Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Terminationswiderstand


von bernd100 (Gast)


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Hallo,

warum gibt es unterschiedliche Arten ein Bus zu terminieren z.B bei 
RS485?

1. Ein einzelner Widerstand am Anfang und am Ende zwischen den 
Signalleitungen.

2. Ein Biasnetzwerk mit drei Widerständen in Reihe und mit 5 V gespeist 
auch am Anfang und am Ende der Leitungen.

von Max D. (max_d)


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Der Widerstand zwischen den Leitungen sollte dem Wellenwiderstand der 
Kabel entsprechen und verhindert reflektionen.
Das Bias-Netzwerk sorgt dafür, dass im Leerlauf ein definierter 
Ruhepegel aus den Empfängern kommt (und schluckt auch gleich 
reflektionen).

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Dann gibts da noch die AC-Terminierung...

Eigentlich reicht der eine Widerstand zwischen A und B. Aber nur dann, 
wenn ein Sender auf der Leitung aktiv ist. Ansonsten ergibt sich ein 
undefinierter Pegel (Differenz 0V).
Stichwort fail safe.

von bernd100 (Gast)


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Hallo,

bei welchem Bus ist den immer ein Sender aktiv?

von HildeK (Gast)


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bernd100 schrieb:
> 1. Ein einzelner Widerstand am Anfang und am Ende zwischen den
> Signalleitungen.

Das ist die einfache Version, wenn Sender und Empfänger einen 
gemeinsamen Standard (LVDS z.B.) haben und auch über die Masse verbunden 
sind. Und, wenn der Sender immer aktiv einen Pegel liefert. Meist 
innerhalb eines Gerätes verwendet.

> 2. Ein Biasnetzwerk mit drei Widerständen in Reihe und mit 5 V gespeist
> auch am Anfang und am Ende der Leitungen.
Es gibt auch AC-gekoppelte Verbindungen. Günstig, wenn man nicht sicher 
ist, dass die Massepotentiale wirklich stabil (GND-Shift). Oder, wenn 
man z.B. CML und LVDS oder ECL aneinander anpassen will. Oder, wenn der 
Sender z.B. über einen Steckverbinder abtrennbar ist und man sicher 
gehen will, dass dann der Empfänger in einen stabilen Zustand geht.

Es gibt auch noch weitere Varianten, z.B. zwei halbe Widerstände (2 * 
110 Ohm in deinem Beispiel) auf eine Spannungsquelle.

von Max D. (max_d)


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bernd100 schrieb:
> Hallo,
>
> bei welchem Bus ist den immer ein Sender aktiv?

DMX ohne RDM wird während dem Betrieb durchgehend vom Master 
angesteuert.

von bernd100 (Gast)


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Danke für die Antworten,

bei der Terminierung mit den drei Widerständen ist mir noch nicht klar, 
wie das im aktiven Sendebetrieb funktionieren soll? Wird der 
Abschlusswiderstand in der Mitte  nicht durch die Versorgungsspannung 
beeinflusst?

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Ja, wird er.
Deshalb ist er ja auch 220R und nicht 120R wie sonst üblich. +5V und Gnd 
sind HF-Mässig kurzgeschlossen, die Widerstände liegen also parallel zu 
den 220R, passt in etwa. Ist eh nur eine ungefähr-Anpassung. Interessant 
wird es erst bei grossen Datenraten und langen Leitungen, vorher braucht 
man sich da kaum Gedanken machen.

von Erwin (Gast)


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Ja, an den 220 Ohm liegt gut 1 V von den +5 V an.

Im Normalbetrieb werden aber > 3 V Differenzspannung von
Datenader A und B geliefert. Das funktioniert schon!

von bernd100 (Gast)


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Warum es unterschiedliche Terminierungen gibt es mir jetzt klar, aber 
warum gibt es diese unterschiedlichen Konzepte also einmal definierter 
Spannungspegel über die Teilnehmer am Bus oder  Pegeldefinition durch 
das Wi-Netzwerk.

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