Hallo zusammen, ich habe vor, einen einfachen Funktionsgenerator mit einem PIC zu realisieren. Ursprünglich wollte ich die DA-Wandlung über PWM lösen. Aber ich schätze mal, dass das bei höheren Frequenzen schwierig werden könnte. Deshalb habe ich mir nun einige PDF/Wiki- Beiträge zum Thema R2R-Netzwerk angeschaut. Meine Idee wäre es nun, ein ~10Bit R2R-Netzwerk zu basteln und mit der Ausgangsspannung des letzteren auf einen OPV zu gehen [als nichtinvertierender Verstärker, damit das R2R-Netzwerk nicht belastet wird(?)]. Also: µc > R2R-Netzwerk > OPV Meine Frage wäre nun, ob das prinzipiell so möglich ist (speziell mit dem OPV) …oder habe irgendwo einen Denkfehler gemacht? Würdet ihr vielleicht doch eher zu einem fertigen DAC-IC greifen (wenn es denn so etwas gibt)? Zumindest beim R2R-Netwerk werden schließlich relativ hohe Ansprüche an die Genauigkeit der Widerstände gestellt. Grüße PICuser
Hi, ja habe ein R2R_Netzwerk IC hier, ist aber 30 Jahre alt. Was hätst du von einem SUmmierverstärker als DA-Wandler? Dieser solche hat weniger Widerstände, und einen OPV wolltest du sowieso verwenden. http://www.electronics-tutorials.ws/opamp/opamp62.gif Beachte aber, dass ein OPV auch eine Grenzfrequenz hat, sich die Parameter, mit steigender Frequenz verschlechtern, (ist doof aber so ist das halt in der realen Elektrotechnik), weil du von hohen Frequenzen sprichst. Was soll deine höchste Frequenz sein? Mfg
Je mehr Bit das R2R haben soll, desto genauer müssen die Widerstände sein. Habe irgendwo im Kopf "Bis 6 Bit ist es in Ordnung, bei 10Bit müssen die Widerstände genauer also 0,1% sein" 10Bit kauft man sich als IC
Gerald G. schrieb: > Habe irgendwo im Kopf "Bis 6 Bit ist es in Ordnung, bei 10Bit > müssen die Widerstände genauer also 0,1% sein" Das kann man auch ausrechnen. Bei 6 Bit gibt es 64 Stufen, d.h. der Fehler vom Widerstand mit dem größten Strombeitrag darf nicht größer als 1/64 sein (i.e. 1,6%) sein, damit der absoluter Fehler im Strom unter 1/2 Bit bleibt. Für 10 Bit muss der Strom um 4 Bit, also einen Faktor 16 genauer sein. Und das ergibt deine 0,1% Widerstandstoleranz.
Ja, damit meinte ich dass bis 6bit praktikabel ist. Die 0,1% habe ich auch berechnet :P Hätte die Anführungszeichen früher schließen sollen ^^
Hi, danke für eure Antworten. yup, an einen OPV als Addierer hatte ich auch schon gedacht, aber dort wird es halt auch wieder schwierig mit der Genauigkeit der Widerstände. Die Frequenzen sollten so zwischen 200Hz und 4kHz liegen. Ich möchte vielleicht ein wenig mit Tönen herumexperimentieren, habe das aber noch nie zuvor gemacht. Die slew rate meines OPV liegt bei ca. 0.3-0.6V/µs. Bei 5Vss und 4kHz würde ich da noch deutlich drunter liegen (Max. du/dt=2.5V*2pi*4kHz=0.075V/µs). Bezüglich der Grenzfrequenz habe ich im Datenblatt sonst nichts gefunden. Letztlich werde ich dann wohl ohnehin auf einen IC zurückgreifen.
PIC-user schrieb im Beitrag #3614113: > [... einen einfachen Funktionsgenerator ...] > Ursprünglich wollte ich die DA-Wandlung über PWM lösen. > Aber ich schätze mal, dass das bei höheren Frequenzen > schwierig werden könnte. Ja, richtig erkannt. > Meine Idee wäre es nun, ein ~10Bit R2R-Netzwerk zu basteln > und mit der Ausgangsspannung des letzteren auf einen OPV zu > gehen [als nichtinvertierender Verstärker, damit das > R2R-Netzwerk nicht belastet wird(?)]. > Also: µc > R2R-Netzwerk > OPV Kann man machen, ja. > Meine Frage wäre nun, ob das prinzipiell so möglich ist > (speziell mit dem OPV) Natürlich. Warum denn nicht? > …oder habe irgendwo einen Denkfehler gemacht? Sehe keinen. > Würdet ihr vielleicht doch eher zu einem fertigen DAC-IC > greifen Für ein verkaufbare Produkt: Ja, i.d.R. schon. Zum Lernen und Probieren: Nein, wozu? Wenn ich ein R-2R-Netzwerk aufbauen will, dann mache ich das so. > (wenn es denn so etwas gibt)? Selbstverständlich gibt's solche ICs. > Zumindest beim R2R-Netwerk werden schließlich relativ hohe > Ansprüche an die Genauigkeit der Widerstände gestellt. Naja. 0.1%-Widerstände kann man für mäßiges Geld kaufen. Außerdem sind die Absolutwerte ziemlich wurscht; man kann also viele 1%-Widerstände mit niedrigem TK kaufen und die mit dem Multimeter selektieren. Absolute Genauigkeit ist egal; die Widerstände müsse nur alle gleich sein. (Ach so: Wenn z.B. 2R = 10k gilt, dann schaltest Du für R einfach zwei 10k-Widerstände parallel. Dann brauchst Du nur eine einzige Sorte Widerstände.) Ich würde aber einen 8bit-Wandler bauen; das ist von der Ansteuerung her einfacher.
PIC-user schrieb im Beitrag #3614253: > Bezüglich der Grenzfrequenz habe ich im Datenblatt sonst nichts gefunden. Von welchem Datenblatt auch immer du sprichst - such mal nach der Angabe zum Verstärkungsbandbreitenprodukt (GBP). Die Bandbreite deiner Schaltung sollte durch die Schaltung bestimmt sein. Dazu muß die Schaltung so dimensioniert sein, dass der OP nicht an seine Grenze stößt.
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