Forum: HF, Funk und Felder Keramikfilter SFJ10.7A


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von Urban (Gast)


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Hab einen 4-Pin Keramikfilter bekommen. Im Netz und beim Händler konnten 
sie mir beim Pinning nicht weiterhelfen. Hat jemand das Datenblatt 
parat, oder weiß das Pinning?

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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http://www.murata.com/products/catalog/pdf/p11e.pdf
das war der Hersteller, der Typ ist allerdings eher im Radiomuseum zu 
finden

von Urban (Gast)


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Dass er unteranderem auch von Murata hergestellt wird, hatte ich auch 
schon herausgefunden. Nur das Pinning vermisse ich. Zwei mal Masse ist 
es nicht, zumindest ist kein Kurschluß zu messen.

von dolf (Gast)


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die beiden pin in der mitte sind an gnd zu legen.
links und rechts außen sind der ein/ausgang.
sind piezofilter da mist man keinen durchgang.

von Urban (Gast)


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Super, hat geklappt! Ist die hohe Dämpfung von ca. 16dB normal für 
Keramikfilter?

von ./. (Gast)


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> Ist die hohe Dämpfung von ca. 16dB normal für
> Keramikfilter?

Sei froh das es nicht noch mehr ist.

von Urban (Gast)


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Wodrauf ist das denn zurückzuführen?
Ist es richtig, dass die Bandbreite von Filtern bei 6 dB Dämpfung 
angegeben wird?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Urban schrieb:
> Ist es richtig, dass die Bandbreite von Filtern bei 6 dB Dämpfung
> angegeben wird?

Relativ zur Maximalamplitude.  (Manchmal auch für 3 dB oder 20 dB.)

Die Einfügedämpfung geht ja von allen Signalen gleichmäßig ab, hat
daher mit einer Bandbreite nichts zu tun.

von Urban (Gast)


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Ist die Einfügedämpfung zurückzuführen auf das Keramikmaterial?

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Urban schrieb:
> Ist die Einfügedämpfung zurückzuführen auf das Keramikmaterial?

Überleg' mal: stell' dir einen Lautsprecher vor, der in eine Röhre
brüllt, und am Ende der Röhre ein Mikrofon.  Welchen Wirkungsgrad
hätte das ganze System wohl?

Nichts anderes ist dein Piezofilter auch, nur dass es statt der Röhre
ein Keramikplättchen ist.

Bliebe natürlich die Frage, ob du bei deiner Messung das Teil überhaupt
richtig angepasst betrieben hast.  Wenn dein Messgerät mit einer
Systemimpedanz von 50 Ω arbeitet, kannst du nicht einfach so direkt
auf so ein Keramikfilter gehen, weil die viel hochohmiger sind: die
Eingangsseite des Filters nimmt dir dann kaum Leistung aus der Quelle
auf, und die Ausgangsseite arbeitet dann fast im Kurzschluss.

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Das Filter hat eine ZF Breite von etwa 180KHz - 280KHz je nach 
Farbpunkt.

Ich hab mal das Pinout von dem Filter angehangen.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Das Datum 1978 entnehme ich der Bezeichnung auf der letzten Seite.
Murata (Hersteller) und Stettner (Vertrieb) steht auf Seite 4.

Erst hatte ich mit 24 Farben und 300 dpi über 16 MByte, jetzt 16 Farben 
und 150dpi, das ist schon etwas pixelig, aber noch lesbar.

von Uwe S. (de0508)


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Hallo Urban,

interessant ist noch, in welcher Umgebung (Impendanz) Du das Filter 
vermessen hast. Also der Messaufbau.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Ein weiterer Stettner-Katalogauszug, Datumsangaben hinten 11/82 und vorn 
"83"
Die Nennimpedanz ist wie schon im anderen Kurzkatalog 330 Ohm und 
Einfügedämpfung typ 8,5, max 10 dB. Urban hat vermutlich direkt an 50 
Ohm gemessen.

von Uwe S. (de0508)


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Danke Christoph,

das hatte ich vermutet und somit stimmen Dämpfungswerte und der 
Kurvenverlauf nicht.

von Urban (Gast)


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Wie schon vermutet habe ich mit 50Ohm gemessen. Liegt aber daran dass 
mein Speki nur 50 und 75 Ohm als Ein- bzw. Ausgang.

Kann mir einer erklären, wo ich Vcc bei bei Keramikfiltern anschließe? 
In und Out wird es ja wohl nicht sein, also bleibt nur Gnd über, nur 
warum?

von MaWin (Gast)


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Urban schrieb:
> Kann mir einer erklären, wo ich Vcc bei bei Keramikfiltern anschließe?

Warum möchtest du VCC an einen Keramikfilter anschliessen ? Schliesst du 
auch VCC an einen Schwingquarz an oder an einen Widerstand ?

von Urban (Gast)


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Nunja, ich finde das ist nicht genau das gleiche. Es haldelt sich ja 
dabei um einen passiven Filter. Wenn ich vllt das Keramikmaterial besser 
verstehen würde, dann könnte ich es mir erklären, aber beim durchmessen 
wird es ja auch nur an Gnd angeschlossen.

Gut, aber ich denke ich hab verstanden.

von B e r n d W. (smiley46)


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Du brauchst eine Schaltung, um die 50 Ohm des Signalgenerators an die 
330 Ohm des Filters anzupassen. Das Selbe am Ausgang. Am einfachsten 
geht das mit einem Widerstandsnetzwerk/Dämpfungsglied. Mit zwei 
Widerständen 54 und 310 Ohm beträgt die Dämpfung ca. 14dB.

Kann man hier z.B. Berechnen:
http://chemandy.com/calculators/matching-pi-attenuator-calculator.htm

: Bearbeitet durch User
von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Vier 560 Ohm Widerstände sollten reichen, je zwei parallel sind 280 Ohm. 
Die am 50 Ohm Wobblerausgang und Detektoreingang in Serie legen, dann 
hat das jeweils 330 Ohm. Erst beide direkt verbinden, das gibt die Null 
dB Linie, dann das Keramikfilter dazwischen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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B e r n d W. schrieb:
> Am einfachsten geht das mit einem Widerstandsnetzwerk/Dämpfungsglied.

Verlustärmer ansonsten mit einem Breitbandübertrager (naja, allzu
breitbandig muss er nicht sein für ein Filter).  Kann man sich mit
bisschen Draht auf Ferritringkerne wickeln.  Davon braucht man dann
zwei Stück.  Indem man sie erstmal ohne Filter dazwischen zusammenhängt,
kann man messen, wie gut die Übertrager selbst sind.

Das Windungszahlenverhältnis wäre

Also je nach Kernmaterial vielleicht 10 Windungen primär zu 25 Windungen
sekundär für die Speisung des Filters und umgedreht für den Abschluss
auf der anderen Seite.

von B.e.r.n.d (Gast)


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..oder ein L-Tiefpass mit 1,8uH und 100p...

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