Hallo, ich bin derzeit auf der suche, was ich nach meinem Fachabi (wenn man das denn so nennen darf) mache. Studium ist nichts für mich, daher lieber eine Ausbildung. Da ich gerne im Bereich der analogen NF-technik arbeite (auch hobbymaßig) würde ich gerne z.B. bei einem Reparatur-shop für Verstärker und ähnlichem meine Ausbildung absolvieren. Ich weiß, dass ich mich ohne Studium lieber mit allem zu frieden geben sollte, aber wenn die Möglichkeit besteht, würde ich schon gerne den Bereich auswählen. Vor einigen Jahren hatte ich bereits ein Praktikum als Kommunikationselektroniker für mobile Funkgeräte. Leider ist diese Branche am aussterben. Daher frage ich, ob eine Ausbildung in dem Bereich der NF-Audiotechnik eine Zukunft hat. Auch im Hochleistungs-PA Bereich wäre ich gerne, allerdings geht da nichts ohne Studium und 5 Jahren Berufserfahrung (z.B. Crown, Monacor,...) Was meint Ihr, wie sieht das ganze in 20/30/40 Jahren aus? Welche Möglichkeiten bestehen? Umziehen wäre kein Problem (deutschlandweit). MfG Thomas
> Daher frage ich, ob eine Ausbildung in dem Bereich der NF-Audiotechnik > eine Zukunft hat. Wohl eher nein. Grüße Löti
Lothar S. schrieb: >> Daher frage ich, ob eine Ausbildung in dem Bereich der > NF-Audiotechnik >> eine Zukunft hat. > > Wohl eher nein. > > Grüße Löti NF-Audiotechnik: Da fallen mir deutsche Traditionsfirmen wie Burmester, ADAM, Gauder (ehem. Isophon) ein, nur um einige zu nennen. Die bauen teure Spitzengeräte und stehen auch im internationalen Vergleich sehr gut da. Der Trend dürfte aber auch bei der NF-Audiotechnik in Richtung elektronische Steuerungen, Filter etc. gehen. Wenn dich der Bereich wirklich interessiert, würde ich an deiner Stelle bei solchen Firmen mal anfragen und um einen Gesprächstermin bitten.
Ohne großen Aufwand bei ahnungsbefreiten Audioten vergoldete Telefonkabel in alten Seidenstrümpfen installieren, linksdrehende Netzfilterstecker einbauen und eine Mörderkohle verdienen... Es kann eigentlich kaum was schöneres geben.
Oliver Stellebaum schrieb: > Ohne großen Aufwand bei ahnungsbefreiten Audioten vergoldete > Telefonkabel in alten Seidenstrümpfen installieren, linksdrehende > Netzfilterstecker einbauen und eine Mörderkohle verdienen... > Es kann eigentlich kaum was schöneres geben. Hör dir die Sachen erst mal an bevor du hier wieder die ewige Leier der Kofferradiohörer durchnudelst. Die Firma ADAM z. B. ist einer der führenden Ausrüster, wenn es um professionelle Studiotechnik geht. Da kannst du dir deinen Seidenstrumpf sonstwo drüberziehen, die Leute, die dort arbeiten und Ausrüstung kaufen, wissen schon was sie tun.
Auch im professionellen Audio-Bereich geht der Trend immer mehr weg vom Teile individuell ausmessen und defekte Bauteile gezielt tauschen hin zu komplette Module tauschen. Ist einfach schneller, kann leichter vor Ort gemacht werden, weniger Know-How nötig und man muß keine detaillierten Service Manuals mehr rausgeben die der Konkurrenz einen leichten Einblick in die Schaltung erlauben. Und nur Module umstecken bietet keine tolle berufliche Zukunft. Den Fokus aufs Reparieren halte ich daher für keine gute Idee. Die spannenden Jobs sind dort, wo entwickelt oder etwas individuell für den Kunden angepasst, zusammengestellt oder in Betrieb genommen wird. Doch ich geh davon aus daß dafür nen Studium Voraussetzung ist. Schau Dich mal nach für Dich interessanten Firmen um und schau Dich bei denen bei den Stellenanzeigen um. Oder ruf dort bei den Personalverantwortlichen an und frag. Die beißen normalerweise nicht.
Thomas Schlegel schrieb: > Was meint Ihr, wie sieht das ganze in 20/30/40 > Jahren aus? Welche Möglichkeiten bestehen? Umziehen wäre kein Problem > (deutschlandweit). Nach Möglichkeit kein regionales Radio-Fernseh-Geschäft wählen. Da wärst du etwas verkehrt, die gehen schon mal Sonntags Sat-Schüsseln auf Hausdächern montieren, oder Photovoltaik-Teile, und das ist ja im Prinzip wie Baukram beim Elektriker. Die Leute, die in solchen Klitschen die schönen Arbeiten haben, wie ein Gerät reparieren, das sind auch die besseren Angestellten, die sich da über Jahre zu der Position hoch arbeiten mußten, oder die Lieblinge des Chefs, und dann aber immer noch Geselle sind.
Gerd E. schrieb: > Die spannenden Jobs sind dort, wo entwickelt oder etwas individuell für > den Kunden angepasst, zusammengestellt oder in Betrieb genommen wird. > Doch ich geh davon aus daß dafür nen Studium Voraussetzung ist. > > Schau Dich mal nach für Dich interessanten Firmen um und schau Dich bei > denen bei den Stellenanzeigen um. Oder ruf dort bei den > Personalverantwortlichen an und frag. Die beißen normalerweise nicht. Seh ich auch so. Die Musik spielt bei den Herstellern, nicht beim 0815-Service, der eh unbezahlbar ist. Andererseits: Wir waren vor ca. 15 Jahren mal bei Loewe, im Rahmen eines Regionalprojektes. Unsere Fragen nach der Produktpalette und möglicher Konkurrenz aus Fernost wurden mit einem "teuer-Geräte-finden-immer-einen-Käuferkreis-wenn-sie-nur-gut-aussehen"- Achselzucken abgetan. Heute sieht man, dass man dort die Entwicklung verschlafen hat und nun viele Arbeitsplätze in Gefahr sind.
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