Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Elektronik entwickeln mit Programmierung


von Ralf B. (ralfe)


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Hallo,

ich weiss nicht ob das OT ist.. bitte gerne verschieben.

Mein Problem ist, das ich mittlerweile ziemlich frustriert bin auf der 
Suche nach jemandem, der eine Schaltung entwickeln kann und diese auch 
programmieren kann.

Es sollten Aktoren geschaltet (24V) und digitale Sensoren abgefragt 
werden.
Als Protokoll kommt ein sehr abgespecktes RS485 Busprotokoll zum 
Einsatz.

Viele Euros ärmer bin ich jetzt auf dem Stand:
Elektroniken funktionieren nicht, Leistungsbedarf nicht bedacht, 
Netzteil zu schwach, man wartet seit 3 Monaten auf Bauteile, der externe 
Entwickler kommt nicht in die Gänge (Anfangs noch der Interne) und muss 
das noch erörtern.... usw.
Seit 3 Monaten (nach avisiertem Fertigstellungstermin).. warte ich jetzt 
immer noch.

Ist mir jetzt zum zweiten Mal passiert.. viel Geld rausgeworfen und an 
irgendwelche Bastelbuden geraten.

Mein letzter Ausweg: Frag mal da, wo die Mikrocontroller programmiert 
werden.

Zu meiner Person: Ich programmiere in der Windows Welt, hab von 
Mikrocontrollern keine Ahnung, suche jemanden der da zu Hause ist.
Auch gerne in beratender Funktion (gerne PLZ 5...) um einen passenden 
Anbieter für die Elektronik zu finden der wirklich das anbieten kann was 
erwartet wird.

Es wären nur Kleinstserien geplant.. 50-100 units.. vielleicht auch mal 
mehr.

Für jeden Tipp dankbar wer so etwas herstellen kann,.. oder wer ein 
fundiertes Wissen hat um so etwas planerisch zu betreuen.

So wie es aussieht gibt es hier keine PM, daher auch gerne an Mail an 
bertoldi@gmx.net.

Gruss und Danke an das Forum,

Ralf Bertoldi

von Stephan B. (matrixstorm)


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Hallo Herr Bertoldi.

Teilen Sie uns doch bitte mit vertretbaren Details mit, was genau Sie 
beabsichtigen. (Aufgabe der Schaltung, Was fuer Aktoren, was fuer 
Sensoren, Vorgaben der Platinengroesse, noetige Zertifizierungen, 
geplantes Budget ...etc...)

MfG Stephan

von MaWin (Gast)


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> Elektroniken funktionieren nicht, Leistungsbedarf nicht bedacht,
> Netzteil zu schwach, man wartet seit 3 Monaten auf Bauteile, der externe
> Entwickler kommt nicht in die Gänge (Anfangs noch der Interne) und muss
> das noch erörtern.... usw.
> Seit 3 Monaten (nach avisiertem Fertigstellungstermin).. warte ich jetzt
> immer noch

Klingt nach Profibus. Der ist dermassen vermurkst, daß die Entwicklung 
immer teuer ist.

Dennoch hat jemand, der 3 Monate auf Bautaile warten muss, einfach die 
falschen Bauteile ausgewählt.

Ob allerdings der nicht bedachte Leistungsbedarf nicht auf Mängel im 
Pflichtenheft zurückzuführen ist, ist offen.

von Ralf B. (ralfe)


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Stephan B. schrieb:
> Hallo Herr Bertoldi.
>
> Teilen Sie uns doch bitte mit vertretbaren Details mit, was genau Sie
> beabsichtigen. (Aufgabe der Schaltung, Was fuer Aktoren, was fuer
> Sensoren, Vorgaben der Platinengroesse, noetige Zertifizierungen,
> geplantes Budget ...etc...)
>
> MfG Stephan

gerne mal einen Ausschnitt reingeworfen (weiss nicht ob der formatiert 
dargestellt wird)

Spritzwassergeschütztes Kunststoffgehäuse (IP 65)
- Zuleitungen über wasserdichte Stecker M12 (IP 67), einseitig 
zugeführt.
- Doppelt belegte 4-polige Stecker; jeweils 2 Ausgänge, bzw. Eingänge 
belegt
- Integriertes Schaltnetzteil, weltweit verwendbar  850132 VAC  
1700264 VAC
- Anschluss über nach außen geführten Schuko-Stecker, Zuleitung 1.5 m
- alternative Stecker nach Absprache
- Quittierungstaster auf Frontseite
- Alarmsirene, intern verschaltet und als Ausgang ansprechbar
- Mikroprozessorsteuerung, entsprechend Protokollspezifikation
- RS-485-Anschaltung
- Terminierung intern über Jumper
- Anschluss über wasserdichten Steckverbinder M12 (IP 67)
- 12 digitale PNP-Ausgänge
- Ausgangsstrom 800 mA
- Permanent kurzschlussfest
- Thermisch überlastsichere Ausführung
- Geschützt beim Schalten induktiver Lasten
- 4 digitale Eingänge
- Polarität PNP
- galvanische Trennung
- Verpolungsschutz
- 4 Analogeingänge, über Jumper konfigurierbar als
- 0…10 VDC kurzschlussfest
- 4…20 mA
- 8 LED-Statusanzeigen auf Frontseite
- Beschriftung der LED-Anzeigen, sowie der elektrischen Zu- und Abgänge

von Ralf B. (ralfe)


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MaWin schrieb:
>> Elektroniken funktionieren nicht, Leistungsbedarf nicht bedacht,
>> Netzteil zu schwach, man wartet seit 3 Monaten auf Bauteile, der externe
>> Entwickler kommt nicht in die Gänge (Anfangs noch der Interne) und muss
>> das noch erörtern.... usw.
>> Seit 3 Monaten (nach avisiertem Fertigstellungstermin).. warte ich jetzt
>> immer noch
>
> Klingt nach Profibus. Der ist dermassen vermurkst, daß die Entwicklung
> immer teuer ist.
>
> Dennoch hat jemand, der 3 Monate auf Bautaile warten muss, einfach die
> falschen Bauteile ausgewählt.
>
> Ob allerdings der nicht bedachte Leistungsbedarf nicht auf Mängel im
> Pflichtenheft zurückzuführen ist, ist offen.

Nein, kein Profibus!
Das Protokoll war nie das Problem. Erstreckt sich auf 10 Funktionen. (3 
Seiten (DIN A4) Protokollbeschreibung (nie geändert!).

Bei den falschen Bauteilen kommt man der Sache schon sehr nah.
Der chinesische Lieferant liefert die Stecker nicht,... und dann braucht 
man plötzlich andere.. ich glaube da fehlte deutlich Fachwissen.

Bei einem Budget eines Mittelklassewagens fand ich das bedenklich.

ggf. nachvollziehbar..(?)

von короткое троль (Gast)


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Wenn Projekte vor sich hin duempeln, und niemand was machen will sind 
sie zB unterfinanziert. Es wurde ein Mikroprojekt angesetzt und wenn die 
Entwickler dann den Aufwand erahnen, diesen aber nicht kommunizieren 
koennen, ziehen sie sich zurueck und arbeiten an hoeher priorisierten, 
aeh lukrativeren Projekten.

fuer so ein Projekt, das in Hunderter Stueckzahlen produziert werden 
sollte, sollte man vielleicht 30kE ansetzten.

von Ralf B. (ralfe)


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короткое троль schrieb:
> Wenn Projekte vor sich hin duempeln, und niemand was machen will sind
> sie zB unterfinanziert. Es wurde ein Mikroprojekt angesetzt und wenn die
> Entwickler dann den Aufwand erahnen, diesen aber nicht kommunizieren
> koennen, ziehen sie sich zurueck und arbeiten an hoeher priorisierten,
> aeh lukrativeren Projekten.
>
> fuer so ein Projekt, das in Hunderter Stueckzahlen produziert werden
> sollte, sollte man vielleicht 30kE ansetzten.

Hallo,
Posting nicht gelesen?

Es sollte eine Elektronik (Prototyp) entwickelt werden.

Ich spreche kein Russisch,...  die Serienproduktion ist ein ganz anderes 
Thema. Da wird nach Stückzahl bezahlt.

Aber für eine Elektronik die Aktoren schaltet und Sensoren ausliesst.. 
kostet also 30k bei Ihnen? Mit 4 Aktoren und 2 Sensoren bekomme ich das 
unter 100,- EUR im Internet.. mit 12 Aktoren und paar mehr Sensoren 
kostet das 30.000,- EUR bei Ihnen?..

Wahrscheinlich haben Sie die Frage nicht verstanden... anders kann ich 
mir das nicht erklären..

Aber Danke für das Feedback.

Gruss,

ralfe

von Kein Name (Gast)


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Hmmm... antworten Sie immer so? So langsam kommt da ein Verdacht, warum 
sich alle Entwickler wieder zurück ziehen.

von Conny G. (conny_g)


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Ralf Bertoldi schrieb:
> Aber für eine Elektronik die Aktoren schaltet und Sensoren ausliesst..
> kostet also 30k bei Ihnen? Mit 4 Aktoren und 2 Sensoren bekomme ich das
> unter 100,- EUR im Internet.. mit 12 Aktoren und paar mehr Sensoren
> kostet das 30.000,- EUR bei Ihnen?..
>
> Wahrscheinlich haben Sie die Frage nicht verstanden... anders kann ich
> mir das nicht erklären..

Oh je. Jetzt haben Sie ihr Mindset verraten und es wird sich keiner mehr 
melden.
Auf solche Projekte gehen nur Juniors oder Pfuscher ein, das wird sich 
für Sie nie ausgehen.

von Arc N. (arc)


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Ralf Bertoldi schrieb:
> Bei den falschen Bauteilen kommt man der Sache schon sehr nah.
> Der chinesische Lieferant liefert die Stecker nicht,... und dann braucht
> man plötzlich andere.. ich glaube da fehlte deutlich Fachwissen.

M12 und IP67 klingt verdächtig nach IEC 61076-2-101 oder ähnlich. Solche 
Steckverbinder, Kabel, Buchsen etc. sind eigentlich problemlos 
beschaffbar, auch konfektioniert (Lumberg, Erni, Molex, Hirschmann, 
Conec, Amphenol, Phoenix Contact etc.)

> Spritzwassergeschütztes Kunststoffgehäuse (IP 65)

Beliebiges Standardgehäuse oder was eigenes?

> - Ausgangsstrom 800 mA

pro Ausgang oder alle 12?

> - galvanische Trennung

Von was? Den Eingängen, Ausgängen, digitalen, analogen, der RS-485?

> - 4 Analogeingänge, über Jumper konfigurierbar als
> - 0…10 VDC kurzschlussfest
> - 4…20 mA

Welche Auflösung, welche Genauigkeit?
Über welchen Temperaturbereich soll die Schaltung arbeiten... kann 
Kondensation auftreten (wird hin und wieder "spaßig" wenn das Gehäuse 
"zu" dicht ist und die Schaltung nach ein paar Monaten unter Wasser 
steht...)

Und so könnten noch sehr lange viele Details abgeklärt werden, die z.T. 
deutlichen Einfluß auf die Kosten haben...

> Aber für eine Elektronik die Aktoren schaltet und Sensoren ausliesst..
> kostet also 30k bei Ihnen? Mit 4 Aktoren und 2 Sensoren bekomme ich das
> unter 100,- EUR im Internet.. mit 12 Aktoren und paar mehr Sensoren
> kostet das 30.000,- EUR bei Ihnen?..

Für Angestellte gibt es eine Faustformel: Brutto mal 1.5 bis 2 = Kosten 
pro Monat (bei Elektronikentwicklung wo nicht unerhebliche Kosten für 
Geräte, Labor, Software anfallen, eher im oberen Bereich oder darüber)
Bei angenommenen 5 k€ Brutto sind das 7.5 k€ bis 10 k€ pro Monat ohne 
die Kosten für den Prototypenbau, für Zertifizierungen der Geräte usw.

von Ralf B. (ralfe)


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Conny G. schrieb:
> Ralf Bertoldi schrieb:
>> Aber für eine Elektronik die Aktoren schaltet und Sensoren ausliesst..
>> kostet also 30k bei Ihnen? Mit 4 Aktoren und 2 Sensoren bekomme ich das
>> unter 100,- EUR im Internet.. mit 12 Aktoren und paar mehr Sensoren
>> kostet das 30.000,- EUR bei Ihnen?..
>>
>> Wahrscheinlich haben Sie die Frage nicht verstanden... anders kann ich
>> mir das nicht erklären..
>
> Oh je. Jetzt haben Sie ihr Mindset verraten und es wird sich keiner mehr
> melden.

Warum?..  Ich hab gefragt wer einen Tipp hat oder wer das kann.
Wo hast Du hier ein Problem?

> Auf solche Projekte gehen nur Juniors oder Pfuscher ein, das wird sich
> für Sie nie ausgehen.

Ich habe kein Projekt angeboten. Ich habe eine Frage gestellt.
Insofern fände ich es angebracht, falls Du keinen konstruktiven Beitrag 
zur Fragestestellung hast, bitte gib keinen Kommentar ab,.. der hilft 
mir nicht.
Danke!

von BattMan (Gast)


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Ralf Bertoldi schrieb:
> gerne mal einen Ausschnitt reingeworfen (weiss nicht ob der formatiert
> dargestellt wird)

Tut mir leid, das ist alles nur undefiniertes BlaBla.
Gibt es ein Pflichtenheft?
Welche Zerifizierungen sind notwendig. Sprich in welche Länder soll 
verkauft werden? So was steht auch im Pflichtenheft.

Welcher Zeitrahmen bis zur Serie ist angedacht?
Sprich, wann so die Markteinführung erfolgen?

Das sind die Basics die man braucht, um überhaupt mal eine Abschätzung 
machen zu können. Erst danach kommt das Geld ins Spiel.

Professionell klingt das alles nicht, was bisher geschrieben wurde.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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BattMan schrieb:
> Gibt es ein Pflichtenheft?
> Welche Zerifizierungen sind notwendig. Sprich in welche Länder soll
> verkauft werden? So was steht auch im Pflichtenheft.

Falsch. Der Auftraggeber erstellt das Lastenheft, auch 
Anforderungsspezifikation genannt. Darauf aufbauend erstellt dann der 
Auftragnehmer das Pflichtenheft. Das erste Dokument beschreibt den 
Problemraum, das zweite den Lösungsraum (stark vereinfacht...).

> Professionell klingt das alles nicht, was bisher geschrieben wurde.

Professionell klingt es auch nicht, Lasten- und Pflichtenheft zu 
verwechseln.

von Ralf B. (ralfe)


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Arc Net schrieb:
> Ralf Bertoldi schrieb:
>> Bei den falschen Bauteilen kommt man der Sache schon sehr nah.
>> Der chinesische Lieferant liefert die Stecker nicht,... und dann braucht
>> man plötzlich andere.. ich glaube da fehlte deutlich Fachwissen.
>
> M12 und IP67 klingt verdächtig nach IEC 61076-2-101 oder ähnlich. Solche
> Steckverbinder, Kabel, Buchsen etc. sind eigentlich problemlos
> beschaffbar, auch konfektioniert (Lumberg, Erni, Molex, Hirschmann,
> Conec, Amphenol, Phoenix Contact etc.)
>
>> Spritzwassergeschütztes Kunststoffgehäuse (IP 65)
>
> Beliebiges Standardgehäuse oder was eigenes?
>
>> - Ausgangsstrom 800 mA
>
> pro Ausgang oder alle 12?
>
>> - galvanische Trennung
>
> Von was? Den Eingängen, Ausgängen, digitalen, analogen, der RS-485?
>
>> - 4 Analogeingänge, über Jumper konfigurierbar als
>> - 0…10 VDC kurzschlussfest
>> - 4…20 mA
>
> Welche Auflösung, welche Genauigkeit?
> Über welchen Temperaturbereich soll die Schaltung arbeiten... kann
> Kondensation auftreten (wird hin und wieder "spaßig" wenn das Gehäuse
> "zu" dicht ist und die Schaltung nach ein paar Monaten unter Wasser
> steht...)
>
> Und so könnten noch sehr lange viele Details abgeklärt werden, die z.T.
> deutlichen Einfluß auf die Kosten haben...
>
>> Aber für eine Elektronik die Aktoren schaltet und Sensoren ausliesst..
>> kostet also 30k bei Ihnen? Mit 4 Aktoren und 2 Sensoren bekomme ich das
>> unter 100,- EUR im Internet.. mit 12 Aktoren und paar mehr Sensoren
>> kostet das 30.000,- EUR bei Ihnen?..
>
> Für Angestellte gibt es eine Faustformel: Brutto mal 1.5 bis 2 = Kosten
> pro Monat (bei Elektronikentwicklung wo nicht unerhebliche Kosten für
> Geräte, Labor, Software anfallen, eher im oberen Bereich oder darüber)
> Bei angenommenen 5 k€ Brutto sind das 7.5 k€ bis 10 k€ pro Monat ohne
> die Kosten für den Prototypenbau, für Zertifizierungen der Geräte usw.

Hallo Arc Net,

fundierte Fragen zu den Gegebenheiten.
Das zeugt sicher von Fachwissen.

Wer das Fachwissen über die Entwicklung von Elektronik besitzt kann 
sicher die Fragen oder Gegenfragen zur Machbarkeit beantworten/stellen.

Das war ja auch meine Frage.
Wer kann das?.. Irgendeinen Tipp?

Wer kann so ein Projekt leiten? .. wer hat das Fachwissen und die 
entsprechenden Referenzen das umzusetzen? Quantity/Quality?
Ich möchte einfach nur jemanden haben der es kann.

Und wer das kann wird sicher auch das Budget für die Entwicklung 
bekommen was er braucht. Aber das ist eher der zweite Schritt.

von Ralf B. (ralfe)


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BattMan schrieb:
> Ralf Bertoldi schrieb:
>> gerne mal einen Ausschnitt reingeworfen (weiss nicht ob der formatiert
>> dargestellt wird)
>
> Tut mir leid, das ist alles nur undefiniertes BlaBla.
> Gibt es ein Pflichtenheft?
> Welche Zerifizierungen sind notwendig. Sprich in welche Länder soll
> verkauft werden? So was steht auch im Pflichtenheft.
>
> Welcher Zeitrahmen bis zur Serie ist angedacht?
> Sprich, wann so die Markteinführung erfolgen?
>
> Das sind die Basics die man braucht, um überhaupt mal eine Abschätzung
> machen zu können. Erst danach kommt das Geld ins Spiel.
>
> Professionell klingt das alles nicht, was bisher geschrieben wurde.

Hallo BatMan,

das war keine Anfrage, wer programmiert ein Pflichtenheft runter,
Das war eine Anfrage nach Fachwissen und "wer kann das?"

Stell es Dir so vor:
"Ich bin Kunde und hab ein Problem und suche eine Lösung."

.. ich möchte nicht den Lösungsweg wissen; auch nicht erklärt bekommen; 
auch nicht die Probleme; auch nicht den Namen der Grossmutter;. War ja 
auch nicht die Frage.
Ich suche den der die Antwort kennt...!

Du antwortest aber mit Deinen persönlichen Befindlichkeiten was Du alles 
nicht verstanden hast,... und was Du alles gerne hättest.

Du bist aber nicht der Fragesteller bzw. der Auftraggeber.

Also: Kannst Du es, her mit den Referenzen; ansonsten wäre Stille keine 
schlechte Empfehlung.

Es geht hier um reales Geld, sprich Budget. Und nicht um Kinderkake. Bei 
den Superschlauen hab ich echt schon genug bezahlt, die brauche ich 
nicht mehr..

von Andreas G. (beastyk)


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Herr Bertoldi,

ich lese das hier gerade so mit und neben der Art wie sie die Leute hier 
abwatschen muß ich Ihnen sagen das die Fragen von Arc Net sehr gut 
gestellt sind. Sie sollten sich über das was sie genau haben wollen im 
klaren sein, sonst wird das auch kein Entwickler können.
Dann kommen hier die Leute mit ner Kristallkugel und werden alles 
mögliche, aber nichts zielführendes schreiben, was aber nicht deren 
Schuld ist.

Es kommt mir so vor als wenn sie sagen: "Ich möchte ein Flugboot das 
auch taucht, teilweise 300 Meter tief, es sollte aber auch mit 4 
Propellern fliegen und hochseetauglich sein, wie das geht sagt ihr 
mir!".

Ich hoffe sie sind mir wegen meiner Worte nicht allzu böse, mir liegt es 
aber daran das sie ihrem Ziel etwas näher kommen.

Best greetings
dat
Beast

von Klaus I. (klauspi)


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Andreas G. schrieb:
> Es kommt mir so vor als wenn sie sagen: "Ich möchte ein Flugboot das
> auch taucht, teilweise 300 Meter tief, es sollte aber auch mit 4
> Propellern fliegen und hochseetauglich sein, wie das geht sagt ihr
> mir!".

Das Problem hier ist wieder einmal, dass keiner liest was geschrieben 
steht. Der OT will hier nicht wirklich sein Flugboot-Projekt 
diskutieren. Er hat schlicht gefragt, ob hier kompetente 
Flugboot-Entwickler/Anbieter bekannt sind.

Ich kann die zunehmend genervte Art des OT nachvollziehen, nach etwas 
erholsamen Schlaf ist er sicher wieder ausgeglichener. Allerdings hat er 
uns bereits in seinem zweiten Satz mitgeteilt, dass er inzwischen 
ziemlich frustriert ist.

Da ich ab und an noch an die Eigenverantwortung der Menschen glaube, 
würde ich hier an dieser Stelle also nicht das Projekt bis ins kleinste 
Detail diskutieren (dann oft noch mit dem Unterton, dass es sowieso die 
Schuld des OT ist usw). Er hat eine gezielte Frage geliefert, 
grundsätzliche Belehrungen sind also erstmal nicht notwendig. Er 
verantwortet ja persönlich den Erfolg/Misserfolg seiner 
Herangehensweise.

Man kann ihm doch einfach ein paar Firmen im PLZ-Bereich 5.. nennen, 
denen man die Entwicklung eines Flugboots zutraut? Dann klappert der OT 
die Adressen ab und entwickelt zusammen mit den ausgesuchten 
Auftragnehmer sein Flugboot. Wie tief das Flugboot tauchen soll ist ja 
jetzt bekannt, reicht das wirklich nicht für ein paar Tipps wer als 
Entwickler dafür in Frage kommt?

von Helge A. (besupreme)


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Für ein Einzelstück oder eine Kleinstserie macht es wenig Sinn, dafür 
eine eigene Elektronik zu entwickeln. Einziger Knackpunkt ist das 
RS485-Protokoll.

Gerade bei Kleinstserien ist der Entwicklungsaufwand vergleichsweise 
hoch. Da kommt schnell das Preisschild eines Mittelklassewagens bei 
raus. Das kommt auch davon, daß die üblichen Sicherheiten und die 
EMV-Verträglichkeit verifiziert werden müssen.

--

Natürlich lassen sich auch irgendwelche ebay-Komponenten "aus dem 
chinesischen Hinterhof" für die gleiche Funktion zusammenstecken. 
Allerdings wird es sehr schwer, da ein CE-Zeichen draufzubekommen. Die 
Qualität kann schwanken, Versorgung mit Ersatzteilen nicht 
sicherzustellen. Vorteil: Ein gewitzter Frickler (no pun intended!) kann 
schnell eine low cost Lösung zusammenstellen.

--

Auf meiner Werkbank wäre ein solches System modular aus 
Standardkomponenten aufgebaut. Alle oben beschriebenen Funktionen lassen 
sich bei Wago bzw. Beckhoff als Modul an einen Hutschienencontroller 
dranstecken. Die Komponenten sind bereits CE/DNV/UL usw. zertifiziert, 
EMV-/Kurzschlußfest. Gesicherte Ersatzteilbeschaffung. Fertigung in 
house möglich. Einfache Lagerhaltung durch baugleiche Komponenten in 
allen Geräten.

von MaWin (Gast)


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Andreas Schweigstill schrieb:
> Der Auftraggeber erstellt das Lastenheft, auch
> Anforderungsspezifikation genannt. Darauf aufbauend erstellt dann der
> Auftragnehmer das Pflichtenheft.

Falsch.
http%3A%2F%2Fde.m.wikipedia.org%2Fwiki%2FPflichtenheft

Helge A. schrieb:
> Für ein Einzelstück oder eine Kleinstserie macht es wenig Sinn, dafür
> eine eigene Elektronik zu entwickeln

Daher will er hundert, aber um das zu erfahren, hätte besupreme ja vor 
seinem Geschwätz das Ursprungsposting lesen müssen.

von Peter Z. (hangloose)


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@MaWin
>Andreas Schweigstill schrieb:
> Der Auftraggeber erstellt das Lastenheft, auch
> Anforderungsspezifikation genannt. Darauf aufbauend erstellt dann der
> Auftragnehmer das Pflichtenheft.

Warum soll das falsch sein??

von Ein G a s t, wer sonst! (Gast)


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MaWin schrieb:
> Andreas Schweigstill schrieb:
>> Der Auftraggeber_ erstellt das _Lastenheft, auch
>> Anforderungsspezifikation genannt. Darauf aufbauend erstellt dann der
>> Auftragnehmer_ das _Pflichtenheft.
>
> Falsch.
> http%3A%2F%2Fde.m.wikipedia.org%2Fwiki%2FPflichtenheft

Oops! MaWin!

Bereits im ersten Satz des Wikipedia-Artikels wird darauf eingegangen, 
was Andreas Schweigstill richtig, nur in umgekehrter Reihenfolge, 
widergegeben hat:

...Das Pflichtenheft beschreibt in konkreter Form, wie der 
Auftragnehmer die Anforderungen des Auftraggebers zu lösen gedenkt – 
das sogenannte wie und womit. Der Auftraggeber beschreibt vorher im 
Lastenheft möglichst präzise die Gesamtheit der Forderungen – was er 
entwickelt oder produziert haben möchte. Erst wenn der Auftraggeber das 
Pflichtenheft akzeptiert, sollte die eigentliche Umsetzungsarbeit beim 
Auftragnehmer beginnen. ...

Also kurz:

Pflichtenheft => Auftragnehmer

und

Lastenheft => Auftraggeber

von Datasheet (Gast)


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MaWin schrieb:
> Andreas Schweigstill schrieb:
>> Der Auftraggeber erstellt das Lastenheft, auch
>> Anforderungsspezifikation genannt. Darauf aufbauend erstellt dann der
>> Auftragnehmer das Pflichtenheft.
>
> Falsch.
> http://de.m.wikipedia.org/wiki/Pflichtenheft

Hä?
Da steht doch genau das.
Auszug:
Das Pflichtenheft beschreibt in konkreter Form, wie der Auftragnehmer 
die Anforderungen des Auftraggebers zu lösen gedenkt [...] Auftraggeber 
beschreibt vorher im Lastenheft möglichst präzise [...]

Genau so wie man es mal gelernt hat.

Ralf Bertoldi schrieb:
> Mit 4 Aktoren und 2 Sensoren bekomme ich das
> unter 100,- EUR im Internet.. mit 12 Aktoren und paar mehr Sensoren
> kostet das 30.000,- EUR bei Ihnen?..

Nicht ganz ernst gemeint:
4 Aktoren 100,-
12 Aktoren 300,- (Dreisatz)
Mal 100 Stück sind 30.000,-
Geht doch genau auf. ;-)

Entwicklung ist nunmal teuer. Die Frage ist warum soll man das selbst 
entwickeln? Geld sparen ist immer der falsche Ansatz. Vor allem wenn man 
hohe Anforderungen an die Qualität hat.
Ich kann mich noch gut an meinen ehemaligen Chef erinnern, der bei 
Saturn in der Grabbelkiste ein Radio für einen Euro gesehen hat und das 
immer als Preisreferenz für unsere Produkte angegeben hat. (Wenn die es 
schaffen ein Radio für einen Euro zu produzieren, warum ist unser 
Produkt dann so teuer?

Zur Sache, ich komme nicht aus dem PLZ5 und hab auch grad andere 
Projekte am laufen. Aber ich würde ganz grob (mit dem was ich so gelesen 
habe) 2 Mannmonate kalkulieren, dabei wäre bei mir die 
Platinenentwicklung Prototyp, die Programmierung des µC, Absprache 
Schnittstelle und Hardware, Unterstützung für Zertifizierung, 
Serienreife der Platine, Fertiger und Bestücker suchen und beauftragen.
Liefern würde ich
Prototyp
100 Lauffähige Leiterplatten
Meine Lohnkosten wären
350h * 67,- = 23.450,-
für Bauteile + Platinen (ganz grob 2000,-)
Bestücker nochmal 1000,-

Für Gehäuse kann ich nichts sagen, muss jemand anderes machen.

Die 30.000,- sind nicht so weit hergeholt.

Data

von Daniel V. (danvet)


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Ralf Bertoldi schrieb:
>
> Für jeden Tipp dankbar wer so etwas herstellen kann,.. oder wer ein
> fundiertes Wissen hat um so etwas planerisch zu betreuen.
>
www.embex.de

von MWS (Gast)


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Ralf Bertoldi schrieb:
> Stell es Dir so vor:
> "Ich bin Kunde und hab ein Problem und suche eine Lösung."
>
> .. ich möchte nicht den Lösungsweg wissen; auch nicht erklärt bekommen;
> auch nicht die Probleme; auch nicht den Namen der Grossmutter;. War ja
> auch nicht die Frage.
> Ich suche den der die Antwort kennt...!

Da gibt's hier 100% die geeigneten Leute, die Dir das auch in verchromt 
bauen, falls gewünscht.

Allerdings dürfte der Preis dafür beachtlich sein, denn sich mit einem 
Choleriker auseinanderzusetzen, siehe nachfolgende Ausdrucksweise, 
kostet Nerven und Nerven sind extrem teuer.

> Du antwortest aber mit Deinen persönlichen Befindlichkeiten was Du alles
> nicht verstanden hast,... und was Du alles gerne hättest.
>
> Du bist aber nicht der Fragesteller bzw. der Auftraggeber.
>
> Also: Kannst Du es, her mit den Referenzen; ansonsten wäre Stille keine
> schlechte Empfehlung.
>
> Es geht hier um reales Geld, sprich Budget. Und nicht um Kinderkake.

Man könnte vermuten, dass Ersteres nicht ausreichend vorhanden ist, 
Letzteres zur Genüge.

Denkst Du nicht, es wäre möglich, dass Du der Geisterfahrer in Deinem 
Projekt bist und nur den Gegenverkehr für Geisterfahrer hältst? Du bist 
hier angemeldeter User und wenn dann sowas kommt:

Ralf Bertoldi schrieb:
> So wie es aussieht gibt es hier keine PM, daher auch gerne an Mail an
> bertoldi@gmx.net.

dann zeugt das nicht von rasanter Auffassungsgabe.

Wenn Du selbst etwas Konstruktives beitragen willst, dann nenn' doch mal 
Dein Budget. Dann können die hier versammelten Fachleute sich überlegen, 
ob sie sich Deine Sache überhaupt antun wollen, oder ob sie einen Feind 
haben, dem sie das Projekt empfehlen wollen :D

von Mikki M. (mmerten)


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Für mich liest sich das ganze so, als ob sich Auftraggeber als auch 
Auftragnehmer nicht ganz über den Umfang des Projektes im klaren waren. 
Der Aufwand für die Prozessor-Steuerung und RS485 dürfte wohl den 
kleinsten Teil des Projektes ausmachen. 12 HighSide geschaltete Outputs 
mit 24V und je 800 mA und gegen alle "Unwägbarkeiten" geschützt sind da 
schon etwas mehr Aufwand, zumal ja hier auch schon bis zu 230,4 Watt 
Leistung zur Verfügung gestellt werden müssen. Ein mit. 250 Watt SNT mit 
entsprechender Abwärme ist da schon angesagt. Das wird schon ein etwas 
"grösseres Plastikkästchen" und alle nach aussen geführte Bedienelemente 
in IP65 sowie die ganze Batterie von M12 Verbindern macht die Sache 
nicht gerade LowCost.
Die auch noch vorhandenen Analogänge erfordern ja nach geforderter 
Auflösung und Stabilität erfordern ggf. nochmals einen erheblichen 
Mehraufwand um diese hinreichend von der anderen Elektronik zu 
entkoppeln.

Klar kann man vieles der Elektronik mit Standardmodulen verschiedener 
Hersteller lösen, aber da bleibt dann immer noch das Problem 
Umgebungtemp. Netzeil, Gehäusevorgaben mit entsprechendem 
Thermomanagement.

von m.n. (Gast)


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Mikki Merten schrieb:
> 12 HighSide geschaltete Outputs
> mit 24V und je 800 mA und gegen alle "Unwägbarkeiten" geschützt sind da
> schon etwas mehr Aufwand, zumal ja hier auch schon bis zu 230,4 Watt
> Leistung zur Verfügung gestellt werden müssen.

Das kommt dabei heraus, wenn man den Taschenrechner schräg hält, und das 
Hirn deaktiviert ist ;-)

Mit 3 x VN340 ist das Problem sofort gelöst!
Weitere Stichwörter wären "PolyFuse", wenn man immer mit dem Extremfall 
rechnen möchte, was hier ja das Minimum darstellt :-)

von omg (Gast)


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Ralf Bertoldi schrieb:
> Für jeden Tipp dankbar wer so etwas herstellen kann,.. oder wer ein
> fundiertes Wissen hat um so etwas planerisch zu betreuen.

Je länger die Antworten, desto weniger treffen sie zu.

von Daniel V. (danvet)


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omg schrieb:
> Ralf Bertoldi schrieb:
>> Für jeden Tipp dankbar wer so etwas herstellen kann,.. oder wer ein
>> fundiertes Wissen hat um so etwas planerisch zu betreuen.
>
> Je länger die Antworten, desto weniger treffen sie zu.
Yeah
Beitrag "Re: Elektronik entwickeln mit Programmierung"

von egal (Gast)


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VN340 bringt aber nur ein Iout von 0,7A pro Channel, gefordert 0,8A. Ob 
das auch mit 100mA weniger geht, Glaskugel, aber das ist hier ja nicht 
die Frage. Die Frage ist wer das Projekt blind angeht. Dann schmeiß ich 
mal die gelben Seiten hier rein!
(Schnappt sich Popcorn und nen Milchshake)

von Thomas D. (Gast)


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Hallo Herr Bertoldi,

stellen Sie doch bitte ein vollständiges! Lastenheft (keine Liste mit 
zusammenhangslosen Wörtern wie weiter oben im Thread) hier rein. Zudem 
noch Ihr Budget und den gewünschten Liefertermin. Dann sehen wir, was 
ich machen kann.

von Jan S. (jevermeister)


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Wir machen sowas täglich, bieten sowohl Dienstleistungen als auch Tools 
und Produktion. http://www.hitex.de

Disclaimer: Bin Entwickler, kein Vertriebler. Bekomme weder Provision 
noch anderes. Aber deine Aufgabenstellung hört sich nach unserem 
Tagesgeschäft an.

Beste Grüße

von Dumdi D. (dumdidum)


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Irgendwie werde ich hieraus nicht schlau:

Ralf Bertoldi schrieb:
> Bei einem Budget eines Mittelklassewagens fand ich das bedenklich.

Ralf Bertoldi schrieb:
> mit 12 Aktoren und paar mehr Sensoren
> kostet das 30.000,- EUR bei Ihnen?..
>
> Wahrscheinlich haben Sie die Frage nicht verstanden... anders kann ich
> mir das nicht erklären..

Bei einem Budget eines Mittelklassewagen kommt 30.000€ doch gut hin. 
Wenn die anderen Firmen so viel verlangt haben, warum sollte es (wenn 
man es so machen soll, das es funktioniert) dann hier so viel billiger 
sein?

Vielleicht reden wir von anderen 'Mittelklassen' ansonsten kann ich mir 
das nicht erklären....

von Arc N. (arc)


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m.n. schrieb:
> Mit 3 x VN340 ist das Problem sofort gelöst!
> Weitere Stichwörter wären "PolyFuse", wenn man immer mit dem Extremfall
> rechnen möchte, was hier ja das Minimum darstellt :-)

Schön und gut oder auch nicht, wenn die, wie angedeutet, nicht ganz den 
Anforderungen entsprechen. Nur geht es gerade erst mal um letztere:

Beide Seiten, Auftragnehmer und Auftraggeber sollten, jeder für sich, 
erstmal aus ihrer Sicht den Stand der Dinge darstellen. Was ist der 
Sollzustand, was der Istzustand (ohne irgendwelche Schuldzuweisungen), 
was wurde der anderen Seite mitgeteilt, was ist aus der jeweiligen Sicht 
noch zu tun, was würde/darf das (noch) kosten/dauern usw.
Danach wird's dann erst wirklich interessant...

von Ralf B. (ralfe)


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Hallo,

ich möchte einfach mal kurz danke sagen.

Sicher war die Anfrage für Fachleute nicht ganz korrekt oder 
vollständig.. und ein wenig Frust lag auch mit drin.

Trotzdem kam sehr viel Feedback und Anregungen/Tipps.
Ganz herzlichen Dank dafür!

Die mich direkt angeschrieben haben, ich muss das erst am WE etwas 
sortieren und werde dann sicher mit dem einen oder anderen Kontakt 
aufnehmen.

Nochmal vielen Dank!

Gruss

R.Bertoldi

von m.n. (Gast)


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Arc Net schrieb:
> Schön und gut oder auch nicht, wenn die, wie angedeutet, nicht ganz den
> Anforderungen entsprechen.

Was soll sein, dann eben der ITS711L1; ohne ins Datenblatt zu sehen, 
wollte ich nur kurz die Richtung aufzeigen, wie man so etwas angeht, 
ohne horrende Verlustleistungen zu produzieren.
Es würde mich aber nicht wundern, wenn Jemand mal eben auf 10A erhöht, 
und das mit einer frei erdachten 'Sicherheit' begründet :-(

von Arc N. (arc)


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m.n. schrieb:
> Arc Net schrieb:
>> Schön und gut oder auch nicht, wenn die, wie angedeutet, nicht ganz den
>> Anforderungen entsprechen.
>
> Was soll sein, dann eben der ITS711L1; ohne ins Datenblatt zu sehen,
> wollte ich nur kurz die Richtung aufzeigen, wie man so etwas angeht,
> ohne horrende Verlustleistungen zu produzieren.
> Es würde mich aber nicht wundern, wenn Jemand mal eben auf 10A erhöht,
> und das mit einer frei erdachten 'Sicherheit' begründet :-(

Sicher gibt's genügend Ansätze eine Teilaufgabe zu lösen, ich würde 
ebenso so was mit Teilen/Schaltungen angehen, mit denen schon 
Erfahrungen gemacht wurden und nicht ohne Not was neues entwickeln. Ob 
und wie (sicher) dann der Rest ausgelegt sein muss, ist aber nicht mehr 
so einfach, zumindest nicht aus dem oben geposteten, ablesbar 
(Einsatzgebiet, Normen usw.)

von m.n. (Gast)


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@Arc Net

Mein Beitrag bezog sich allein auf die völlig überzogene Berechnung der 
maximalen Verlustleistung, die mit ein bißchen Hirnschmalz leicht 
vermieden werden kann; mehr nicht. Eine 10-zeilige Antwort, die alle 
Probleme löst, ist nie erwartet worden.
Manchmal nervt es eben sehr, wenn die hiesige Schwarzmalerei noch einmal 
überteert wird.

von kopfkratzer (Gast)


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kopfkratz
Ja wonach wird denn nun gesucht ?
Nach einer Anleitung zum Projektmanagement ?
Da wurden schon die beiden Hauptsachen genannt, das Lastenheft in dem 
steht was denn eigentlich erreicht werden soll und das danach 
heruntergebrochene Pflichtenheft in dem steht mit was die Vorgabe 
erfüllt werden soll.
Dann braucht man noch einen Projektplanung mit den bekannten 
Meilensteinen, Testvorgaben und Exitpunkten.
Wenn man das alles erstellt hat sucht man sich einen Entwickler/Firma 
die den Prototyp entwickeln soll und bespricht die Projektplanung und 
das Pflichtenheft, Lastenheft ist bei der Umsetzung eigentlich nicht 
notwendig, außer man selber kennt sich mit der Materie nicht aus und 
braucht Hilfe bei der Auswahl der richtigen Komponenten.
Das scheint hier ja nicht der Fall zu sein, aber an der geposteten 
Teilliste der Anforderungen ist kein echtes Pflichtenheft zu erkennen.
Von Projektplanung mal ganz abgesehen.
Oder wird hier nun ein Entwickler gesucht der ohne konkretes 
Pflichtenheft aber mit Projektplanung und Lastenheft die Schaltung 
realisieren soll ?
Dann müßte man erstmal das Projekt kennen und eine Projektplanung 
vorhanden sein, danach kann man dann aus den Anforderungen aka 
Lastenheft ein Pflichtenheft erstellen und sich vor allem nach Teilen 
orientieren die standardisiert sind und bei vielen Lieferanten weltweit 
im Lager.
Also statt nun irgendwelche Teillisten zu posten, einfach mal direkt 
sagen was der Prototyp tun soll, dann und nur dann kann auch geholfen 
werden.
Wenn das sooo geheim ist das man ein NDA unterschreiben muß, weil keine 
Ahnung der "Atombombendetonator" nicht in "Feindeshand" gelangen soll 
wird das halt nix in einem öffentlichen Forum ...

von c-hater (Gast)


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Helge A. schrieb:

> Natürlich lassen sich auch irgendwelche ebay-Komponenten "aus dem
> chinesischen Hinterhof" für die gleiche Funktion zusammenstecken.
> Allerdings wird es sehr schwer, da ein CE-Zeichen draufzubekommen.

So ein Blödsinn. Das CE-Bapperl kann sich jeder eigenverantwortlich 
draufklatschen, das kostet echt nicht mehr als ein Rolle solcher Bapperl 
kostet.

Problematisch wird's erst dann, wenn es irgendwo zu Problemen kommt, und 
dann nachzuweisen ist, daß das Bapperl zu Recht auf dem Teil klebte...

Kurzfassung: Du hast absolut keine Ahnung von der Materie, aber immerhin 
trotzdem eine gefestigte Meinung. Hochachtung!

von Mikki M. (mmerten)


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@m.n.
Wenn man schon von überzogener Verlustleistung redet sollte man auch mal 
richtig nach nachrechnen. Bei ca. 250 max. Nennleistung erzeugt nun mal 
jedes Netzteil Abwärme, und da bleiben nun mal je nach Wirkungsgrad 
immer noch 25-50 Watt Verlustleistung übrig die abgeführt werden wollen. 
Intelligente HighSide Switche gibt es zwar von vielen Herstellern für 
recht kleines Geld, sind auch in vielen Fällen geeignet streuen aber mit 
ihren Toleranzen was den Kurzschlussstrom betrifft doch recht breit, 
ebenso sind Polyswitch Elemente nicht immer das geeignete Mittel.

von :-8 (Gast)


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Ich komme aus dem südlichen Bereich und kenne hier nen 
Entwickler/Fertiger der für die Kunden später auch die Serienfertigung 
übernimmt! Eventuell sollte der TO mal ein paar Skizzen, Einsatzgebiete, 
Anforderungen etc. und vor allem was bisher gemacht wurde mal posten!

von geraffel käufer (Gast)


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Wenn für die Geschichte jemand weniger als 100k Euro kalkuliert ist er 
ein Pfuscher oder Bastler, der nicht darauf angewiesen ist, sich damit 
zu ernähren. Muster im Preis nicht inbegriffen.
Einzige Ausnahme: er hat alles schon in der Schublade. Dann mit viel 
Glück 30k.

Mal wieder: if you pay peanuts you get monkeys

von 6A66 (Gast)


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Ralf Bertoldi schrieb:
> Spritzwassergeschütztes Kunststoffgehäuse (IP 65)
> - Zuleitungen über wasserdichte Stecker M12 (IP 67), einseitig
> zugeführt.
> - Doppelt belegte 4-polige Stecker; jeweils 2 Ausgänge, bzw. Eingänge
> belegt
> - Integriertes Schaltnetzteil, weltweit verwendbar  850132 VAC
> 1700264 VAC
> - Anschluss über nach außen geführten Schuko-Stecker, Zuleitung 1.5 m
> - alternative Stecker nach Absprache
> - Quittierungstaster auf Frontseite
> - Alarmsirene, intern verschaltet und als Ausgang ansprechbar
> - Mikroprozessorsteuerung, entsprechend Protokollspezifikation
> - RS-485-Anschaltung
> - Terminierung intern über Jumper
> - Anschluss über wasserdichten Steckverbinder M12 (IP 67)
> - 12 digitale PNP-Ausgänge
> - Ausgangsstrom 800 mA
> - Permanent kurzschlussfest
> - Thermisch überlastsichere Ausführung
> - Geschützt beim Schalten induktiver Lasten
> - 4 digitale Eingänge
> - Polarität PNP
> - galvanische Trennung
> - Verpolungsschutz
> - 4 Analogeingänge, über Jumper konfigurierbar als
> - 0…10 VDC kurzschlussfest
> - 4…20 mA
> - 8 LED-Statusanzeigen auf Frontseite
> - Beschriftung der LED-Anzeigen, sowie der elektrischen Zu- und Abgänge

Hallo lieber ralfe,

das hört sich verdächtig nach einer Steuerung an mit 230V 
Stromversorgung, 4 digitale Eingänge (galvanisch getrennt!), 4 analoge 
Eingänge, 12 digitale Ausgänge, reichlich SW Inhalte, RS485, das ganze 
noch IP65 Wasserdicht.
Schon allein bei der Spezifikation der Ausgänge fehlt z.B. die Spannung, 
ich gehe mal von der Restspezifikation von 24V aus. 12x 24V x 0,8A, das 
gibt roundabout 250W Leistung, die wollen in einem industriellen Umfeld 
erst einmal EMV-gerecht erzeugt werden und - wie schon gesagt auch 
thermisch abgeführt werden (Randanforderung: dauerhaft thermisch 
überlastsicher über welchen Temperaturbereich - im Schaltschrank bei 
50Grad???)! Und das Netzteil soll auch noch entwickelt werden??? Oder 
ist es da möglich einverünftiges Hutschienennetzteil einzusetzen - auch 
das ist nicht spezifiziert.

Dann gehe ich davon aus das die Steuerung im Industriebereich (M12 
Stecker) eingesezt wird, also kommt MRL dafür in Frage. Da geht Nichts 
ohne Zertifizierung. Die Abnahme duch eine zertifizierende Stelle allein 
kostet etwa 5kEUR, die dazugehörige EMV nochmal 5kEUR. Und für 4MM 
(Mannmonate) = 20kEUR Entwicklung bekommst Du da nichtmal eine 
vernünftige SW dafür hin, geschweigedenn HW die vernünftig 
zertifizierbar und industriell einsetzbar ist.
Ich kenne da Firmen in diesem Umfeld, die brauchen irgendwo zwischen 
1..3Jahre, haben einige Mann dran sitzen und fertigen im Haus ohne 
externen Fertiger. Gehäuseentwicklung ist da auch dabei. Und das ganze 
für 30kEUR - nicht denkbar! Da reden wir von siebenstelligen Beträgen!

Es sei denn das oben war nur Wunschdenken - oder es waren moving targets 
und da ist Stück für Stück mehr hineindefiniert worden.
Ein einziger Entwickler ist mit dieser Aufgabe hoffnungslos überfordert 
- auch wenn das keiner hören will (30Jahre Berufserfahrung, alle 
Disziplinen, auch Projektmanagement, alle Betriebsgrößen).

rgds




J, da kenne ich eine Firma die sowas gebaut hat. die hat

von omg (Gast)


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6A66 schrieb:
> für 30kEUR - nicht denkbar! Da reden wir von siebenstelligen Beträgen!

Und um auf der sicherten Seite zu sein, das doppelte ;-)

von m.n. (Gast)


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6A66 schrieb:
> J, da kenne ich eine Firma die sowas gebaut hat. die hat

... am BER die Rauchgasabsauganlage gebaut? :-)

von Dennis (Gast)


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Witziger Thread...

Kann aber das vorhin gesagte nur bestätigen: 30k Budget ist weit an der 
Realität vorbei. So etwa das drei- bis vierfache könnte es eher treffen.

von Georg G. (df2au)


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Für realistische Daten bei einer Entwicklung gilt seit Ewigkeiten - 
basierend auf den Vorgaben des Chefs:
- Nimm die nächste Einheit für den Zeitbedarf.
- Nimm die nächste Zehnerpotenz für die Kosten.

Wenn also 1 Monat und 30k€ veranschlagt sind, liegst du mit 1 Jahr und 
300k€ nicht falsch. Das ist zumindest meine Erfahrung nach mehr als 30 
Jahren in der Elektronik Entwicklung.

Ach ja, ich habe kein Interesse, deinen Auftrag zu übernehmen.

von MaWin (Gast)


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Jan S. schrieb:
> Aber deine Aufgabenstellung hört sich nach unserem Tagesgeschäft an.

Die WebSite von euch stellt das gar nicht so dar.

von короткое троль (Gast)


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Langsam wird dem Poster daemmern weshlab an seinem Projekt nichts mehr 
laeuft...
.. er ging von etwas Chinaware zusammenstecken plus ein paar Zeilen code 
aus...

von MaWin (Gast)


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6A66 schrieb:
> Steuerung im Industriebereich (M12
> Stecker) eingesezt wird, also kommt MRL dafür in Frage. Da geht Nichts
> ohne Zertifizierung. Die Abnahme duch eine zertifizierende Stelle allein
> kostet etwa 5kEUR.

Das steht wo ?

Zunächst mal ist die MRL eine normale CE Anforderung die man sich selbst 
draufpappen kann

http://www.maschinenrichtlinie.de/fileadmin/dokumente/2006-42-EG_maschinenrichtlinie_de.pdf

Nur EG Baumusterprüfungen erfodern Prüfungen einer benannten Stelle. Bei 
besonders gefährlichen Maschinen oder Sicherheitsbauteile nach Anhang IV 
kann eine benannte Stelle nötig sein, aber bei weitem nicht jede 
Maschine ist besonders gefährlich.

von m.n. (Gast)


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короткое троль schrieb:
> Langsam wird dem Poster daemmern weshlab an seinem Projekt nichts mehr
> laeuft...

Ich denke, ihm ist eher ein Licht aufgegangen, sich hier garnicht mehr 
zu äußern.
Und das verstehe ich sehr gut :-)

von 6A66 (Gast)


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MaWin schrieb:
> Nur EG Baumusterprüfungen erfodern Prüfungen einer benannten Stelle. Bei
> besonders gefährlichen Maschinen oder Sicherheitsbauteile nach Anhang IV
> kann eine benannte Stelle nötig sein, aber bei weitem nicht jede
> Maschine ist besonders gefährlich.

MaWin schrieb:
> Das steht wo ?
>
> Zunächst mal ist die MRL eine normale CE Anforderung die man sich selbst
> draufpappen kann

Korrekt, wie auch das CE-zeichen das sich imprinzip jeder austellen 
kann.
Nur: wenn man die Teile auch verkloppen will wird das sicher nur ein 
marginaler Kundenkreis abnehmen ohne die entsprechenden Nachweise. Und 
selbst wenn: Ich möchte nicht in der Haut des Herstellers stecken wenn 
da was passiert und die Produktsicherheit nicht belegt werden kann. Ist 
doch wie Pokern ohne Blatt: Wenn der Gegner sehen will und nichts 
vorhanden ist geht der Pott an den Gegner.

rgds

von 6A66 (Gast)


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m.n. schrieb:
> ... am BER die Rauchgasabsauganlage gebaut? :-)

Nee, die sind Steuerungshersteller. Am BER sind IMHO die Planer und 
Anlagenbauer die ....

rgds

von Marco H. (Firma: Electronic-Designs) (e_d)


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Hallo Hr. Bertoldi,
ich habe Ihnen eine PN geschrieben.
Viele Grüße
e_d

von Arsenico (Gast)


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Ohne gegenseitiges Vertrauen würde ich nichts derartiges einsteigen.

Solche Fälle / Typen vermeidet man lieber…

von Riester (Gast)


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Wenn Sie die Software ordentlich gemacht haben wollen, das heißt 
ordentlich durchgetestet (funktionale Sicherheit etc.) und mit 
entsprechender Dokumentation von A bis Z und nicht nur hingeklatscht, 
dann können sie ohne Probleme alleine dafür schon 30k€ veranschlagen. 
Bei der Hardware haben Sie den Aufwand sicher entsprechend unterschätzt, 
dazu wurde ja schon viel gesagt. Ich würde schätzen, dass an so einem 
Projekt mindestens 3 Leute ein Quartal lang zu tun haben. Das sind dann 
so zwischen 60 und 100k€, vorausgesetzt man hat die richtigen Leute.

von Ralf B. (ralfe)


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Stand der Dinge.

sehr interessante Kontakte gefunden, durch das Forum(!)
Bitte hier auch mal ein ganz herzliches "Danke" an alle PM's + Mail's.
Ich konnte nicht allen antworten. Fast alle aber durchaus sehr 
kunstruktiv und sachlich (auch der Schweizer..).

Im Forum so ein bisserl "abwgewatscht" durch die Hobby Bastler und 
"Million" Dollar Babys.. aber das war ok...

Insgesamt Danke für alle die geschrieben haben.

Gruss und Danke,

Ralfe

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