Hallo allerseits, in meinem Tanzklub steht man vor dem Problem, die Audio-Anlage zu erneuern. Die Musik liegt zu einem großen Teil auf alten Audio-CDs (tw. bekratzt) vor, das soll auch so bleiben, da die DJs das Handling physischer Objekte dem Mausschubsen vorziehen - sind halt DJs und keine MPs (MP = Mousepusher). Der neue CD-Player (möchte den Hersteller hier nicht "blamen") Preisklasse 480,-EUR hat nun aber Probleme die alten CDs wiederzugeben, es rumpelt und holpert bei den CDs, die der alte Onkyo Player noch problemlos abspielt. Das Problem des neuen Players tritt auch nach Gerätetausch auf, d.h. scheint chargen- oder serienbedingt zu sein. Kennt ihr robuste und tolerante Geräte, die im semiprofessionellen Bereich (ca. 20h Nutzung/Woche) zu empfehlen sind - vorzugsweise Frontlader. Danke schon mal, Axel.
Meiner Erfahrung nach wart ihr mit dem Onkyo gar nicht schlecht bedient. Als recht anspruchslos in Bezug auf unzerkratzte CDs fielen mir noch einige Pioneer (vor allem Slot-Ins) und einige teurere Denons positiv auf. Ist aber schon ne Weile her... Allgemeingültiges ist da aber nie zu sagen, die Onkyos, die ich im Laufe der Zeit auf dem Tisch hatten, waren aber langlebig konstruiert und hatten robuste Laufwerke.
Relativ fehlertolerant (aber wahrscheinlich overkill für die Anwendung) sind CD-Rekorder(!) von Tascam, is aber mit 1000.- pro Gerät nicht ganz billig. Ich habe solch einen mit neuartigem Front-Slot-In Laufwerk und der liest CDs, die sonst nirgends mehr liefen, fehlerfrei... btw. DVD Player sind oft noch schlechter als "echte" CD Player. nur persönliche Meinnung, Wolle
Danke an alle fuer die Hinweise. Also dann sollten wir doch lieber noch einen weiteren refurbishten alten Player kaufen und auch die alte Technik weiternutzen. @Wolle R. Welchen der Taskam Recorder koenntest du empfehlen? Ich hatte bei Thomann welche fuer um die 500,-EUs gesehen. Eine weitere Frage tut sich auf: Weiss zufaellig jemand, wie die Gema dazu steht, wenn man mit Kopien in der Veranstaltung arbeitet und die originalen CDs daheim im Schrank aufbewahrt? Ist man dann auch einer von den Boesen? Axel.
> Also dann sollten wir doch lieber noch einen weiteren refurbishten alten > Player kaufen und auch die alte Technik weiternutzen. Gut fehlertolerant sind auch die alten Toshiba CD-Laufwerke mit CD-Ausgang. Grüße Löti
A. W. schrieb: > wenn man mit Kopien in > der > Veranstaltung arbeitet und die originalen CDs daheim im Schrank > aufbewahrt? > Ist man dann auch einer von den Boesen? Nö, solange du die originale CD mal gekauft hast, benutzt du eben die Sicherungskopie für die Show. Die GEMA interessiert sich eher für eure Playliste als dafür, wo die Musik nun rauskommt. Die DJs mit Notebook haben die Musik eben auf die Festplatte gepackt und du auf einen CD Rohling. Du könntest ja sogar die designierten 'Audio-CD' Rohlinge nehmen. In deinem Fall also die logische Anwendung einer Sicherungskopie.
A. W. schrieb: > Weiss zufaellig jemand, wie die Gema dazu steht, wenn man mit Kopien in > der > Veranstaltung arbeitet und die originalen CDs daheim im Schrank > aufbewahrt? > Ist man dann auch einer von den Boesen? Natürlich darf man dann nochmal zahlen: http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/gema-tarif-dj-oeffentliche-wiedergabe-vervielfaeltigung-verwertungsgesellschaft-laptopzuschlag/
A. W. schrieb: > Weiss zufaellig jemand, wie die Gema dazu steht, wenn man mit Kopien in > der > Veranstaltung arbeitet und die originalen CDs daheim im Schrank > aufbewahrt? > Ist man dann auch einer von den Boesen? Wenn die Originale nicht weiter gegeben werden,ist das m.E. ein reines Backup und deshalb zulässig. Gruss Harald
Harald Wilhelms schrieb: > Wenn die Originale nicht weiter gegeben werden,ist das m.E. ein > reines Backup und deshalb zulässig. Ein Backup darf er machen. Er darf nur die Musik nicht vom Backup abspielen. Sobald er das Backup in den CD-Player einlegt, ist es kein Backup mehr, sondern eine Kopie. Und für die muss er Zahlen. Da das ganze gewerblich ist, gelten sämtliche Regelungen zwecks Privatkopie, Fair-Use, Audio-CD-Rohling-mit-integrierter-GEMA-Abgabe usw. nicht.
Nimm Dir doch eine besonders kritische CD und geh in einen guten alten HiFi Laden. Dort fragst du, ob du mal ein paar Player ausprobieren darfst...
>Nimm Dir doch eine besonders kritische CD und geh in einen guten alten >HiFi Laden. >Dort fragst du, ob du mal ein paar Player ausprobieren darfst... Ja, ich denke, dass ist eine gute Idee ... aber erstmal schauen ob es noch Haendler in der Region gibt, die den Geiz-ist-Gxxx Wahn ueberlebt haben ;-)
Εrnst B✶ schrieb: > Ein Backup darf er machen. Er darf nur die Musik nicht vom Backup > abspielen. Also als WOM oder FINO. Ein Backup muß man auch benutzen können, sonst wäre es ja kein Backup.
Peter Dannegger schrieb: > Ein Backup muß man auch benutzen können, sonst wäre es ja kein Backup. Natürlich darfst du es benutzen. Musst nur vorher eine neue Kopier-Gebühr ("Backup-Restore-Gebühr") an die Gema entrichten... des hier verlinkte Interview erklärt das nochmal: Tom K. schrieb: > Natürlich darf man dann nochmal zahlen: > http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/gema-tarif-dj-oeffentliche-wiedergabe-vervielfaeltigung-verwertungsgesellschaft-laptopzuschlag/
1 | LTO: Angenommen, die Festplatte mit den bereits lizensierten Musikwerken geht kaputt. Der DJ hat zuvor aber alle Musikwerke auf einer Back-up-Festplatte gesichert. Muss er dann erneut Lizenzen bei der GEMA erwerben? |
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3 | Srocke: Ja, das muss er. Eine Sicherungskopie ist zunächst nicht lizensierungspflichtig. Sobald die gesicherten Musikwerke jedoch zum Zweck der öffentlichen Wiedergabe erneut auf einen Laptop übertragen werden, fallen Gebühren an. Dafür sind pauschal 125 Euro zu zahlen. |
Klingt bescheuert, ist es auch.
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