Ich denke jeder selbständige hat seine Erfahrungen mit den einzelnen
Dienstleistern gemacht und kennt die Vor/Nachteile einzelner
Vermittlungsagenturen und Verträge. Ich frage mich in wie weit aus der
Freiberufler Community ein professionelles Dienstleistungsunternehmen
entstehen kann. Die Vorteile liegen auf der Hand, viele Hauptkunden
beschweren sich über Personaldienstleister die keine Ahnung haben und
keine Ingenieure sind, Transparenz bei der Marge, Werk/Dienstverträge
können durchsichtiger Gestaltet werden und die Risiken nicht nur auf den
Auftragnehmer abgeschoben werden, die juristische Recherche Vor einem
Vertragsabschluss könnte man sich sparen und die das Gefühl das die
Leihbuden einen wieder mal über den Tisch gezogen haben wäre weg. Dazu
bräuchte man aber Leute die Interesse an solch einer Gründung haben...
Ich weiss es gibt viele Dienstleister die klein angefangen haben, dann
großer geworden sind und sich am Markt wie alle anderen Platzieren
müssen. Gerade dies ist aber nicht meine Absicht, ich denke an ein spiel
mit offenen karten, bei dem Ingenieure vermitteln. Aus Erfahrung weis
ich das Netzwerke Bilden das A und O der Personaler ist, und
langfristige loyale und ehrliche Kundenbindung der Schlüssel zu einem
Erfolgreichen Dienstleistungsunternehmen. Ich würde so etwas gerne
angehen, aber aus der Sicht eines Ingenieurs und nicht aus der Sicht
eines Betriebswirtschaftlers oder Rechtsanwalts.
Ich kenne einen DL, bei dem ein Großteil der "Business Manager"
Ingenieure sind. Wenn das Geld ruft, werfen die alle ihre Moral früher
oder später über Bord. So, jetzt hast du also einen Riesentext umsonst
geschrieben.
Adrian78 schrieb:> Ich denke jeder selbständige hat seine Erfahrungen mit den> einzelnen> Dienstleistern gemacht und kennt die Vor/Nachteile einzelner> Vermittlungsagenturen und Verträge. Ich frage mich in wie weit aus der> Freiberufler Community ein professionelles Dienstleistungsunternehmen> entstehen kann. Die Vorteile liegen auf der Hand, viele Hauptkunden> beschweren sich über Personaldienstleister die keine Ahnung haben und> keine Ingenieure sind, Transparenz bei der Marge, Werk/Dienstverträge> können durchsichtiger Gestaltet werden und die Risiken nicht nur auf den> Auftragnehmer abgeschoben werden, die juristische Recherche Vor einem> Vertragsabschluss könnte man sich sparen und die das Gefühl das die> Leihbuden einen wieder mal über den Tisch gezogen haben wäre weg. Dazu> bräuchte man aber Leute die Interesse an solch einer Gründung haben...> Ich weiss es gibt viele Dienstleister die klein angefangen haben, dann> großer geworden sind und sich am Markt wie alle anderen Platzieren> müssen. Gerade dies ist aber nicht meine Absicht, ich denke an ein spiel> mit offenen karten, bei dem Ingenieure vermitteln. Aus Erfahrung weis> ich das Netzwerke Bilden das A und O der Personaler ist, und> langfristige loyale und ehrliche Kundenbindung der Schlüssel zu einem> Erfolgreichen Dienstleistungsunternehmen. Ich würde so etwas gerne> angehen, aber aus der Sicht eines Ingenieurs und nicht aus der Sicht> eines Betriebswirtschaftlers oder Rechtsanwalts.
Für jeden Job benötigen die Ausführenden Wissen und soziale Kompetenzen.
Damit meine ich tatsächliches Wissen und kein Halbwissen oder markige
Wortgebilde, sowie tatsächliche emotionale Intelligenz und keinen
Narzissmus. Ingenieure tendieren mehr zu der einen Seite (sonst sind es
keine Ingeniere) und echte Manager mehr zu der anderen Seite. Dazwischen
befindet sich die große Masse der „Schwätzer“. Die Personen die du
suchst, müssen beide Kompetenzen in sich vereinen. Hat jemand diese
Eigenschaften, dann hat er jedoch schon seinen Platz im Leben gefunden
und steht dir damit nicht mehr zur Verfügung.
Hi Adrian,
Du hast nicht das Gefühl, dass Du der Sache etwas naiv begegnest?
Adrian78 schrieb:> ... die keine Ahnung haben und ...
Aber Ingenieure haben Ahnung von Vertragsgestaltung etc.?
> die juristische Recherche Vor einem Vertragsabschluss könnte> man sich sparen
Wieso das?
> Leihbuden einen wieder mal über den Tisch gezogen haben wäre weg.
Richtig. Dafür würden die Einkaufsabteilungen der Auftraggeber die
Ingenieure reihenweise über den Tisch ziehen...
> an ein spiel mit offenen karten, bei dem Ingenieure vermitteln.
Siehe ein Absatz weiter oben.
> Aus Erfahrung weis ich das Netzwerke Bilden das A und O
Aus Erfahrung weiß ich, dass Netzwerke bilden bei Ingenieuren leider
nicht so erfolgreich klappt...
> Sicht eines Ingenieurs und nicht aus der Sicht> eines Betriebswirtschaftlers oder Rechtsanwalts.
Viel Erfolg dabei. Wenn Du eine passende Truppe beisammen hast, melde
Dich bitte. Meine Einkäufer glauben sowieso, dass unsere Freiberufler zu
viel kassieren. Denen käme ein Spiel mit offenen Karten gerade recht...
Sorry für den Sarkasmus an manchen Stellen, aber ich glaube, Du müsst
noch viel Lernen im Leben...
Grüße,
Tommy.S
Noch einen Zuhälter kann dieses Land sowieso nicht vertragen.
Ein lauter Knall in dieser Branche ist da längst überfällig.
Die Geschäftsmoral tendiert da in der Regel: Wessen Brot ich ess...
Die Bewerber werden da dann nur wie Gehaltshuren behandelt und
wenn dann eine Lücke im LL ist, oder der Kandidat zu alt ist, dann
haben die gar keine Bewerbung erhalten. Aus den Augen, aus dem
Sinn. Sozialkompetenz sollte anders aussehen. Direkt einstellende
Firmen sind aber häufig auch nicht viel besser.
Leiharbeit ist doch cool. Damit kann man richtig tolles Geld verdienen,
wenn man andere arbeiten lässt. Laut diesem Forum gibt es doch so viele
Top Leute die man für kleines Geld haben kann. Also super Bedingungen
für DL Gründer! also am einfachsten ist, man fängt mit Hilfsarbeitern
oder Facharbeitern an, die man für kleines Geld aus dem Osten der
Republik sich holt, befristet mit Probezeit natürlich und dann in den
industriellen Zentren des Südens vermietet. Wenn der Kunde den
Leiharbeiter nicht mehr baucht, kommt halt die Kündigung und gut ist.
Daher geringes Risiko.
Rübezahl schrieb:> Also was jetzt? Alles Sch..ße?
Hier mal ein Antwortschreiben, das heute erst (6.März) bei mir einging:
(Das Bestätigungsmail von der Bewerbung im Dezember sprach von
einer zu erwartenden Reaktion im Januar, aber das darf man wohl
ohnehin nicht verbindlich nehmen).
Sehr geehrter Herr Schlagmichtot,
bitte entschuldigen Sie, dass wir uns erst jetzt bei Ihnen melden.
Aufgrund aktueller Veränderungen hat das Verfahren etwas länger
gedauert.
Das Auswahlverfahren wurde zwischenzeitlich vorzeitig beendet, da wir
die ausgeschriebene Stelle vorerst nicht besetzten werden. Eine
Neubesetzung wird aller Voraussicht nach nicht vor Ende 2015 erfolgen.
Wir bedanken uns ausdrücklich bei Ihnen für Ihr Interesse an unserem
Institut und die Mühe, die Sie sich mit Ihrer Bewerbung gemacht haben.
Gleichzeitig wünschen wir Ihnen viel Erfolg bei der Suche nach einer
neuen beruflichen Herausforderung.
Mit freundlichem Gruß
Zimtzicke vom Dienst
Ist das nicht Toll? Damit ist das schon die zweite Stelle, von der ich
jetzt verlässlich erfuhr, dass die gar nicht ERNSTHAFT existiert.
Wird ja immer toller.
Logger schrieb:> Rübezahl schrieb:> Das Auswahlverfahren wurde zwischenzeitlich vorzeitig beendet, da wir> die ausgeschriebene Stelle vorerst nicht besetzten werden. Eine> Neubesetzung wird aller Voraussicht nach nicht vor Ende 2015 erfolgen.
hahahaaaaa nicht vor ende 2015. Es fehlt nur der satz
"selbstverständlich würden wir uns dann auf ihre bewerbung freuen, der
link zu unserem bewerbersystem ist www.bla.de/blaaaa/blaaaa"
DER MANGEL IST DA !!!
Leute mal ehrlich: Wer was auf dem Kasten hat, der braucht keinen
Dienstleister der einem zum Arbeitstisch trägt.
Inzwischen sollte doch jeder, der normal denken kann, wissen, wie der
Hase läuft und welche Anforderungen die Auftraggeber haben. Oder?
Warum klammert ihr euch überwiegend an diese, oft dubiosen,
Dienstleister.
Das angesprochene Networking bekommt man auch selbst hin und findet als
Resultat gute Aufträge, ohne einen Dienstleister einschalten zu müssen.
Warum ich das schreibe? Weil ich es genau so(!) gemacht habe. An mir hat
kein Dienstleister einen Krümel verdient.
Man muss eben auch mal "Arsch in der Hose" beweisen und selbst nach
Außen aktiv werden.
Ich könnte mich jedes Mal köstlich amüsieren, wenn wieder ein armes
Ingenieurlein sich nach dem und jenem Dienstleister erkundigt.
Was soll das immer? Habt ihr keinen Mumm in den Knochen?
QuarkMitSenf schrieb:> Das angesprochene Networking bekommt man auch selbst hin und findet als> Resultat gute Aufträge, ohne einen Dienstleister einschalten zu müssen.> Warum ich das schreibe? Weil ich es genau so(!) gemacht habe. An mir hat> kein Dienstleister einen Krümel verdient.> Man muss eben auch mal "Arsch in der Hose" beweisen und selbst nach> Außen aktiv werden.>> Ich könnte mich jedes Mal köstlich amüsieren, wenn wieder ein armes> Ingenieurlein sich nach dem und jenem Dienstleister erkundigt.> Was soll das immer? Habt ihr keinen Mumm in den Knochen?
Die neuen festen Stellen bei den Unternehmen sind nicht in dem Ausmaße
da, um alle versorgen zu können - absichtlich. Man will eine viel
größere frei verfügbare Ingenieurmasse via Dienstleister à la hire und
fire in den Konzernen haben.
Die SPD hat der Zeitarbeitsbranche damals Tür und Tor mit den erlaubten
uendlich langen Zeitarbeitsverhältnissen geöffntet.
Und auch die KMUs bieten nicht soviel Stellen, dass keiner bei den
Konzernen im Dienstleisterverhältnisse schuften muss. Wird zwar immer
behauptet, dass es zahlreiche unbekannte KMUs gibt, die keine einzige
Bewerbung von einem Ingenieur über das ganze Jahr bekommen, aber das ist
kompletter Bullshit.
Heute kann man froh sein, wenn der Jobeinstieg zeitnah geklappt hat,
wenn man nur wie viele ein graues Mäuschen unter den
Ingenieurabsolventen ist.
Klappt der zeitnahe Einstieg nicht, gibts weder im Anschluss einen
Dienstleisterjob noch bei der kleinsten Klitsche. Dann waren Minimum
dreieinhalb Jahre komplett für Arsch und Friedrich.
Arsch & Friedrich schrieb:> Klappt der zeitnahe Einstieg nicht, gibts weder im Anschluss einen> Dienstleisterjob noch bei der kleinsten Klitsche. Dann waren Minimum> dreieinhalb Jahre komplett für Arsch und Friedrich.
Die Verluste die man als Arbeitnehmer hinnehmen muss und die sich die
Wirtschaft erlaubt gehen sowieso auf keine Kuhhaut. Andererseits
haben über 45 Mio. ja Jobs. Da könnte es sich die Wirtschaft ja
erlauben, den kümmerlichen hoch qualifizierten Rest auch mit zu
schleifen. Statt dessen überlässt man das lieber dem Staat und
der tut sich mit dieser Klientel schwer.
Ihr müsst euch endlich davon verabschieden, dass Dienstleister
grundsätzlich böse und schlecht sind. In den Großkonzernen ist der
Zukauf von menschlicher Arbeitskraft Tagesgeschäft und inzwischen
absolut üblich.
Der Einkauf als Abteilung beschafft längst nicht mehr nur Teile und
Material, sondern eben auch Arbeitskraft. Gerade im Projektgeschäft ist
der Zukauf von Arbeitskraft sehr praktisch, da man so ein planbares
Budget hat und die Ressource "Arbeit" zeitlich begrenzt nutzen kann.
Da heute in der Industrie vom Bau einer Fabrik über die
Maschinenbeschaffung bis zum Lebenszyklus eines Produkts alles als
Projekt definiert werden kann, wird es in Zukunft noch mehr
Projektarbeit und damit einhergehend zeitlich begrenzten Bedarf an
Arbeitskraft geben.
Der Grund, warum vor allem Großunternehmen auf Dienstleister
zurückgreifen, ist der hohe Organisationsgrad dort. Man kann Externe
aufgrund der Prozesse und Strukturen einfach leicht, schnell und
kostengünstig einsetzen. Die KMU haben solche Strukturen noch nicht,
werden aber nicht drum herum kommen.
Übrigens:
Gute Dienstleister zahlen ihre Mitarbeiter auch gut. Der externe
Projektmitarbeiter muss also nicht zwangsläufig das "Opfer" sein, das
nur ausgenutzt wird. Man kann dort durchaus mehr verdienen als die
Festangestellten mit Tarif-Gehalt.
Ironischerweise fördern gerade die Gewerkschaften mit ihren verkrusteten
Strukturen, die übertriebenen Privilegien der Stammbelegschaft und das
sture Festhalten an vermeintlichen Errungenschaften wie der 35 h Woche
die zunehmende Verlagerung von Aufgaben an Externe.
Ich behaupte sogar, dass ein moderner Konzern im Jahr 2014 ohne
Dienstleister und Externe kein Geschäft mehr betreiben könnte. Die
schnellen Veränderungen im internationalen Umfeld und die hochdynamische
Konkurrenz aus dem Ausland würde unsere von den Gewerkschaften gelähmte
Industrie in kürzester Zeit vom Markt fegen.
Man muss es einfach akzeptieren:
Ohne Dienstleister, Outsourcing und flexiblen Einsatz von Arbeitskraft
kann Deutschland mit seinen hohen Löhnen nicht mehr international
konkurrieren. Eine solche Flexibilität muss nicht zwangsläufig zur
Ausbeutung von Arbeitskräften führen. Die Vorbehalte gegenüber der
Flexibilisierung von Arbeit kommen von den gleichen Leuten, die den
deutschen Kündigungsschutz um jeden Preis verteidigen. Es hilft nur nix.
Ähnlich wie Wasser findet Geld immer einen Weg!
hier gehts lang schrieb:> Ihr müsst euch endlich davon verabschieden, dass Dienstleister> grundsätzlich böse und schlecht sind.
Das stimmt. Man kann sich von denen verabschieden.