RF-Amplifier ausserhalb von Spezifikation benutzen

Gast #3568998
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Der typische Bastler will ja immer gerne Dinge probieren, die ein Profi 
niemals machen würde.
So etwa Bauteile ausserhalb ihrer Spezifikationen betreiben!!!
Böse böse böse!!!

Dieser MGA31189 ist laut Datenblatt für 50-2000MHz spezifiziert.
Könnte man den auch bei niedrigeren Frequenzen wie etwa 10MHz betreiben?

Figure 9. zeigt das unterhalb von 250MHz die Verstärkung in den Keller 
geht.
Figure 13. zeigt das unterhalb von 250MHz die Noise Figure steil 
ansteigt.
Könnte man das durch andere Werte der Eingangs und Ausgangsbeschaltung 
verbessern?
Angehängte Dateien:
#3569041
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> Figure 9. zeigt das unterhalb von 250MHz die Verstärkung in den Keller
geht.

...mit dem Matching für 450MHz ist das kein Wunder. Der S21 ist zwischen 
50 und 300MHz fast unverändert, das Ding wird bei passend geratenem 
Matching für 10MHz auch die 22dB schaffen. Rauschen wird sicher anders, 
kaputt geht nichts. Aber warum willst du so ein edles Bauteil mit 
fast-Gleichspannung betreiben? Für 10MHz müsste es doch genügend billige 
bipolare Transistoren so ala BFQxy geben, die die 0.25W schaffen...
Gast #3570162
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Georg A. schrieb:
>> Figure 9. zeigt das unterhalb von 250MHz die Verstärkung in den Keller
> geht.
>
> ...mit dem Matching für 450MHz ist das kein Wunder. Der S21 ist zwischen
> 50 und 300MHz fast unverändert, das Ding wird bei passend geratenem
> Matching für 10MHz auch die 22dB schaffen. Rauschen wird sicher anders,
> kaputt geht nichts. Aber warum willst du so ein edles Bauteil mit
> fast-Gleichspannung betreiben? Für 10MHz müsste es doch genügend billige
> bipolare Transistoren so ala BFQxy geben, die die 0.25W schaffen...

Den MGA31189 hab ich, irgendeinen BFQxy müsste ich erst aussuchen und 
dann bestellen. Der Entwurf eines solchen Verstärkers mit einem BFQxy 
ist sicher auch nicht trivial.

Leider kenne ich mich mit den S-Parametern nicht aus...
=>
Kann mir jemand helfen, die Eingangs und Ausgangsbeschaltung des 
MGA31189 an 10MHz zu matchen?
Gast #3570181
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Peter Zz schrieb:
> Für 10MHz müsste es doch genügend billige
>> bipolare Transistoren so ala BFQxy geben, die die 0.25W schaffen...

Was soll er denn mit einem GHz-Transistor bei 10MHz? Das kann jeder 
BC54x.

> Der Entwurf eines solchen Verstärkers mit einem BFQxy
> ist sicher auch nicht trivial.

Genau, die Dinger verstärken bei etlichen 100MHz bzw. GHz noch 
richtig, was sich dann in entsprechender Schwingneigung zeigt. Bau 
lieber eine ganz einfache Schaltung mit einem üblichen NF-Transistor, 
die kann 10MHz und schwingt auch nicht.
Gast #3570273
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Georg A. schrieb:
>> Was soll er denn mit einem GHz-Transistor bei 10MHz? Das kann jeder
>> BC54x.
>
> Das zeig mir mal, wie man einen BC548 reproduzierbar zu 0.25W linear und
> 15-20dB Gain bei 10MHz bekommt ;)
>
> Nun, schon vor fünzig Jahren hat man mit deutlich schlechteren
> Transistoren recht brauchbare 10,7 MHz ZF-Verstärker gebaut. :-)

Bitte nicht streiten wegen mir  ;-)
Ich baue keinen ZF-Verstärker.
Ich brauche durchaus 20-24dBm an 50 Ohm.

Mir ist der Rechenweg mit den S-Parametern (Seite 11 des Datenblattes) 
nicht ganz klar.

Wie kann ich die Bauteilwerte für C7,8,9 und L1,L2 ermitteln?

Mein erster Ansatz, einfach die Bauteilwerte für 450MHz um den Faktor 45 
zu aufzublasen und damit auf 10MHz zu kommen ist natürlich Blödsinn!

Wie mache ich es unter Berücksichtigung der auf 10MHz abgeschätzten 
S-Parameter richtig?
Gast #3570345
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Georg A. schrieb:
> wie man einen BC548 reproduzierbar zu 0.25W linear

Die Leistung wohl nicht, aber 10MHz sind überhaupt kein Problem. Für die 
Leistung nimmt man dann eben etwas größere Transistoren, z.B. 2N2222. 
Wie du auf die 0,25W kommst ist mir auch schleierhaft, der TO hat davon 
nichts gesagt, er hat nur die 10MHz genannt und dass er so einen MGA 
rumliegen hat.
Gast #3570619
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> Bitte sehr, ein Verstärker mit 2 NF-Transistoren, der bei 10MHz
> 3,5Veff=250mW an 50Ohm bei Vu=23dB liefert.

Vielleicht kommt es ja aber auf Leistungsanpassung an, da er bei 10 MHz 
über 100m Kabel übertragen möchte. Da wäre diese Schaltung 
wahrscheinlich ungeeignet, da Ausgangsimpedanz viel zu klein.
Ich würde da eher einen der zahlreichen Video-OPVs empfehlen, die können 
50 oder 75 Ohm treiben, haben GBW im Bereich von 300 MHz und können bis 
DC runter.
Gast #3570715
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ArnoR schrieb:
> Bitte sehr, ein Verstärker mit 2 NF-Transistoren, der bei 10MHz
> 3,5Veff=250mW an 50Ohm bei Vu=23dB liefert.

Ganz schön, aber
es kommt mir auf geringstes Phasenrauschen an, deshalb würde ich lieber 
den MGA31189 verwenden.

Hat denn niemand hier die Sache mit den S-Parametern drauf?
Seufz heul schluchtz!
Gast #3570731
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Phasenrauschen wird i.A. durch Verstärker nur unwesentlich beeinflusst 
(<<1dBc). Falls Du die Rauschzahl meinst, es gibt auch low-noise 
Video-OPVs.
Außerhalb der Spec ist die von Deinem MGA bestimmt mehr als schlecht.
Je nach Schaltungstechnik spielt bei so kleinen Frequenzen auch Funkel- 
oder Schrotrauschen eine Rolle, das bedeutet i.A. je kleiner die 
Arbeitsfrequenz desto höher das minial mögliche Rauschen.

Was hat das mit S-Parametern zu tun?
Gast #3570747
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Peter Zz schrieb:

> aber es kommt mir auf geringstes Phasenrauschen an,
> deshalb würde ich lieber den MGA31189 verwenden.

Das wird zwar von keiner rational begründbaren
Rauschzahlberechnung gestützt (so schlecht kann Dein
Verstärker gar nicht sein, dass er bei diesen Pegeln
Einfluss auf das Rauschen hätte), aber da Du Dich nun
mal für den MMIC entschieden hast, will ich Dir das
nicht ausreden.

Eine Frage: Muss es eine (sehr) breitbandige, also
aperiodische Schaltung sein, oder darf's auch ein
Selektivverstärker werden?

Nächste Frage: Hast Du etwas, was als Pegelmesser für
die 10MHz taugt?

Letzte Frage: Hast Du einen 10MHz-Generator mit 50Ohm-
Ausgang?

> Hat denn niemand hier die Sache mit den S-Parametern
> drauf? Seufz heul schluchtz!

Ich nicht. Aber vielleicht gibt's kampfbastlerische Wege.

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