Hallo zusammen. Habe folgendes Problem, evtl. könnt ihr mir ja helfen. Es geht um die Aufzeichnung von Messdaten in einer heißen Umgebung, 105° und evtl auch bisschen mehr. Eigentlich sollten die Daten über Kabel herausgeführt werden, aber dies ist nicht möglich. Also entweder aufzeichnen oder rausfunken :P. Eine funk-freundliche Umgebung existiert auch nicht unbedingt. Daher würde ich sie am liebsten Speichern, Sd-Karten wären mir lieb gewesen, allerdings sind die ja nicht gerade für diese Umgebungen gedacht. Gäbe es eine alternative? Wie sieht es mit der Spannungsversorgung aus, Batterien und Akkus sind ja auch nicht dafür gedacht sie zu kochen. Genauso wie Kondensatoren. Die Auswerteeinheit kühlen? Müsste mindestens 20h durchhalten. Müsste man probieren. Isolierung usw. Wäre es überhaupt möglich eine Funkanlage zu bauen, die unter diesen Temperaturen arbeiten würde? Falls jemand ne zündende Idee hat :) Bin offen für alles, Grüße. Hitzepeter
In ne kleine Wasserdichte Box packen, die wiederum in ne Thermoskanne, die funktioniert ja auch in die andere Richtung. Wird morgen mal probiert :) Grüße. Stand wohl aufm Schlauch.
hitzepeter schrieb: > Eigentlich sollten die Daten über Kabel herausgeführt werden, aber dies > ist nicht möglich. 105 °F oder 105 °C ? Aber egal. Wo ist da das Problem? Was spricht gegen das Kabel? Alles andere ist aufwändiger. Und welche Zeitauflösung/Datenmenge ist überhaupt gefordert? Selbst 105 °C sind doch ganz handhabbar. (Fast?) jedes EEProm steck das locker weg.
Es wird bewegt und weggeschlossen, sozusagen, deswegen fällt Kabel weg. Leider Mhh EEPROM und danach auf die Sd, wäre ne Option. Datenmenge geht gegen 0, würde vllt auch auf das intere EEProm passen. Aber eben Atmel spricht von maximal 105°C, es wird eben auch mal mehr, geht das auf Dauer gut, oder ist da die Schmerzgrenze gering?
Bootsmann schrieb: > Aber eben Atmel spricht > von maximal 105°C, es wird eben auch mal mehr, geht das auf Dauer gut, > oder ist da die Schmerzgrenze gering? Sinnvoller wäre, gleich einen nehmen, der es auch sicher aushält: http://at.mouser.com/Semiconductors/Embedded-Processors-Controllers/Microcontrollers-MCU/8-bit-Microcontrollers-MCU/_/N-a85ik?P=1z0wuodZ1z0wtxn
falls die 105°C fix sind einfach bauteile mit erweiteretem temperaturbereich verwenden. dann jedoch haltbarkeit überprüfen.
Bootsmann schrieb: > ... es wird eben auch mal mehr, ... Ja, dann lass dir nicht alles aus der Nase ziehen. Wieviele Datenpunkte, welche Abtastrate, welche Maximaltemperatur, was für ein Sensor? Vermutlich ist die Batterie das größte Problem dabei ... Bootsmann schrieb: > Es wird bewegt und weggeschlossen, sozusagen hitzepeter schrieb: > In ne kleine Wasserdichte Box packen, die wiederum in ne Thermoskanne, > die funktioniert ja auch in die andere Richtung. > > Wird morgen mal probiert :) Und die Thermoskanne macht das mit :-?
Wie macht man das bei Temperaturen über 125°C? Garantiert der Hersteller dann nur nix mehr oder funktioniert es dann wirklich nicht mehr und der Speicher (EEPROM bzw. Flash) verliert seinen Inhalt?
Gibts Ne schrieb: > Wie macht man das bei Temperaturen über 125°C? Garantiert der Hersteller > dann nur nix mehr oder funktioniert es dann wirklich nicht mehr und der > Speicher (EEPROM bzw. Flash) verliert seinen Inhalt? In der Regel macht man dann Temperaturprofile. Das Gesamtgerät hält 10 Stunden von 125-135 Grad + 100 Stunden von 115-125 Grad + 1000 Stunden von 85-115 Grad oder so ähnlich. Gruß Anja
Wie meinst du das? Gibts da irgendwo Literatur dazu wo man sich einlesen kann? Oder hat jmd ein paar Stichworte zum suchen?
Gibts Ne schrieb: > Garantiert der Hersteller > dann nur nix mehr oder funktioniert es dann wirklich nicht mehr und der > Speicher (EEPROM bzw. Flash) verliert seinen Inhalt? Der Hersteller garantiert, das der IC innerhalb der spezifizierten bereiche ordnungsgemäß funktioniert. Wenn der IC außerhalb dieser Bereiche betrieben wird, kann alles passieren! Von "funktioniert ornungsgemäß" bis hin zu "das Bauteil ist nicht mehr zu finden, weil es sich vollständig in rauch aufgelöst hat". Was alles zwischen diesen Bereichen liegt, ist deiner kreativität überlassen ;) Um deine Frage konkret zu beantworten: Der Hersteller garantiert nichts mehr. D.h. es kann passieren, das es dann wirklich nicht mehr Funktioniert und der Speicher seinen Inhalt verliert, muss aber nicht. Aber das Verhalten des Bauteils wird sich auf jeden fall ändern! Grüße
Lithium Batterien von Tadiran, Serie SL-500, explodieren erst bei mehr als 130 Grad. Selbstentladung ist bei max. 20 Stunden ja kein Thema. Freescale gibt für bestimmte S08-Typen viele Daten auch für 150 Grad Sperrschicht an. Evt. gibt es auch entsprechende S12-Typen. Die hätten dann genug RAM -- wenn man sowieso eine Batterie hat, ist das so gut wie EEPROM, nur zuverlässiger.
hitzepeter schrieb: > Gäbe es eine alternative? Viele, aber mangels Info von dir kann man die passende nicht nennen. HT83C51 arbeitet bis 300 GradC, ARM7TDMI bis 200, ein normaler uC im Keramikgehäuse meist bis 175, und wenn die Daten nicht zu viele sind kann man sie im warmen im RAM halten und erst im kalten in Flash kopieren.
Hallo Für das Energieproblem würde ich mir ein Pelti Element überlegen. Ev. hast du in deiner Box ein Temperaturgefälle das du ausnützen könntest.... Viele Grüsse
MaWin schrieb: > und wenn die Daten nicht zu viele sind > kann man sie im warmen im RAM halten und erst im kalten in Flash > kopieren. Der Speicher ist doch überhaupt kein Problem. Ein EEPROM mit 32kByte (24LC256-E für 80ct) oder 128kByte (25LC1024-E für 3€) sollten für eine hübsche Temperaturkurve doch dicke ausreichen. Aber wer weiß schon, welche Datenrate dem TO vorschwebt.
In meiner alten Firma haben wir auch Schaltungen bis 150 Grad eingesetzt. Da muss man vorher testen, welche Prozessoren das mit machen, und evtl die Taktrate nicht auf das Maximum stellen. TI-DSPs gingen bis gut. Flash und SRam wurden auch verwendet. Sowie diverse AD-Wandler und Sensoren. Die Lebensdauer sank allerdings. Nach ein paar Tausend Stunden war dann Schluss, so dass man für 24/7 dann eben jeden Monat eine frische Schaltung einbauen muss.
Also nochmal zum Thema Temperatur, maximal 120°C. EEPROM Speicher reicht aus. MaWin schrieb: > uC im > Keramikgehäuse meist bis 175 Danke hierfür, hatte noch nicht bei den Herstellern selber geschaut, bei Atmel gibt's 8bit Con. bis 150°. Denke da werde ich fündig. Mike schrieb: > Vermutlich ist die Batterie das größte Problem dabei ... Da hast du wohl recht. Mike schrieb: > Und die Thermoskanne macht das mit :-? Es ist nichtunbedingt die eleganteste Lösung aber bis jetzt sieht sie gut aus :D, riecht ein bisschen doof. gnd3 schrieb: > Lithium Batterien von Tadiran, Serie SL-500, explodieren erst bei mehr > als 130 Grad. Selbstentladung ist bei max. 20 Stunden ja kein Thema. Ist mir irgendwie unsympatisch, mein Bruder hat die in seinem Heli, er redet immer von 1 Kg Sprengstoff :D Die er durch die gegend fliegt. Aber ich mach mich mal schlau. PittyJ schrieb: > In meiner alten Firma haben wir auch Schaltungen bis 150 Grad > eingesetzt. Wie sah da die Stromversorgung aus?
> PittyJ schrieb: >> In meiner alten Firma haben wir auch Schaltungen bis 150 Grad >> eingesetzt. > > Wie sah da die Stromversorgung aus? Turbine mit Generator, bzw Lithium-Batterien (keine Akkus). Alles sehr teuer, aber der Kunde hat es bezahlt.
Bei Speicher musst du unbedingt testen, ob du unter Temperatur lesen UND SCHREIBEN kannst.Insbesondere letzeres ist schneller das Problem. Wir haben hier Speicher, der bei 175°C und mehr gelesen und beschrieben werden kann. Ist nicht bei Reichelt verfügbar, sondern eher über die großen Distributoren und ggf. musst du in den sauren Apfel beißen und für die Hochtemperaturkomponente "etwas" Aufschlag zahlen. Dann kosten 1MBit nicht 70 Cent, sondern 20 Euro. Dafür funktioniert es dann auch.
Es gibt Temperaturlogger welche mit den Werkstücken durch den Durchlaufofen mitfahren. Mit ihnen wird das Temperaturprofil kontrolliert, einige hundert Grad sind kein Problem. Schau mal unter Ofenlogger, z. B. Driesen & Kern und andere.
@ hitzepeter (Gast) >> Und die Thermoskanne macht das mit :-? >Es ist nichtunbedingt die eleganteste Lösung aber bis jetzt sieht sie >gut aus :D, riecht ein bisschen doof. Da riecht gar nichts doof, denn die Kunststoffhülle macht man vorher logischerweise ab und ersetzt sie duch was temperaturfestes. Z.B. Metallgehäuse und Puffer aus Glasseide. Und wenn man in die Thermoskanne noch Eis oder so reintut, hat man noch mehr Reserven. Die Öffnung ist dann gleichzeitig der Weg nach draussen zu den Sensoren. Sprich, man baut die Schaltung so, dass die (wasserdicht) am Stöpsel hängt. Quasi eine Flasche in der (Thermos)flasche. Damit ist auch das Batterieproblem gelöst. Klingt gut. Allerdings sind 20h schon recht lange, sodass man am Ende im Inneren auch nahe an dei 100°C kommen wird. Hmm?
@ PittyJ (Gast) >> Wie sah da die Stromversorgung aus? >Turbine mit Generator, Ahh, also ne kleine Dampfmaschine. Warm genug ist es ja! ;-)
hitzepeter schrieb: > Daher würde ich sie am liebsten Speichern, Sd-Karten wären mir lieb > gewesen, allerdings sind die ja nicht gerade für diese Umgebungen > gedacht. SD-Karten nicht, aber etliche andere Flash-Speicher: Z.B. diverse Serial-NOR-Flash für den automotive Bereich (-40 °C bis 125 °C, z.T. noch höher bis 150 °C ) Micron früher mal Numonyx bzw. ST: http://www.micron.com/products/nor-flash/serial-nor-flash Cypress früher Ramtron hat auch FRAMs für diesen Temperaturbereich. > Wie sieht es mit der Spannungsversorgung aus, Batterien und Akkus sind > ja auch nicht dafür gedacht sie zu kochen. Genauso wie Kondensatoren. Batterien sind kein Problem: Tadiran, Saft, ElectroChem und andere bieten Lithium-Primärbatterien an die z.T. bis 200 °C mitmachen > Wäre es überhaupt möglich eine Funkanlage zu bauen, die unter diesen > Temperaturen arbeiten würde? Ja. TIs CC2520 ist bspw. bis 125 °C spezifiert > Falls jemand ne zündende Idee hat :) > > Bin offen für alles, Grüße. Hitzepeter
Kevin K. schrieb: > ... und ggf. musst du in den sauren Apfel beißen und > für die Hochtemperaturkomponente "etwas" Aufschlag zahlen. Dann > kosten 1MBit nicht 70 Cent, sondern 20 Euro. Mike schrieb: > 128kByte (25LC1024-E für 3€) Wo erkennst du da Tendenzen zu 20€ ? Bei den Microchip EEPROMS sollte man allerdings auf das "-E" für "Automotive" in der Typenbezeichnung achten.
hot schrieb: > Es gibt Temperaturlogger welche mit den Werkstücken durch den > Durchlaufofen mitfahren. Mit ihnen wird das Temperaturprofil > kontrolliert, einige hundert Grad sind kein Problem. Schau mal unter > Ofenlogger, z. B. Driesen & Kern und andere. Okay, die nehmen die Einpacklösung :) Falk Brunner schrieb: > Da riecht gar nichts doof, denn die Kunststoffhülle macht man vorher > logischerweise ab und ersetzt sie duch was temperaturfestes. Z.B. > Metallgehäuse und Puffer aus Glasseide. Und wenn man in die Thermoskanne > noch Eis oder so reintut, hat man noch mehr Reserven. Die Öffnung ist > dann gleichzeitig der Weg nach draussen zu den Sensoren. Sprich, man > baut die Schaltung so, dass die (wasserdicht) am Stöpsel hängt. Quasi > eine Flasche in der (Thermos)flasche. Damit ist auch das Batterieproblem > gelöst. Klingt gut. Allerdings sind 20h schon recht lange, sodass man am > Ende im Inneren auch nahe an dei 100°C kommen wird. Hmm? Genau so dachte ich mir das. Ist übrigens ne Edelstahlflasche, hat trotzdem ne Kunststoffdichtung, ich bin ja auch nicht bescheuert!
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