Viren in Fonts?

Gast #3598953
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Hallo,

ich habe gelesen, dass in Fonts theoretisch auch Viren stecken können.
Stimmt das? Und wo genau befände sich in einer Schrift-Datei(z.B. 
OpenTypeFont mit der Endung .otf) ein Virus?
Gibt es einen Weg, um zu prüfen, ob eine Schriftdatei virenfrei ist bzw. 
ausschließlich die Schrift selbst?

Viele Grüße,
Otto
Gast #3599047
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Hallo,

vielen Dank für die Antworten.

Verstehe ich das richtig, dass in Schriften(TrueType, OpenFont und 
PostScript) grundsätzlich keine Bereiche mit ausführbarem Code 
vorgesehen sind?

Könnte ein Virus somit nur aktiv werden, wenn er das für Schriften 
verantwortliche Verwaltungs-Instrument beim Parsen der Schrift durch 
Ausnutzen einer Sicherheitslücke dazu bringt, Daten innerhalb der 
Schrift als Code auszuführen? Also quasi wie bei der JPEG-Lücke, wo das 
Öffnen eines Bildes gereicht hat, um Schadcode auszuführen...

Das würde doch bedeuten, dass man mit einem aktuell gepatchten Windows 7 
Betriebssystem nur dann durch einen manipulierten Font infiziert werden 
kann, wenn der Virus einen bis dahin unbekannten Exploit ausnutzt, oder?

Würde die UAC oder Windows in dem Fall eine Warnung anzeigen, oder käme 
eine Warnung nur, wenn der Virus versucht, sich in einen Bereich 
einzunisten, der von der UAC überwacht wird?

Würde eine solche Schrift dann noch fehlerfrei in der Vorschau auf dem 
Bildschirm angezeigt werden?

Weiß jemand, wie OpenType oder TrueType Schriften aufgebaut sind? Werden 
ja vermutlich Vektoren oder ähnliches sein und keine Bitmaps. Gibt es 
einen Weg, die Ressourcen in einer Schrift zu analysieren und 
nachzusehen, ob da noch etwas anderes drin ist, was da nicht rein 
gehört?

Viele Grüße,
Otto
Persönliche Seite #3599053
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Zudem: Sowohl TrueType- als auch PostScript-Fonts enthalten Code. Keinen 
Binärcode, der direkt von einem Prozessor abgearbeitet wird, sondern 
Script-Code, der einerseits die Kontur des Fonts beschreibt, 
andererseits aber auch Algorithmen zur Optimierung der Darstellung bei 
unterschiedlichen ppem-Werten enthält ("Hinting" bei PS bzw. 
"Instructing" bei TT).

Wenn die Fontrenderer Fehler in ihren Skriptinterpretern haben, kann 
sich so etwas natürlich auch auf die jeweilige Betriebssystemumgebung 
auswirken.

Rasterfonts enthalten keinen Code, aber auch hier können die 
Fontrenderer Fehler haben, die sich wie "Buffer Overflows" o.ä. 
ausnutzen lassen, um dem Betriebssystem "Funktionserweiterungen" zu 
verpassen.
Gast #3599067
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