Hallo,
ich bin durch diesen Beitrag neugierig geworden:
Beitrag "Echt oder Scherzartikel"
Also wie waren nochmal die Preise für USB-Sticks in der Vergangenheit ?
Aktuell habe ich einen 64GB Stick im Handel (nicht Onlineversand) für 24
Euro bekommen (sogar von San Disk).
64 GB waren vor nicht allzulanger Zeit noch "richtig" teuer.
Sinn der Frage soll sein abschätzen zu können wann so ein 1TB Stick
(256GB / 512 GB) eventuell auch mal für "kleines" Geld zu bekommen sein
könnte.
mfg
Nutzer
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Takao K. schrieb:>> Wenn alle so denken, ist es Catch 22.>> Du hast, so glaube ich, die Fragestellung nicht verstanden.
Wieso? Wenn alle warten bis der Preis sinkt, dauert es laenger.
Statistisch wird es aber immer reiche Kaeufer geben, fuer die der Preis
nicht wirklich eine Rolle spielt.
Irgendwann ist auch mal Ende mit dem Preisverfall. Bei CPUs ist 2 GHz
seit einigen Jahren Standard. Gibt es zwar immer mehr Multicore, aber
wirklich billiger werden neue PCs/Laptops nicht mehr.
Das ende bei Speichersticks ist aber doch eigentlich noch lang nicht
erreicht?! ggf müsste er größer werden um zwei oder mehr
Speicherbausteine aufzunehmen. Den Preisverfall wird man nie genau
berechnen können. Wenn morgen ein Hersteller 128GB Stick's günstiger
anbietet weil er bei der Produktion was einsparen konnte werden die
andern sicher schnell nachzihen
Wobei 900€ für einen Stick sehr hoch ist.
Ich hatte nie ähnlich hohe Preise vorher beobachtet, vielleicht war mein
beobachtetes Preis-Maximum bei 100€.
Takao K. schrieb:> Irgendwann ist auch mal Ende mit dem Preisverfall. Bei CPUs ist 2 GHz> seit einigen Jahren Standard.
Das liegt eher daran, daß bei der Lichtgeschwindigkeit und der
Leitungslänge auf dem Chip bald schluß ist. Wird aber durch die
Multicores aufgewogen. Und durch mehr Funktionalität aufm Chip (Grafik,
Bridges).
Bei den USB-Stick wird die Grenze sein, was man durch den USB-Stecker
hindurchbekommt (Erfahrungsgemäß ist bei 15MB/s schluß, auch wenn 480
draufsteht). Aber es kann sich noch steigern, wenn man an USB3 und
Nachfolger denkt.
Und bei den Speichermedien war häufiger die Grenze das Dateisystem, das
nicht mehr kann. Ich erinner mich noch an eine HDD, deren 40MB ich in 32
und 8 partitionieren mußte, weil DOS6 nicht weiter konnte.
Eigentlich halt ich nix von Flash und vertraue eher auf 1,8" HDs.
Aber bei 18 Eu fuer 64 GB hab ich mir auch einen zugelegt.
Lesegeschwindigkeit USB2-typisch 21 MB/s.
Mir waeren ehrlich gesagt 4 GB Sticke fuer 2 Eu lieber :-)
abc.def schrieb:> Bei den USB-Stick wird die Grenze sein, was man durch den USB-Stecker> hindurchbekommt
Man bekommt soviel durch wie man will - wenn man Zeit hat.
> (Erfahrungsgemäß ist bei 15MB/s schluß, auch wenn 480> draufsteht).
Du vergleichst hier unterschiedliche Einheiten. Außerdem sind auch
30MB/s möglich bei USB 2.0 wenn der Stick schnell genug ist.
> Aber es kann sich noch steigern, wenn man an USB3 und> Nachfolger denkt.
Was auch schon fast immer unterstützt wird.
Um auch was zum Thema beizutragen: ich denke in 10 Jahren werden 1TB
Sticks zu annehmbaren Preisen im Handel sein.
ogur schrieb:> Das ende bei Speichersticks ist aber doch eigentlich noch lang nicht> erreicht?! ggf müsste er größer werden um zwei oder mehr> Speicherbausteine aufzunehmen.
Zwei Speicherbausteine! Ha!
In einer gerade auf den Markt gekommenen 128GB-MicroSDXC-Karte sind 16
Speicherchips gestapelt drin. Damit die in die dünne Karte passen,
wurden die Chips vorher noch extra dünngeschliffen.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Micro-SD-Karte-mit-128-GByte-Kapazitaet-2122157.html
Irgendwann wird auch bei den USB Sticks die Grenze erreicht sein. Nur
Flash Bausteine kann man immer kleiner und dünner herstellen, da ist
noch etwas Luft nach oben.
Bei Festplatten ist die Grenze seit Jahren erreicht, aktuell sind das 4
TB bei den Desktop-Modellen. (Ja, es gibt einen Prototyp mit 6 TB, aber
nicht serienreif und wohl eher Machbarkeitsstudien).
Man sieht ja auch, wie groß dieser 1 TB Stick von den Abmessungen her
ist. Irgendwo müssen die vielen Speicherchips hin.
Zu den Preisen:
Ich habe 2001 eine CF-Karte mit 16 MB gekauft, die war bei 150.- DM,
2002 gab es dann schon 256 MB für 89.- Euro. Da hab ich sogar die
Rechnung noch.
USB Sticks hatte ich erst später, aber ich denke da waren die Preise
ähnlich.
Mal schauen, was die Zukunft bringt. Wobei ich 64 GB in einer µSD Karte
schon overkill finde.
Okay, ich komme aus einer Zeit, in der man Festplatten mit 20 MB im
Computer hatte und ich wusste nicht, wie ich die vollbekommen soll.
Ein Dokument mit WordStar erstellt (unter CP/M damals noch) hatte 3 KB.
Mfg, Wolle
Wolle R. schrieb:> Mal schauen, was die Zukunft bringt. Wobei ich 64 GB in einer µSD Karte> schon overkill finde.
Aber nur solange du nicht dem Actioncamwahn verfallen bist. Da sind die
64GB nach einem Tag schnell mal voll. (1080p/60) Man schmeißt zwar 99%
davon wieder weg aber das Rohmaterial belegt einfach ordentlich Platz.
Kost ja nicht mehr viel.
Matthias
Wolle R. schrieb:> Nur> Flash Bausteine kann man immer kleiner und dünner herstellen, da ist> noch etwas Luft nach oben.
Man muss sich klar sein, dass FETs nicht beliebig klein werden können.
Da ist dotiertes Silizium drin. Bei sehr kleinen Kanälen reden wir von
vielleicht 10^5 bis 10^6 Si-Atomen. In einem kleinen Kanal ist dann
wahrscheinlich ein Dotierungsatom drin - oder auch nicht.
Μαtthias W. schrieb:> Aber nur solange du nicht dem Actioncamwahn verfallen bist. Da sind die> 64GB nach einem Tag schnell mal voll.
Ich meinte auch nicht, dass diese Karten unnötig sind. Nein eher bin ich
erstaunt, wie wenig Platz man braucht, um 64 GB speichern zu können. Ist
ja schon eine ganze Menge.
Habe selber einen Camcorder, welcher auf SD-Karten aufzeichnet, der
"verbraucht" 16 GB pro Stunde Video. Leider gibt es keine neuen DV
Camcorder mehr und BetacamSX ist dann doch zu teuer für Urlaube und
Familenfeste...
Mfg, Wolle
Wolle R. schrieb:> Nur> Flash Bausteine kann man immer kleiner und dünner herstellen, da ist> noch etwas Luft nach oben.
Da irrst du aber gewaltig. Es ist schon JETZT keine Luft mehr oben
vorhanden. Bei den derzeitigen Flash-Bausteinen ist es so, daß praktisch
KEIN EINZIGES Exemplar mehr fehlerfrei herstellbar ist. Deshalb sind je
nach Hersteller ausgeklügelte Verfahren nötig, um mit den jetzt schon
vorhandenen Fehlern auf den Chips leben zu können. Fehlererkennung,
Fehlerkorrektur, Wear leveling sind schon jetzt unverzichtbare Teile der
Flash-Speicher-Szene. Natürlich kann man die Speichedichte auf den Chips
noch weiter steigern, das wird auch gemacht, aber in gleichem Maße
steigen auch die Fehler und die Notwendigkeit, sich damit in irgendeiner
Weise zu arrangieren.
W.S.
W.S. schrieb:> Da irrst du aber gewaltig. Es ist schon JETZT keine Luft mehr oben> vorhanden.> [...]> Natürlich kann man die Speichedichte auf den Chips> noch weiter steigern, das wird auch gemacht
Wolltest dich wohl nur wichtig machen mit deiner Einleitung und dem
daruffolgenden Dementi.