Hi,
wie kann ich meinen Router sichern, dass die Wahrscheinlichkeit des
Reinhackens geringer wird?
Angenommen, ein Router hat 4 Netzwerkanschlüsse. Kann ich z.B. sagen,
dass nur der Rechner, der an dem Netzwerkanschluss A dranhängt, die
Möglichkeit hat, Einstellungsänderungen vorzunehmen?
Kennt jemand einen guten Link, wo man Informationen zum Sichermachen des
Heimnetzwerks finden kann?
Schau auf der Webseite des Herstellers nach, was der empfiehlt.
Schau, ob du die aktuelle Firmware drauf hast.
Schalte die Konfigurationsmöglichkeiten übers Internet ab, oder willst
du die Routereinstellungen von jedem Ort auf der Welt bedienen können?
Ist doch in den seltenst Fällen notwendig.
Schaue nach, ob dein Provider eine Fernwartungsmöglichkeit eingerichtet
hat (wenn er den Router ausgeliefert hat) und schalte das ggf. ab. Wenn
du eine Störung melden musst, dann musst du ebnen temporär dies wieder
aktivieren.
Verwende ordentliche Passwörter für den Zugang zur Konfiguration.
Falls nicht notwendigigerweise WLAN immer gebraucht wird, schalte z.B.
in der Schlafenszeit oder während der Bürozeiten dein WLAN ab.
Bei dem jüngsten Hack der Fritzbox waren z.B. neue IP-Telefone
eingerichtet, mit denen eine Hacker auf deine Kosten telefonieren
konnte. Das kann man zumindest gelegentlich mal prüfen, ob das alles auf
dem gewünschten Stand ist.
Fraspa Haspa schrieb:> Kann ich z.B. sagen,> dass nur der Rechner, der an dem Netzwerkanschluss A dranhängt, die> Möglichkeit hat, Einstellungsänderungen vorzunehmen?
Hängt sicher vom Router ab.
Fraspa Haspa schrieb:> Zyxel Prestige 660HW-67
Vergiss es. Steinaltes Gerät, seit Ewigkeiten kein Support mehr, wer
weiß wie viele ungepachtete Fehler. Kauf' was neues, der Kasten lohnt
keine Minute Aufwand mehr.
Weiterhin, auch wenn Du es vielleicht nicht hören willst: Wenn Du solche
> wie kann ich meinen Router sichern, dass die Wahrscheinlichkeit des> Reinhackens geringer wird?
Fragen stellst, spiele bitte nicht an Netzwerkgeräten rum! Die
Fragestellung verrät, das schon die Grundlagen fehlen.
Dirk schrieb:> Kauf' was neues, der Kasten lohnt> keine Minute Aufwand mehr.
Nachtrag: IIRC, müsste der Modem-Teil des Gerätes ganz brauchbar gewesen
sein. Sollte einzeln nutzbar sein.
Dirk schrieb:> Vergiss es. Steinaltes Gerät, seit Ewigkeiten kein Support mehr, wer> weiß wie viele ungepachtete Fehler. Kauf' was neues, der Kasten lohnt> keine Minute Aufwand mehr.
Gerade bei neueren Geräten sorgen die zunehmende Komplexität der
implemetierten Funktionen und der Kostendruck dafür, dass mehr
Angriffsmöglichkeiten vorhanden sind bzw. sogar bekannte
Sicherheitslücken nicht oder nur sehr zögerlich repariert werden.
Solange also keine allgemein bekannten Lücken vorhanden sind und die
Funktionalität für den Benutzer ausreicht, gibt es keinen Grund dafür,
ältere Geräte zu tauschen. Solche Allgemeinplätze sind gelinde gesagt
Blödsinn.
> Weiterhin, auch wenn Du es vielleicht nicht hören willst: Wenn Du solche> Fragen stellst, spiele bitte nicht an Netzwerkgeräten rum! Die> Fragestellung verrät, das schon die Grundlagen fehlen.
Deinen Oberlehrerton solltest du dir ebenfalls verkneifen. Wenn jemand
nach Sicherheitsaspekten fragt, ist das zumindest ein Zeichen dafür,
dass er auch bereit ist, dafür etwas zu tun.
Ich halte zwar nicht besonders viel von Kochrezepten, die ohne tieferes
Verständnis für die Zusammenhänge eingesetzt werden, es gibt aber einige
allgemein gültige Verfahren.
* Aktuellste Firmawareversion downloaden und die Release Notes
durchgehen
* Suche im Web nach bekannten Lücken
* Angebotene Dienste prüfen und ggfls. deaktivieren z.B.
SNMP - hat zumeist default community strings und wird im
privaten Umfeld kaum benötigt
UPNP - Ist für ONU bequem, ich öffne mein NAT bzw. erstelle
meine Filterregeln lieber manuell
(T)FTP - wird nur für Firmwareupdates benötigt
TR-069 - leider zunehmende Unsitte der Provider
HTTP - Nur bei Bedarf über das CLI aktivieren
besser ist HTTPS sofern vorhanden
* Default-Einstellungen prüfen
Sichere Kennworte für alle, also auch nicht offensichtliche
Benutzer (root) bzw. Dienste
Firewall-, Paketfilter- und Helper-Regeln
Fernwartungszugang - üblicherweise unnötig
* Auf offene Sockets prüfen (nicht nur die bekannten mit Port < 1024)
LAN z.B. http://nmap.org/
WAN z.B. https://www.grc.com/x/ne.dll?bh0bkyd2 (<=1056)
http://www.auditmypc.com/firewall-test.asp
(nur mit [Wegwerf-] Mail benutzbar)
Fraspa Haspa schrieb:> Angenommen, ein Router hat 4 Netzwerkanschlüsse. Kann ich z.B. sagen,> dass nur der Rechner, der an dem Netzwerkanschluss A dranhängt, die> Möglichkeit hat, Einstellungsänderungen vorzunehmen?
Siehe Users Guide 37.2.2 Remote Management Limitations -> Secure Client
IP. Ist nichts besonders sicher, aber besser als jedem den Zugang zu
erlauben.
> Kennt jemand einen guten Link, wo man Informationen zum Sichermachen des> Heimnetzwerks finden kann?
Wie gesagt, Kochrezepte sind nicht besonders hilfreich.
https://de.wikipedia.org/wiki/Penetrationstest_%28Informatik%29
und besonders die dort verlinkte Studie des BSI. Die ist zwar etwas
holprig zu lesen und einige Aspekte sind für das private Umfeld nicht
relevant, sie fördert meiner Meinung nach aber das Verständnis dafür,
was der gerne zitierte Satz "Netzwerksicherheit ist ein Konzept"
eigentlich sagen will.
Zum Zyxel allgemein (abgesehen vom Hersteller)
http://www.zyxeltech.de/p660hw.htmhttp://www.zyxeltech.de/SNotep660hw/index.htm
kopfkratz
Das Gerät kenne ich nicht, wenn es über LAN und Webinterface
konfiguriert wird in den Einstellungen nachsehen ob man da eine MAC
eintragen kann.
Die ist einmalig und hat nur die Netzwerkkarte von dem Rechner der damit
berechtigt ist etwas aufzurufen.
Gegen bekannte Hintertürchen hilft das allerdings nix.
Wenn man da OpenWRT drauf bekommt, tue das.
Ansonsten gibt es eine Möglichkeit Deinen Router sicher zu machen indem
Du einfach einen selber baust.
Hol Dir einen MiniPC mit zwei Netzwerkanschlüssen, installiere auf einen
USB Stick OpenBSD und konfiguriere das als Gateway/Firewall ohne
telnet/ssh usw.
Dann passendes DSL/Kabel-Modem an einen Netzwerkanschluß und fertig.
wombat schrieb:> Gerade bei neueren Geräten sorgen die zunehmende Komplexität der> implemetierten Funktionen und der Kostendruck dafür, dass mehr> Angriffsmöglichkeiten vorhanden sind bzw. sogar bekannte> Sicherheitslücken nicht oder nur sehr zögerlich repariert werden.
Das ist kein Problem neu/alt, sondern eine Frage der Sorgfalt und der
Produktpflege der Hersteller. Alter Lancom gegen neue xyz - sag', wer
gewinnt.
> Solange also keine allgemein bekannten Lücken vorhanden sind
Bitte? Auf dem o.g. Zyxel läuft 'nen Steinzeit-Kernel incl. dem
"passenden" Zubehör. Exploits sind hinreichend bekannt.
> Solche Allgemeinplätze sind gelinde gesagt Blödsinn.
Nein, Kommentare wie deine sind Blödsinn, denn du hast nicht
sinnentnehmend gelesen. Beachte das Qouting oder zeige mir den
Allgemeinplatz.
> Deinen Oberlehrerton solltest du dir ebenfalls verkneifen. Wenn jemand> nach Sicherheitsaspekten fragt, ist das zumindest ein Zeichen dafür,> dass er auch bereit ist, dafür etwas zu tun.
Der gute Wille ist ja OK, er wird es aber nicht schaffen, denn hätte er
auch nur ansatzweise passendes Wissen auf Lager, würde er nicht so
fragen. Kommt jemand z.B. mit einer Frage zu einer speziellen
Netfilter-Konfiguration ums Eck, sieht das schon ganz anders aus.
Den anderen - nett gesagt - arg unpräzise formulierten Sermon
kommentiere ich lieber nicht ausführlich. Nur so viel: Du wirfst dem
offensichtlich unbedarften OP ein paar Fachbegriffe an den Kopf,
verschweigst dabei essentielles und verlinkst schlussendlich noch auf
Kasperbudenseiten wie grc. Setzen, sechs.
@OP
Für ~ EUR60 gibt es schon Geräte mit allem Schnick-Schnack, auf denen
ohne Schmerzen und Verrenkungen z.B. Open-WRT läuft. Tu Dir selber den
Gefallen, nimm den alten Zyxel so schnell es geht vom Netz.
Hallo,
ich klemme mich hier mal mit dran, weil mich die Meldungen der
vergangenen Monate in Bezug auf die Routersicherheit etwas nachdenklich
gemacht haben. Die Firmen meinen es scheinbar überwiegend mit der
Sicherheit nicht so richtig ernst, von daher würde mich eure
Experten-Meinung zu Open-WRT und DD-WRT interessieren(also in Bezug auf
Sicherheitslücken...gab es da gravierende und wie schnell wurden die
beseitigt?)?
Ich würde mich auch über konkrete Tips freuen, ob nun Open-WRT oder
DD-WRT besser geeignet ist, und welcher günstige WLAN-Router(muss kein
Modem haben, 4x100Mbit + N-WLAN reichen völlig) damit bestückt werden
kann und damit stabil sowie sicher läuft?
Eine Gast-WLAN-Funktion fände ich ganz nützlich...
Herzliche Grüße,
Jan
Open-Wrt / DD-Wrt setzen auf Linux und dessen Netfilter-Infrastruktur
auf.
Du hast eine Shell & Root-Zugriff.
d.H: Wenn du willst, kannst du dich am Router einloggen, und per
"iptables" nachsschauen, ob die Klicki-bunti erstellten Firewall-Regeln
das tun, was du erwartest.
Und wenn du den vorkompilierten Packages nicht traust: OpenWRT selber
kompilieren ist garnicht so aufwendig und ein diff zwischen original
"kernel.org"-Sources und den Open-WRT-Kernel-Sources auch möglich...
Und falls du bei google auf die angeblich schwerwiegende und nicht
schnell behobene "Sicherheitslücke" CVE-2012-0920 stößt, erst
Auwirkungen verstehen:
Wenn jemand (von Aussen) SSH-Zugriff hat (per default: Kein SSH von
Aussen, keine authorized_keys) Aber gleichzeitig per Konfig seine
SSH-Rechte auf ein bestimmtes Kommando beschränkt werden sollten, dann
kann er das umgehen.
d.H. das Betrifft ganz ganz wenige Sonderfälle, z.B. wenn du einen
Halb-Anonymen GIT-over-SSH Server auf deinem Router laufen lassen
willst, also Fremden Leuten einen Account auf deinem Router
einrichtest...
kopfkratzer schrieb:> Wenn man da OpenWRT drauf bekommt, tue das.
Wie krieg ich OpenWRT auf den Router drauf? Ist das "einfach" eine
bin-Datei, die wie ein neues Patch eingespielt wird?
wenn ich da dann das Modem aufmache und an die Anschlüsse eine
Verbindung zum Computer erstelle und zw. serieller Schnittstelle am PC
noch nen TTL-Pegelwandler hinschreibe, sehe ich dann etwas auf einer
Konsole, nachdem das Modem eingeschaltet wurde?
Das alte Zyxelmodem bietet - sofern nicht ausgeschaltet - noch die
Möglichkeit via telnet-Sitzung drauf zuzugreifen. Sehe ich dann das
gleiche, wenn ich an die Pins im Router eine serielle Verbindung zu
einem PC aufbaue und dort drinnen das gleiche, was ich dann in der
Telnetsitzung auch sehen kann? Bei der Telnetsitzung sehe ich auch das
gleiche wie bei der Websitzung, aber ich kann bei der Telnetsitzung mehr
Einstellungen vornehmen als bei der Websitzung im Webbrowser. Aber im
Webbrowser kann ich abstellen, dass keine Telnetsitzung mehr geht.
Und wie woher weis ich, wie schnell ich an dem seriellen Port Daten
Senden -und Empfangen kann? Geht da eine Std-Einstellung, z.B. 300 Baud?
Welche Werte muessen für Parität eingestellt werden, wie Xon/Xoff?