Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Verstärker: Höhen filtern, brauche mehr tiefen!


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von Tim L. (timtom)


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Hayo,

ich hab heute mein Verstärker fertig gebaut und muss merken, dass der 
Bass nur sehr schwach ist. So dachte ich mir, dass ich für mehr Bass 
wahrscheinlich einen Höhenfilter brauche, damit mehr tiefe Töne ins 
Spiel kommt.

Stimmt das so? Falls ja, wo kriege ich sogenannte Höhenfilter her und 
wie wende ich sie an?

Gruß

: Verschoben durch Admin
von holger (Gast)


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>ich hab heute mein Verstärker fertig gebaut und muss merken, dass der
>Bass nur sehr schwach ist. So dachte ich mir, dass ich für mehr Bass
>wahrscheinlich einen Höhenfilter brauche, damit mehr tiefe Töne ins
>Spiel kommt.

Wo ist der Schaltplan? Möglicherweise irgendein Kondensator
zu klein. Oder das Netzteil oder Verstärker ist einfach zu schlapp.

von MaWin (Gast)


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Tim L. schrieb:
> Stimmt das so?

Ein normaler Verstärker verstärkt Bässe und Höhen gleich, deren 
Verhältnis ist beim abmischen der Musik festgelegt.
Vorausgesetzt, dein Lautsprecher ist ordentlich.
Der Frequnenzbreich eines Verstärkers, meist 20 bis 20000 Hz, ist 
grösser als der der Lautsprecher.
Vuelleucht hast du was falsch gemacht.

von Joe S. (bubblejoe)


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Tim L. schrieb:
> ich hab heute mein Verstärker fertig gebaut und muss merken, dass der
> Bass nur sehr schwach ist. So dachte ich mir, dass ich für mehr Bass
> wahrscheinlich einen Höhenfilter brauche, damit mehr tiefe Töne ins
> Spiel kommt.
>
> Stimmt das so? Falls ja, wo kriege ich sogenannte Höhenfilter her und
> wie wende ich sie an?

Der Bass hängt natürlich auch viel von den Lautsprechern ab.

Mit einem Filter kommen die höheren Frequenzen nur nicht an den 
Tieftöner, dadurch wird der Tiefton aber nicht verstärkt.

Vermutlich zu schwaches Netzteil, kleine Kondensatoren.

von Tim L. (timtom)


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Moment.. hier: http://puu.sh/7HORw.jpg
Ist einer meiner 2 NF-Verstärker mit 10W.

von Bastler (Gast)


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Hallo,

der Frequenzgang kann eventuell vom Frequenzgang (Design) falsch sein - 
normalerweise sind aber die meisten Verstärker aber auf einen 
Frequenzbereich von ca. 20Hz bis irgendwo bei 16 bis 20 kHz ausgelegt.

Aber mit einen kleinen 5 cm Lautsprecher evtl, noch außerhalb einer 
Lautsprecherbox wird es nie etwas mit einen "vollen" Bass werden.

Die großen Lautsprecher und Boxen in den diese LS eingebaut sind haben 
auch einen technischen Sinn und dienen nicht nur dazu zu zeigen "was für 
ein toller Hecht" der Besitzer ist.

Bastler

von Lang ist´s her (Gast)


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Tim L. schrieb:
> Ist einer meiner 2 NF-Verstärker mit 10W.

Vergessen, den Lautsprecher in ein geschlossenes Gehäuse zu werfen?
Ein Flötenkonzert bringt von Haus aus keine großen Bässe. M.a.W: liefert 
die Quelle, was Du am Ohr vermisst?

von Tim L. (timtom)


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Nene, ich hab an meinen Verstärker richtige Lautsprecherboxen 
angeschlossen. Diese gehörten ehemals einer 'PHILLIPS Anlage'.

von Helge A. (besupreme)


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Ich würde versuchen, den Ausgangselko und den Pufferelko für die 
Versorgung größer zu machen. Ich hätte da eher 2200uF erwartet.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Eine physiologische Lautstärkeregelung hat normalerweise sogen. 
'Loudness' Korrektur, denn bei leiseren Lautstärken ist unser Ohr für 
Tiefen (und auch für Höhen) unempfindlicher. Gute Lautsprecher 
vorausgesetzt, kannst du mit einem Loudness Filter den Klangeindruck 
verbessern. Hier erstmal die Messungen:
http://replaygain.hydrogenaudio.org/proposal/equal_loudness.html

Hier ist ganz unten ein Schaltplan:
http://www.extron.com/company/article.aspx?id=loudnesscontrol_ts
Du siehst, das man normalerweise ein Lautstärke Poti mit Anzapfung 
braucht, damit alles von alleine geregelt wird, du kannst so ein Filter 
aber auch einfach in die Leitung vor dem Regler schalten.

von chris (Gast)


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Hi Tim,

wenn ich das Foto richtig interpretiere, ist das ein Bausatz - richtig?
Waren keine Angaben zum Frequenzbereich dabei?

Tim L. schrieb:
> Nene, ich hab an meinen Verstärker richtige Lautsprecherboxen
> angeschlossen. Diese gehörten ehemals einer 'PHILLIPS Anlage'.

Wichtig ist nicht, wo sie herkommen, sondern dass die zum Verstärker 
passen. Zumindest der Widerstand der Boxen und der Ausgangswiderstand 
des Verstärkers sollten halbwegs übereinstimmen.
Der Wirkungsgrad ist dann noch ein weiteres Thema. Wenn man einen 100W 
Tieftöner an einen 10W Verstärker anschließt, kann das durchaus dünn 
klingen.

von hinz (Gast)


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Tim L. schrieb:
> 'PHILLIPS Anlage'

Ja, die wurde auch von Folkswagen verbaut.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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google mal nach "TCA740", das ist ein spanungsgesteuerter 
Höhen/Tiefensteller.
Schon ziemlich alt, aber da finden sich sicher Schaltpläne und 
Beschreibungen. Sowas wird gelegentlich als "Kuhschwanz-Entzerrer" 
bezeichnet wegen der auf- und abwedelnden Kennlinie.

Mit dem TCA740 hab ich vor vielen Jahren noch Umschalttöne (kurzes 
"Geblubber") zwische Sendungen im UKW-Radio gehört, die haben wohl mit 
irgendwelchen Infraschalltönen etwas gesteuert.

von Häsch Define (Gast)


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Tim L. schrieb:
> Stimmt das so?

Du brauchst erst mal eine Frequenzgangmessung, um zu sehen, ob der 
Verstärker an sich in Ordnung ist. Freqeuenzgenerator und Oszi dran, 
evtl. Frequenzgenerator mit Wobbler, einfache ohmsche Last 
(Lastwiderstand in Lautsprecherimpedanz) an den Ausgang. 20-20000Hz bei 
-3dB an beiden Grenzen sind meistens in Ordnung und brauchbar. Die 
Verluste aller Einzelkomponenten eiiner Kette summieren sich. So kann 
man eine Anlage haben, die am Ende auch insgesamt nur 80-13000Hz bei 
-3dB macht, und dann mittelmäßig ist.

Den Klang machen in der Regel Vorstufen, die die physiologische 
Klangregelung machen, und auch Höhen und Tiefen um bspw. +/-10dB 
verstellen können.

Richtige HiFi-Puristen mit teueren Komponenten verzichten auch gerne mal 
ganz auf die Klangregelung. Bei Anlagen bis zur Mittelklasse muß man oft 
mal was zuregeln, da bemerkt man die Verluste in Neutralstellung schon.

Das kann man sich selbst anhören gehen, wenn man die richtigen Leute 
kennt. Ohne Klangregelung klingt es bei der teueren Anlage so gut wie 
bei meiner Mittelklasseanlage mit aufgezogenen Höhen- und Tiefenreglern.



chris schrieb:
> Wenn man einen 100W
> Tieftöner an einen 10W Verstärker anschließt, kann das durchaus dünn
> klingen.

Eigentlich nicht. Denn es gibt keine Leistungsanpassung. Ein 
Mittelklasseverstärker, also nicht schlecht aber auch keine Oberklasse, 
sollte schon einen Dämpfungsfaktor ab 10 aufwärts haben. Das besagt 
grob, daß die Ausgangsimpedanz des Verstärkers um den Faktor 10 kleiner 
ist als die Impedanz der Lautsprecherboxen.

Die Sache mit dem Dämpfungsfaktor kann man dann mal fest stellen, wenn 
man an eine Endstufe einmal 8 Ohm anhängt, und einmal 4 Ohm, bei 
gleicher Leistung, die Eigenerwärmung. Für einen alten Verstärker in 
meinem Besitz ist z.B. auch für 4 Ohm ein Dämpfungsfaktor 10 angegeben, 
und bei 8 Ohm hat er 20. Bei 8 Ohm bleibt er bei Dauernennlast gemäßigt 
warm, bei 4 Ohm heizt er.

von J. A. (gajk)


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chris schrieb:

> Wenn man einen 100W
> Tieftöner an einen 10W Verstärker anschließt, kann das durchaus dünn
> klingen.

Kann, muss aber nicht.

von Häsch Define (Gast)


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J. Ad. schrieb:
> chris schrieb:
>
>> Wenn man einen 100W
>> Tieftöner an einen 10W Verstärker anschließt, kann das durchaus dünn
>> klingen.
>
> Kann, muss aber nicht.

Als Faustregel galt mal, die Lautsprecherleistung für eine gute 
Heimanlage ungefähr um den Faktor 2-3 größer zu wählen, als der 
Verstärker leistet.

10W bei einem ausgezeichneten High-End-Verstärker und ausgezeichneter 
100W-Box klingt bestimmt ausgezeichnet.

Vor allem sind 100W nur doppelt so laut als 10W, nicht zehnmal so laut.

Deswegen verstehe einer den Leistungswahn, der wolle.

Umgekehrt geht es aber auch, ich hatte an 50W pro Kanal die erste Zeit 
mal nur 3W-Lautsprecher, bis ich was vernünftiges bekam. Man darf dann 
nur den Lautstärkeregler nicht aufziehen, dann wars das. Das ist wie mit 
dem Labornetzteil an einem µC-Board mit 5V, was aber auch 30V bringt. 
Man darf da nicht am Stellknopf drehen, mal 6V und über 10V usw..

von Boris O. (bohnsorg) Benutzerseite


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Häsch Define schrieb:
> Du brauchst erst mal eine Frequenzgangmessung, um zu sehen, ob der
> Verstärker an sich in Ordnung ist.

Die einzige Möglichkeit, sinnvoll weiterzusuchen.

von Harald W. (wilhelms)


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J. Ad. schrieb:

> Kann, muss aber nicht.

Ich habe mal ein Taschenradio mit vielleicht 0,5W Ausgangsleistung
an eine HiFi-Box angeschlossen und war erstaunt, wie toll mein
kleines Radio klang. :-)
Gruss
Harald
PS an Tim: Vielleicht solltest Du auch mal Deinen Verstärker
an eine grosse Box anschliessen. Dann weisst Du wenigstens,
ob Deine Probleme am Verstärker oder am Lautsprecher liegen.

: Bearbeitet durch User
von Häsch Define (Gast)


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Harald Wilhelms schrieb:

> Ich habe mal ein Taschenradio mit vielleicht 0,5W Ausgangsleistung
> an eine HiFi-Box angeschlossen und war erstaunt, wie toll mein
> kleines Radio klang. :-)

Boxen kann man auch noch austüfteln. Ein Kumpel war Orgelbauer, und 
hatte es in Akustik voll drauf. Zu Hause baute er sich Klipsch-Hörner 
fast in Kleiderschrankgröße, und es bließ einem schon bei nur 1W die 
Hosenbeine weg.

Testplatte: Eine Harley. Man fühlte sich, als wenn man drauf fahren 
würde.

Der hatte aber notfalls auch 100W, das reichte für eine große 
Veranstaltung.

Es sind Jahrzehnte her, aber wir Kumpels überlegten damals, ob man 
Entwicklungsenergie für Audiokomponenten nicht nur in Lautsprecherboxen 
stecken sollte, anstatt in Verstärker.

Da ist mit einem Watt mehr raus zu holen, als 100 Watt an extrem 
schlechten Boxen. Also Leistungsangaben von Verstärkern sagen mir seit 
dem nur noch bedingt was.

von Harald W. (wilhelms)


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Häsch Define schrieb:

> Zu Hause baute er sich Klipsch-Hörner fast in Kleiderschrankgröße,

Irgendwo habe ich mal einen Artikel gelesen, da hat sich wer zuerst
die Boxen aus Beton gebaut, und dann sein Haus drumherum. :-)

von Himmelstürsteher (Gast)


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Harald Wilhelms schrieb:
> Irgendwo habe ich mal einen Artikel gelesen, da hat sich wer zuerst
> die Boxen aus Beton gebaut, und dann sein Haus drumherum. :-)

Das stimmt, sowas Extremes soll es auch geben. ;-)

von Bruno Pelzer (Gast)


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So in etwa.

@TO
1. Miss die Impedanz deines LS von 40HZ-15KhZ
2. Miss den Schalldruckpegel deines LS im gleichen Bereich
3. Pass deine Frequenzweichen an....
....

ODER: bau dir einen vernünftigen Verstärker, >50W, parametrischen 3 Band 
EQ dazu und hab Spaß

von J. A. (gajk)


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Harald Wilhelms schrieb:
> J. Ad. schrieb:
>
>> Kann, muss aber nicht.

Eben. Das einzige was gefährlich sein dürfte ist einen LS zu wählen, der 
weniger Leistungs aushält als der Amp liefert. Dies scheint hier aber 
nicht gerade vorzuliegen.


> PS an Tim: Vielleicht solltest Du auch mal Deinen Verstärker
> an eine grosse Box anschliessen. Dann weisst Du wenigstens,
> ob Deine Probleme am Verstärker oder am Lautsprecher liegen.

Und vieze versa: Mal die Boxen an einen Amp vom Kumpel anschließen, oder 
auch nur ans Küchenradio.

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