Keramik Filter vs. ZF-Discriminator

Gast #3616380
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Hallo Leute,

ich brauche für meine Schaltung einen 5,5Mhz und einen 6,5Mhz Keramik 
Filter.

Leider konnte ich jedoch weder bei Reichelt, Pollin, Farnell, (Conrad) 
was finden. Habe ich nur falsch gesucht? Gibt es hierfür etwa andere 
Begriffe?

Was ich gefunden habe ist ein ZF-Diskriminator:
http://www.reichelt.de/Filter/CDA-5-5/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=6512&GROUPID=3175&artnr=CDA+5%2C5

Was ist das? Würde sowas einen Keramik-Filter ersetzten können?

Vielen Dank für Eure Antworten

CANEES
Moderator Persönliche Seite #3616420
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Die Dinger sind für die Quadraturdemodulation in einem TBA120 & Co.
konzipiert worden und nur daraufhin spezifiziert.

Prinzipiell könnten die auch als Filter funktionieren, aber ihr 
Verhalten
fernab des Durchlassbereichs ist halt nicht spezifiziert, da das beim
bestimmungsgemäßen Einsatz kaum eine Rolle spielt.  Die Filterung des
Signals erfolgte beim Analog-TV in der (hohen) ZF für Bild- und 
Tonsignal
gemeinsam, und die Differenzfrequenz von 5,5 bzw. 6,5 MHz entstand dort
gewissermaßen nebenbei, sodass man von dieser nur noch die FM-NF
demodulieren musste.

Kauf dir doch einfach mal eins und miss es aus.
Moderator Persönliche Seite #3616478
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CANEES schrieb:
> Was heist eigentlich ZF?

Die Zwischenfrequenz eines Superhetempfängers.  Bei FM-Rundfunk ist
sie typisch 10,7 MHz.  Beim Fernsehen dagegen wurde die Differenz
von Bild- und Tonträger benutzt, und diese beträgt (je nach Fernsehnorm)
beispielsweise 5,5 oder 6,5 MHz (in Europa).

Siehe auch 
http://de.wikipedia.org/wiki/Fernsehnorm#Analoge_Fernsehnormen
Gast #3617174
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CANEES schrieb:
> Also es besteht schon ein Unterschied zu einem ZF-Diskriminator. Was
> heist eigentlich ZF???

Du willst eine Schaltung nachbauen und weißt nicht, was eine sogenannte 
Zwischenfrequenz ist? Hmm...

Und zum Unterschied zwischen Filter und Diekriminator: Ein Keramikfilter 
ist üblicherweise eben ein Filter, was einen gewissen Frequenzbereich 
durchläßt und abseits dieses Bereiches weniger bis ganz wenig durchläßt 
- im Prinzip ähnlich einer Anordnung aus zwei Parallelschwingkreisen, 
die ein wenig miteinander gekoppelt sind. Für den Diskriminator braucht 
es ein Bauteil, das so ähnlich wirkt wie ein einzelner 
Parallelschwingkreis, der kapazitiv und hochohmig angeregt wird und dann 
mit einer Phasenverschiebung je nach Ablage der Erregerfrequenz von der 
Resonanz des Diskriminators schwingt. Zusammen mit einem Multiplizierer 
im IC ergibt das einen FM-Demodulator.

W.S.

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