Hallo Forum ... ich hab da ne etwas spezielle Frage zur Bewertung eines Codeschnipsels. Ausgangssituation: Firma A produziert Gerätschaften für Industrie, Lebenmittel-, Chemische Industrie. Einige dieser Produkte sind vernetzbar. Auch die Fernwirksoftware etc. werden von A programmiert. Die Datenkommunikation ist mit nem Schlüsselalgorithmus gesichert. Die Produkte werden meist OEM vertrieben. Firma B kauft von Firma A und vertreibt unter eigenem Namen, ist voll abhängig von A. Nun hat Tüftler C den verzwickten Schlüssel in rund 14 Tagen ermittelt, für sich selber zum knobeln als Denksportaufgabe. Firma B will nun ein Produkt, das Firma A nicht liefern kann oder will ... möchte nun den Code von C erwerben ... Mit dem Code kann die Firma B natürlich A kicken bei Soft oder Hardware, könnte sogar voll kompatible Produkte in den Wettbewerb schicken. Stückzahlen A: ein paar Tausend p.a. B: ein paar Hundert p.a. Wert jeweils ~ 400 je Baugruppe. Rechtsbeistand von C sagt: Solange eigener Code, kein Problem, mathematische Berechnungen sind nicht patentierbar. Aber Was ist der Code nun wert in €??
Habe gehört, SAP Consultants haben da ein ganz einfaches Verfahren. Den Kunden an den Füssen aufhängen und schauen wie viel Geld aus den Taschen fällt.
Also wir hängen mittlerweile solche SAP Berater am Halse auf und schauen wann ein Neuer her muss.
soviel, wie Firma B bereit ist zu bezahlen... Wenn B wirklich von A abhängig ist, wären sie ziemlich dumm, wenn sie den gehackten Schlüssel von C kaufen. Die haben sich ja was dabei gedacht, als sie das Interface nicht offengelegt haben...
codeverkäufer schrieb: > mathematische Berechnungen sind nicht patentierbar. Methoden und Verfahren schon. Die müssen nicht unbedingt in einem Rechner verwendet werden. (Können aber). Gruß Anja
Umgehung von Kopierschutzmaßnahmen sind in Deutschland verboten. Wenn das raus kommt, kann das richtig richtig teuer werden. Strafrechtlich - aber viel eher Zivilrechtlich.
Kopierschutz?? ... nee, die entstehenden Produkte wären Neuentwicklungen, der Code ist meiner ... eben nur kampatibel. TWI ist ja auch kompatibel zu I²C.
Hallo, codeverkäufer schrieb: > der Code ist meiner ... eben nur kompatibel. TWI ist > ja auch kompatibel zu I²C I2C zu TWI ist ein sehr schlechtes Beispiel denn das Patent von I2C ist 2006 ausgelaufen, lediglich für die freie Benutzung der Bezeichnung I2C bestanden dann noch Einschränkungen. (heute aber auch nicht mehr !?) http://de.wikipedia.org/wiki/I2c
Wieviel angestellte hat B? Wie groß ist der Schuppen? Wer muss dem Deal alles zustimmen? Einkäufer + Fachabteilung oder nur der Inhaber/Chef?
codeverkäufer schrieb: > Rechtsbeistand von C sagt: Solange eigener Code, kein Problem, > mathematische Berechnungen sind nicht patentierbar. Hat der sich das anständig angesehen? Oder war das eine kurze Beratung? Das solltest du unbedingt von nem Spezialisten GENAU ansehen lassen! Zwar sind mathematische Berechnungen nicht patentierbar, wenn du da aber wieder was neues daraus baust, kanns doch wieder Probleme geben (sofern ich das richtig in Erinnerung hab). Des weiteren solltest du beachten: Firma B kauft nun nicht mehr bei Firma A. Firma A frägt sich warum und kommt drauf, dass Firma B ihr System geknackt hat. Nun stellt Firma A alle neuen Produkte auf ein neues System um, was Firma C nicht mehr knacken kann. Firma B kann nun keine kompatiblen Geräte mehr herstellen. Entweder bezahlt nun Firma B ein vielfaches der zuvor gezahlten Summe an Firma A, oder sie können ihren Laden dicht machen. Alternativ arbeitet Firma A nun aber nur noch mit Firma D zusammen, auf Firma B hat sie keine Lust mehr. ==> Das kann schnell nach hinten losgehen!
codeverkäufer schrieb: > Firma B kauft von Firma A und vertreibt unter eigenem Namen Da existieren bestimmt Verträge, daher ist die Frage nicht allgemein zu beantworten wie es dein Rechtsverdreher tut. Tüftler C sollte den Code frei ins Internet stellen.
Johannes O. schrieb: > Des weiteren solltest du beachten: > Firma B kauft nun nicht mehr bei Firma A. Firma A frägt sich warum und > kommt drauf, dass Firma B ihr System geknackt hat. > Nun stellt Firma A alle neuen Produkte auf ein neues System um, was > Firma C nicht mehr knacken kann. Firma B kann nun keine kompatiblen > Geräte mehr herstellen. Entweder bezahlt nun Firma B ein vielfaches der > zuvor gezahlten Summe an Firma A, oder sie können ihren Laden dicht > machen. > Alternativ arbeitet Firma A nun aber nur noch mit Firma D zusammen, auf > Firma B hat sie keine Lust mehr. > ==> Das kann schnell nach hinten losgehen! Unter der Annahme, dass er C ist, ist zumindest das dann nicht unbedingt sien Problem.
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