ing schrieb:
> Hi,
>
> doch jeder HW Entwickler testet seine Komponenten.
>
> -> Temp-Schrank, Testfahrten, Messungen...
>
> Ich frage mich, was getestet werden soll? Werden alle Spannungen
> eingehalten, schwingen die Quarze an, wie hoch ist die Reserve,
> Stromaufnahmen...
>
> Wie kann man die HW testen, wenn die SW nicht alle Funktionen abruft im
> Projektverlauf? Problem ist dann, das faktisch nach HW freeze die SW
> erst die volle Funktionalität hat. Wie soll man vorher die Fehler
> finden, wenn ich ein Oszi ranhalte?
Da scheint ihr aber Nachholbedarf in Sachen Testing zu haben.
Im automotiven Bereich wird Hardware üblicherweise mittels HIL-Simulator
(Hardware in the Loop) getestet. Dazu wird ein Prüfschrank aufgebaut,
der Orginallasten der anzusteuernden Elemente (Fensterheber, Lampen,
Zentralverriegelung, etc.) enthält, als auch die Möglichkeit bietet,
Widerstandslasten oder Stromsenken zuzuschalten. So kann Kurzschluss,
Überstrom, Open Load für jeden Ein- und Ausgang erzeugt werden. Es
können Dauertests über mehrere Tage angestoßen werden, Messergebnisse
werden automatisiert aufgezeichnet.
In die Firmware des Steuergeräts wird dazu eine für den Hersteller
individuelle Testfunktion eingebracht, so dass z.B. über einen CAN- oder
LIN-Befehl gezielt die Ein- und Ausgänge des Steuergeräts stimuliert
werden können.
Diese Testfunktion sollte direkt implementiert werden, nachdem die
HW-Treiberschicht steht, also bevor man die eigentliche Applikation
programmiert.
Der HIL-Simulator kann dann auch für SW-Tests genutzt werden, z.B. wie
lange ist die Verzögerungszeit nach Stimulation eines Eingangs, geht das
Gerät zuverlässig in den Ruhemodus, wie verhält es sich bei hoher
Buslast, etc.