Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Optokoppler Arbeitswiderstand


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von Bastian S. (Gast)


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Hallo,
habe einen Steuerschaltkreis mit 24v bei dem bei geschlossenem Kreis ca 
10mA fließen.
Diesen will ich mit einem 3,3V Ausgang meines Controllers ansteuern.

Dazu verwende ich folgenden Komponenten:

Ausgang 3,3v ist über einen 51k Widerstand mit der Basis eines BC547C 
verbunden.
BC547C Emitter mit GND. Am BC547C Collector ist die Cathode eines PC817 
dran.

Anode des PC817 ist über ein 1k8 Widerstand an 5V angeschlossen. 
(sollten dann ca. 2mA sein)

Nun die Frage:
benötige ich auf der Ausgangsseite des PC817 einen zusätzlichen 
Arbeitswiderstand oder reicht es wenn ich die 24V an Collector des PC817 
und die 0V an den Emitter des PC817 anschließe?

Steh grad wegen einer Angabe im Datenblatt des PC817 a bisserl auf dem 
Schlauch.

Collector-Emitter-Voltage max. 35V
Emitter-Collector-Voltage max. 6V

von Torsten C. (torsten_c) Benutzerseite


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Bastian S. schrieb:
> benötige ich auf der Ausgangsseite des PC817 einen zusätzlichen
> Arbeitswiderstand

Ja, auch hier nach dem ohmschen Gesetz, je nachdem, welcher Strom 
fließen soll.

von MaWin (Gast)


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Bastian S. schrieb:
> Anode des PC817 ist über ein 1k8 Widerstand an 5V angeschlossen.
> (sollten dann ca. 2mA sein)

Wie willst du damit 10mA fliessen lassen ?
Der PC817 hat gerade mal eine CTR von 50%, das reicht nur für 1mA.

> Nun die Frage:
> benötige ich auf der Ausgangsseite des PC817 einen zusätzlichen
> Arbeitswiderstand oder reicht es wenn ich die 24V an Collector des PC817
> und die 0V an den Emitter des PC817 anschließe?

Da auch 3.3V Prozessoren oftmals 20mA Ausgangsstrom liefern können, 
hätte es gereicht die Sende-LED über 56 Ohm anzuschliessen.

von Bastian S. (Gast)


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Zum Arbeitswiderstand brauch ich noch ne kleine Hilfestellung.

Also wenn ich die zwei Steuerleitung direkt mit einem Strommeter 
verbinden fließt ein Strom von 10mA.

Somit ist der Stromfluss durch irgendwelche Widerstände im gesteuerten 
Gerät schon begrenzt.

Ist jetzt noch ein weiterer Arbeitswiderstand nötig.

Direktes anschließen an die 3,3v funktioniert nicht.

Ok dann mach ich den Vorwiderstand vom PC817 von 1k8 auf 250.

von Torsten C. (torsten_c) Benutzerseite


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Bastian S. schrieb:
> Somit ist der Stromfluss durch irgendwelche Widerstände im gesteuerten
> Gerät schon begrenzt.

Ach so, na denn ist doch alles gut.

So ähnlich ist das bei mir auch, am 0..10V-Eingang vom Dimmer.

von Ulrich (Gast)


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Der Optokoppler könnte schon direkt die 24 V schalten. Allerdings geht 
das mit 2 mA auf der Sendeseite nur bis etwa 1 mA auf der Ausgangsseite. 
Da bräuchte man also entweder mehr Strom auf der Sendeseite, oder eine 
Verstärkung auf der Empfängerseite.

Mein Vorschlag wäre es den Transistor auf der Sendeseite zu sparen - die 
2 mA (und auch etwas mehr) kann der µC auch direkt treiben. Auf der 
Empfängerseite dann einen Transistor als Verstärkung - in der einfachen 
Form als Emitterfolger.

von Bastian S. (Gast)


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so hab jetzt das ganze fertig.

eigentlich wie oben beschrieben. Habe allerdings den Vorwiderstand am 
PC817 auf 620 Ohm reduziert.

An der Basis vom BC547 fließen 0.05mA, am PC817 5mA und auf der 24V 
Seite 9.5mA statt 9.87mA.

Ich würde mal sagen das passt.

von Falk B. (falk)


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@ Bastian S. (Gast)

>Ich würde mal sagen das passt.

Ohne Schaltplan passt da nix.

von Bastian S. (Gast)


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schaltplan ist im ersten thread beschrieben ;-) nur statt 1k8 Ohm 620 
Ohm

von Falk B. (falk)


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@ Bastian S. (Gast)

>schaltplan ist im ersten thread beschrieben ;-)

Und den sollen WIR raussuchen?

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Bastian S. schrieb:
> An der Basis vom BC547 fließen 0.05mA, am PC817 5mA und auf der 24V
> Seite 9.5mA statt 9.87mA.

Für 5mA durch die LED des Optokopplers bräuchte man wohl keinen extra 
Transistor. Und daß dieser PC817 [1] am Ausgang 9.5mA kann bei 
lediglich 5mA durch die LED ist eher ein glücklicher Zufall. Erfahrene 
Ingenieure dimensionieren Schaltungen so, daß sie auch bei den 
ungünstigsten zu erwartenden Exemplarstreuungen noch funktionieren.


XL

[1] Wer weiß, womöglich ist das ja gar nur simuliert.

von Anja (Gast)


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Axel Schwenke schrieb:
> Erfahrene
> Ingenieure dimensionieren Schaltungen so, daß sie auch bei den
> ungünstigsten zu erwartenden Exemplarstreuungen noch funktionieren.

Dann darfst Du nur mit einem CTR von 30% bei 100 Grad Temperatur rechnen 
(s. Diagramm im Datenblatt) und mußt noch zusätzlich die 
CTR-Abhängigkeit von VCE berücksichtigen wenn du den Transistor in 
Sättigung betreiben willst.

Das CTR ist nur bei 25 Grad 5V VCE und 5mA Diodenstrom zwischen 50% und 
600% spezifiziert, was eigentlich keine realen Betriebsbedingungen sind.

Gruß Anja

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