Hallo, warum gibt es unterschiedliche Arten ein Bus zu terminieren z.B bei RS485? 1. Ein einzelner Widerstand am Anfang und am Ende zwischen den Signalleitungen. 2. Ein Biasnetzwerk mit drei Widerständen in Reihe und mit 5 V gespeist auch am Anfang und am Ende der Leitungen.
Der Widerstand zwischen den Leitungen sollte dem Wellenwiderstand der Kabel entsprechen und verhindert reflektionen. Das Bias-Netzwerk sorgt dafür, dass im Leerlauf ein definierter Ruhepegel aus den Empfängern kommt (und schluckt auch gleich reflektionen).
Dann gibts da noch die AC-Terminierung... Eigentlich reicht der eine Widerstand zwischen A und B. Aber nur dann, wenn ein Sender auf der Leitung aktiv ist. Ansonsten ergibt sich ein undefinierter Pegel (Differenz 0V). Stichwort fail safe.
bernd100 schrieb: > 1. Ein einzelner Widerstand am Anfang und am Ende zwischen den > Signalleitungen. Das ist die einfache Version, wenn Sender und Empfänger einen gemeinsamen Standard (LVDS z.B.) haben und auch über die Masse verbunden sind. Und, wenn der Sender immer aktiv einen Pegel liefert. Meist innerhalb eines Gerätes verwendet. > 2. Ein Biasnetzwerk mit drei Widerständen in Reihe und mit 5 V gespeist > auch am Anfang und am Ende der Leitungen. Es gibt auch AC-gekoppelte Verbindungen. Günstig, wenn man nicht sicher ist, dass die Massepotentiale wirklich stabil (GND-Shift). Oder, wenn man z.B. CML und LVDS oder ECL aneinander anpassen will. Oder, wenn der Sender z.B. über einen Steckverbinder abtrennbar ist und man sicher gehen will, dass dann der Empfänger in einen stabilen Zustand geht. Es gibt auch noch weitere Varianten, z.B. zwei halbe Widerstände (2 * 110 Ohm in deinem Beispiel) auf eine Spannungsquelle.
bernd100 schrieb: > Hallo, > > bei welchem Bus ist den immer ein Sender aktiv? DMX ohne RDM wird während dem Betrieb durchgehend vom Master angesteuert.
Danke für die Antworten, bei der Terminierung mit den drei Widerständen ist mir noch nicht klar, wie das im aktiven Sendebetrieb funktionieren soll? Wird der Abschlusswiderstand in der Mitte nicht durch die Versorgungsspannung beeinflusst?
Ja, wird er. Deshalb ist er ja auch 220R und nicht 120R wie sonst üblich. +5V und Gnd sind HF-Mässig kurzgeschlossen, die Widerstände liegen also parallel zu den 220R, passt in etwa. Ist eh nur eine ungefähr-Anpassung. Interessant wird es erst bei grossen Datenraten und langen Leitungen, vorher braucht man sich da kaum Gedanken machen.
Ja, an den 220 Ohm liegt gut 1 V von den +5 V an. Im Normalbetrieb werden aber > 3 V Differenzspannung von Datenader A und B geliefert. Das funktioniert schon!
Warum es unterschiedliche Terminierungen gibt es mir jetzt klar, aber warum gibt es diese unterschiedlichen Konzepte also einmal definierter Spannungspegel über die Teilnehmer am Bus oder Pegeldefinition durch das Wi-Netzwerk.
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