Ich muss für eine Gerätefirmware eine Logging-Funktion realisieren, mit der man im Problemfall Rückschlüsse auf den Betrieb ziehen kann. Konkret ist das eigentlich nur eine Temperatur und eine Spannung. Viel Platz ist nicht (ein paar Bytes), daher gehen nur einige ganz wenige Werte. Im Prinzip soll sich das am SMART einer Festplatte orientieren. Dort wird ja einfach nur der Höchstwert z.B. der Temperatur geloggt. Wie würdet ihr das machen? Ich kann mir nämlich vorstellen, dass es mal nur einen kurzen Spike nach oben gibt (vor allem bei der Spannung) und das gar nichts über den "normalen" Betrieb aussagt. Also zusätzlich Durchschnittswerte loggen?
Hallo, hängt halt wirklich von dem verfügbaren Speicherplatz und der gewünschten Aussagekraft ab. Eine durchaus übliche Methodik ist die Klassengrenzenüberschreitungszählung (ich liebe die Möglichkeit der deutschen Sprache, nahezu unendlich lange Wörter bilden zu können ;-). In einer kleinen Variante könnte diese für Dich nützlich sein. Dabei wird gezählt, wie oft bestimmte Messgrenzen überschritten werden und damit quasi ein Lastprofil aufgezeichnet. Ansonsten findest Du in der Wikipedia unter "Zählverfahren" verschiedene Möglichkeiten Belastungen aufzuzeichnen. Schöne Grüße, Martin
Heiner schrieb: > Ich muss für eine Gerätefirmware eine Logging-Funktion realisieren, mit > der man im Problemfall Rückschlüsse auf den Betrieb ziehen kann. Konkret > ist das eigentlich nur eine Temperatur und eine Spannung. Timestamp wäre vielleicht auch noch zu überlegen. > Viel Platz ist nicht (ein paar Bytes), daher gehen nur einige ganz wenige > Werte. Im Prinzip soll sich das am SMART einer Festplatte orientieren. Dann sind das ja schon EINIGE Bytes ;) > Wie würdet ihr das machen? Ich kann mir nämlich vorstellen, dass es mal > nur einen kurzen Spike nach oben gibt (vor allem bei der Spannung) und > das gar nichts über den "normalen" Betrieb aussagt. Also zusätzlich > Durchschnittswerte loggen? Ich würd's so machen: Durchschnitsswert und Spitzenwert loggen. Wenn mehr Platz ist: Den Spitzenwert, den Median und den Timestamp. Wenn noch ein Byte pro Datensatz übrig ist: Median, Spitzenwert, Timestamp und Durchschnitt der Werte ex dem Ausreisser. Damit kann man schon ziemlich viel erschlagen, imo. LG, N0R
Also, vom Prinzip her gefällt mir die Sache mit den Klassen schon ganz gut. Wird gezählt, wie oft ein Wert überschritten wird oder wird einfach die Zeit innerhalb des Bereichs einer Klasse aufsummiert? Letzteres würde in der Summe über alle Klassen auch gleich einen Betriebsstundenzähler bilden. Und man kann einfach bestimmen, welchen Anteil z.B. ein bestimmter Temperaturbereich an der Betriebszeit hatte. Also beispielsweise 90% der Zeit war das Gerät heißer als 70 °C...
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