Ringkerntrafo überhitzt

OP #3591598
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Moin,

habe hier eine Drehtorsteuerung (für 24V Antriebe) bei der der 
Ringkerntrafo (230/24V) regelmäßig (nach ca. 1 Monat betrieb) überhitzt 
und dann an  Wicklungsschluss stirbt.
Der Hersteller meinte es könne an Unterspannung liegen wodurch der Strom 
ansteigt und der Trafo zu warm wird. Nach meinem technischem Verständnis 
leuchtet mir der höhere Strom ein, aber das Produkt aus Strom und 
Spannung (als Ursache für die Wärmeentwicklung)sollte doch in etwa 
gleich bleiben?
Um die Frage auf den Punkt zu bringen.
Erwärmt sich ein Trafo der vorgenannten Art bei Unterspannung stärker 
als bei Nennspannung(230V)?
Gast #3591620
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Denis G: schrieb:
> Erwärmt sich ein Trafo der vorgenannten Art bei Unterspannung stärker
> als bei Nennspannung(230V)?

Nein.

Der damit versorgte Motor bekommt weniger Spannung, zieht weniger Strom 
und hat weniger Kraft.

Ausnahme wäre eine schaltnetzteilähnliche Stromregelung des Motors durch 
Elektronik wie bei Schrittmotoren.

Der Trafo ust einfach  unterdimendioniert (denn Tod durch Überhitzung 
kommt davon).
Gast #3591623
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Ja klar, ist ja bekannt. Der Strom in einem Trafo wird natürlich mit 
kleinerer Spannung größer.

Deshalb dürfen Trafos nicht spannungslos gelagert werden, weil dann der 
Strom ins Unendliche ansteigt und der Trafo explodiert.

Zu jedem Trafo wird eine Lagerungsbatterie mitgeliefert, die den Trafo 
bei Nichtgebrauch mit Spannung versorgt.
#3591677
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Ich habe öfter mit Drehtoren zu tun.

Die Anlagen sind teilweise bis zur Grenze entwickelt.
In der Bedienungsanleitung steht dann: Nicht für den Dauer-
betrieb, nicht endlos probieren.

Wenn man eine solche Anlage installiert und 5 Testläufe
hintereinander macht, kann das schon der Tod einzelner
Bauteile sein.

Blöd, aber billig.

ED beachten!

Grüße Bernd
#3591774
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Denis G: schrieb:
> Nach meinem technischem Verständnis
> leuchtet mir der höhere Strom ein, aber das Produkt aus Strom und
> Spannung (als Ursache für die Wärmeentwicklung)sollte doch in etwa
> gleich bleiben?

Zum Heizen ist aber im Wesentlichen nur der Spannungsabfall am 
Innenwiderstand der Wicklungen relevant, also:
   P = I^2 * Ri
D.h. die Verlustleistung steigt im Quadrat mit dem Strom.

Gruß Dietrich
#3592807
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Denis schrieb:

> Habe den heute wiedermal getauscht. Vprim lag bei 205V,
> Stromversorger behebt gerade den Fehler. Mal sehen ob es daran lag.

Bei 230V wird das Problem eher grösser. Das beste wäre, wenn Du von
vornherein einen min destens 50% stärkeren Trafo einbauen könntest.
24V-Trafos sind in fast jeder beliebigen Wattstärke handelsüblich.
Eine eher seltener aber immerhin möglicher Fehler wäre eine Gleich-
spannungsüberlagerung auf Deinem Stromnetz. Dann hättest Du schon
im Leerlauf einen hohen Strom in Deinem Trafo.
Unabhängig davon: Kauf Dir doch mal so ein Billigthermometer mit
externen Temperaturfühler. Dann hättest Du zumindest eine Mög-
lichkeit, die Temperatur Deines Trafos zu überprüfen.
Gruss
Harald
Gast #3592847
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1. Ich würde mal die Stromaufnahme messen. Aber normalerweise ist ein
   Tor nicht im Dauerbetrieb.
2. Hast Du mal die Temperatur im Kasten gemessen. Möglicherweise wurden
   die Lüftungsschlitze wegrationalisiert. Oder der ganze Kasten wurde
   durch einen, meist besser aussehenden Einbau, thermisch durcheinander
   gebracht.

Die Möglichkeit, dass es an Unterspannung liegt würde ich bei einem 
Trafo ausschließen. Bei einem Schaltnetzteil sieht das schon ganz anders 
aus.
#3592869
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Amateur schrieb:
> Die Möglichkeit, dass es an Unterspannung liegt würde ich bei einem
> Trafo ausschließen.

Wenn dahinter ein stromgeregelter Motorantrieb oder ein Umrichter wäre 
könnte das schon so sein. Aber bei einem Torantrieb sehe ich dafür 
keinerlei Grund sowas bei einem Geiz ist Geil Gerät einzubauen.

Schon alleine, daß der Trafo keinen eingewickelten Thermoschalter oder 
-sicherung hat spricht Bände. Die hat(te) jeder poplige 
Baumarkt-Halogentrafo für 12V Halogenlampensysteme.

Wie die Vorposter sagen: Das Teil ist sehr wahrscheinlich auf Kante 
dimensioniert mit 10% ED und von der thermischen Kapazität gerade 
ausreichend für einmal Tor auf und wieder zu.

Wenn zusätzlich das Gehäuse noch schlecht entlüftet bzw. die Abwärme los 
werden kann dann ists schnell vorbei.
Gast #3593031
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>  regelmäßig (nach ca. 1 Monat betrieb) überhitzt

1.Strom messen und mechanische Probleme suchen! Ein überlasteter Motor 
wird mehr Strom brauchen als einer im Leerlauf.

2.Evtl. hat sich der Hersteller auch gedacht, daß ein kaputter Trafo 
leichter zu verschmerzen ist als ein teurer, ausgebrannter Motor?
Gast #3593809
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Also ich nochmal.
Die Ursache für die Unterspannung war ein Zaunpfosten der in die Erde 
gerammt wurde. Dadurch wurde eine Phase der Hauptzuleitung gegen den den 
Nullleiter "gedrückt" das Loch soll beim Aufbuddeln gut gedünstet haben.

Die Antriebe(2St.) sind 24V Gleichstommotoren mit Drehgeber und die 
Steuerung überwacht den Motorstrom (einstellbare Lastabshaltung).
Da einzige was noch in Frage kommt, falls der Trofo wieder abraucht, ist 
das das Tor durch einen Fehler im Sicherheitskreis permanent 
(automatischer Zulauf) in Betrieb ist. Es wird sich zeigen.

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