich wie ungehindert durch.


> Strahlteiler gibt's auch.

Der steht schon bereit, nur dann hab ich die Probleme die du unterhalb 
ansprichst.


> Dann ist das
> sehr zuverlaessig. Auf einem optischen Tisch. Aufm Kuechentisch ist da
> nichts.

Naja, eine Holzplatt brings da wohl nicht.

 Kurt

von Harald W. (wilhelms)


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Kurt Bindl schrieb:

> Naja, eine Holzplatt brings da wohl nicht.

Eine Holzplatte sicher nicht. Den Aufbau eines Rasterkraftmikroskops
haben wir aber schon mal auf einer Keramikfliese gemacht. Eine
passende Aluminiumplatte geht natürlich auch.
Gruss
Harald

von Purzel H. (hacky)


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Die Faser wird im Brennpunk montiert. Dh ueblicherweise verwendet man 
hier Mikroskoplinsen mit 5-7mm Brennweite.

von Kurt B. (kurt-b)


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Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb:
> Die Faser wird im Brennpunk montiert. Dh ueblicherweise verwendet man
> hier Mikroskoplinsen mit 5-7mm Brennweite.

Ich möchte aber das Licht auf zwei Fasern gleichmässig verteilen.
Und wenn ich die nebeneinander hinhalte kommt eine immer zu kurz.
Darum hab ich beide in eine Hülse gesteckt und diese angeschmolzen in 
der Hoffnung dass sie so verschmelzen dass sich das Lichtsignal 
einigermassen brauchbar aufteilt.

Mit einer Aufweitlinse wird's wohl besser gehen, die macht die Struktur 
der Faser nicht kaputt.



 Kurt

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